
Nach einem mysteriösen Fall von zwei Toten geht die örtliche Polizei der beschaulichen Kleinstadt von Grundy von einem Doppelselbstmord aus und konzentriert sich die wie der Rest der Bewohner auch lieber wieder auf den jährlichen Vergnügungsmarkt und das gute Ergebnis des Spiels der örtlichen High School Football Mannschaft. In Wirklichkeit schleicht jedoch ein maskierter Mörder in der Stadt herum, der es mit allerlei Mordwerkzeug vor allem auf Jugendliche abgesehen hat. Unbarmherzig mordet der mysteriöse Killer durch die Straßen der Stadt um letzten Endes bei der Party des örtlichen Star-Quarterbacks zu landen, um dort auch erst so richtig aufzudrehen…
Neben seinem blutig-bunten Cover versucht auch der Covertext den 2013 gedrehten Streifen in Richtung Slasher-Hommage vergangener Jahrzehnte zu drücken. Leider bleibt es jedoch nur bei dem Versuch und das No-Budget-Werk von Chuck Conry ist trotz passabler Benotung auf der IMDB in allen Belangen so unterdurchschnittlich ausgefallen, dass der Streifen sich selbst mit einer Laufzeit von knapp 75 Minuten zur absoluten Geduldsprobe herausstellt. „Morbid“ ist in allen Belangen immer auf die denkbar ungünstigste Weise mies und nervt den Zuschauer neben seiner unausgegorenen Geschichte mit furchtbaren Darstellern, miesen Dialogen und ein paar ultrabillig getricksten Schmoddermomenten. In den ersten Minuten dachte ich ja noch an ein sympathisches Werk von und für Film-Nerds und der Auftakt geht ja noch, aber was danach folgt spottet jeglicher Beschreibung und Regisseur Chuck Conry fehlt nicht nur jegliches Gespür für Dialoge, Tempo und Spannung, sowie alles weitere, dass ein Filmemacher eigentlich besitzen sollte, sondern er macht auch falsch, was man nur falsch machen kann. Jedes weitere Wort für diesen Mist ist auch eines zu viel und ich kann mir nicht vorstellen, dass abseits der Beteiligten irgendjemand Spaß an diesem ultramiesen Werk finden könnte.
Aerobicide

Valerie ist ein junges Fitness-Model mit einer großartigen Karriere vor sich, die eines Tages durch ein unsachgemäß gewartetes Solarium in einem Fitness-Center ein jähes Ende findet. Jahre später wird das Fitnesscenter, in dem das tragische Unglück passierte von einer mysteriösen Mordserie eingeholt und ein Killer ermordet die hübsche, wie sportliche Kundschaft der resoluten Besitzerin und Aerobic-Lehrerin Rhonda. Diese ist wenig erfreut, dass sich neben dem Killer auch bald ein nicht minder energischer Polizist in ihren Sporthallen herumtreibt und seine Nase in allerlei ungelöste Konflikte zwischen Belegschaft und Kunden steckt, während auch der Killer unvermittelt an seinem Treiben festhält.
Lustig-trashige Mischung aus Musik-, Tanz- und Slasher-Film mit einem sportlichen Cast und einem fleißigen Killer, der die Kunden eines Fitnessclubs auf drastische Weise dezimiert. David A. Prior legt das Augenmerk ja neben drastischen Morden auch brav auf die damalige Trendsportart Aerobic und lässt seinen Cast in knappen Lycra-Outfit ganz ordentlich für die jeweilige Gage abzappeln. Alles in dem schwer unterhaltsamen Streifen ist größtmöglich Achtziger-Kiste, die Klamotten und Frisuren dementsprechend ausgefallen und auch die flotte Musik peitscht stets nach Vorne, während man sich als Zuschauer bald vor Tatverdächtigen und Opfern fast nicht mehr retten kann. „Aerobicide“ ist mit seinem erhöhten Tanzanteil zweifelsfrei kein Streifen für Slasher-Puristen, aber meinen Geschmack hat der leider kürzlich verstorbene Regisseur David A. Prior mit der unkonventionellen Mischung ja perfekt getroffen und auch die Auflösung der spaßigen Sause ist überraschend solide ausgefallen. Wer „Flashdance“ und Fulcis „Murder Rock“ mag wird das „Killer Workout“ lieben und der Streifen rockt jedenfalls ganz ordentlich die Hütte und eignet sich wohl perfekt als Höhepunkt für jede 80er-Retro-Party mit viel Cola-Rum und Blue Curacao.












