Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Jamie Marks is Dead

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sehr eigen, sehr ruhig, sehr interessant und demnächst mehr! :nick:
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Dschungelcamp 2016 - Tag 3 & 4:

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Tag 3: Lebensbeichten und unschöne Ereignisse kommen ja immer gut und das sind die genau die Geschichten, die der Zuschauer hören und sehen möchte. Menschen in der Krise, die wieder auf die Füße kommen und vielleicht sogar im Camp noch über sich hinauswachsen. Dass wissen auch die Camper und so gab es gestern gleich inflationär unschöne Geschichten aus dem Leben einzelner Campbewohner, während andere Teilnehmer auch nach zwei Tagen so gut wie gar nicht präsent waren. So wird der Fokus meines Erachtens etwas zu auffällig auf Helena Fürst gelenkt, der ich ihre Rolle als rüpelhafte Rasta-Amazone genauso wenig abkaufe, wie dem Spanier seine Dummchen-Nummer, das angeknackste Selbstbewusstsein von Doppel-D-Wollersheim und Menderes, sowie die gar seltsame und senil-entrückte Nummer, die Rolf Zacher abzieht. Als Dschungelprüfung gab es Sterne-Suchen im Sarg zwischen Getier und Gedärm, die Spanier David mit viel Gebrüll gegen Helena für sich entscheiden konnte, aber insgesamt eher harmlos erschien. Dazu die üblichen giftigen Sprüche von Daniel und Sonja machten die gestrige Folge dann auch zu einem eher durchschnittlichen Vergnügen.

Auch an Tag 4 war mächtig was los und die erste halbe Stunde der Sendung war von abenteuerlichen Geschichten und Lästereien geprägt. Über einen mangelnden Unterhatlungswert kann man sich momentan wirklich nicht beklagen und egal ob Gunter von Drogen und leichten Mädchen, Menderes von Darmkrankheiten (Kommentar: „ach du Scheiße“) und die Wollersheim über Dummchen-David und den Rest der Welt lästert – dem Zuschauer wird in Punkto Fremdschämen doch so einiges geboten. Auch die Dschungelprüfung war alles andere als harmlos und Jenny und Helena wurden fixiert und mit allerlei Getier überschüttet, während sie eine Art langwieriges Würfelspiel über sich ergehen lassen musste. Das war alles andere als easy und vor allem Helena kam an ihre Grenzen, als sie nach dem an Strapazen sehr reichen Spiel mit leeren Händen von dannen ziehen musste. Die Ärmste hat in den letzten Tagen wohl wirklich bereits alle Sünden mehrfach abgebüßt. Außerdem gab es gestern noch die überraschende Vereinigung der beiden Camps, just in den Moment, als die andere Gruppe gerade dabei war, das gewonnene Essen zuzubereiten. Gemeinschaftlich wurde dann von der Gruppe entschieden, den anderen nichts abzugeben, deren Gesichter berechtigt immer länger wurden. Egoismus wird dieses Jahr jedenfalls groß geschrieben und RTL hat bei der Auswahl ein glückliches Händchen bewiesen, auch wenn Rolf und Gunther wohl nur zur Deko eingeladen wurden, da beide offensichtlich für sämtliche Prüfungen gesperrt sind. So dürfen heute Helena und Thorsten zur Essensprüfung, die wohl abermals keine kulinarische Abscheulichkeit auslassen wird.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Traumbus / Austern mit Senf

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Der französische Busfahrer Gaston und sein Kollege Luc sind beide in die hübsche, aber chronisch zu spät kommende Studentin Marguerite verliebt, wodurch der tägliche Busfahrplan immer wieder ordentlich durcheinander gewirbelt wird. Als Luc seine Marguerite zum Essen ausführen möchte, wird er zum Opfer eines Streichs seiner Kollegen und nach einer turbulenten Nacht verpassen die Studentin und ihre Kolleginnen den Zug nach Kitzbühel, wo diese eigentlich an einem internationalen Studenten-Skirennen teilnehmen sollten. Um den Mädchen zu helfen, borgen sich Luc und Gaston einen Bus aus und chauffieren die Mädchen in einer ereignisreichen Fahrt von Nizza nach Tirol, wo die Probleme aber erst so richtig losgehen…

