Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Moderator: jogiwan
- fritzcarraldo
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Die Bourne Verschwörung
6/10
"Das ist nicht möglich!"
"Aber notwendig!"
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- fritzcarraldo
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Demon Pond
Kino.
Weird Xperience
OmU.
6/10
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Der rosarote Panther (6,5/10)
Liebe, Sex und Zärtlichkeit – Fragen Sie Dr. Sommer bux:
Fensterputzer-Report (6/10)
Liebe, Sex und Zärtlichkeit – Fragen Sie Dr. Sommer bux:
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Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
Diese Filme sind züchisch krank!
- karlAbundzu
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Demon Pond (1979)
Im Kino
Ein wunderschöner Märchenfilm. Der sich Zeit nimmt, wir folgen lange dem Wanderer, es gibt einen langen Dialog mit beinah poetischer Anmutung.
Die fantastischen Wesen tauchen nicht ganz so lange auf wie Titel und Genre versprechen lassen, das ist ein wenig schade, wie auch, dass einiges an Story im Dialog und nicht filmisch erzählt wird.
Trotzdem zieht es uns in diese sehr reale Welt. Und trotz tragischer und unschöner Geschehnisse fühlte ich mich im Film wohl. Das lag an den schön gefilmten Bildern, eben auch an der langsamen und genauen Erzählweisen und dem starken Spiel. Und den klasse Drehorten, Bauten und Kostüme.
Wie jedes gute Märchen erzählt auch dieses hier von Fehlverhalten der Menschen und seiner Abgründe.
Spannend auch der Sound: Isao Tomita ist ja ein Pionier der elektronischen Musik und das hört man auch, ungewöhnliche Geräusche und früher Synthiesound.
Sehr gelungen.
Im Kino
Ein wunderschöner Märchenfilm. Der sich Zeit nimmt, wir folgen lange dem Wanderer, es gibt einen langen Dialog mit beinah poetischer Anmutung.
Die fantastischen Wesen tauchen nicht ganz so lange auf wie Titel und Genre versprechen lassen, das ist ein wenig schade, wie auch, dass einiges an Story im Dialog und nicht filmisch erzählt wird.
Trotzdem zieht es uns in diese sehr reale Welt. Und trotz tragischer und unschöner Geschehnisse fühlte ich mich im Film wohl. Das lag an den schön gefilmten Bildern, eben auch an der langsamen und genauen Erzählweisen und dem starken Spiel. Und den klasse Drehorten, Bauten und Kostüme.
Wie jedes gute Märchen erzählt auch dieses hier von Fehlverhalten der Menschen und seiner Abgründe.
Spannend auch der Sound: Isao Tomita ist ja ein Pionier der elektronischen Musik und das hört man auch, ungewöhnliche Geräusche und früher Synthiesound.
Sehr gelungen.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
- fritzcarraldo
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Das Bourne Ultimatum
7,5/10
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
The Mastermind
6/10
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Vampire Journals
Regie: Ted Nicolaou
Nach ca. 20 Jahren geschaut und schwer genervt aus dem Film entlassen worden.
Regie: Ted Nicolaou
Nach ca. 20 Jahren geschaut und schwer genervt aus dem Film entlassen worden.
- karlAbundzu
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
American Gothic (1988)
UK DVD
Eine Gruppe junger Erwachsener hat eine Havarie mit ihrem Wasserflugzeug, landet auf einer Insel, die von einem alten Ehepaar und ihren Kindern bewohnt wird. Alles Neue ist verpönt, und die Kinder sind zwar deutlich Ü40, doch verhalten sich wie 10. Der Bodcount beginnt.
Es beginnt wie eine amerikanische TV-Produktion, inklusive Flug über schöne Bilder mit entsprechendem Soundtrack. Dann hat halt statt dem Auto das Flugzeug eine Panne, die Verlorenen sind älter und erfahrener, aber trotzdem sind wir in einem Backwoods – Slasher. Allerdings mit einer neuen Variante des Final Girls.
Auffallend haben wir hier auf der Hinterwäldler-Seite alte bekannte Darsteller: Rod Steiger, Yvonne de Carlo (die auch das Coverbild abgeben: Es tut ja so, als wäre es eine Verfilmung des berühmten Gemälde von Grant Woos), Michael J. Pollard (Dessen J eine Inspiration für einen gewissen Michael A Fox war, seinen mittleren Buchstaben zu ändern).
Diese Hinterwäldler-Familie ist auch großartig, spielt sich wie in einer heftigen Satire als in einem Horrorfilm, obwohl die Morde schon unangenehm sind. Die anderen sind zwar älter aber trotzdem das durchschnittliche unangenehme Opferpotential. Das FG bekommt eine traumatische Geschichte, die aufgesetzt wird, aber dafür für den ungewöhnlichen Schlussakt sorgt.
Ja, kann man gut gucken.
