Seite 83 von 454

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Mo 10. Dez 2012, 09:14
von jogiwan
Die Unglaublichen

Bild

Temporeiche Persiflage auf Superhelden und Agenten aus dem Hause Disney bzw. Pixar, die ja recht unterhaltsam daherkommt. Technisch gibts ja nix zu meckern und auch die Geschichte über Superhelden im unfreiwilligen Ruhestand ist für einen Familienfilm überraschend actionlastig ausgefallen. Irgendwie erinnert "The Incredibles" an eine Mischung aus "X-Men" und "James Bond" und nimmt sich zum Glück auch nie selbst zu ernst. Von den Unmengen animierten Familienfilmen ist "The Incredibles" sicher einer von den Lustigeren und ein Film, den man sich immer wieder gut ansehen kann.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Do 13. Dez 2012, 07:36
von jogiwan
Claustrofobia

Bild

Durchschnittlicher Thriller über ein junges Mädel, dass in die Hände eines Psychopathen gerät, der sie in einem Keller gefangenhält und gar Grausiges mit ihr vor hat. Die Identität des Killers ist zwar rasch enthüllt, aber dennoch hält das Drehbuch noch genug Überraschungen parat. Leider hakt die Sache etwas daran, dass die Rolle der Hauptdarstellerin nicht gar so überzeugend eingeführt wird und man der etwas nervigen Figur Eva bald mal noch viel Schlimmere Dinge an den Hals wünscht. Die passieren dann auch, wobei die Geschichte im Verlauf der ganzen Entführungs-Kiste doch ein paar dramaturgische Stolpersteine und arg Klischee-lastige Entwicklungen parat hält. Dafür entschädigt dann ein dann doch recht gelungenes Finale und insgesamt kann man den vorhersehbaren "Claustrofobia" dann zwischendurch doch gut gucken.

Killing Blue

Bild

Du meine Güte... "Killing Blue" ist wohl ein Anwärter, für den schlechtesten deutschen Thriller, der jemals produziert wurde und dagegen wirkt ja sogar noch "Der Joker" und alle Filme von Eckhart Schmidt wie großes Kino. Keine Ahnung, was Patzak da eingefallen ist, aber die Geschichte vom abgeklärten Ermittler, der in der episodenhaften und spannungsfreien Handlung von einem Ereignis ins nächste stolpert und nebenher einen Mordfall löst ist sensationell schlecht. Die Story und Entwicklungen der überzeichneten Thriller-Satire (?) als haarsträubend zu bezeichnen wäre ja noch untertrieben und weil das alles nicht reicht, geben die Darsteller ständig Nonsens-Onliner und -Sprüche von sich. "Killing Blue" ist dann auch noch in einen Berliner-Achtziger-Jahre-Neon-Look getaucht, der dem Ganzen dann noch endgültig den Rest gibt. Ein sinnfreier Werbefilm für Becks und Tabakwaren, der so unglaublich mies ist, dass man ihn schon gesehen haben sollte... :doof:

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Do 13. Dez 2012, 07:40
von jogiwan
The Walking Dead

Bild

Nun die komplette erste Staffel geguckt: "The Walking Dead" ist wirklich sehr gut, obwohl ich mir ehrlich gesagt doch einen Ticken mehr erwartet habe. Nach dem fulminanten Auftakt flacht die Serie ja etwas ab und bietet statt einem konstant hohen Level, doch ab und an auch ein bissl Leerlauf, wobei hier vor allem die fünfte Folge der ersten Staffel doch etws abfällt. Das Augenmerk der Serie liegt auch weniger auf postapokalyptischen Zombie-Action, sondern eher an zwischenmenschlichen Dingen in Extrem-Situationen. Trotzdem sehr gut und auch sehr gut gemacht, auch wenn ich nicht die Höchstnote ziehen würde. Wer sich aber nur annähernd für Serien und Zombies interessiert kommt an der Serie wohl nicht vorbei und ich freue mich schon auf die zweite Staffel, die ja zum Glück schon griffbereit liegt!

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Fr 14. Dez 2012, 07:47
von jogiwan
18 Stunden bis zur Ewigkeit

Bild

Lähmend langweilig inszenierte Mischung aus Katastrophenfilm und Thriller, der komplett in die Hose geht. Trotz zahlreicher Stars und gar nicht mal so schlechter Ausgangslage versemmelt Richard Lester einfach alles und bietet ein heruntergekommenes (???) Kreuzfahrtschiff-Szenario, einen schnarchigen Plot, verschenkte Charaktere und ein derart unspektakulären Finale, dass man sich fragen muss, ob so etwas wie ein Drehbuch überhaupt existiert hat. So etwas wie Spannung kommt ja zu keiner Sekunde auf, Nebenhandlungsstränge verpuffen im Nichts und selbst die obligatorische Diva des Streifens wurde durch ein Hausmütterchen im jenseitgen Cocktail-Kleidchen ersetzt... Was soll das? Von den zahlreichen Katastrophenfilmen des heurigen Jahres ist "18 Stunden bis zur Ewigkeit" dann auch mit Abstand der Uninteressanteste...

