Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Die drei Gesichter der Furcht

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Gelungener Episoden-Grusler von Mario Bava, welcher von den einleitenden Worte von Boris Karloff bis zum ironischen Ende absolut gelungen ist. Die erste Episode ist Giallo-esk, die Zweite mit dem Wurdalak ziemlich düster und die letzte ist so herrlich scary, dass die seinerzeit wohl für einige schlaflose Nächte gesorgt hat. Warum gerade "Das Telefon" mit Michéle Mercier hier nicht so gut wegkommt, kann ich nicht verstehen, ich fand die wirklich sehr gelungen und von den Kamerafahrten hübsch ins Szene gesetzt. "Wurdalak" ist ebenfalls ein grandioser Ausflug ins Gothic-Genre, aber das absolute Highlight ist sicherlich die dritte Episode mit diesem schrecklichen Gesicht, dass ich meinen Lebtag nicht mehr vergessen werde. Zum Runterkommen ist auf der deutschen DVD ja zum Glück dann noch eine einstündige Doku über das Schaffen von Mario Bava und dessen Einfluss auf andere Genre-Regisseure, in dem auch viele Genre-Veteranen zu Wort kommen und die einem dann wieder halbwegs beruhigt und verzückt in die Nacht entlässt!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Dämonisch

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Sehr gelungener Thriller über einem Mann, der sich nach einer göttlichen Vision dazu berufen fühlt, Dämonen in Menschengestalt zu meucheln und dazu auch seine beiden Söhne in die Pflicht nimmt. Christlicher Wahnvorstellungen sind ja normalerweise nicht so meine Baustelle und die ganze Botschaft des Streifens ist auch recht zweifelhaft, aber der Film funzt einfach hervorragend. Die Geschichte, die in Rückblenden erzählt wird, ist recht spannend und bietet dem Zuschauer bis zum überraschenden Ende auch ein paar unerwartete Wendungen. Die Gewalt geschieht zwar im Off, ist aber in den Gesichtern der Beteiligten abzulesen, was ebenfalls noch einmal das Grauen erheblich steigert. Trotz fragwürdiger Moral und diesem McConaughey sicher einer der besten Serienkiller-Filme und gelungendsten Horrorfilme der 0er-Jahre. Tipp!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Hatche for the Honeymoon

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Schwarzhumoriges Psychogramm eines Serienkillers, dass Mario Bava mit allerlei optischen Spielereien, einem beeindruckenden Stephen Forsyth und zwei wunderbaren Frauen bereichert hat. Dagmar Lassander ist wunderhübsch und auch die schlanke Femi Benussi wirkt einfach zauberhaft, während der Rest der Geschichte sich irgendwie nicht zwischen Komödie und Thriller entscheiden kann. Herausgekommen ist ein Film, der mit seinen Bildern und Darstellern punkten kann, mich inhaltlich aber nicht zur Gänze überzeugt hat. Wie bei unserem Blapschi würde es "Hackbeil für die Flitterwochen" wohl nicht nicht in die persönliche Bava Top 5 schaffen, was allerdings nicht bedeutet, dass der Streifen nicht immer noch an einem Großteil italienischer Genre-Produktionen vorbeizieht. Wird auch mit jeder Sichtung sympathischer...

Blackaria

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"Blackaria" kommt wohl dabei raus, wenn zwei Franzosen zu viele italienische und sonstige Genre-Filme gucken und dann ihre eigene Version davon drehen, in der auch etwas Sex und viel Gore nicht zu kurz kommt. Die Einflüsse sind teils sehr offensichtlich, reichen von Fulci, über Argento bis hin zu Brian de Palma und dessen Frühwerke und werden auch im Verlauf der 70 Minuten augenscheinlich zelebriert. Das Ganze ist zwar irgendwie nicht sonderlich eigenständig und auch die Story eher banal, aber dann auch wieder so, als würde ein alter Freund zu Besuch kommen und mal kurz "Hallo" sagen. Die DarstellerInnen sind jedenfalls hübsch und mit blutigen Eifer an der Sache, auch wenn ich das ständige Gefühl hatte, das Dingens ist in einem Puff gedreht worden. Ich fand "Blackaria" für eine aktuelle Billigproduktion jedenfalls überraschend unterhaltsam und kurzweilig und wer Giallos mit erhöhten Härtegrad mag und auch bei Low Budget nicht gleich Ausschlag bekommt, sollte sich die Sichtung nicht entgehen lassen.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Gefahr: Diabolik