UK DVD
Eine Gruppe junger Erwachsener hat eine Havarie mit ihrem Wasserflugzeug, landet auf einer Insel, die von einem alten Ehepaar und ihren Kindern bewohnt wird. Alles Neue ist verpönt, und die Kinder sind zwar deutlich Ü40, doch verhalten sich wie 10. Der Bodcount beginnt.
Es beginnt wie eine amerikanische TV-Produktion, inklusive Flug über schöne Bilder mit entsprechendem Soundtrack. Dann hat halt statt dem Auto das Flugzeug eine Panne, die Verlorenen sind älter und erfahrener, aber trotzdem sind wir in einem Backwoods – Slasher. Allerdings mit einer neuen Variante des Final Girls.
Auffallend haben wir hier auf der Hinterwäldler-Seite alte bekannte Darsteller: Rod Steiger, Yvonne de Carlo (die auch das Coverbild abgeben: Es tut ja so, als wäre es eine Verfilmung des berühmten Gemälde von Grant Woos), Michael J. Pollard (Dessen J eine Inspiration für einen gewissen Michael A Fox war, seinen mittleren Buchstaben zu ändern).
Diese Hinterwäldler-Familie ist auch großartig, spielt sich wie in einer heftigen Satire als in einem Horrorfilm, obwohl die Morde schon unangenehm sind. Die anderen sind zwar älter aber trotzdem das durchschnittliche unangenehme Opferpotential. Das FG bekommt eine traumatische Geschichte, die aufgesetzt wird, aber dafür für den ungewöhnlichen Schlussakt sorgt.
Ja, kann man gut gucken.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
- buxtebrawler
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
The Vvitch (7/10)
Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Die große Nachhole:
I. September
The Ninth Heart - Tschechischer Märchenfilm vom großartigen Juri Herz. Fantasiereich, aber gleichzeitig auch ruhig erzählt und ein wenig melancholisch. Braucht etwas, aber wenn es ins Reich des Bösewichts geht, wird es toll. Dunkler, erwachsener Film für den man Zeit und die richtige Stimmung mitbringen sollte.
The Silent Sinner - Polnisch-französischer Film von Guillaume Campanacci, bei dem ich sehr hohe Erwartungen hatte. Wurde er doch als surrealistisch-erotischer Serienkiller-Film auf den Straßen Krakaus angekündigt. Diese Erwartungen erfüllte er allerdings nicht. Vielmehr fühlte er sich an, wie eine Parodie auf "Kunstfilme" und ein Spaß, den sich die Macher mit dem Publikum machten. Das polarisierte. Viele gingen während des Films, der Applaus der Verblieben war aber groß. Mir war das alles etwas zu selbstverliebt und nervig.
Gunman - Der argentinische Film war kinetisches Kino pur. In einem Take zeigt es einen kleinen, unwichtigen Gangster, der für eine Intrige in Mafiakreisen ausgenutzt wird und dann durch das abgeriegelten Ghetto vor allen möglichen Gruppen flüchten muss, die ihn tot sehen wollen. Das erinnerte mich (positiv) an ein PC-Spiel. Immer ganz nah dran an der Figur, überall tauchen auf einmal Schützen auf und mal wird auch nur gezeigt, wie verzweifelt von Punkt A nach B gehetzt wird. Doch der adrenalinreiche Film wird nie zum Gimmick. Man leidet und fiebert mit dem simplen "Gunman", der nicht weiß, wie ihm geschieht. Zudem werden die Zustände in den von "Narcos" regierten Distrikten thematisiert. Ein sehr starker Film eines supersympathischen und talentierten Cristian Tapia Marchiori.
Rains over Babel - Aus Kolumbien von Gala del Sol. Ein sehr schöner, herzerwärmender Film, dem man die Liebe anmerkt, die in ihn und seine Figuren hineingesteckt wurde. Er spielt in einer neon-bunten Drag-Queer-Salsa-Fantasiewelt inspiriert von Dantes Inferno. Man muss sich erst etwas darin zurechtfinden, dann aber zündet der liebe- und fantasievoll gendergrenzen sprengende Film. Macht Spaß.
Summer Hit Machine - Vom Belgier Jerome Vandewattyne, dessen vorherigen Filme hier auch schon liefen und mich jedes Mal begeisterten. So auch diesmal. Ein subtil-humorvoller Film über das Musik-Business in einer Mischung aus Mockumentary und filmischen Irrsinn.
Finding Planet Porno - Über den Porno-Pionier Howard Ziehm. Ein toller, wenn auch sehr unkritischer Einblick in die Sexfilm-Industrie der 70er. Mit einer netten Überraschung für mich im Abspann.
Keep Quiet - Von Vincent Grashaw, der seine Hauptdarstellerin Dana Namerode mitbrachte. Der Film lebt von seinem Hauptdarsteller Lou Diamond Phillips, der seiner Rolle starke Präsenz verleiht. Sowie dem realistisch-trostlosen Setting in einer Kleinstadt in einem Stammes-Reservat. Schön war die Aussage, dass man immer wissen muss, warum Menschen handeln, wie sie handeln, und nur so eine Veränderung bewirken kann. Großartig auch der mir unbekannte Elisha Pratt als Antagonist.