Die deutsch-französische Co-Produktion „Austern mit Senf“ kam ja anscheinend schon 1979 in die Kinos und wurde später nochmals unter dem Titel „Traumbus“ vermarktet, als smarter Sunnyboy Sascha Hehn bereits erfolgreich als Chefsteward Victor Burger am „Trauschiff“ die deutsche TV-Prominenz hofierte. Leider ist der Streifen aber absolut kein Highlight und zählt auch sicherlich nicht zu den Glanzlichtern von Franz Antels umfangreicher Filmografie. Als Komödie macht „Traumbus“ auch schlichtweg alles falsch und neben dämlichen Sprüchen und Streichen, unsympathischen Charakteren und einer episodenhaften und viel zu züchtigen Geschichte mit viel Tourismuswerbung überzeugen in dem in dem Road-Movie mit Bus auch nur Toni Sailer als Alpin-Womanizer und Herbert Fux und Dagmar Koller (!) als zwielichtige Bankräuber, während man den Rest trotz bekannter Gesichter getrost von sowas in die Tonne kippen kann. Die episodenhafte Geschichte mit allerlei seltsamen Figuren kommt nie so richtig in die Gänge, der Humor mit Anleihen beim Slapstick ist leider auch so überhaupt nicht mein Fall und hat man das Werk bis zum Ende durchgestanden, ist es auch wenig verwunderlich, dass den lahmen Streifen auch hierzulande kaum jemand zu kennen scheint oder etwas darüber schreiben mag. Hier hat sich leider niemand mit Ruhm bekleckert und für diesen Busfahrt des Grauens in deutsche Komödien-Abgründe will wohl dann auch niemand freiwillig ein Ticket lösen.

Dschungelcamp 2016 - Tag 5

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Der fünfte Tag war alles andere als spannend und neben einer endlos langen Dschungel-Ekelprüfung gab es seltsam anmutende Momente oder entbehrlichen Zoff. Rolf Zacher gibt sich noch immer senil-entrückt und benötigt ständig erhöhte Aufmerksamkeit, was wohl einige Camp-Bewohner mittlerweile ziemlich zu nerven scheint. Diese ärgern sich neben zwischenmenschlichen Unstimmigkeiten auch über mangelnde Hygiene und das gewöhnungsbedürftige Essen, wobei dieses Mal bei der Dschungelprüfung sehr viele Sterne geholt wurden. Diese bestand darin möglichst ekelhafte Sachen zu essen, wobei sich Thorsten Legat in dieser Richtung als völlig schmerzbefreit präsentierte, während Helena mit ihren weit kleineren Portionen ordentlich zu kämpfen hatte. Danach gab es bei den Beiden statt Freude aber einen handfesten Streit, wobei ich da nicht so richtig mitbekommen hab, worum es eigentlich ging und da musste wohl die Motivation der Teilnahme für tiefergehende Unstimmigkeiten zwischen zwei sehr unterschiedlichen Menschen herhalten. Gekracht hat es trotzdem und obwohl ich persönlich auf Ricky getippt hätte, der mehrmals eher negativ dargestellt wurde, während andere Camp-Bewohner gar nicht präsent waren, wurde aber wieder am Ende erneut Helena für die Dschungelprüfung ausgewählt. Keine Ahnung, welches Hühnchen die anrufende Zuschauer mit dem Ex-TV-Coach zu rupfen haben, aber langsam könnte wirklich auch mal jemand anderes drankommen.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Angst