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Mario Bavas knallbunter Abenteuerstreifen über einen abgebrühten Super-Gangster und dessen holder Maid, der sich mit seinen gewagten Unternehmungen den Unmut von Polizei, Politik und auch der gesamten Unterwelt zuzieht. Die ganze Sause ist stets sehr "shake-a-delic" inszeniert und bietet neben eindrucksvollen Tricks, grandiosen Settings auch eine wunderbare Marisa Mell in ihrer schönsten Rolle. "Gefahr: Diabolik" ist dann auch so etwas wie der böse Zwillingsbruder des kurz zuvor entstandenen Adam West-Batmans und mit seiner Sympathie für den gewaltbereiten Verbrecher eigentlich herrlich subversiv und schwer unterhaltsam. Ein toller Cast, die flockige Musik von Ennio Morricone und herrlich absurde Ideen am laufenden Band machen den Streifen dann auch zu einer der besten Comic-Verfilmungen aller Zeiten - wenn nicht sogar zur Besten. Diabolik rockt!

Asphalt-Kannibalen

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Ganz kann ich die teils euphorischen Stimmen zu dem Teil nicht nachvolliziehen. Die Mischung aus Zombie- und Kannibalenfilm mit leichter Anti-Vietnam-Note kommt ja irgendwie nicht so richtig in die Puschen und orientiert sich für meine Verhältnisse in einigen Szenen auch einen Ticken zu sehr an "Dawn of the Dead". Der Film hat fraglos ein paar gute Momente und der Saxon ist ja auch ein knackiges Ding, aber ganz will sich die teils haarsträubnende Rahmenhandlung ja nicht den eindrucksvollen Darstellern (insbesonderer das Radieschen) und gorigen Momenten anpassen. Herausgekommen ist ein etwas zwiespältiges Werk, dass mit der Italo-Fanbrille zwar gut funktioniert, aber nichts bietet, dass man in dutzend anderen Filmen schon besser gesehen hat. Sicherlich auch ein Werk, dass man noch öfters sehen müsste, um es vollends in sein Herz zu schließen. Immerhin bin ich da auf dem besten Weg dazu!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Attack the Block

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Temporeicher, teils witziger, teils brutaler Streifen über eine Alien-Invasion im Osten von London und eine Handvoll Jugendlicher, die sich dieser Bedrohung mutig gegenüber stellen. "Attack the Block" startet dabei aber etwas seltsam, da die Gang als absolute A....löcher und Nervbratzen eingeführt werden, die erst nach und nach sympathisch werden. Hätte ich alleine geguckt, wäre der Streifen gestern wohl nach 10 Minunten aus dem Player geflogen. Zum Glück ist das aber nicht passiert und danach gehts auch rapide aufwärts. "Attack the Block" geht dann jedenfalls ab wie Zäpfchen und macht auch bis zum Finale ordentlich Spass, sodass es gar nicht weiter auffällt, dass Jugendkriminalität eigentlich total verharmlost wird und ich diese dämliche Ghettosprache immer noch total furchtbar finde. Partyfilm!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Baron Blood

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Selbstreferenzielles und überdrehtes Gothic-Horror-Spektakel aus dem Hause Bava, in dem die Nebelmaschinen und seltsame Entwicklungen gleich dutzendweise aufgefahren werden. Die Geschichte über den Blut-Baron, der auf der österreichischen Burg Kreuzenstein bei Korneuburg in der Vergangenheit arme Leutchen gefoltert hat und mit einem Zauberspruch wieder zum Leben erweckt wird um sogleich die Arbeit wieder aufzunehmen, ist ist eigentlich herrlich daneben und auch die deutsche Scream-Queen Elke Sommer agiert immer etwas neben der Spur, nur um wenige Sekunden später in die Arme irgendeines Mannes zu fallen. "Baron Blood" wird in dem blutigen Spass seinem Namen auch mehr als gerecht und dank optischer Spielereien kommt man auch abseits der gruseligen Entwicklungen voll auf seine Kosten. I like!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Tanz der Teufel