Good Boy - Schön atmosphärischer Gruseler aus der Sicht eines Hundes. Leider konnte man sich nicht ganz fallen lassen, da im Publikum einigen (zumeist älteren Damen), die Natur des Films nicht ganz klar war und Stück für Stück 22 Personen (mein Sitznachbar hat gezählt) geräuschvoll das Kino verließen. Schade. Ansonsten ein sehr stimmiger Film, wobei ich mal nachschauen muss, ob der Hund echt oder extrem gute CGI war. Wenn echt, dann Hut ab.
The Innocents - Aus Peru von German Tejada. Die Geschichte von einigen Jugendlichen in Lima, auf der Suche nach sich selbst und ihrer sexuellen Identität. Umgeben von Punkmusik und Kleinkriminalität. Extrem starker Film mit hervorragenden, charismatischen Amateurdarstellern und einer dynamisch, mitreißenden Kamera. Tipp!
The Girl in the Snow - Empfehlenswertes aus Frankreich von Louise Hémon, der um 1900 herum in einer abgelegenen Landschaft in den französischen Bergen spielt. Ein langsamer, aber intensiver Film, über das Treffen von aufgeklärter Moderne auf archaische Strukturen. Und ja, es gab tatsächlich auch starke, wenn auch subtile Folk-Horror-Vibes. Und ein schönes Titelthema, welches sehr nach Morricone klang. Gefiel mir sehr gut.
Crazy Love - Film des irischen Regie-Duos Jason Byrne und Kevin Treacy, war dann keine Komödie (obwohl wohl ursprünglich als solche gedacht), sondern ein melancholischer Liebesfilm über eine unmögliche Liebe und die Kommerzialisierung des Krankensystems. Schön und überraschend ruhig und ernsthaft - mit ein paar Ausnahmen, die noch aus dem ursprünglichen Skript stammten.
Crocodiles - Mexikanischer Thriller von J. Xaver Velasco (der leider in dieser Vorstellung nicht mehr anwesend war) noch einen ordentlichen Magenschwinger abholen. Die sehr emotionale und spannende Story um einen Journalisten, der den Gangs zu nahe kommt, nahm einen noch einmal ordentlich mit.
Thunderbolts - Die Marvel-Antihelden. Doch im Grunde eine einzige große Florence-Pugh-Show. Was ich gar nicht schlecht finde. Ganz im Gegenteil. Klar, der Red Guardian nervt etwas. Die anderen Figuren kommen kaum zur Geltung, wo ich doch gerne mehr von U.S. Marshall gesehen hätte. Aber egal. Das macht schon Spaß und hat mit dem Sentry einen tollen, ambivalenten Schurken. Den Sentry gibt es noch nicht so lange und ich hatte mir damals die Comic-Mini-Serie mit seinem ersten Aufritt geholt. Fand es nicht schlecht. Schöner Schluß-Gag auch.
School of Rock - Werbespruch: Für AC/DC-Fans und ihre Kinder. Passt. Jack Black macht Jack-Black-Sachen. Aber das macht hier noch großen Spaß. Tolle Musik, die Kids nerven nicht, die Nebenrollen passen. Ein echtes Feel-Good-Movie, das man auch mehr als einmal schauen kann.
U Are the Universe - Nach der Zerstörung der Erde ist Weltraum-Trucker Andriy Melnyk der letzte Mensch im Universum, bis er dann doch einen Funkspruch von einer französischen Astronautin namens Catherine erhält, die auf einer fernen Raumstation ebenso alleine ausharrt. Entschlossen, sie zu finden, macht er sich auf eine gefährliche Reise. Ukrainischer SF-Film. Noch vor der Invasion begonnen und währenddessen fertig gestellt. Hauptdarsteller mittlerweile an der Front. Eine stille, zu Herzen gehende Geschichte. Mit etwas Humor, viel Melancholie und großer Liebe. Schön und traurig zugleich.
Pink Floyd: Live at Pompeji - Konzertfilm. Legendär. Nicht besonders spektakulär, aber wundervolle Musik und tolle Bilder. Mit Interviews und Studioaufnahmen gestreckt. Für Pink-Floyd-Fans natürlich ein Muss.
