Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Stepdad

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Doof, ärgerlich und nicht mal einen eigenen Fred wert. Der dümmste "Coming-of-Age-"Streifen, der mir je vor die Linse gekommen ist. Punkt!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Das gelbe Haus am Pinnasberg

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Was für ein herrlicher und absolut spaßiger Film aus deutschen Landen! Hier wird der übliche Erotik-Spieß kurzerhand umgedreht und der Mann zum erotischen Wesen gekührt, obwohl sich natürlich im Verlauf des braven Streifens auch die Mädels nackisch machen dürfen. In der episodenhaften Handlung geht es um standhafte Männer in einem von strenger Hand geführten Etablissment und der triebgesteuerten Weiblichkeit mit ihren teils seltsamen Wünschen, welche gerade bei Vollmond durchaus einmal die Contenance verliert. Zusammengehalten wird das Ganze von einer losen Rahmenhandlung über eine dichtende Kaptitänswitwe namens Bengta*, die vermutlich damals wohl eine lokale Größe und Erotikexpertin war und auch die literarische Vorlage schrieb. "Das gelbe Haus am Pinnasberg" ist abgesehen von der arglistigen Täuschung im Titel (welcher Berg?) eine spassige Granate von einem Film - für das weibliche Publikum und aufgeschlossene Deutschploitation-Fans - der zwar sein Tempo im Mittelteil nicht ganz halten kann, aber mit einem humorvollen Start und einem krassen (!) Ende super unterhält und mit seltsamen Weisheiten, eifersüchtigen Doggen und seinen absolut liebenswerten Figuren auch stets die Lacher auf seiner Seite hat.

* http://de.wikipedia.org/wiki/Bengta_Bischoff
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Source Code

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Hübsch gemachter Sci-Fi-Action-Film, der mich aber trotzdem nicht wirklich vom Hocker gerissen hat. Wie die Sache ausgeht, bzw. was hinter dem "Source Code" steckt lässt sich ja bald einmal erahnen. Trotzdem ist das Filmchen recht packend inszeniert, hat ein hohes Tempo und gewinnt dank seinen beiden Hauptdarstellern und der wunderbaren Skyline von Chicaogo. Dennoch war mir das für gestern alles etwas zu wirr und anstregend erzählt und irgendwie wollte die Sache dann auch nicht so richtig zünden. Vielleicht beim nächsten Mal!

Best Worst Movie

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Im Jahre 1990 spielte der zwölfjährige Michael Stephenson in "Troll 2" die Hauptrolle und freute sich bereits auf eine Karriere als gefeierter Schauspieler. Leider kam alles ander und der Film fiel aus bekannten Gründen so gnadenlos durch, dass sich der gesamte Cast danach distanzierte und auch nicht mehr mit dem Werk in Verbindung gebracht werden wollte. Jahrzehnte später gilt "Troll 2" jedoch nicht nur als einer der schlechtesten Filme ever, sondern auch als filmische Party-Granate, hat eine weltweite Fanbase und sorgt bei Screenings in den Staaten regelmässig für eine ausverkaufte Hütte. 2009 macht sich Stephenson gemeinsam mit seinen "Film-Vater" George Hardy auf dem Weg um Fans, Kollegen und Regisseur Fragasso zu treffen, an Conventions teilzunehmen und die positiven und negativen Aspekte des sogenannten Fandoms humorvoll zu hinterleuchten.

Humorvolle, berührende und teils aber auch wiederum sehr seltsam anmutende Doku über "Troll 2", die in den ersten 45 Minuten auch sehr schön zeigt, warum Leutchen wie wir an derartigen Streifen gefallen finden und die positive Stimmung unter gleichgesinnten Fans einfängt. Danach kommt jedoch Regisseur Fragasso ins Spiel, der leider noch immer davon überzeugt ist, einen ernsthaft guten Film geschaffen zu haben und auf gegenteilige Meinungen genervt und sogar aggressiv reagiert. Irgendwie versteht man sein Verhalten aber trotzdem und während Hardy und Stephenson mit dem Werk auf Frieden geschlossen haben und sichtlich Spass an Fantreffen haben, gibt es jedoch auch Kollegen, mit denen es das Leben danach nicht so gut gemeint hat. Trotzdem überwiegt in der unterhaltsamen Doku ein positiver Grundton, der vor allem aufgrund des grundsympathischen Herrn Hardy gut funktioniert auch gleich große Lust macht, "Troll 2" gleich wieder in den Player zu schieben und danach mit vollkommen anderen Augen zu sehen...