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Aufgrund des Trailers zum Remake gleich wieder Lust auf das Original bekommen. Die muntere Dämonen-Sause in der abgelegen Waldhütte ist ja immer noch ganz großes Kino und überzeugt neben seinen garstigen Effekten und interessanten Kamera-Spielereien durch hübsches Terror-Feeling, dass auch gleich von Beginn an gut loslegt. Was waren das noch für Zeiten, als in der Schule die Kopie einer Kopie einer Kopie auf VHS unter der Hand weitergegeben wurde und alle Welt von dem furchtbarsten Film aller Zeiten sprach. Zwar ist mein Interesse an reinen Schmodder-Streifen über die Jahre etwas abhanden gekommen, aber "The Evil Dead" macht mit kleineren Abstrichen immer noch großen Spass und zählt nicht zu unrecht zu den großen - wenn hierzulande auch verschmähten - Klassikern der Achtzigerjahre.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Zwei Minuten Warnung

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Hmm... ganz so toll fand ich den Streifen leider nicht. Irgendwie kommt der in den ersten 90 Minunten nicht wirklich in Fahrt und der große Freund von Sportübertragungen und Stadion-Feeling bin ich ja auch nicht. Aufgebaut wie ein typischer Katastrophenfilm werden anfänglich jede Menge Charaktere mit ihren zuweilen etwas eigenartigen Befindlichkeien eingeführt, die dann jedoch nur mäßig zur Handlung beitragen und auch nur bedingt als Identifikationsfiguren taugen. Das überraschend pessimistische Ende ist zwar zweifelsfrei bedrückend ausgefallen und entschädigt für den lahmen Beginn, aber für meinen Emfpinden hat man insgesamt doch zu viel an eigentilchen Möglichkeiten verschenkt. John Carpenter hat in diesem Werk aber wohl den Großteil der Inspiration für seinen "Assault on Precinct 13" gefunden und hat mit ähnlicher Themtik ja dann wirklich einen Schocker gebastelt, der auch rundum funzt.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Der Dämon und die Jungfrau

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Mario Bavas kurzweiliger Gothic-Grusler mit Giallo bzw. "Whodunnit"- und Psycho-Anleihen, der mit wunderbaren Bildern und einem noch wunderbarereren Cast aufwarten kann. Die abgründige Geschichte des sadistischen Grafen, der wenig später ermordet wird und der masochistischen Gattin des jüngeren Bruders ist zwar heutzutage eher brav, aber man kann sich schon gut vorstellen, dass die ganze SM-Sache inklusive mehrfacher Auspeitschungen im Jahre 1963 wohl noch für staunende Münder und ungläubige Blicke gesorgt hat. Die ganze Sause ist wie üblich sehr bunt und schön in Szene gesetzt und die Settings inkl. Matte-Paintings wissen ebenfalls sehr zu gefallen. Mit Daliah Lavi und der von mir sehr geschätzten Ida Galli gibts zwei sehr hübsche Darstellerinnen und auch Christopher Lee mit finsteren Blick und Tony Kendall überzeugen in den rundum gelungenen Werk für Bava-Fans und alle, die es noch werden wollen.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Graf P.rnos nächtliche Freuden
Sexkarussell - Via Erotica

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Hehe, zwei sehr obskure Werke aus österreichischen Landen von Schlagersänger, Regisseur, Schauspieler und Grün-Politiker Frits Fronz. "Graf P`s nächtliche Freuden" ist eine klassische Goldgräber-Story im Varieté-Ambiente mit viel Wiener Lokal-Kolorit und flotter Musik, während "Sexkarussell" S/W verfilmte Erotikwitze im Report-Stil bietet. Zwar sind beide Werke recht züchtig aber auch recht unterhaltsam und gar nicht mal so übel inszeniert. Die Bildqualität ist ebenfalls sehr gut. Ich fand die jedenfalls beide recht lustig. Mehr dann in jeweiligen Fred!
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