Der letzte Tanz des blonden Teufels - Alain Reverts (Helmut Berger) erste Ehefrau (Edith Scob in einem viel zu kurzen, stummen Auftritt) stürzt sich nach einem Streit aus dem Fenster. Dem Inspektor Leroy (Charles Aznavour) vermutet, dass Alain den Tod seiner Frau geplant hat, kann es ihm aber nicht beweisen. Währenddessen macht sich Alain an seine Nachbarin Nathalie (Virna Lisi) heran, die Zeugin des Selbstmordes war. Er verführt und heiratet sie. Doch die Ehe ist nicht glücklich. Alain demütigt und quält seine Frau und zeigt wenig Interesse an ihr. Zudem macht er sie von einer Droge abhängig. Inspektor Leroy, der Alain für einen raffinierten Frauenmörder hält, setzt alles daran, Nathalie vor dem „schönen Monster“ zu retten. Wer aufgrund des deutschen Titels einen aufregenden und vielleicht sogar actionreichen Thriller erwartet, könnte enttäuscht werden. Sergio Gobbis Film ist elegant, besticht mit großartigen Schauspielern und einem grandiosen Soundtrack. Allerdings benötigt der Film viel Zeit. Gerade in der zweistündigen Langfassung, welche ebenfalls enthalten ist. Die deutsche Kinofassung war vierzig Minuten kürzer und lässt dementsprechend viel aus, was zum Verständnis wichtig ist. Ein weiteres Problem ist die Undefinierbarkeit der Protagonisten. Auch in der langen Fassung werden ihre Beweggründe nie so recht klar. Ist Alain ein skrupelloser Killer? Weshalb handelt er so, wie er es tut. Was führt er im Schilde? Warum bleibt Nathalie so passiv? Ist der Inspektor ähnlich fanatisch wie Javert aus „Les Miserables“ oder ein heller Kopf, der mehr sieht als die anderen? Man wird aus den Figuren nicht schlau, was es schwer macht, ihnen die volle Aufmerksamkeit zu schenken.
II. Oktober
Sonne, Sand und heiße Schenkel - Gloria Guida als durchtriebenes Luder mit Daddy-Komplex. Die wundervolle Dagmar Lassander als wohlmeinende potentielle Stiefmutter mit Geheimnis und Fred Robsahm als Arschloch-Freund von der Gloria. Alles langsam erzählt mit viel, viel, VIEL J&B. Es passt nicht alles, gerade das langatmig-holprige Finale stört, aber es gibt auch viel schönes. Nicht nur die beiden Damen. Wobei ich im Team Daggi bin. Macht Spaß.
Syndikat des Grauens - Viel los in Neapel. Fulci holt sowohl die großen Geschütze, als auch die bösen Zwischentöne raus. Testi passt in die Rolle des Schmugglers Luca wie Arsch auf Eimer und Saverio Marconi ist perfekt als schleimig-hinterhältiger Gegenspieler. Überhaupt sind die Nebenrolle alle großartig besetzt. Fulci hat auch wieder viel unangenehmes dabei - zum Beispiel eine der abstoßendsten Vergewaltigungsszenen, die ich kenne. Dazu einen grandioser Soundtrack. Starker Film.
Der Tod trägt schwarzes Leder - Ein Film, der von mal zu mal wächst. Soundtrack, Darsteller, Zwischentöne und Kamera: Hier stimmt alles (die ganz offensichtliche Puppe, die das erste Opfer darstellen soll, übersehe ich mal gnädig). Meisterwerk! Und auf 35mm nochmal größer.
Asphalt-Kannibalen - Dazu passt noch immer, was ich bei der letzten Sichtung schon schrieb: "Die Story war sehr viel melancholischer, als ich sie in Erinnerung habe. Irgendwie sind alle Opfer für die es keine Hoffnung gibt. John Saxon und vor allen der Radice spielen das gut. Es gibt allerdings auch ein paar Szenen, die so überhaupt gar keinen Sinn machen. Auch nicht in der inneren Logik des Films. Das fand ich schon sehr ärgerlich und hat mich auch raus geholt (Stichwort: Die Rache der Rocker). Trotzdem überwiegt das Positive. Toller Soundtrack auch."
Der Würger - Aka "Die dunklen Augen von London". Edgar-Wallace-Verfilmung mit Bela Lugosi auf England-Urlaub. Kennt man von den Standfotos, auf denen entweder Bela in Verkleidung oder der Neandertaler-mäßige Blinde Jake zu sehen ist. Schön altmodischer Grusler, der damals scheinbar "very shocking" war. Heute natürlich nicht mehr. Gibt auch einiges an unpassenden Humor. Musste damals wohl sein. Nichtsdestotrotz kann und sollte man den gucken.
Cocaine Bear - Nein, nein, nein. Ich weiß nicht was ich erwartet habe, aber das jetzt nicht so sehr. Alles komplett übertrieben und auf Troma gebürstet. Mit nervigen Hahaha-was-bin-ich-lustig-Faktor. Da passt nichts. Zumindest für mich. Der "Humor" zündet bei mir so gar nicht, und ich war mit zunehmender Laufzeit mehr und mehr davon genervt. Schade.
Renfield - Auch hier ist alles komplett over-the-top. Aber das funktioniert größtenteils. Was an den liebenswerten Figuren und Nicholas Hoult liegt. Und natürlich auch an Cage, der sichtbar Spaß an seiner Dracula-Rolle hat. Etwas Zurückhaltung hätte hier und dort vielleicht ganz gut getan, aber der Film nimmt einen da schon mit und an erster Stelle steht eben der Spaß. Mochte ich.
