Nacht des Grauens
Doof-unterhaltsamer Slasher aus dem Jahr 1987, getreu dem Motto: wenn ein geistesgestörter Killer alleine nicht reicht, nimmt man eben auch noch ein paar gewaltbereite Ausbrecher dazu. Die Party des Stars des örtlichen Football-Teams mit viel Sex und Alkohol gerät jedenfalls hübsch aus dem Ruder und am Ende stapeln sich im geräumigen Haus die trinkfesten Leichen und Leergut in Zweierreihen. Doch irgendwie wird die Geschichte von Herrn Allen Plone so derart hanebüchen und mit scheinbar wahllos hinein montierten Ausschnitten aus anderen Filmen (u.a. „Graduation Day“ und wohl auch ein Porno mit John Holmes und Seka) erzählt, dass man am Ende sowieso nicht mehr genau weiß, wieso undwarum die Leutchen überhaupt gekillt wurden. Aber egal - Motive und Film-Enden sind ja ohnehin überbewertet und abgesehen von der Gaga-Auflösung, die man wohl nicht verstehen muss, und der Tatsache, dass der Streifen weit hinter seinen eigentlichen Möglichkeiten zurückbleibt bekommt der Fan auch alles serviert, was man sich in einem Slasher der härteren Gangart erwartet. Eine durchschnittliche Geschichte mit mehreren Verdächtigen, etwas nackte Tatsache, einmal das gesamte College-Figurenkarussell von A – Z und nebenher auch noch jede Menge Kills und roten Lebenssaft. „Die Nacht des Grauens“ ist dann auch sicher kein Slasher-Highlight, aber solide Unterhaltung für den Fan von wenig subtilen Schlitzerfilmen.
Shaft
“Who's the black private dick, that's a sex machine to all the chicks?” Tja, wer wohl... Shaft – die coolste schwarze Socke in New York, der auch kein Problem hat, sich gleich mit der ganzen Mafia anzulegen und dabei immer einen klaren Kopf, dicke Lippe und noch dickere Hose bewahrt. Über den Streifen muss dann wohl auch nicht mehr viel gesagt werden, außer dass er mindestens so cool und abgeklärt wie seine Hauptfigur ist. Richard Roundtree gibt den toughen und selbstbewußten Privatdetektiv, der sich nicht um Konventionen oder Regeln schert und dem die weiße Bürokratie, Mafiosis und Rassisten auch gepflegt den schwarzen Popo küssen können. Leutchen, die sich nicht zu benehmen wissen, wird kurzerhand der nicht vorhandene Büro-Balkon gezeigt und wenn mal nicht geballert oder auf fragwürdige Weise ermittelt wird, bleibt immer noch genug Zeit, die weißen Chicks mit dunkler Schokolade in der stylishen Wohnung zu beglücken. Mit viel schwarzen Lebensgefühl, tollen Soundtrack, schicken Klamotten und Lokal- und Zeitkolorit des alten New Yorks zwischen Pornokinos und Slums wird hier dann auch ein wunderbares Action-Feuerwerk abgeliefert, dass von der ersten bis zur letzten Sekunde Coolness neu definiert und handelsübliche Schnüfflerfilme auch heutzutage noch vollkommen alt aussehen lässt. Super!