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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: Fr 18. Nov 2011, 09:26
von jogiwan
The Big Lebowski (engl. Fassung)

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Was hab ich im Vorfeld nicht alles über diesen Film gehört, aber vielleicht war am Ende meine Erwartungshaltung dann doch etwas zu hoch. Sicherlich ist der Film nicht schlecht, politisch inkorrekt, skurril und manchmal auch witzig, aber andererseits auch zu lange und zu labrig und der Humor der Coen-Brüder ist auch irgendwie nicht der meinige. Bei den Dauergesprächen über "Rugs" und "Dudes" musste ich auch ständig an die "Quarterpounder"-Diskussion aus "Pulp Fiction" denken und der "Dude" ist mir dann doch etwas zu sehr als Wunsch-Identifikations-Figur für das männliche Publikum ausgefallen.

Ich will ja nicht schon wieder mit der Euro-Kino-Keule kommen, aber die Art und Weise schrullige, aber liebenswerte Charaktere von einer skurrilen Situation in die nächste zu schicken hat, die Musik zum Bestandteil der Handlung zu machen und das Ganze mit witzigen Inserts aufzupeppen hat ja schon Pedro Almodovar in seiner frühen bis mittleren Schaffensweise origineller und undergroundiger gemacht. Und "The Big Lebowski" ist dann auch eine Art männlicher Gegenentwurf zu "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs", wobei man dort nicht das Gefühl hat, das Figuren entworfen werden, die für den Verlauf der Handlung keine Bedeutung haben und für einen Gag herhalten müssen.

Mir ist "The Big Lebowski" als Verfechter des Euro-Kinos schlicht und ergreifend zu amerikanisch, zu wenig originell und auch wenn die Coen-Brüder wie schon Tarantino in "Pulp Fiction" den scheinbar perfekten Spagat zwischen Mainstream und Underground finden, so wenig erfindet der Film das Rad gleichzeitig neu. Hat man alles irgendwo schon mal gesehen und kommt auch recht gut zusammen, doch am Ende hat mir das Ganze einfach zu wenig Ecken und Kanten und auch das ungewohnt Selbstironische, dass man ja sonst in Ami-Filmen vergeblich sucht, bleibt im Falle von "The Big Lebowski" doch stets oberflächlich oder zu überzeichnet. Am besten fand ich da noch den "Kraftwerk"-Gag! 7/10

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: Sa 19. Nov 2011, 22:42
von jogiwan
Heartbeat

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Herrlich niederträchtiges Filmchen mit dem grandiosen Paule, jeder Menge böser Menschen, Titten und einem grandiosen Finale. Andere hätte aus dem bitterbösen giallo-esken Paranoia-Horror-Thriller ja gleich drei Filmchen gebastelt. Saugeil, spassig und mehr demnächst im dazugehörigen Fred! 7-8/10

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: Sa 19. Nov 2011, 23:04
von Santini
jogiwan hat geschrieben:Heartbeat

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Herrlich niederträchtiges Filmchen mit dem grandiosen Paule, jeder Menge böser Menschen, Titten und einem grandiosen Finale. Andere hätte aus dem bitterbösen giallo-esken Paranoia-Horror-Thriller ja gleich drei Filmchen gebastelt. Saugeil, spassig und mehr demnächst im dazugehörigen Fred! 7-8/10
Und gerad diesen Naschy hab ich als ziemlich dürftig in Erinnerung. :? :engel:
Sozusagen als Spaßbremse. :kicher:

Vlt. laße ich mich ja von deinem Kommentar zu einer erneuten Sichtung inspirieren.
Also gib Dir Mühe. :opa: :jogi: :lol:

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: Sa 19. Nov 2011, 23:22
von Blap
Nenene! Der Jogi hat völlig RECHT, der Film ist supi! :thup:

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: So 20. Nov 2011, 10:06
von jogiwan
Beneath still waters

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Im Jahre 1965 treiben es die dämonischen Einwohner eines kleinen Dorfes so wild, dass der Bürgermeister beschließt, das Dorf mittels Damm zu fluten und alles Schreckliche und die diabolischen Kräfte unter aufgestauten Wasser zu begraben. Doch 40 Jahre später scheint das Böse wieder zu erwachen und macht sich daran, die Nachkommen der Verantwortlichen aufzusuchen und sich an ihnen zu rächen...

Gosh ist das Teil lahm... Herr Yuzna hat ja mal ganz respektable Filme gedreht, aber dieser "Beneath still waters" ist schon eine grottige Schlaftablette, bei der einfach nichts stimmt. Die Story ist doof, die Darsteller aus der zweiten Reihe hoffnungslos überfordert und die Effekte sind teils so schlecht, dass man nicht weiß, ob man Lachen oder Weinen soll. Als Paradebeispiel für unfreiwilligen Trash kann man "Beneath still waters" ja gerade noch durchgehen lassen, aber ansonsten geht das Teil für einen aktuellen Horrorfilm ja mal gar nicht: 3/10

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: Mo 21. Nov 2011, 11:29
von jogiwan
Shutter island

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Ziemlich cooler, doppelbödiger und schick-inszenierter Film-Noir von Martin Scorsese, der vor allem durch seine ungewöhnliche Geschichte, den tollen Darstellern und sehr schönen Bildern überzeugt. Als alter Giallo-Hase weiß man zwar bald einmal, wie sich die Sache entwickelt und "Shutter Island" ist bei aller Liebe auch etwas zu lang geraten, aber dennoch ist der Streifen durchaus gelungen und sehenswert. Besonders beeindruckend fand ich das Ende, in dem
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8/10

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: Mo 21. Nov 2011, 12:29
von Blap
jogiwan hat geschrieben:Beneath still waters

Als Paradebeispiel für unfreiwilligen Trash kann man "Beneath still waters" ja gerade noch durchgehen lassen, aber ansonsten geht das Teil für einen aktuellen Horrorfilm ja mal gar nicht: 3/10
Den habe ich -mit anderem Cover und Titel- schon lange im Regal. Bisher fehlte mir immer der Antrieb zur Sichtung, jetzt bin ich doch ein wenig neugierig.

:D

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: Mo 21. Nov 2011, 12:45
von jogiwan
@ blapschi: hehe, viel Spass! Das Teil ist wirklich grottig und voller uncharismatischer Darsteller aus dem Abfalleimer schlechter Casting-Agenturen... ;)

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: Di 22. Nov 2011, 06:59
von jogiwan
Kung Fu Panda 2

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Da denkt man sich nichts Schlechtes, schiebt die DVD in den Player und bekommt dann so einen herrlich-abgedrehten Spass vor die Linse, dass man aus dem Lachen gar nicht mehr rauskommt. Als Österreicher hat man ja sowieso einen besonderen Bezug zu Pandas, aber der Streifen ist einfach nur geil. Die temporeiche Martial-Arts-Geschichte geht ja in Richtung "Herr der Ringe" und ist dabei absolut witzig, kurzweilig und rührend zugleich und im Original gibt es auch noch JCVD und Jackie Chan, sowie andere Martial-Arts-Heros als Sprecher und das Guillermo del Toro das ganze Projekt überwacht hat sorgt schon dafür, dass hier die ganze Familie voll auf ihre Kosten kommt. Lachen ohne Ende und der beste "Unterhaltungsfilm" seit langem: 8-9/10

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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: Di 22. Nov 2011, 08:37
von purgatorio
jogiwan hat geschrieben:Als Österreicher hat man ja sowieso einen besonderen Bezug zu Pandas (...)
:shock: Das musst du mir erklären!