I spit on your grave (Remake)

Gestern nochmals geguckt und meine seinerzeitigen Eindrücke haben sich im Großen und Ganzen wieder bestätigt. Die verstörende Wirkung des Originals wird zu keiner Zeit erreicht und statt richtigem Terror wird am Ende die beliebte Gore-Keule ausgepackt. Bei näherer Betrachtung wirkt die ganze Sause aber doch arg unglaubwürdig, wenn z.B. die gebeutelte Hauptdarstellerin ein paar Wochen versteckt in einer heruntergekommenen Hütte in der Wildnis haust und dann adrett mit sauberen Klamotten und frisch gewaschenen Haaren ihren Rachefeldzug startet. Das große Plus sind die Darsteller und die etwas komplexeren Figuren, die über manche Holprigkeit hinwegsehen lassen. Sicher eines der besseren Remakes, der letzten Jahre, das wenigstens glaubwürdig versucht den "Geist" des Originals in die heutige Zeit zu übertragen, ohne dabei allzu sehr anbiedernd kommerziell zu sein.jogiwan hat geschrieben:Hier ist es nun, dass Remake des Klassikers, dem im Internet relativ gute Stimmen vorausgeeilt sind. Der Film ist auch hübsch dreckig und am Ende ziemlich brutal - die Klasse des Originals wird jedoch keinesfalls erreicht. Die Schlüsselszene des Films, bei der ich im Original wirklich körperlich mitgelitten habe, ist bei dem Remake schon deutlich abgemildert, während dafür beim Rachefeldzug ordentlich auf die Kacke gehaut wird. Insgesamt ist der leicht modifizierte Streifen trotzdem überraschend hart ausgefallen und funktioniert vor allem durch die grundsympathische Sarah Butler. Das Original bleibt in Sachen Intensität aber unangetastet: 6-7/10
Dawn of the Dead (Remake)

Im Jahre 2004 fand ich den im Kino eigentlich sehr gut, was auch daran liegt, dass ich den gar nicht so sehr auf der Remake-Schiene sehe, sondern als eigenständigen und modernen Zombie-Film betrachte. Den Auftakt und das Ende ist zweifelslos gelungen und vieles, dass Snyder in seinen Film gepackt hat, hat den modernen Zombiefilm doch nachhaltig geprägt. Die Geschichte wird immer hübsch vorangetrieben und das Remake leistet sich diesbezüglich kaum einen Durchhänger. Die Darsteller sind passend gewählt und vor allem Sarah Polley sieht man ja immer wieder gerne. Auch wenn meine Zombie-Leidenschaft in den letzten Jahren doch arg nachgelassen hat, zählt die 2004er Ausgabe von "Dawn" immer noch zu einem der besten modernen Untotenfilme, der letzten Jahre.