Springsteen: Deliver Me From Nowhere - Sehr interessantes Bio-Pic, welches tatsächlich mal andere Wege geht. Klar, wie viele konzentriert es sich erstmal auf einen bestimmten Zeitpunkt im Leben des Künstlers. Aber hier ist man wirklich in diesem relativ kurzen Zeitpunkt und guckt einfach mal, was der da so macht. So ganz ohne großen Spannungsbogen, der mir bei der Sichtung dann auch fehlte. Alles ist so nebenbei. Die psychischen Probleme spielen eine Rolle, stehen aber nicht komplett im Vordergrund und werden auch nicht spektakulär inszeniert. Wie generell nichts spektakulär inszeniert wird. Man folgt Springsteen durch den Tag, geht mit ihm hier und dort hin, lernt Menschen kennen, arbeitet am "Nebraska"-Album - und dann ist der Film irgendwann vorbei. Fand ich zunächst ambivalent, da ich das anders erwartet hätte und es eben auch keine echte Geschichte mit Einführung, Hauptteil und Finale gibt. Im Nachhinein hat mich der Film aber dann doch länger beschäftigt, als er es vielleicht bei einer "klassischen" Bio-Pic-Verfilmung getan hätte. Spannend.
The Sword & the Sorcerer - Albert Pyuns Debüt ist ein hübsch naiver, preisgünstiger Fantasyfilm mit Barbaren-Touch. Und mit einem tollen Monster-Schurken (also den titelgebenden Sorcerer), welches allerdings viel zu selten in Erscheinung tritt. Und einem wie ich finde höchst unpassenden Hauptdarsteller (Lee Horsley). Dafür aber Richard Lynch als Fiesling at his best. Alles bunt und durcheinandergewürfelt. Macht Spaß und großen Anspruch. Ein perfekter Snack zwischendurch, der - wenn er nicht einigermaßen blutig wäre - auch gut im Nachmittagprogramm laufen könnte.
The Mystery of the Mary Celeste - Bela Lugosi in England zum Zweiten. Diesmal in der geheimnisvollen Geschichte um das Schiff Mary Celeste (die es wirklich gab - aber die Story hier ist natürlich völliger Kokolores). Sehr interessant ist es hier Bela als gebrochene Figur zu erleben. Sehr zurückgenommen. Und er spielt den einarmigen, früh ergrauten Seemann mit tragischer Vergangenheit wirklich sehr gut. Da darf er einmal zeigen, was er eigentlich wirklich kann - abseits seiner Schurken und Monster. Am Ende wird dann zwar der "gute, alte Bela" von der Leine gelassen, aber ich war von ihm und dem Film durchaus angenehm überrascht.
Bakeneko: A Vengeful Spirit - Japanischer Horrorfilm von '68 um das beliebte Thema der Katzengeister, die sich für begangenes Unrecht rächen. Spielt in der Edo-Zeit und hat eine tolle Schwarz-Weiß-Fotografie. Sehr stimmungsvoll mit nebeligen Teichen. Und natürlich sehr tragisch. Und hübsch gruselig, wobei man definitiv auf der Seite des Rache-Geistes steht, denn der Schurke ist wirklich widerlich. Sehr schöner Film.
I. September
The Ninth Heart - Tschechischer Märchenfilm vom großartigen Juri Herz. Fantasiereich, aber gleichzeitig auch ruhig erzählt und ein wenig melancholisch. Braucht etwas, aber wenn es ins Reich des Bösewichts geht, wird es toll. Dunkler, erwachsener Film für den man Zeit und die richtige Stimmung mitbringen sollte.
The Silent Sinner - Polnisch-französischer Film von Guillaume Campanacci, bei dem ich sehr hohe Erwartungen hatte. Wurde er doch als surrealistisch-erotischer Serienkiller-Film auf den Straßen Krakaus angekündigt. Diese Erwartungen erfüllte er allerdings nicht. Vielmehr fühlte er sich an, wie eine Parodie auf "Kunstfilme" und ein Spaß, den sich die Macher mit dem Publikum machten. Das polarisierte. Viele gingen während des Films, der Applaus der Verblieben war aber groß. Mir war das alles etwas zu selbstverliebt und nervig.
Gunman - Der argentinische Film war kinetisches Kino pur. In einem Take zeigt es einen kleinen, unwichtigen Gangster, der für eine Intrige in Mafiakreisen ausgenutzt wird und dann durch das abgeriegelten Ghetto vor allen möglichen Gruppen flüchten muss, die ihn tot sehen wollen. Das erinnerte mich (positiv) an ein PC-Spiel. Immer ganz nah dran an der Figur, überall tauchen auf einmal Schützen auf und mal wird auch nur gezeigt, wie verzweifelt von Punkt A nach B gehetzt wird. Doch der adrenalinreiche Film wird nie zum Gimmick. Man leidet und fiebert mit dem simplen "Gunman", der nicht weiß, wie ihm geschieht. Zudem werden die Zustände in den von "Narcos" regierten Distrikten thematisiert. Ein sehr starker Film eines supersympathischen und talentierten Cristian Tapia Marchiori.