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jogiwan hat geschrieben:und sowas aus Österreich... Gerald Kargl drehte ja ohne Rücksicht auf Verluste und quasi in Echtzeit den vollkommen sinnlosen, willkürlichen und von realen Begebenheiten inspirierten Dreifach-Mord eines frisch aus der Haft entlassenen Sadisten und ersparte weder dem Zuschauer noch seinen Protagonisten etwas. Statt vieler Dialoge gibt es in dem Streifen, der mit extravaganten Kamera-Perspektiven aus der Sichtweise des Killer gedreht wurde ein Voice-Over mit den Gedanken des Killers, der "Angst" auch zweifelsfrei sehr verstörend daherkommen lässt. Hätte mir jedenfalls nicht gedacht, dass gerade aus Österreich ein Filmchen kommt, dass mit "Henry - Portrait of a Serial Killer" ebenbürtig ist. Ich würde sogar behaupten, dass ich "Angst" sogar noch erschreckender und intensiver empfand. Die spanische DVD bietet den Streifen dann nicht nur in Deutsch, sondern auch mit der 7-minütigen Prolog-Szene, die wohl für die deutsche DVD-Auswertung entfernt wurde und das Ganze dann nochmals eine Spur dokumentarischer daherkommen lässt. Ein echter Schocker!
Die gestrige Sichtung bestätigt alle obigen Eindrücke und die Ami-Blu-Ray-Disc aus dem Hause "Cult Epic" ist nicht nur "codefree", sondern auch sonst wirklich sehr hübsch geworden. Die Scheibe bietet die extravaganten Kamera-Perspektiven in seiner vollen Pracht, wahlweise mit oder ohne Prolog bzw. Einführung von Gaspar Noé und hat erstmalig auch die berüchtigte "Tunnel-Murder-Scene" ohne optische Verfremdung an Bord. Und wenn man die gesehen hat, kann man sich gut vorstellen, dass der Streifen seinerzeit eine breite Diskussion über Gewalt im österreichischen Kino auslöste und der Streifen kaum eine Chance auf eine internationale Auswertung hatte. Die finale Mordsequenz ist wirklich sehr wüst gestaltet und es erübrigt sich die Frage, warum der Streifen Probleme hatte, international ausgewertet zu werden und die Szene auch für bisherige DVD-Auswertungen abgedunkelt wurde. :angst:

Dschungelcamp 2016 - Tag 6

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Tag 6: wie der aufmerksame Zuschauer vergangener Dschungelcamp-Staffeln natürlich längst weiß, gibt es vor allem eine Sache, die beim Publikum so gar nicht gut ankommt und abgestraft wird. Und zwar die Verweigerung einer Dschungelprüfung im Vorfeld ohne es überhaupt probiert zu haben. Scheitern oder schlecht abschneiden ist kein Problem, aber im Vorhinein erst gar nicht antreten wird immer bestraft und insofern ist Helena auch das Antreten in den nächsten Prüfungen so gut wie gewiss. Außerdem darf sie die heutige Prüfung dann gleich unter Aufsicht ihrer Camp-Kollegen bestreiten, die „als Motivation“ zugucken dürfen. Ansonsten gab es eine Fortsetzung der Konfrontation zwischen Helena und Thorsten, die neuerlich zeigte, dass die beiden so schnell wohl keinen gemeinsamen Nenner finden werden. Zacher gab den Pascha, Jürgen den „großen Bruder“ für Menderes und die Mädeln zogen über Nathalie her, die aber wie viele andere in den Aufzeichnungen aber kaum präsent ist. Dann gab es noch eine lustige Schatzsuche mit Jürgen und Sophia, die im Hühnerkostüm und ihren Hintern Ballons zerquetschen mussten und die als humorvolles Highlight und im Gegensatz zum Rest der Sendung sogar zum Lachen animierte.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

The Green Inferno

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Die gute Nachricht gleich vorneweg: ich fand „The Green Inferno“ ja durchaus schwer okay und zumindest in Punkt „Kannibalen-Terror“ wird dem Zuschauer nicht viel geschenkt. Die Geschichte über eine New Yorker Studentin, die sich einer Gruppe aus Idealisten anschließt um mit einer Protestnummer einen indigenen Stamm vor der Zivilisation zu retten ist zugegeben etwas haarsträubend, aber ein guter Aufhänger für den Brückenschlag zwischen Zivilisation und tiefstem Dschungel und ist erst einmal das kleine Flugzeug in der Wildnis abgestürzt, ist der Titel auch schon Programm. Eli Roth verzichtet in seinem für Ruggero Deodato gewidmeten Film zwar dankenswerterweise auf Tiersnuff und leider auch auf Nudity, aber zumindest in Punkto Kannibalen-Action gibt es für den geeichten Zuschauer tatsächlich das volle Programm, jede Menge Terrorfeeling und am Ende sogar noch eine kleine Hommage an „Cannibal Holocaust“. Unangenehm wird es ja gleich ein paar Mal und sollte es „Green Inferno“ in der von mir gesehenen Form tatsächlich ungekürzt und mit FSK18-Freigabe nach Deutschland schaffen, dann würde mich das schon verwundern. Eli Roth ist mit „The Green Inferno“ jedenfalls mit jeder Menge harten Momenten und eine Prise Sozialkritik eine wirklich hübsche wie herbe und neuzeitliche Hommage an den italienischen Kannibalenfilm gelungen, die in Zukunft sicher auch hierzulande noch so einigen Leutchen den Magen umdrehen wird.


