Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: So 12. Apr 2026, 19:56
Frankie Freako
Conor ist zwar im Job erfolgreich und hat eine wunderbare Ehefrau namens Kristina, aber ansonsten ist sein Leben eher berechenbar und ohne Überraschungen. Das ändert sich eines Tages, als Kristina übers Wochenende wegfährt und er im Job wieder einmal den Vorwurf bekommt, spießig zu sein. Kurzerhand wählt er die Nummer einer Telefonhotline namens „Frankie Freako“ und holt sich so drei freakige kleine Gesellen ins Haus, die nicht nur sein Eigenheim, sondern auch sein Leben grundlegend auf den Kopf stellen. Nach einer Nacht voller Party brummt nicht nur der Schädel, auch die kleinen Freaks machen keine Anstalten Conors Haus wieder zu verlassen und als er mehr über das Leben der drei exzentrischen Freaks erfährt, beginnt erst recht das Abenteuer seines Lebens…
„Frankie Freako“ ist eine sympathische Verbeugung oder Hommage an Filme wie „Puppet Master“ oder auch „Garbage Pail Kids“ und im Grunde eine recht turbulente Angelegenheit mit viel Witz, überdrehten Blödsinn und dem Mut auch mal etwas zu schmoddern. Doch irgendwas scheint hier falsch gelaufen zu sein, da der Film zumindest bei mir nicht gezündet hat und stets auch etwas bemüht wirkt. Abgesehen von den Puppentricks und den lustigen Effekten ist die Geschichte und vor allem die sehr überschaubaren Figuren ziemlich mau und vor allem Conor als Hauptfigur war mir einfach viel zu unsympathisch, als das mich sein erwartbarer Weg vom Spießer zum Helden interessiert hätte. Auch die Chemie zwischen den menschlichen Figuren fand ich nicht so gut und vor allem am Anfang kommt der Film so überhaupt nicht richtig in die Gänge. Jedenfalls fand ich „Frankie Freako“ auch in der englischen Sprachfassung weit nicht so gut, wie ich es mir eigentlich erwartet hätte und ich finde auch, dass hier doch recht viel Potential liegen gelassen hat. Etwas mehr Fokus auf Storytelling statt auf Effekte hätte dem Streifen aus der Astron-6-Schmiede meines Erachtens jedenfalls nicht geschadet, auch wenn es sicherlich schön ist, dass so ein kleiner B-Streifen mit Puppen überhaupt existiert.
Schaurige Geschichten [Serie]
Nachdem ich die Serie nun durch und Zeuge von 13 wirklich sehr seltsam anmutenden Episoden geworden bin, kann ich behaupten, dass „Schaurige Geschichten“ dem Zuschauer wirklich schaurig schlechte Geschichten bietet. Am Anfang war ich ja noch etwas von der Spießigkeit der Geschichten begeistert und teilweise wirkt alles arg naiv präsentiert und man ist angesichts des Titels verwundert, dass hier nichts Übernatürliches, nichts Schauriges oder Sonstiges in Richtung Genre geht. Eher als hätte Fassbinder eine triste Teenie-Serie aus dem Arbeitermilieu gemacht. Ist man erst mal alle Folgen durch merkt man aber den gemeinsamen Nenner und der ist leider ziemlich konservativ ausgefallen. Alle Episoden handeln von jugendlichen Protagonisten, die das erste Mal auf eigenen Beinen stehen, der ersten Urlaub ohne Eltern machen oder sonst irgendwie etwas in Abwesenheit von Erziehungsberechtigten machen und sich dabei in Schwierigkeiten manövrieren. Zwar lösen sich alle Episoden harmlos auf, aber der moralische Zeigefinger ist hier omnipräsent, wenn es darum geht Jugendlichen die erste Selbständigkeit, den Urlaub, das Trampen oder einfach nur die Abenteuerlust zu vermiesen. Das steigert sich dann in einer Folge, in der zwei Jugendliche von einem alkoholisierten Mann bedroht, genötigt und eingesperrt werden und das trotz eindeutig strafrechtlicher Komponente mit einer Opfer/Täter-Umkehr einhergeht, die man heutzutage nur noch mit Verwunderung hinnehmen kann. „Schaurige Geschichten“ ist eine deutsch-schwedische Serie mit Zeit- und Lokalkolorit, die wirklich sehr schlecht gealtert ist und die man auch nur als Kuriosum sehen und durchstehen kann.