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: So 16. Dez 2012, 10:14
von jogiwan
Kill the Boss

Bild

Bis auf die Grundidee und das Finale erschreckend unwitzige Komödie über drei Loser, die irgendwann beschließen ihre Bosse unter die Erde zu bringen. Die Definition von Situationskomik ist dabei seine dämlichen Figuren von einer absurden Situation in die nächste zu schicken und Jennifer Aniston ein paar derbe Zoten aufsagen zu lassen. Lustig ist leider anders -pechschwarz auch und wenn ein Film schon im "Hangover"-Stil angekündigt wird bin ich ohnehin schon raus. Freiwillig hätte ich mir "Kill the Boss" auch nie angesehen. Avoid!

Grabbers

Bild

Durchschnittliche und wie Arkschi bereits anmerkte, erschreckend unoriginelle Mischung aus Sci-Fi-Horror und Culture-Clash-Komödie, die man zwar gucken kann, aber bei der man auch das Gefühl nicht los wird, dass aus der eigentlich spassigen Ausgangsidee viel mehr möglich gewesen wäre. Irgendwie kommt die Sache nicht so richtig in Fahr und "Grabbers" ist auf Dauer weder sonderlich lustig, noch spannend. Das die schrulligen und liebenswerten Nebendarsteller ihre Kollegen in den Hauptrollen dann auch scheinbar mühelos an die Wand spielen liegt auch eher am schwachen Drehbuch. Die schicken Drehlocation und die eigentlich gelungenen Effekte verhindern dass das schlimmste aber die Kiste der Horrorkomödien bietet doch viele und weit bessere Beiträge. Kann man aber schon gucken, vor allem wenn man die DVD gewinnt...

Killerhaus - Horror der grausamsten Art

Bild

Für eine Charles Band-Produktion und Schmoeller-Arbeit ("Puppetmaster") überraschend solider Horrorstreifen mit einem herrlich irren Klaus Kinski, der als durchgeknallter Nazi in einem Mietshaus seine Menschenversuche betreibt und sexy Mieterinnen über Lüftungsrohre stalkt. Alles immer hübsch überzeichnet und herrlich neben der Spur und bis auf das überraschend harmlose Finale auch halbwegs gelungen. Zwar hätte man aus der Geschichte sicher mehr rausholen können und "Horror der grausamsten Art" geht wohl anders, aber wer braucht das schon, wenn man mit so einem Hauptdarsteller aufwarten kann. Der diabolische Klausi hat ja selbst in so einer Rolle noch die Sympathien auf seiner Seite und trägt die ganze Killerhaus-Sause dann auch fast im Alleingang.

Santo and Blue Demon vs. Dr. Frankenstein

Bild

Der größenwahnsinnige Dr. Frankenstein und sein teuflisches Team entführen wahllos junge Frauen um Gehirntransplantationen durchzuführen und die mißglückten Versuchsobjekte als mordende Zombies wieder auf die Gesellschaft loszulassen. Doch der eigentliche Plan ist es das Gehirn des bekannten und beliebten Wrestlers "Santo" in das einer übermenschlich-starken Kreatur namens Golem zu transferieren. Als zu diesem Zweck die Freundin des maskierten Wrestlers entführt wird und auch die Polizei machtlos ist, macht sich Santo mit seinem Tag-Team-Partner "Blue Demon" auf um dem Wissenschaftler ein für alle Mal das Handwerk zu legen...

Herrlicher und sehr schräger Streifen aus dem Land der Tacos und Teil einger ganzen Ladung von gleichgestrickten Filmen in dem National-Wrestling-Legende Santo mit seinem Partner gegen allerlei bekannte Gruselfiguren der Filmgeschichte antreten. Dieses Mal ist es ja Doc Frankenstein, der natürlich gleich die Weltherrschaft mit seiner Kreation "Golem" an sich reissen will und dabei aber nicht die Rechnung mit Santo und Blue Demon gemacht hat. Das Ganze ist bunt, irgendwie doof, arg naiv, aber auch immer schwer unterhaltsam. Einzig und allein die etwas uninspiriert in den Film geklöppelten Schaukämpfe, die mit erhöhter Geschwindigkeit abgespult werden, sind auf Dauer etwas fad, aber der Rest ist herrliches Trashkino der allerbesten Sorte und daher hat mich mein erster Ausflug in die Welt der maskierten Wrestling-Helden auch schwer begeistert.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Mo 17. Dez 2012, 09:07
von jogiwan
Schloss des Schreckens