Dschungelcamp 2016 - Tag 7

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Eli Roths „The Green Inferno“ war ja gestern die ideale Einstimmung auf das Camp und die Nummer was Ex-Moderator, Ex-Bademeister und Ex-Verkaufsshow-Host Ricky gestern abgezogen hat, stand den Kannibalen in Punkto Terrorfeeling wenig nach. Ricky kreischte wie am Spieß und war schwer auszuhalten und versuchte mit aller Gewalt die Aufmerksamkeit auf sich zu richten um sich als Held zu präsentieren, der seine Höhenangst überwinden konnte. Leider ging der Schuss etwas nach hinten los und zumindest bei mir ist er alle Rest-Sympathien losgeworden. Die Dschungelprüfung bestand darin mit verbundenen Augen über einen Hindernisparcours in schindelnder Höhe zu schreiten, was jedoch für Helena nicht schaffbar ist. Danach gab es erst richtig Zores und zwei höchst unterschiedliche Ansichten auf ein Ereignis und jede Menge lauter Worte und Tränen der Ernüchterung. Rolf wurde wohl aus gesundheitlichen Gründen schon im Vorfeld aus dem Camp genommen und zu meiner Überraschung musste am Ende auch Dingsda-David das Camp verlassen, weil am wenigsten Zuschauer für ihn angerufen haben. Unverständlich angesichts seines Unterhaltungswertes und so war die Überraschung auch den anderen Camp-Bewohnern ins Gesicht geschrieben. Insgesamt eine Folge, die aufgrund des Verhaltens von Ricky sicherlich stark polarisierte, während Helena abermals Bonus-Punkte sammeln konnte und was auch immer Ricky zu seiner „No more Mr. Nice Guy“-Nummer bewegt hat, war wohl im Nachhinein betrachtet keine besonders gute Idee.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Story of Ricky

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In seinen Grundstrukturen ist „Story of Ricky“ augenzwinkernd betrachtet wohl die chinesische Antwort auf italienische „WIP“-Filme: harte Gefängnisalltag, sadistischer Gefängnischef und jede Menge nackte Haut in Gemeinschaftsduschen. Allerdings geht es hier ja nicht um streitbare Mädels, sondern um Martial-Arts-Kämpfer mit übernatürlichen Fähigkeiten und so hat man die die Manga-Verfilmung über ein futuristisches Gefängnis dann noch mit „Over-the-Top“-Gore angereichert. Ein guter Film ist „Story of Ricky“ dennoch nicht geworden, auch wenn man die Kinnlade auch so nicht mehr hochbekommt und in dem Streifen werden ja Körperteile und Betonwände gleichermaßen zermanscht, geschreddert und durch den Fleischwolf gedreht, als gäbe es kein Morgen. Wären die Figuren nicht so derart überzeichnet und die ultrablutigen Effekte nicht stets so durchschaubar, wäre der zynische Streifen wohl kaum auszuhalten, aber so geht die Sache auch ohne Witz in Richtung Parodie und die unzumutbare deutsche Synchro tut ihr Übriges, sodass man das Werk nicht sonderlich ernst nehmen kann. Im kantonesischen Original kommt der Streifen etwas ernsthafter daher und bleibt dennoch ein sehr blutiger Film für aufgeschlossene Zuschauer mit Hang zu derben Blödsinn.

Dschungelcamp 2016 - Tag 8

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Die gestrige Folge vom Dschungelcamp war neben dem Auszug von Rolf und einem Gefühlsausbruch von Jürgen vor allem von dem Konflikt zwischen Helena und Ricky geprägt, wobei ein fieses Mobbing-Spiel als „Schatzsuche-Spiel“ sein übriges tat um die Sache schön am köcheln zu halten. RTL schaut schon auf darauf, dass es ja nicht harmonisch zugehen kann und die Grüppchen-Bildung voranschreitet. Am Ende weinte Ricky aus Selbstmitleid in die Kamera und dennoch ist er leider selbst schuld an seiner Lage und wenn es jemanden gibt, der heuer bislang am schlechtesten aussteigt, ist es wohl er. Danach gab es eine ausgedehnte Dschungelprüfung mit Thorsten, der fast einstimmig von seinen Kollegen nominiert wurde und in der er durch Wasser geflutete Höhlen mit großen und kleinen Tieren tauchen musste. Natürlich alles mit Bravour gelöst, alle möglichen Sterne geholt und dennoch war es wohl emotional zu viel, sodass er nachher ebenfalls in die Kamera heulte. Damit war er aber an diesen Tag aber wie gesagt in bester männlicher Gesellschaft. Am Ende gab es für mich dann aber noch eine Überraschung und Jenny Elvers musste das Camp aufgrund der niedrigsten Anruferrate verlassen.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Nur 48 Stunden