Rains over Babel - Aus Kolumbien von Gala del Sol. Ein sehr schöner, herzerwärmender Film, dem man die Liebe anmerkt, die in ihn und seine Figuren hineingesteckt wurde. Er spielt in einer neon-bunten Drag-Queer-Salsa-Fantasiewelt inspiriert von Dantes Inferno. Man muss sich erst etwas darin zurechtfinden, dann aber zündet der liebe- und fantasievoll gendergrenzen sprengende Film. Macht Spaß.
Summer Hit Machine - Vom Belgier Jerome Vandewattyne, dessen vorherigen Filme hier auch schon liefen und mich jedes Mal begeisterten. So auch diesmal. Ein subtil-humorvoller Film über das Musik-Business in einer Mischung aus Mockumentary und filmischen Irrsinn.
Finding Planet Porno - Über den Porno-Pionier Howard Ziehm. Ein toller, wenn auch sehr unkritischer Einblick in die Sexfilm-Industrie der 70er. Mit einer netten Überraschung für mich im Abspann.
Keep Quiet - Von Vincent Grashaw, der seine Hauptdarstellerin Dana Namerode mitbrachte. Der Film lebt von seinem Hauptdarsteller Lou Diamond Phillips, der seiner Rolle starke Präsenz verleiht. Sowie dem realistisch-trostlosen Setting in einer Kleinstadt in einem Stammes-Reservat. Schön war die Aussage, dass man immer wissen muss, warum Menschen handeln, wie sie handeln, und nur so eine Veränderung bewirken kann. Großartig auch der mir unbekannte Elisha Pratt als Antagonist.
Good Boy - Schön atmosphärischer Gruseler aus der Sicht eines Hundes. Leider konnte man sich nicht ganz fallen lassen, da im Publikum einigen (zumeist älteren Damen), die Natur des Films nicht ganz klar war und Stück für Stück 22 Personen (mein Sitznachbar hat gezählt) geräuschvoll das Kino verließen. Schade. Ansonsten ein sehr stimmiger Film, wobei ich mal nachschauen muss, ob der Hund echt oder extrem gute CGI war. Wenn echt, dann Hut ab.
The Innocents - Aus Peru von German Tejada. Die Geschichte von einigen Jugendlichen in Lima, auf der Suche nach sich selbst und ihrer sexuellen Identität. Umgeben von Punkmusik und Kleinkriminalität. Extrem starker Film mit hervorragenden, charismatischen Amateurdarstellern und einer dynamisch, mitreißenden Kamera. Tipp!
The Girl in the Snow - Empfehlenswertes aus Frankreich von Louise Hémon, der um 1900 herum in einer abgelegenen Landschaft in den französischen Bergen spielt. Ein langsamer, aber intensiver Film, über das Treffen von aufgeklärter Moderne auf archaische Strukturen. Und ja, es gab tatsächlich auch starke, wenn auch subtile Folk-Horror-Vibes. Und ein schönes Titelthema, welches sehr nach Morricone klang. Gefiel mir sehr gut.
Crazy Love - Film des irischen Regie-Duos Jason Byrne und Kevin Treacy, war dann keine Komödie (obwohl wohl ursprünglich als solche gedacht), sondern ein melancholischer Liebesfilm über eine unmögliche Liebe und die Kommerzialisierung des Krankensystems. Schön und überraschend ruhig und ernsthaft - mit ein paar Ausnahmen, die noch aus dem ursprünglichen Skript stammten.
Crocodiles - Mexikanischer Thriller von J. Xaver Velasco (der leider in dieser Vorstellung nicht mehr anwesend war) noch einen ordentlichen Magenschwinger abholen. Die sehr emotionale und spannende Story um einen Journalisten, der den Gangs zu nahe kommt, nahm einen noch einmal ordentlich mit.
Thunderbolts - Die Marvel-Antihelden. Doch im Grunde eine einzige große Florence-Pugh-Show. Was ich gar nicht schlecht finde. Ganz im Gegenteil. Klar, der Red Guardian nervt etwas. Die anderen Figuren kommen kaum zur Geltung, wo ich doch gerne mehr von U.S. Marshall gesehen hätte. Aber egal. Das macht schon Spaß und hat mit dem Sentry einen tollen, ambivalenten Schurken. Den Sentry gibt es noch nicht so lange und ich hatte mir damals die Comic-Mini-Serie mit seinem ersten Aufritt geholt. Fand es nicht schlecht. Schöner Schluß-Gag auch.
School of Rock - Werbespruch: Für AC/DC-Fans und ihre Kinder. Passt. Jack Black macht Jack-Black-Sachen. Aber das macht hier noch großen Spaß. Tolle Musik, die Kids nerven nicht, die Nebenrollen passen. Ein echtes Feel-Good-Movie, das man auch mehr als einmal schauen kann.
