The Ash Tree - A Ghost Story for Christmas '75. Eine weitere Geschichte nach M.R. James. Diesmal geht es um Hexenjagd und einen Fluch, der irgendwie mit der riesigen Esche auf dem Anwesen des Sohnes des ehemaligen Verantwortlichen zu tun hat. Gegenwart und Vergangenheit mischen sich - und am Ende gibt es fiese kleine Creatures, die aus dem Baum kriechen. Das ist ungewöhnlich direkt (wenn auch durchschaubar) für die Reihe. Gefiel mir aber.
The Signalman - A Ghost Story for Christmas '76. Diesmal nach Charles Dickens. Die seltsame Geschichte eines Bahnwärters, der von einer mysteriösen Figur vor Unglücken gewarnt wird - die er aber nicht verhindern kann. Sehr stimmungsvoll inszeniert und mit einigen dezenten Make-Up-Effekten.
Stigma - A Ghost Story for Christmas '77. Völlig überraschend springen wir mal in die Gegenwart. Okay, die von 1977. In einer überraschend blutigen (im wahrsten Sinne des Wortes) Geschichte, die nicht auf einer literarischen Vorlage beruht, geht es wieder um einen Hexenfluch. Es gibt einiges an Nacktheit und irgendwie passt das alles nicht so recht zu den Ghost Stories, da hier eine völlig Unschuldige Opfer wird - und niemand, dessen Neugier oder Gier ihn in den Untergang trieb.
The Ice House - A Ghost Story for Christmas '78. Die letzte der klassischen Ghost Stories. Wieder ein Originalstoff, der zu jeder Zeit spielen kann. Ich habe das so in den 30ern verortet, könnte aber auch im 19. Jahrhundert oder in den 70ern sein. Wie ich finde, der schwächste Beitrag. Es gibt zwar gruseligen Szenen, aber irgendwie wirkt die Geschichte um eine merkwürdiges Geschwisterpaar, welches eine Gesundheitsfarm leitet auch sehr konstruiert. Und so ganz habe ich auch nicht begriffen, was das jetzt alles sollte.
Brother verses Brother - Eine ganz wunderbare und herzerwäremende, aber auch bittere und nur zu gut selbst bekannte Geschichte. Alles in einem einzigen Take. Zwei Zwillingsbrüder (einer Musiker und introvertiert, der andere Filmemacher und extrovertiert), ziehen durch das Künstlerviertel von San Francisco. Der Filmemacher will seinen Bruder dabei unterstützen, einen Job zu finden. Gleichzeitig geht es um ihre jahrelangen Konflikte, den abwesenden Übervater, Beziehungen, unterschiedliche Lebensauffassungen usw. Alles eingebettet in Musik und eben die Stadt. Fand ich toll. Die beiden Brüder sind echt. Der eine ist auch der Regisseur. Alle Haupt- und Nebenfiguren spielen "eine Version ihrer selbst".
From a Whisper to a Scream - Anthologiefilm von einem jungen Jeff Burr mit einem alten Vincent Price in der Hauptrolle. Also zumindest der Rahmenhandlung. Der war wohl auch nicht so glücklich, als er gesehen hat, was für Geschichten da erzählt werden. Inzest, Nekrophilie, Splatter, Body-Horror, Kannibalismus und vieles mehr. Mir hat dieser eher preisgünstige 80er Jahre Horror recht gut gemundet. Ein schönes Relikt aus Videothekenzeiten.
The Goonies - Endlich diese Bildungslücke geschlossen. Klar, die Erwartungen waren riesig. Vielleicht etwas größer als der Film selber, aber was sagt das schon? Insgesamt ein wunderschöner Indiana-Jones-Film für Kinder. Hätte ich den damals gleich geschaut, wäre der Nostalgiefaktor unendlich. Obwohl ich da damals vielleicht schon etwas zu alt für gewesen wäre, um die volle Kraft des Films erfahren zu können. Wenn das jemand mit 12 sieht, muss der echt eine Offenbarung sein. Aber auch so macht die Schatzjagd im Achterbahn-Stil sehr viel Spaß. Und es ist echt niedlich, die ganzen späteren Stars als Kinder zu erleben.
So, damit habe ich es knapp vor Jahresschluss doch noch geschafft, alle gesehen Filme des Jahres hier zumindest kurz zu kommentieren. Hätte ich nicht gedacht, dass mir das noch gelingt, aber VOILÁ! Dann kann ich ja zumindest einen guten Vorsatz aus dem letzten Jahr als abgehakt betrachten.
