The Sect
Dank eines sehr netten Menschens bin ich nun auch in den Genuß der ungekürzten Scheibe mit englischer Tonspur gekommen. Mich hat "The Sect" jedenfalls gleich einmal in seinen Bann gezogen und auch gar nicht gestört, dass die Geschichte in seiner Mischung aus "Rosemary's Baby" und "Manson-Family" nicht sonderlich logisch um die Ecke biegt. Die zahlreichen Kamerafahrten erinnern eindeutig an die besseren Tage von Argento und zeigen, dass Herr Soavi als Regie-Assistent gut aufgepasst hat. Die deutschen Locations und Settings - vom Frosch-Reiniger bis zum deutschsprachigen Hasen-Buch - fand ich auch recht witzig und was dem Streifen Story-technisch an Orginalität fehlt, macht er duch seine hübsche Optik und den bekannten Gesichtern wieder mehr als wett. Schade nur, dass die deutsche DVD für die Tonne ist! Hier wäre eine vernünftige VÖ wirklich wünschenswert!
Wicked Lake
Der etwas zurückgebliebene Kuststudent Caleb verliebt sich im Unterricht in ein Aktmodell, welches mit ihren drei Freundinnen in einer freizügigen WG lebt. Als die Mädels ein entspanntes Wochenende an einem Bergsee verbringen möchten, werden sie jedoch von Calebs degenerierter Familie verfolgt, die die Mädels schon bald in ihre Gewalt bringen. Während auch bald örtliche Hillbillies hinter den Mädchen her sind, verwandeln sich diese nach Mitternacht in Vampir-ähnliche Monster und haben ihrerseits Spaß, sich an den Peinigern zu rächen.
Immer wenn man glaubt, dass es eigentlich nicht mehr schlimmer kommen kann, taucht von irgendwo ein Filmchen auf, dass es scheinbar mühelos schafft, das ohnehin nicht vorhandene Niveau von cineastischem Bodensatz noch einmal zu unterbieten. "Wicked Lake" ist masochistische Zeitverschwendung der übelsten Sorte, bei der ich auch nicht das Geringste abgewinnen kann. Die Geschichte über Vampir-Hexen und Anleihen beim Rape'n Revenge ist absoluter Müll, dilettantisch und mit schrecklichen "Humor" in Szene gesetzt und die Hälfte der unfähigen Darsteller scheint auch noch am Zappelphillip-Syndrom zu leiden. Auch die Musik von Al Jourgensen ("Ministry") ist nicht der Rede wert und seine einleitenden Worte auf der DVD laden eher zum Fremdschämen ein. Das bisschen verklemmte Nacktheit und die eher billig getricksten Gore-Effekte reißen jedenfalls nichts heraus und auch jede weitere Zeile über dieses zutiefst entbehrliche Machwerk reine Verschwendung!