U Are the Universe - Nach der Zerstörung der Erde ist Weltraum-Trucker Andriy Melnyk der letzte Mensch im Universum, bis er dann doch einen Funkspruch von einer französischen Astronautin namens Catherine erhält, die auf einer fernen Raumstation ebenso alleine ausharrt. Entschlossen, sie zu finden, macht er sich auf eine gefährliche Reise. Ukrainischer SF-Film. Noch vor der Invasion begonnen und währenddessen fertig gestellt. Hauptdarsteller mittlerweile an der Front. Eine stille, zu Herzen gehende Geschichte. Mit etwas Humor, viel Melancholie und großer Liebe. Schön und traurig zugleich.
Pink Floyd: Live at Pompeji - Konzertfilm. Legendär. Nicht besonders spektakulär, aber wundervolle Musik und tolle Bilder. Mit Interviews und Studioaufnahmen gestreckt. Für Pink-Floyd-Fans natürlich ein Muss.
Der letzte Tanz des blonden Teufels - Alain Reverts (Helmut Berger) erste Ehefrau (Edith Scob in einem viel zu kurzen, stummen Auftritt) stürzt sich nach einem Streit aus dem Fenster. Dem Inspektor Leroy (Charles Aznavour) vermutet, dass Alain den Tod seiner Frau geplant hat, kann es ihm aber nicht beweisen. Währenddessen macht sich Alain an seine Nachbarin Nathalie (Virna Lisi) heran, die Zeugin des Selbstmordes war. Er verführt und heiratet sie. Doch die Ehe ist nicht glücklich. Alain demütigt und quält seine Frau und zeigt wenig Interesse an ihr. Zudem macht er sie von einer Droge abhängig. Inspektor Leroy, der Alain für einen raffinierten Frauenmörder hält, setzt alles daran, Nathalie vor dem „schönen Monster“ zu retten. Wer aufgrund des deutschen Titels einen aufregenden und vielleicht sogar actionreichen Thriller erwartet, könnte enttäuscht werden. Sergio Gobbis Film ist elegant, besticht mit großartigen Schauspielern und einem grandiosen Soundtrack. Allerdings benötigt der Film viel Zeit. Gerade in der zweistündigen Langfassung, welche ebenfalls enthalten ist. Die deutsche Kinofassung war vierzig Minuten kürzer und lässt dementsprechend viel aus, was zum Verständnis wichtig ist. Ein weiteres Problem ist die Undefinierbarkeit der Protagonisten. Auch in der langen Fassung werden ihre Beweggründe nie so recht klar. Ist Alain ein skrupelloser Killer? Weshalb handelt er so, wie er es tut. Was führt er im Schilde? Warum bleibt Nathalie so passiv? Ist der Inspektor ähnlich fanatisch wie Javert aus „Les Miserables“ oder ein heller Kopf, der mehr sieht als die anderen? Man wird aus den Figuren nicht schlau, was es schwer macht, ihnen die volle Aufmerksamkeit zu schenken.
II. Oktober
Sonne, Sand und heiße Schenkel - Gloria Guida als durchtriebenes Luder mit Daddy-Komplex. Die wundervolle Dagmar Lassander als wohlmeinende potentielle Stiefmutter mit Geheimnis und Fred Robsahm als Arschloch-Freund von der Gloria. Alles langsam erzählt mit viel, viel, VIEL J&B. Es passt nicht alles, gerade das langatmig-holprige Finale stört, aber es gibt auch viel schönes. Nicht nur die beiden Damen. Wobei ich im Team Daggi bin. Macht Spaß.
Syndikat des Grauens - Viel los in Neapel. Fulci holt sowohl die großen Geschütze, als auch die bösen Zwischentöne raus. Testi passt in die Rolle des Schmugglers Luca wie Arsch auf Eimer und Saverio Marconi ist perfekt als schleimig-hinterhältiger Gegenspieler. Überhaupt sind die Nebenrolle alle großartig besetzt. Fulci hat auch wieder viel unangenehmes dabei - zum Beispiel eine der abstoßendsten Vergewaltigungsszenen, die ich kenne. Dazu einen grandioser Soundtrack. Starker Film.
Der Tod trägt schwarzes Leder - Ein Film, der von mal zu mal wächst. Soundtrack, Darsteller, Zwischentöne und Kamera: Hier stimmt alles (die ganz offensichtliche Puppe, die das erste Opfer darstellen soll, übersehe ich mal gnädig). Meisterwerk! Und auf 35mm nochmal größer.
Asphalt-Kannibalen - Dazu passt noch immer, was ich bei der letzten Sichtung schon schrieb: "Die Story war sehr viel melancholischer, als ich sie in Erinnerung habe. Irgendwie sind alle Opfer für die es keine Hoffnung gibt. John Saxon und vor allen der Radice spielen das gut. Es gibt allerdings auch ein paar Szenen, die so überhaupt gar keinen Sinn machen. Auch nicht in der inneren Logik des Films. Das fand ich schon sehr ärgerlich und hat mich auch raus geholt (Stichwort: Die Rache der Rocker). Trotzdem überwiegt das Positive. Toller Soundtrack auch."
