
Es gibt sie ja zum Glück immer wieder: die bislang verschollenen, grob-vernachlässigten und stimmigen Genre-Perlen, die eines Tages wie von Geisterhand auftauchen und es mühelos schaffen, dem aufgeschlossenen Genre-Fan ein verzücktes Lächeln auf das beeindruckte Gesicht zaubern. Dieser Film gehört da jedoch leider NICHT dazu, sondern zählt wohl wirklich zu den gröbsten Gurken, die aus den Untiefen der Achtziger Jahre auf den Zuschauer losgelassen wurden. Der spanische Versuch, sich etwas verspätet an die Erfolgen des psychopathischen Serial-Killer- und Slasher-Movies aus amerikanischen Landen zu hängen, geht ja sowas gehörig in die Hose und zeigt dem fassungslosen Zuschauer, wie man es eigentlich nicht machen sollte.
„In Angst gefangen“ ist ein doch sehr unterdurchschnittlicher Serial-Killer-Slasher, der sich zwar an amerikanischen Vorbildern orientiert, aber dann im überwiegenden Ausmaß alles falsch macht. Dass sich der Streifen dennoch größerer Beliebtheit erfreut liegt größtenteils an der unglaublichen deutschen Synrchro, die wirklich jedem Fass den Boden ausschlägt und neben allgemeiner Erheiterung auch dafür sorgt, dass man den spanischen Streifen auch zu keiner Sekunde ernst nehmen kann. Hätte man die wenigen Slasher-Elemente durch Fickel-Szenen ersetzt, wäre das Teil vermutlich auch als Sex-Klamotte durchgegangen. So bleibt ein doch etwas seltsamer Film, der zwar dem geeichten Trashfreund gefallen wird, irgendwie aber auch Erinnerunge and die Obergurke „Last Slumber Party“ wach werden lässt und daher definitiv nicht zu den Highlights der allseits beliebten Trash-Collection zählt. Spaß macht er aber trotzdem...










