Animal Rage
Sam ist Redaktor einer Unizeitung und versucht seit längerem ein Interview mit dem ominösen Professor Ethrige zu bekommen, der jedoch jegliche Zusammenarbeit höflich aber bestimmt ablehnt. Sein Kumpel Duffy beschließt daher eines Tages in die Forschungseinrichtung einzubrechen und so ein paar Fotos für eine Titelstory zu machen, da im Labor seltsame und nicht genehmigte Versuche vermutet werden. Tatsächlich stößt Duffy auf einen genetisch manipulierten und sehr aggressiven Pavian, der den Schreiberling an der Hand verletzt und anschließend aus seinem Käfig entkommen kann. Bei einer Kollision mit einem Polizeiauto endet zwar die Ausflug, aber auch für Duffy hat die Begegnung schon wenig später verheerende Folgen...
Über "Primal Rage" hört man ja oft, dass er ziemlich langweilig und blutarm sei, was aber daran liegt, dass die deutsche Fassung mit 18er-Freigabe aus alternativem (!) und ziemlich harmlosen Bildmaterial besteht, während es in der "R-Rated"-Ami-Fassung schon ordentlich und vor allem blutig zur Sache geht. Rambaldis Campus-Horror-Körpermutationsstreifen erinnert ein wenig an die Klassiker "Die Nacht der Creeps" und "The Crazies" und ist inhaltlich und technisch auch recht solide ausgefallen. Die Geschichte über das genetisch veränderte Material, dass Menschen zu mordlüstigen und aggressiven Bestien mutieren lässt ist ebenfalls okay und bei den handgemachten Effekten und den Settings inklusive Halloween-Maskenball hat man sich ebenfalls große Mühe gegegeben. Kein Klassiker, aber sicherlich einer der besseren Endachtziger-Horrorbeiträge, den man sich allerdings tunlichst bitte in der "R-Rated"-Fassung gönnen sollte!
Punk Vacation
Die erste Begegnung mit einer urlaubenden Gruppen von Punks endet für den Ladenbesitzer einer beschaulichen Kleinstadt mit dem Tod, während dessen 15jährige Tochter vergewaltigt wird und anschließend in einen Schockzustand verfällt. Als auch einer der Punks verletzt festgenommen wird, versucht Lisa, die Schwester des Opfers diesen im Krankenhaus mit einer Schere zu ermorden und macht sich wenig später mit der gestohlenen Waffe ihres Freundes Don auf die Suche nach den anderen Punks um Rache zu nehmen. Diese wiederum planen ebenfalls ihren Kumpel zu befreien und während sich die Bewohner der Stadt ebenfalls aufrüsten, kann Deputy Don nur hilflos mitansehen, wie die Lage rund um die Kleinstadt zunehmend eskaliert...
Einen unterhaltsamen, kleinen Reisser haben die Leutchen von Vinegar Syndrome da ausgegraben und mit der ländercodefreien BR-VÖ von "Punk Vacation" kommt Stanley Lewis Exploitation-Rachefilmchen auch zu neuen Ehren. Die Story über böse Punks, die sich mit den nicht ganz so friedlichen Bewohnern einer Kleinstadt anlegen ist zwar sich nichts Neues, aber der im Jahre 1987 (und nicht 1990 wie auf der OFDB angegeben) entstandene Streifen ist zweifelsfrei sehr kurzweilig und bietet böse FCKW-Punks mit Hang zu Neonfarben und sympathische Buddy-Figuren auf der anderen Seite. Wenn sich dann auch noch der örtliche Waffenverein hinter den kriminellen Subjekten hermacht, gibts auch noch ein paar Lacher und sowieso und überhaupt ist "Punk Vacation" herrlichste Unterhaltung aus der Achtziger-Kiste, die auch eindrucksvoll zeigt, was man mit perfekter Bildqualität aus einen kleinen Low-Budget-Flick noch so alles rausholen kann.