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Mit „Nur 48 Stunden“ hat Walter Hill einen der ganz großen Action-Klassiker aus den Achtzigern und einen der ersten Buddy-Movies aus der Ecke geschaffen, in dem zwei höchst unterschiedliche Männern gemeinsam an einem Strang ziehen müssen, um gewaltbereite Verbrecher dingfest zu machen. Im Falle von „Nur 48 Stunden“ passiert das neben knackig und spannend inszenierten Action-Sequenzen aber nicht ohne entsprechenden Kollateralschaden und jeder Menge flotten Sprüchen. Was der abgeklärt-verhärmte Polizist Nick Nolte und Knackie Eddie Murphy hier in der deutschen Synchro so ablassen, lässt den Zuschauer mit den Ohren schlackern und auf so Kleinigkeiten wie „Political Correctness“ wird im Falle von „Nur 48 Stunden“ im Verlauf der Geschichte ja so überhaupt keine Rücksicht genommen. Bei den Dialogen werden dann auch überhaupt keine Gefangenen gemacht und dennoch macht der unterhaltsame Streifen großen Spaß und ist neben einer gesunden Portion Härte überraschend vielschichtig ausgefallen. Neben viel San Francisco Lokalkolorit gibt es in dem rundum gelungenen Werk voller erinnerungswürdiger Momente dann auch noch ein Wiedersehen mit David Patrick Kelly in der Rolle als „Luther“ als kleine Reminiszenz an „The Warriors“. Klasse Streifen!

Dschungelcamp 2016 - Tag 9

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Viel war ja gestern nicht gerade los und abgesehen von den Rauchern, die gegen den Zwangsentzug rebellierten gab es mäßig interessante Gespräche über Bananen und dem armen Ricky, der Bananen liebt, aber aufgrund einer Verkettung unglücklicher Umstände keine bekommen hat.. Ja, der arme Ricky, das Camp und die ganze Welt hat sich gegen ihn verschworen, dabei kreischt er sich die Lunge aus dem Leib um andere zu pushen und seine Teamfähigkeit unter Beweis zu schreien ähm… stellen. Dieses Mal traf es den Jürgen, der mit Ricky in die Dschungelprüfung musste und obwohl Jürgen den Hauptteil erledigen musste und in allerlei Getier und Gedärm Sterne auf einem überdimensionalen Adventkalender suchen musste, war es abermals Ricky, der sich in den Vordergrund drängte. Geholfen hat es aber nix und am Ende war es Ricky, der das Camp verlassen musste. Das Favoritensterben geht weiter und der Zuschauer und die Camp-Bewohner danken dennoch herzlichst!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Wenn der Klempner kommt

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Der nächste schräge Film von Peter Weir, der in „Wenn der Klempner kommt“ zwei sehr unterschiedliche Figuren aufeinanderprallen lässt. Die von ihrem erfolgreichen und vielbeschäftigten Forscher-Gatten vernachlässigte Akademikerin Jill, die zuhause ihren anthropologischen Forschungen nachgeht, bekommt eines Tages unerwartet Besuch von dem jovialen Handwerker Max, der das Bad in ihrer Wohnung in den darauffolgenden Tagen sukzessive zerlegt. Zuerst wird der ungebetene „Eindringling“ ins private Rückzugsgebiet noch freundlich aufgenommen und toleriert - doch schon bald keimt in Jill der Verdacht, dass Max nicht das ist, was er vorgibt zu sein und die beiden lassen sich auf einen Psychokrieg ein, bei dem schon wenig später moralisch fragwürdige Entscheidungen getroffen werden. Peter Weir nimmt für seinen 1979 fürs TV inszenierten Streifen dabei eine ganz normale Alltagssituation wie wir sie wohl alle kennen und lässt diese dann ganz langsam und genüsslich in Richtung Thriller kippen. Dabei sind auch die Figuren so gezeichnet, dass man sich auch als Zuschauer irgendwie im Zwiespalt befindet und weder die introvertiert und arrogant wirkende Jill, noch der etwas aufdringliche Max taugen als Identifikationsfiguren, während man auch immer darauf wartet, dass etwas Aussagekräftiges passiert um das Gesehene richtig werden zu können. „Wenn der Klempner kommt“ ist dann auch ein Streifen, der sich schwer einordnen lässt und das Augenmerk liegt hier auch eher auf dem Spannungsfeld zweier unterschiedlicher Menschen als auf Suspense und dennoch sollte man sich dieses ungewöhnliche Werk irgendwie dennoch nicht entgehen lassen.