Bild

Wunderbar fotografierter und oldskooliger Haunted-House-Grusler mit einer grandiosen Deborah Kerr, die als junge Frau in ihrer ersten Anstellung als Erzieherin in einem abgelgenen Landhaus gar seltsame Dinge erlebt. Der Streifen ist teils wirklich sehr gruselig gemacht und die Spannungsschraube wird langsam, aber stetig angezogen. Leider muss ich aber ehrlich gestehen, dass ich mir persönlich mit die Geschichte mit dem offenen Ende nicht so wirklich zugesagt hat. Irgendwie war mir das gestern dann doch insgesamt etwas zu unentschlossen und bei kreischenden Bälgern mit Engelsgesichtern ist bei mir leider auch gleich mal Ende Gelände. Insgesamt ein guter Film, aber "Bis das Blut gefriert" ist mir dann trotzdem lieber.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Mo 17. Dez 2012, 12:16
von untot
jogiwan hat geschrieben:bei kreischenden Bälgern mit Engelsgesichtern ist bei mir leider auch gleich mal Ende
DAS kann ich verstehen!!! :mrgreen:

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Di 18. Dez 2012, 08:42
von jogiwan
Jogiwans "Get ready for X-Mas-"Special # 1 - Black Christmas

Bild

Hysterischer, temporeicher und farbenfroh-überdrehter Splatterspaß, der ständig so vorangetrieben wird, dass man aufgrund des fortgeschrittenen Bodycounts und der etwas seltsam erzählten und der irgendwie arg doof gestrickten Story schon mal den Überblick verlieren kann. Der extrem bunte Look des Streifens und die extravagante Kameraführung wissen zwar durchaus zu gefallen und auch die überdrehte Gewalt fand ich recht amüsant, aber die Geschichte inklusive Herumgezicke von den weiblichen Darstellern kann ja mal eher nix und im Finale geht der Weihnachts-Sause dann doch etwas die Luft aus. Aber selbst wenn "Black Christmas" sicherlich kein Genre-Highlight ist und der Streifen eher auf ein Teenie-Publikum zugeschnitten ist, kommt man von Beginn an kaum zu Durchatmen und irgendwie fand ich das Ganze eingeschränkt dann auch sehr unterhaltsam. Spassiges Popcorn-Kino

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Mi 19. Dez 2012, 10:11
von jogiwan
Jogiwans "Get ready for X-Mas-"Special # 2 - Don't open till Christmas

Bild

Haarsträubender, aber nicht uncharmanter Horrorstreifen über einen durchgeknallten Psychokiller, der wahllos und auf recht originelle Weise Weihnachtsmänner in den Straßen von London slasht. Der ganz Streifen ist durchzogen von einer heruntergekommenen Atmosphäre und abgesehen von meiner Belinda Mayne und einem Kurzauftritt von Caroline Munroe gibt es eher seltsame Charaktere am laufenden Band, wobei die finale Auflösung natürlich haarsträubend ausgefallen ist. Mit Ruhm hat sich in den episodenhaften Werk aus der Achtziger-Kiste wohl niemand bekleckert und vor allem die Frisur von Belinda und ihr Jeans-Outfit sind ja ein mittlerer Skandal. Kann man jedenfalls mit Themebezug gut um diese Zeit gucken, aber als Highlight würde ich "Don´t open till Christmas" jetzt nicht gerade bezeichnen.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: So 23. Dez 2012, 10:03
von jogiwan
The Tortured

Bild

Durchschnittlicher, kleiner Reißer in der das fragwürdige Rechtsempfinden der Amis wieder einmal gut zum Ausdruck kommt. Wenn schon keine Todesstrafe, dann am Besten das Gesetz selbst in die Hand nehmen und einen auf Folterknecht machen. Die Geschichte über den Kindsmörder kommt dabei eher langsam in die Gänge und bietet in der zweiten Halbzeit ein paar herbe Einlagen, die in der deutschen Fassung - wenig verwunderlich - entschärft wurden. Die englische Fassung gibts jedoch schon für ein paar Euro und bietet die wie üblich fragwürdige Selbstjustiz-Sause mit obligatorischem Twist dann auch ungekürzt. Fans des Saw-Franchise werden sicherlich gut bedient und wer nix gegen simpel gestrickte Thriller im erhöhten Härtegrad hat, kommt bei "The Tortured" ebenfalls auf seine Kosten.

Terminal Island

Bild

Herrlich obskurer und schwer unterhaltsamer Exploitation-Film über verurteilte Mörder und Psychopathen, die zum Schutze der übrigen Bevölkerung auf einer abgelegenen Insel ausgesetzt werden. Der größte Psycho reißt ja natürlich gleich einmal das Kommando an sich und Frauen werden kurzerhand als Sex-Skalvinnen gehalten. Das so etwas auf Dauer natürlich nicht gut geht, liegt auf der Hand und schon wenig später teilen sich die verurteilten Schwerverbrecher in zwei Gruppen, die sich fortan gegenseitig an die Gurgel gehen. Alles hübsch solide und mit sleazigem Unterton inszeniert, bietet der Streifen aus dem Jahre 1973 dann auch noch einen blutjungen Tom Selleck und seinen späteren Magnum-Kumpanen Roger E. Mosley, sowie jede Menge hübscher Girls, viel Action und ein paar eindrucksvolle Momente. Die Code-Red-Scheibe ist von der Qualität her überaschend gut ausgefallen und bietet auch noch ein paar Interviews. Eigentlich rundum super und wohl besonders für männliche Zuschauer geeignet, die die Ironie an der ganzen Sache nicht erkennen (wollen)! ;)