Der Würger - Aka "Die dunklen Augen von London". Edgar-Wallace-Verfilmung mit Bela Lugosi auf England-Urlaub. Kennt man von den Standfotos, auf denen entweder Bela in Verkleidung oder der Neandertaler-mäßige Blinde Jake zu sehen ist. Schön altmodischer Grusler, der damals scheinbar "very shocking" war. Heute natürlich nicht mehr. Gibt auch einiges an unpassenden Humor. Musste damals wohl sein. Nichtsdestotrotz kann und sollte man den gucken.
Cocaine Bear - Nein, nein, nein. Ich weiß nicht was ich erwartet habe, aber das jetzt nicht so sehr. Alles komplett übertrieben und auf Troma gebürstet. Mit nervigen Hahaha-was-bin-ich-lustig-Faktor. Da passt nichts. Zumindest für mich. Der "Humor" zündet bei mir so gar nicht, und ich war mit zunehmender Laufzeit mehr und mehr davon genervt. Schade.
Renfield - Auch hier ist alles komplett over-the-top. Aber das funktioniert größtenteils. Was an den liebenswerten Figuren und Nicholas Hoult liegt. Und natürlich auch an Cage, der sichtbar Spaß an seiner Dracula-Rolle hat. Etwas Zurückhaltung hätte hier und dort vielleicht ganz gut getan, aber der Film nimmt einen da schon mit und an erster Stelle steht eben der Spaß. Mochte ich.
Springsteen: Deliver Me From Nowhere - Sehr interessantes Bio-Pic, welches tatsächlich mal andere Wege geht. Klar, wie viele konzentriert es sich erstmal auf einen bestimmten Zeitpunkt im Leben des Künstlers. Aber hier ist man wirklich in diesem relativ kurzen Zeitpunkt und guckt einfach mal, was der da so macht. So ganz ohne großen Spannungsbogen, der mir bei der Sichtung dann auch fehlte. Alles ist so nebenbei. Die psychischen Probleme spielen eine Rolle, stehen aber nicht komplett im Vordergrund und werden auch nicht spektakulär inszeniert. Wie generell nichts spektakulär inszeniert wird. Man folgt Springsteen durch den Tag, geht mit ihm hier und dort hin, lernt Menschen kennen, arbeitet am "Nebraska"-Album - und dann ist der Film irgendwann vorbei. Fand ich zunächst ambivalent, da ich das anders erwartet hätte und es eben auch keine echte Geschichte mit Einführung, Hauptteil und Finale gibt. Im Nachhinein hat mich der Film aber dann doch länger beschäftigt, als er es vielleicht bei einer "klassischen" Bio-Pic-Verfilmung getan hätte. Spannend.
The Sword & the Sorcerer - Albert Pyuns Debüt ist ein hübsch naiver, preisgünstiger Fantasyfilm mit Barbaren-Touch. Und mit einem tollen Monster-Schurken (also den titelgebenden Sorcerer), welches allerdings viel zu selten in Erscheinung tritt. Und einem wie ich finde höchst unpassenden Hauptdarsteller (Lee Horsley). Dafür aber Richard Lynch als Fiesling at his best. Alles bunt und durcheinandergewürfelt. Macht Spaß und großen Anspruch. Ein perfekter Snack zwischendurch, der - wenn er nicht einigermaßen blutig wäre - auch gut im Nachmittagprogramm laufen könnte.
The Mystery of the Mary Celeste - Bela Lugosi in England zum Zweiten. Diesmal in der geheimnisvollen Geschichte um das Schiff Mary Celeste (die es wirklich gab - aber die Story hier ist natürlich völliger Kokolores). Sehr interessant ist es hier Bela als gebrochene Figur zu erleben. Sehr zurückgenommen. Und er spielt den einarmigen, früh ergrauten Seemann mit tragischer Vergangenheit wirklich sehr gut. Da darf er einmal zeigen, was er eigentlich wirklich kann - abseits seiner Schurken und Monster. Am Ende wird dann zwar der "gute, alte Bela" von der Leine gelassen, aber ich war von ihm und dem Film durchaus angenehm überrascht.
Bakeneko: A Vengeful Spirit - Japanischer Horrorfilm von '68 um das beliebte Thema der Katzengeister, die sich für begangenes Unrecht rächen. Spielt in der Edo-Zeit und hat eine tolle Schwarz-Weiß-Fotografie. Sehr stimmungsvoll mit nebeligen Teichen. Und natürlich sehr tragisch. Und hübsch gruselig, wobei man definitiv auf der Seite des Rache-Geistes steht, denn der Schurke ist wirklich widerlich. Sehr schöner Film.
Früher war mehr Lametta
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