Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Fr 21. Aug 2015, 19:47
Der Schrecken der Medusa

In Memoriam Jack Gold! Ganz großartiger Streifen irgendwo zwischen Thriller, Drama, Mystery und Katastrophenfilm, an dessen Ausgangspunkt ein missglückter Mordversuch an einem zurückgezogen lebenden Schriftsteller Morlar steht, dessen Aufklärung aus unbekannten Gründen jedoch höchste Priorität zu scheinen hat. Als der französischer Ermittler Brunel den Fall bekommt, erfährt dieser durch Tagebücher und dessen Umfeld, dass sich Morlar Zeit seines Lebens für Katastrophen und Unfälle in seinem Umfeld verantwortlich fühlte während er im Koma um sein Überleben kämpft, häufen sich auch andere Verdächtige, die mit dem Mann so seine Probleme hatten. Doch je länger der Brunel und sein Team ermitteln, umso mehr fügt sich ein Bild zusammen, dass nur noch eingeschränkt mit rationalen Argumenten erklärt werden kann und schon bald stellt sich nicht nur der Kommissar die Frage, ob ein Mensch allein mit seinen Gedanken Unheil anrichten kann. Dabei wird die Geschichte und die Gründe, die zum Mordversuch führen in „Die Schrecken der Medusa“ eher langsam aufgerollt und dennoch sehr spannend erzählt, bis sich am Ende dann ein bestimmtes Gesamtbild zusammenfügt und der Streifen des kürzlich verstorbenen Regisseurs Jack Gold in die Vollen geht. Perfektes und intelligentes Filmvergnügen mit übernatürlichen Einschlag und großartigen Darstellern, das die Spannungsschraube langsam aber unerbittlich anzieht und einem Ende, das mit seiner bösartigen Natur auch lange in Erinnerung bleibt.
Kalifornia

Flügellahmes Roadmovie über ein abgebranntes, abgeklärtes aber künstlerisch ambitioniertes Yuppie-Pärchen, dass mit dem Cabrio eine Reise zu Schauplätzen von Serienkillern unternimmt und aus Geldgründen ein tumbes White-Trash-Pärchen mitnimmt, bei dem sich der Typ dummerweise als Serienkiller entpuppt. Die Idee und die Geschichte wäre vielleicht gar nicht so schlecht, würde man in dem Streifen nicht andauernd so derart bemüht vier charakterlich derart unterschiedliche Personen aneinander reiben zu lassen. Normalerweise würden sich der besonnene Autor und der impulsive Serienkiller, sowie die selbstbewusste Fotografin und das strunzdoofe Mädel auf beengten Raum wohl binnen kürzester Zeit an die Gurgel gehen, aber hier wird brav abgewartet, damit man dann nach viel zu langer Anlaufzeit in einem nuklearen Sperrzone zu einem coolen Showdown hinarbeiten kann. Brad Pitt ist meines Erachtens sowieso kein guter Schauspieler und seine prollige Darbietung des Serienmörders ist so klischeebeladen, dass man ihm am liebsten die Fernbedienung an den Kopf donnern möchte und über die Rolle von Juliette Lewis hülle ich mal sowieso lieber den Mantel des Schweigens. Der Rest ist am Reißbrett entstandenes, unterkühltes und pseudo-cooles Neunziger-Jahre-Kino im typisch-abgefuckten „Chappy-Chic“-MTV-Videoclip-Look, das trotz seiner überzeichneten Charaktere auch viel zu brav ausgefallen ist und heutzutage auch so gar nicht mehr überzeugen kann.

In Memoriam Jack Gold! Ganz großartiger Streifen irgendwo zwischen Thriller, Drama, Mystery und Katastrophenfilm, an dessen Ausgangspunkt ein missglückter Mordversuch an einem zurückgezogen lebenden Schriftsteller Morlar steht, dessen Aufklärung aus unbekannten Gründen jedoch höchste Priorität zu scheinen hat. Als der französischer Ermittler Brunel den Fall bekommt, erfährt dieser durch Tagebücher und dessen Umfeld, dass sich Morlar Zeit seines Lebens für Katastrophen und Unfälle in seinem Umfeld verantwortlich fühlte während er im Koma um sein Überleben kämpft, häufen sich auch andere Verdächtige, die mit dem Mann so seine Probleme hatten. Doch je länger der Brunel und sein Team ermitteln, umso mehr fügt sich ein Bild zusammen, dass nur noch eingeschränkt mit rationalen Argumenten erklärt werden kann und schon bald stellt sich nicht nur der Kommissar die Frage, ob ein Mensch allein mit seinen Gedanken Unheil anrichten kann. Dabei wird die Geschichte und die Gründe, die zum Mordversuch führen in „Die Schrecken der Medusa“ eher langsam aufgerollt und dennoch sehr spannend erzählt, bis sich am Ende dann ein bestimmtes Gesamtbild zusammenfügt und der Streifen des kürzlich verstorbenen Regisseurs Jack Gold in die Vollen geht. Perfektes und intelligentes Filmvergnügen mit übernatürlichen Einschlag und großartigen Darstellern, das die Spannungsschraube langsam aber unerbittlich anzieht und einem Ende, das mit seiner bösartigen Natur auch lange in Erinnerung bleibt.
Kalifornia

Flügellahmes Roadmovie über ein abgebranntes, abgeklärtes aber künstlerisch ambitioniertes Yuppie-Pärchen, dass mit dem Cabrio eine Reise zu Schauplätzen von Serienkillern unternimmt und aus Geldgründen ein tumbes White-Trash-Pärchen mitnimmt, bei dem sich der Typ dummerweise als Serienkiller entpuppt. Die Idee und die Geschichte wäre vielleicht gar nicht so schlecht, würde man in dem Streifen nicht andauernd so derart bemüht vier charakterlich derart unterschiedliche Personen aneinander reiben zu lassen. Normalerweise würden sich der besonnene Autor und der impulsive Serienkiller, sowie die selbstbewusste Fotografin und das strunzdoofe Mädel auf beengten Raum wohl binnen kürzester Zeit an die Gurgel gehen, aber hier wird brav abgewartet, damit man dann nach viel zu langer Anlaufzeit in einem nuklearen Sperrzone zu einem coolen Showdown hinarbeiten kann. Brad Pitt ist meines Erachtens sowieso kein guter Schauspieler und seine prollige Darbietung des Serienmörders ist so klischeebeladen, dass man ihm am liebsten die Fernbedienung an den Kopf donnern möchte und über die Rolle von Juliette Lewis hülle ich mal sowieso lieber den Mantel des Schweigens. Der Rest ist am Reißbrett entstandenes, unterkühltes und pseudo-cooles Neunziger-Jahre-Kino im typisch-abgefuckten „Chappy-Chic“-MTV-Videoclip-Look, das trotz seiner überzeichneten Charaktere auch viel zu brav ausgefallen ist und heutzutage auch so gar nicht mehr überzeugen kann.