Troll 2

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Gestern nach "Best Worst Movie" gleich gesichtet und wieder für absolut spassig befunden. Wer "Troll 2" allen Ernstes als einer der schlechtesten Film aller Zeiten bezeichnet, ist in der Italo-Kiste wohl an der Oberfläche geblieben, hat sonst wohl noch nicht viel in seinem Leben gesehen und ist wohl auch noch mit der falschen Einstellung an die Sache herangegangen. Sicherlich ist die Geschichte des Streifens Nonsens der haarsträubenden Sorte, aber "Troll 2" ist tatsächlich zu keiner Sekunde langweilig, stets hoffnungslos übertrieben und die größtenteils talentbefreiten Schauspieler und Goblins sind ebenfalls mit viel Herzblut bei der Sache. Wenn der Streifen ja erst einmal gezündet hat, dann richtig und ist man erst einmal dem grünen Chlorophyl verfallen, gibt es ohnehin kein Halten mehr. Ein Horrorfilm für die ganze Familie, den man am besten mit der bereits erwähnten Doku guckt!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Graveyard of Horror

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Geschäftsmann Michael kehrt nach längerer Abwesenheit zu dem Schloss seiner Gattin zurück und erfährt, dass diese kurz zuvor bei der Entbindung mitsamt dem Kind gestorben ist. Als er weitere Fragen stellt, verwickeln sich der behandelnde Arzt und andere Familienmitglieder in Widersprüche und auch der eilig ausgegrabene Sarg erweist sich als leer. Dennoch stösst Michael auf eine Mauer des Schweigens, wird auf dem Friedhof von vermummten Gestalten attackiert und ist wenig später ebenfalls spurlos verschwunden. Doch das ist erst der Auftakt einer Reihe von seltsamen Begebenheiten und weiteren Morden, an dessem Ende eine schaurige Entdeckung steht...

Du meine Güte! Etwas arg langatmiger Spanien Grusler von Miguel Madrid über einen durchgeknallten Wissenschaftler, der sich mittels menschlicher Bauteile und zahlreicher Helfer selbst als Echsenmann (!!!) von den Toten wiederbelebt. Das macht bei näherer Betrachtung zwar überhaupt keinen Sinn und passt somit hervorragend zu diesem lahmen Werk, dass ebenfalls nicht gerade mit einem durchdachten Drehbuch glänzt. Leutchen kommen und gehen, geben seltsame Sätze von sich und auch die seltsame Erzählweise sorgt eher für Verwirrung als irgendeine Spannung zu erzeugen. Die Tatsache, dass das Cover der Ami-DVD auch noch das Ende spoilert ist ebenfalls dem Ganzen nicht sonderlich zuträglich und obwohl Darsteller und Locations gar nicht mal so schlecht wären, muss man "Graveyard of Horror" wohl nicht gesehen haben.

Das Rätsel der grünen Spinne

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Eines Abends wird in der angesagten Musik- und Revuebar "Grüne Spinne" eine Sängerin erschossen neben der ohnmächtigen Kellnerin Yvonne aufgefunden. Während die Polizei zuerst von einem Selbstmord ausgeht, vermutet der zufällig anwesende Sensationsreporter Ted jedoch mehr hinter der ganzen Sache und tatsächlich stellt sich später heraus, dass die Dame nicht freiwillig aus dem Leben verschieden ist. Während die Polizei auch rasch die psychisch labile Yvonne verdächtigt, glaubt Ted jedoch nicht, dass die hübsche Frau mit der Sache etwas zu tun hat. Verdächtige gibt es auch zuhauf und als ein weiterer Mord geschieht und auch die junge Kellnerin ebenfalls bedroht wird, scheinen sich die Vermutungen des Journalisten zu bestätigen...

"Das Rätsel der grünen Spinne" wird ja schon im Vorspann als Musikkrimi angekündigt und tatsächlich wird die spannende Kriminalhandlung mit ihren zahlreichen Verdächtigen auch immer wieder durch zahlreiche Schlagernummern und musikalische Tanzdarbietungen unterbrochen, die jedoch wenig mit der eigentlichen Handlung zu tun haben. Krimi-Puristen wird es dabei wohl zweifelsfrei die Haare aufstellen, aber ich hab mich während des ganzen Films natürlich bestens amüsiert und hab fleissig mitgeschunkelt. Bekanntestes Gesicht bei den Sängern dürfte wohl Bill ("Souvenirs, Souvenirs") Ramsey sein, der hier natürlich auch eine Nummer zum Besten gibt. In meiner schmalen Brust schlägt ja u.a. ein Herz für Thriller, Schlager, biedere S/W-Filme und obskure Werke aus deutschen Landen und ich hätte nicht gedacht, dass es einen Film gibt, der alle vier Dinge auf einmal bestens bedienen kann. Absolut Herrlich!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Die Frau mit der 45er Magnum