Dschungelcamp 2016 - Tag 10

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Im heurigen Jahr ist das Dschungelcamp wirklich eine etwas seltsame Sache und nach fast eineinhalb Wochen gibt es für mich noch immer keinen Favoriten bzw. niemanden, dem man die Krone auch tatsächlich gönnen wurde. Langsam liegen auch bei den Campern die Nerven blank und statt Harmonie und Zusammenhalt wird scheinbar jede Gelegenheit genutzt um irgendwie aufeinander los zu gehen oder den anderen schlecht zu machen. Thorsten wirkt nur noch manisch, bei Helena der „Kämpferin aus Leidenschaft“ ist weder das eine, noch das andere bemerkbar und die jungen Mädeln zicken oder machen gar nichts, während Menderes und Jürgen als „Normalos“ fast noch die besten Karten haben. Menderes musste mit Nathalie gestern in eine fiese Prüfung und wurde in einer Art überdimensionalen Lottozahlenziehgerät mit Fragen und Insekten ordentlich durch gerüttelt und musste zur jeweiligen Antwort auch noch die richtige Kugel finden. Soweit ich mich erinnern kann gab es hier vier von acht möglichen Sternen. Danach gab es noch eine unlösbare Schatzsuche mit Thorsten und Helena, damit auch das beliebte Thema „Teamfähigkeit“ und „Ehrgeiz“ wieder zur Sprache kommt. Während Thorsten natürlich alle Eigenschaften für sich beansprucht und daran glaubt ein Leitwolf zu sein, wird Helena natürliche alles abgesprochen, der es aber herzlich egal zu sein scheint, was Thorsten nur umso mehr auf die Palme treibt. Wo soll das bloss enden? Das Camp verlassen musste gestern niemand, auch wenn sich das wohl so mancher im Camp gewünscht hätte.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Zum Teufel mit den Kohlen

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Nette, wie harmlose Komödie von Walter Hill, der im Bewusstsein der Fans ja nicht von ungefähr auch eher durch seine Action-Werke verankert ist. „Zum Teufel mit den Kohlen“ ist eine Komödie über einen halbwegs sympathischen Loser, der innerhalb von einem Monat 30 Millionen verprassen muss, um zu einer Erbschaft von 300 Millionen zu kommen, ohne dass er seinem Umfeld etwas darüber erzählen darf. Dadurch ergeben sich natürlich jede Menge Verwicklungen und auch die Anwälte seines verstorbenen Gönners haben ihre eigenen Pläne. Mehr als ein unterhaltsamer Ausflug in die Welt der Achtziger-Komödie ist „Zum Teufel mit den Kohlen“ aber nicht geworden und anstatt die ganze Sause etwas konsumkritisch oder bissig zu inszenieren, bleibt die Feel-Good-Geschichte stets sehr oberflächlich und zu mehr als ein paar Schmunzler hat es bei mir auch nicht gereicht. Bei „Nur 48 Stunden“ hab ich persönlich mehr gelacht und „Zum Teufel mit den Kohlen“ ist zwar sicherlich sehr routiniert inszeniert und bietet den ein oder anderen Moment, aber insgesamt betrachtet reißt der Streifen mit seinen braven Charakteren und zahmen Geschichte heutzutage sicherlich niemanden mehr vom Hocker.

