Car Chase Double Feature:
Drive
Der "Driver" ist Mechaniker, jobbt nebenher als Stuntman für Auto-Szenen und lenkt in der Nacht Fluchtfahrzeuge, in denen nach Einbrüchen und Überfällen die Gangster rasch vor dem Zugriff der Polizei geschützt werden sollen. Doch das einsame Leben des "Drivers" ändert sich, als er eines Tages auf die alleinerziehende Irene trifft und sich in sie verliebt. Deren Gatte Standard wird kurz darauf aus dem Gefängnis entlassen und nachdem dieser von Schuldeneintreibern zusammengeschlagen wird, schlägt der "Driver" vor, ein gemeinsames Geschäft zu machen um die Schulden zu tilgen und auch Irene und ihren Sohn vor den Gangstern zu schützen. Als die beiden jedoch in eine Falle tappen und Standard erschossen wird, gerät auch der "Driver" ins Visier von Verbrechern und nimmt den Kampf gegen übermächtige Gegner auf...
Unterkühlter und technisch perfekter Film, der für amerikanische Verhältnisse sicherlich ungewöhnlich ausgefallen ist. Nach einem fulminaten und spannenden Start wird das Tempo komplett herausgenommen und erst im letzten Drittel bricht die rohe Gewalt umso unvermittelter wieder aus ihm heraus. Irgendwie ist "Drive" dann auch wie eine gelungene Symbiose aus europäischem und entschleunigten Arthouse-Drama, Film-Noir und amerikanischen Car-Chase-Action, das aber sicherlich nicht allen gefallen wird. Darstellerisch gibt es in den wortkargen Werk sicherlich nichts zu bemängeln und die durchkomponierten Bilder sind einfach großartig. Der hohe Gewaltpegel gegen Ende und aus dem Rechner ist sicherlich Geschmackssache und auch die etwas vorhersehbare Geschichte des "lonesome Riders" hat mich nicht wirklich vom Hocker gerissen. Insgesamt sicherlich ein guter Film, aber nicht das erwartete Über-Highlight, dass derzeit alle Welt zu Begeisterungsstürmen hinreisst. 8/10
Monster Man
Du meine Güte... "Monster Man" ist ja wirklich doof. Irgendwie hatte ich den wesentlich flotter und humorvoller in meiner von Alkohol benebelten Erinnerung, aber bei meiner gestrigen Sichtung empfand ich den Streifen dann eher ziemlich nervig und pubertär. Die geschmacksfreien Gags zünden ja nicht wirklich und auch das splattrige Ende kann nicht über labbernde Langeweile hinwegtäuschen. Der Streifen ist sicherlich auf Party gebürstet und bietet sich an, ihn unter Gleichgesinnten zu gucken, aber im kleineren Rahmen und ohne Beigabe von hochprozentigen Getränken verkommt "Monster Man" ja schon eher zu einem kleinen Rohrkrepierer, den auch einige groteske Momente nicht mehr retten können. Ab jetzt geh ich wohl in den Keller...