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Hübsch radikaler Low-Budget- und Exploitation-Streifen mit Achtziger-Flair über einen Racheengel, der die New Yorker Männerwelt in Angst und Schrecken versetzt. Zwar ist die Geschichte über die stumme Thana doch arg simpel gestrickt und auch die Verwandlung vom schüchternen Mauerblümchen zum Vamp ist vielleicht nicht immer ganz nachvollziehbar, aber ansonsten ist "MS.45" ein gelungener Beitrag zum Rape´n Revenge-Genre, der gleichzeitig aber auch aufzeigt, wie grundlegend falsch Gewaltanwendung im Grunde dann selbst unter diesem Umständen ist. Wie Ugo schon anmerkte, am besten im Double-Feature mit "A Gun for Jennifer".
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

High Lane

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"High Lane" fängt ja ganz vielversprechend an und bietet recht spektakuläre Bilder von kletternden Menschen und erinnert wohl nicht nur von den sortlichen Spannungsmomenten an eine Outdoor-Variante von "The Descent". Statt wie dieser jedoch in der zweiten Halbzeit nochmals Gas zu geben, baut das französische Filmchen aber nach 40 Minuten gehörig ab und geht in Richtung Backwood-Terror. Statt schwindelerregender Momente gibts dann nur noch das übliche Slasherdegöns, bei dem leider auch die Charaktere etwas nerven und die Logik auf der Strecke bleibt. Angesichts der spannenden Ausgangslage ist das etwas schade und am Ende bleibt doch ein beliebiger Eindruck zurück. Am lustigsten fand ich da noch den Werbezettels eines deutschen Online-Klettershops statt Booklet der DVD - das nenn ich mal zielgruppengerechte Werbung...

Perrak

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Den positiven Stimmen im Vorfeld kann ich mich ja nur vorbehaltslos anschließen. Krautploitationer "Perrak" rockt von der ersten Sekunde an und entführt den Zuschauer in eine Welt voller Gewalt, käuflicher LIebe und groben Sprüchen. Die unvorhersehbare Story ist abwechslungsreich, eigentlich recht brutal und bietet für den Zuschauer Überraschungen, tolle Sprüche und erinnerungswürdige Momente am laufenden Band. Ich bin ja immer wieder überrascht, welch tolle Streifen die deutsche Kinogeschichte so alles bereithält. "Perrak" braucht den Vergleich mit italienischen Genre-Filmen wahrlich nicht scheuen und bietet alles, was das aufgeschlossene Fanherz begehrt! Alfred Vorher hat hier jedenfalls alles richtig gemacht und somit ist der unterhaltsame Kracher dann auch ein klarer Fall von Foren-Pflicht!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Natürlich blond

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Nettes Feel-Good-Movie, das gar nichts anderes sein möchte, als kurzweilige Unterhaltung und dabei sämtliche Vorurteile und Klischees über Blondinen aufgreift um diese dann wahlweise zu bestätigen bzw. zu widerlegen. Nach dem verkitschten Start ist der weitere Verlauf ja überraschend durchdacht und besticht bis zum Finale durch temporeiche Situationskomik, die glücklicherweise über der Gürtellinie bleibt. Reese Witherspoon hat sichtlich Spass an ihrer Rolle der naiv-lebenslustigen Intelligenzbestie und auch der restliche Cast überzeugt in dem märchenhaften Spass, der immer wieder mal im Player landet.

Ein Toter stoppt den 8 Uhr 10

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Du meine Güte... mein Herz schlägt für biedere, deutsche TV-Unterhaltung... Wobei ich zu meiner Verteidigung sagen muss, dass "Ein Toter stoppt den 8 Uhr 10" ja trotz - oder aufgrund seiner ruhigen Erzählweise wirklich sehr solide ausgefallen ist. Der Zuschauer bekommt ja entgegen üblicher Werke gleich zu Beginn die Täter präsentiert und trotzdem entwickelt sich dann im Verlauf des Filmes stets alles anders als geplant oder vom Zuschauer erwartet. Die verschachtelte Erzählweise, die unterschiedlichsten Drehorte von Österreich bis Spanien, die mir bislang unbekannten Darsteller und auch die Musik von Klaus Doldinger haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Verwunderlicherweise gibt es den titelgebenden Toten erst in den letzten Filmminuten, aber bis dahin bleibt der für die ARD produzierte Streifen mit erhöhter Dialog-Lastigkeit und nicht ganz geglückter Bildqualität stets auf mittleren Niveau spannend und unterhaltsam.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Der weisse Killer

