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Gefällt mir gut und Guillermo del Toro greift hier ja auch die Elemente seiner früheren Filme wieder auf und macht daraus eine durchaus vielschichtige Serie über eine Vampir-/Parasiten-Pandemie in New York mit vielen Erzählsträngen. Erstaunlich nur, was mittlerweile bei FSK16 alles möglich ist.
In "The Strain" ist ja diese Vampir-/Pandemie-Situation ja auch eher nur der Aufhänger auf die Frage, inwieweit Leute aus diversen, gesellschaftlichen Schichten im Schmelztiegel New York auf eine völlig abstrakte Bedrohung reagieren. Das fand ich durchaus spannend und gerade der Anfang, bei dem die unbekannte Seuche ausbricht, fand ich irrsinnig packend gemacht und auch wesentlich stimmiger als z.B. bei der ersten Staffel von "The Walking Dead". Dann mischen sich jedoch so viele kleine Ungereimtheiten, widersprüchliche Begebenheiten und unnötige Ereignisse in die Geschichte, die bei so einer Big-Budget-Serie einfach nicht sein dürften.
Weil ich aktuell gerade wieder etwas angepisst bin, eine Frage an die Serien-Fans und –Gucker. Gehört es bei Serien mit aktuellem Produktionsdatum einfach dazu, dass überhaupt keine Rücksicht darauf genommen wird, ob die Geschichte pro Staffel halbwegs abgeschlossen wird? Serien werden ja mittlerweile als Spielwiese von Regisseuren und Format-Entwicklern genutzt, die sich nicht mehr an die 90-Minuten-auf-Nummer-Sicher-Formel halten wollen, aber was bringt es dem interessierten Zuschauer, wenn die eigentliche Geschichte selbst mehreren Stunden nicht abgeschlossen wird, nur um die Aussicht auf eine Nachfolge-Staffel aufrecht zu erhalten?
Ich komme mir ja bereits zum dritten Mal vor wie ein Esel, dem die sprichwörtliche Karotte vor die Nase gehalten wird, nur um dann irgendwann zu bemerken, dass man die nie wohl erreichen wird. Hätte ich bei „The Strain“ gewusst, dass die erste Staffel endet, ohne einen einzigen Erzählstrang zu beenden, hätte ich erst gar nicht angefangen. Die restlichen Staffel guck ich sicher nicht und dasselbe hatte ich schon bei „Hannibal“ und „The Walking Dead“, dass mir die offenen Enden jegliche Lust aufs Weiterschauen genommen haben. Hätte ich viel Freizeit, von mir aus – aber wenn ich denke, dass ich in den zehn Stunden auch 7 Filme gucken hätte könne, dann tut es mir echt leid um die investierte Zeit. Anscheinend bin ich da ja auch einer der wenigen, den das überhaupt stört und vielleicht ist mir ja auch nur entgangen, dass übertriebene Cliffhanger zum modernen Serienkonzept einfach dazu gehören?