Conor ist zwar im Job erfolgreich und hat eine wunderbare Ehefrau namens Kristina, aber ansonsten ist sein Leben eher berechenbar und ohne Überraschungen. Das ändert sich eines Tages, als Kristina übers Wochenende wegfährt und er im Job wieder einmal den Vorwurf bekommt, spießig zu sein. Kurzerhand wählt er die Nummer einer Telefonhotline namens „Frankie Freako“ und holt sich so drei freakige kleine Gesellen ins Haus, die nicht nur sein Eigenheim, sondern auch sein Leben grundlegend auf den Kopf stellen. Nach einer Nacht voller Party brummt nicht nur der Schädel, auch die kleinen Freaks machen keine Anstalten Conors Haus wieder zu verlassen und als er mehr über das Leben der drei exzentrischen Freaks erfährt, beginnt erst recht das Abenteuer seines Lebens…
„Frankie Freako“ ist eine sympathische Verbeugung oder Hommage an Filme wie „Puppet Master“ oder auch „Garbage Pail Kids“ und im Grunde eine recht turbulente Angelegenheit mit viel Witz, überdrehten Blödsinn und dem Mut auch mal etwas zu schmoddern. Doch irgendwas scheint hier falsch gelaufen zu sein, da der Film zumindest bei mir nicht gezündet hat und stets auch etwas bemüht wirkt. Abgesehen von den Puppentricks und den lustigen Effekten ist die Geschichte und vor allem die sehr überschaubaren Figuren ziemlich mau und vor allem Conor als Hauptfigur war mir einfach viel zu unsympathisch, als das mich sein erwartbarer Weg vom Spießer zum Helden interessiert hätte. Auch die Chemie zwischen den menschlichen Figuren fand ich nicht so gut und vor allem am Anfang kommt der Film so überhaupt nicht richtig in die Gänge. Jedenfalls fand ich „Frankie Freako“ auch in der englischen Sprachfassung weit nicht so gut, wie ich es mir eigentlich erwartet hätte und ich finde auch, dass hier doch recht viel Potential liegen gelassen hat. Etwas mehr Fokus auf Storytelling statt auf Effekte hätte dem Streifen aus der Astron-6-Schmiede meines Erachtens jedenfalls nicht geschadet, auch wenn es sicherlich schön ist, dass so ein kleiner B-Streifen mit Puppen überhaupt existiert.
Schaurige Geschichten [Serie]
Nachdem ich die Serie nun durch und Zeuge von 13 wirklich sehr seltsam anmutenden Episoden geworden bin, kann ich behaupten, dass „Schaurige Geschichten“ dem Zuschauer wirklich schaurig schlechte Geschichten bietet. Am Anfang war ich ja noch etwas von der Spießigkeit der Geschichten begeistert und teilweise wirkt alles arg naiv präsentiert und man ist angesichts des Titels verwundert, dass hier nichts Übernatürliches, nichts Schauriges oder Sonstiges in Richtung Genre geht. Eher als hätte Fassbinder eine triste Teenie-Serie aus dem Arbeitermilieu gemacht. Ist man erst mal alle Folgen durch merkt man aber den gemeinsamen Nenner und der ist leider ziemlich konservativ ausgefallen. Alle Episoden handeln von jugendlichen Protagonisten, die das erste Mal auf eigenen Beinen stehen, der ersten Urlaub ohne Eltern machen oder sonst irgendwie etwas in Abwesenheit von Erziehungsberechtigten machen und sich dabei in Schwierigkeiten manövrieren. Zwar lösen sich alle Episoden harmlos auf, aber der moralische Zeigefinger ist hier omnipräsent, wenn es darum geht Jugendlichen die erste Selbständigkeit, den Urlaub, das Trampen oder einfach nur die Abenteuerlust zu vermiesen. Das steigert sich dann in einer Folge, in der zwei Jugendliche von einem alkoholisierten Mann bedroht, genötigt und eingesperrt werden und das trotz eindeutig strafrechtlicher Komponente mit einer Opfer/Täter-Umkehr einhergeht, die man heutzutage nur noch mit Verwunderung hinnehmen kann. „Schaurige Geschichten“ ist eine deutsch-schwedische Serie mit Zeit- und Lokalkolorit, die wirklich sehr schlecht gealtert ist und die man auch nur als Kuriosum sehen und durchstehen kann.