Barabarisches Double-Fietscha!
Ator - Herr des Feuers
In einer uralten Überlieferung heißt es, dass der Sohn des Tor eines Tages die Herrschaft der Spinne beenden wird. Als sich die Zeichen mehren, dass dieser geboren wurde, lässt ein Hohepriester alle Kinder des Landes ermorden, übersieht dabei jedoch Ator, der von dem Krieger Griba gerettet wird. Die Jahre vergehen, Ator wächst zu einem stattlichen Mann heran und muss eines Tages tatenlos zusehen, wie seine Angetraute von der Armee des Hohepriesters entführt wird. Als er daraufhin von Griba die Wahrheit seiner Existenz erfährt, macht er sich auf den Weg umd seine Geliebt zu retten und trifft dabei auch auf die Amazonenfrau Roon, die den Krieger bei seinem Kämpfen gegen böse Hexen und untote Krieger unterstützt.
Haarsträubender Conan-Abklatsch von Joe D'Amato aus der Diskont-Abteilung des italienischen Plagiat-Kinos, dass definitiv keine Gefangenen macht. Die Geschichte über mutige Krieger, Prophezeiungen, Spinnenmonster und entführte Liebschen würde ja schon keinen Blumentopf gewinnen, aber die filmische Umsetzung strotzt dann jeglicher Beschreibung. Alles ist billig in Szene gesetzt und selbst die Kampfszenen, die ja oftmals das Herzstück eines solchen Filmes sind, wirken so, als hätte man den Leutchen das erste Mal Schwerter in die Kralle gedrückt. Die Perücke von Miles O'Keeffe geht ja eigentlich auch nicht und über das Spinnenmonster am Ende hülle ich mal lieber den Mantel des Schweigens. Auf der anderen Seite macht "Ator" aber gerade wegen seiner offensichtlichen Mängel ziemlichen Spass und die wunderbare Sabrina Siani als materialistische Amazone und Edward Purdom als Krieger (!) sieht man ja ohnehin nicht jeden Tag. Spaßiger Blödsinn mit Perücken, Pathos, Trockennebel und Schmackes!
Conquest
"Conquest" ist wohl das Oreo-Keks unter den Barbaren-Filmen. Einmal im Milch getaucht, sieht man während gesamten Laufzeit, die Darsteller vor lauter trüben Schleier und Trockeneisnebel nicht mehr. Irgendwie geht es in dem metaphorischen Schmodderwerk wohl um mutige Krieger und eine böse Herscherin namens Ocron, die mit Hilfe von Wuffis, Zombies, Steinmonster und anderen seltsamen Wesen die Erde unterjocht. Nur der mutige Krieger Ilias aus einem Paralell-Universum um die Ecke stellt sich mit dem misanthropischen Maxz in den Weg der bösen Herrscherin und darf mit beeindruckenden C64-Tricks gegen sie vorgehen. Dank herber Effekte und durchaus gelungenen Kostümen macht Fulcis Barbaren-Schlachtplatte aber durchaus Spaß und aufgeschlossene Italo-Fans kommen in dem Werk auch sicher auf ihre Kosten - alles anderen sollten aber wohl besser Abstand halten.