Dschungelcamp 2016 - Tag wasweißich

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Ein weiterer Tag ohne eindeutigen Favoriten und so bleibt es beim zehnten Dschungelcamp auch weiter ähm... spannend, wer am Samstag die Krone bekommen könnte. In der gestrigen Folge kamen auch alle Camper ausgiebig zu Wort und sogar Nathalie, die bislang eher kaum in Erscheinung getreten ist, durfte ein paar Sätze in die Kamera sagen und etwas Emotionen zeigen. Die Wollerheim zickte ein wenig in der Gegend herum um Thorsten stellt sich mit seinem Verhalten immer mehr selbst ins Eck und sorgte mit seinem Meinung über positive und negativer Energie und seinen Tattoos für den Lacher des Abends. In der Dschungelprüfung mussten Brigitte Nielsen und Sybille, die nicht nur ekelhafte Dinge verspeisen mussten, sondern auch noch mit den Augen das Gewicht schätzen mussten um die begehrten Sterne zu erlangen. Obwohl auch brav gekaut, gewürgt und geschluckt wurde, gab es letzten Endes keine Sterne, da das Gewicht in allen Fällen zu niedrig eingeschätzt wurde. Danach gab es noch eine lustige Schatzsuche und dieses Mal gab es auch eine Belohnung und eine prominente Produktplatzierung. Außerdem gab es noch Briefe für die Camp-Bewohner und die übliche Gefühlsduselei. Am Ende einer etwas zu langen Sendung folgte dann noch die Rauswahl und es erwischte wenig überraschend Nathalie, die ja schon mehrfach an der Kippe stand.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

House on Haunted Hill

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Mag sein, dass „Das Haus auf dem Geisterhügel“ für heutige Verhältnisse etwas altbacken, wenig spannend und teils unfreiwillig komisch wirkt, aber für einen Horrorstreifen mit Entstehungsjahr 1959 und dem offensichtlich etwas schmalen Budget hat William Castle doch einen durchaus soliden Film geschaffen, der auch dank eher kurzer Laufzeit gut unterhält und mit netten Ideen und einem durchaus passablen Schocker aufwarten kann. Als Zuschauer vermutet man sich nach dem Einführen der trinkfesten Charaktere zuerst in einem kammerspielarten Gruselstreifen mit Geistererscheinungen, der am Ende jedoch mit einem tollen Säurebecken und einer noch größeren Überraschung aufwarten kann. Ob die ganze Sause jetzt Sinn macht, oder der Zuschauer im Verlauf von „House on Haunted Hill“ doch etwas zu viel an Merkwürdigkeiten tolerieren muss – darüber sollte man sich in einem derartigen Streifen wohl keine zu großen Gedanken machen und allein die Momente mit dem Skelett, Vincent Price und seine Sekretärin am Rande des Nervenzusammenbruch entschädigt für so manch anderen Moment. Derartige Filme haben bei mir ja generell einen Stein im Brett und auch wenn es aus der Ecke sicher bessere Sachen gibt, so macht der Streifen doch Spaß. Das größte Mysterium bleibt ja ohnehin die FSK18-Freigabe auf meiner DVD des harmlosen Streifens.

Dschungelcamp 2016 - Tag wasweißich

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Die gestrige Folge stand wieder einmal voll und ganz im Zeichen des Konflikts zwischen Helena und Thorsten und degradiert die restlichen Camper zu Statisten, die dabei etwas unter die Räder kommen. Thorsten erlebt derzeit wohl sein persönliches Waterloo und mit seiner untergriffigen Austeilerei gegen Helena hat er sich gestern wohl endgültig bei vielen ins Out geschossen. Bei Thorsten scheint es derzeit ja auch nicht gut zu laufen und die Versuche, seine fast schon unkontrolliert scheinend Ausbrüche mit erlebter Gewalt im familiären Umfeld zu rechtfertigen, ging gestern auch eher nach hinten los, da er sich kurz zuvor als Draufgänger mit wenig Weitsicht präsentierte. Helena taugt als Sympathieträgerin aber ebenfalls nur bedingt und gießt auch immer wieder hübsch Öl ins Feuer und ein Einzug unter die letzten Drei scheint so gut wie gesichert. Zur Dschungelprüfung trat Menderes an, der die Prüfung wiederholen durfte, die von Helena abgelehnt wurde und alle möglichen Sterne holte. Am Ende musste wieder einer raus und dieses Mal traf es Brigitte Nielson, die heuer etwas zu unauffällig war bzw. präsentiert wurde. Die Nachricht, dass Brigitte das Camp verlassen musste, traf aber auch alle anderen und die Dänin war ja so etwas wie der Fels in der Brandung und Dämpfer zwischen verfeindeten Parteien, der jetzt fehlen wird.
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