The Orphan Killer
Die jungen Geschwister Markus und Audrey müssen mitansehen, wie ihre Eltern bei einem Raubüberfall in ihrem eigenen Haus ermordet werden. Während Audrey danach im Waisenhaus eine halbwegs normale Kindheit erlebt, wird Markus zu einem aggressiven Kind, das von den Nonnen des Hauses zusätzlich gequält, geschlagen und dazu gezwungen wird, eine Maske zu tragen, damit sich die restlichen Kinder vor ihm fürchten. Als Audrey eines Tages auch noch adoptiert wird und Markus alleine zurückbleibt, schwört er seiner Schwester Rache und viele Jahre später scheint dafür auch der Zeitpunkt gekommen zu sein...
Was hat man nicht schon alles über diesen Film gehört, der in deutschen Landen auch gleich mal vorsorglich beschlagnahmt wurde, um auch in unseren Breiten die notwendige Aufmerksamkeit zu generieren. Sicherlich ist der Slasher im Stil von "Halloween" sehr brutal und Regisseur Farnsworth schießt auch etwas übers Ziel hinaus, aber der 2011 entstandene Streifen ist weder billig oder doof, sondern hat eine gelungene Optik, handgemachte Effekte und durchaus Atmosphäre. Auch die Geschichte über die Waisenkinder ist gar nicht mal so schlecht und wird zwischendurch, aber etwas zu kurz, in Rückblenden erzählt. Hätte man statt dem obligatorischen Slasher-Katz-und-Mausspiel zu Schluss darauf etwas mehr Hauptaugenmerk gelegt und weniger Metal in den Soundtrack gepackt - "Orphan Killer" wäre sicherlich ein kurzweiligerer Film geworden. So bleibt ein sehr brutaler, aber nicht uninteressanter Slasher, der Fans des Genres sicherlich nicht enttäuschen wird, auch wenn man sich auf einen erhöhten Härtegrad einstellen muss.
Fetus
Kevin und Sarah freuen sich auf die Geburt ihres gemeinsamen Kindes, dass ihr glückliches Leben und ihre große Liebe krönen soll. Als Sarah jedoch bei der Entbindung samt Baby verstirbt, wirft dieses Kevin komplett aus der Bahn und der Mann beginnt sich mit okkulten Machenschaften zu beschäftigen. Mit einem Buch, dass er in einem einschlägigen Laden erwirbt, beginnt er dunkle Rituale, entführt Menschen für entsprechende Opfer und schafft es wenig später tatsächlich etwas zurückzuholen...
Als Geheimtipp gehandleter Gore-Streifen, der sich jedoch als zwiespältiges Amateur-Filmchen aus dem Hause Morbid Vision ("Bone Sickness") entpuppt, der vor allem gegen Ende doch etwas arg geschmacklos agiert. Die Geschichte und Inszenierung erinnert an Werke wie "Evil Death Trap 2" und ist sicherich oberes Amateur-Niveau. Regisseur Brian Paulin hat auch gleich die Hauptrolle übernommen und als etwas pummeliger Horror-Nerd mit Vokuhila ist er vielleicht nicht die Ideal-Besetzung für ein derartiges Werk. Die Gore-Effekte sind jedenfalls sehr, sehr blutig und am Ende wird es auch etwas wirr, allerdings bleibt dabei ein schaler Nachgeschmack eines undurchdachten Drehbuches zurück. Außerdem fand ich es doof, die Dialoge so leise zu halten und dann bei jeder Jump-Scare-Szene irgendwelche Geräusche mit "voller Lautstärke" auf den Zuschauer loszulassen - das nervt!! Und so bleibt ein mittelprächtiger und ziemlich abgeschmackter Amateur-Streifen, den man zwar mit heruntergeschraubter Erwartungshaltung gucken kann, aber auch keinesfalls die Lobeshymnen auf der OFDB rechtfertigt.