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Schon eine etwas zähe Soße, die Herr Castellari mit seinem etwas uninspirierten "Der weiße Hai"-Aufguß dem Zuschauer zumutet. Der Beginn ist ja eher mau aber steigert sich konstant bis zum Finale, dass dann auch ein paar richtige Klopper aufweisen kann. Da fliegen Boote in die Luft, Menschen werden eindrucksvoll zerteilt und kurzerhand auch ein Spielzeug-Hubschrauber in bester Asylum-Manier von einer Plastikattrappe aus der Luft geholt. Das Drehbuch wirkt ja mehr als unentschlossen und überzeugt noch am ehesten durch den wie immer gelungenen Einsatz späterer Riffs-Veteranen wie Vic Morrow, Massimo Vanni und Giancarlo Prete. Sicher kein Must-See, aber doch guckbares Italo-Plagiat-Kino, dass als Zweitfilm nach dem drögen Auftakt durchaus ein paar spassige Momente bietet.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

The Devil's Nightmare

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Sehr, sehr guter Gothic-Grusler und psychotronische Bombe aus belgisch-italienischer Co-Produktion mit einer zauberhaften Erika Blanc, die als Sukkubus sieben Touristen in einem verfluchten Schloss zeigt, wo der Bartl den Most holt. Die teuflische Sause beginnt nach einem Schocker-Beginn zwar eher gemächlich, dreht dann aber so richtig auf und überzeugt durch freizügige Momente und eindrucksvolle Szenen, in denen Frau Blanc herrlich entrückt agiert. Die restlichen Darsteller sind aber ebenfalls top, der gehauchte Soundtrack sehr passend zu den teils etwas sleazigen Bildern und auch das weitläufige Schloss hat mir als Location sehr gut gefallen. Nach "The Night of the Devils" schon der zweite Streifen in kurzer Zeit, der mich absolut beeindruckt hat. Die italiensche Scheibe von Raro bietet neben einem wunderbaren Bild auch die englische Sprachfassung und sollte wohl in keiner Sammlung fehlen. Top!

Ausgestoßen - Nackte Gewalt im Frauengefängnis

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Männer-Bierfilm der etwas einfach-gestrickten Sorte über eine junge Frau die im Gefängnis Bekanntschaft mit des Schattenseiten des Strafvollzuges macht und danach mit einer Gruppe Frauen einen Ausbruch wagt, der wiederum in einem Himmelfahrtskommando endet. Die Geschichte ist ja nicht sonderlich der Bringer und der Film leidet auch etwas darunter, dass schon am Anfang verraten wird, wie die Sache schlussendlich ausgeht und Angela überhaupt erst in diese misslige Lage gekommen ist. Hauptaugenmerk wurde in dem Sleazinger auch mehr auf verschwitzte Haut weiblicher Sorte gelegt und wer sich an solchen Dingen erfreuen kann, ist bei Tarantini sicherlich an der richtigen Adresse. Der Rest ist eher mittelprächtig inszeniert, immer irgendwie etwas zu siffig und richtige Höhepunkte lässt der Streifen leider vermissen. Andererseits kann man sich bei dem Titel der Ösi-DVD auch nicht viel anderes erwarten und die richtige Getränkebegleitung macht die ganze Sache dann auch gut erträglich.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Wie man leben soll

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David Schalko hat ja in der Vergangenheit mit "Die Aufschneider" und "Braunschlag", sowie "Die Sendung ohne Namen" gleich für mehrere Highlights der österreichischen Fernsehgeschichte gesorgt. "Wie man leben soll" ist die Verfilmung des gleichnamigen Erfolgromanes von Thomas Glavinic und wirkt mit seiner überfrachteten Episodenhaftigkeit leider weniger geglückt. Die hurtig vorangetriebene Geschichte über den (leider nicht einmal sonderlich) sympathischer Loser und ewigen Studenten ist gespickt mit popkulturellen Zitaten, vermengt Realität, Traumsequenzen und stakkato-artige Gastauftritten von bekannten Gesichtern von A-Z. Was in den ersten Minuten lustig daherkommt ist auf Dauer dann leider ermüdend und auch der Unterhaltungswert sinkt trotz überspitzten Finale von Minute zu Minute. Trotz ein paar witzigen Momenten und Seitenhiebe dann auch eher eine vergurkte Sache. Eigentlich schade!
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