Seite 145 von 454
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Mo 9. Mär 2015, 19:31
von jogiwan
Her
Ein eigentlich hochgradig seltsamer und interessanter Sci-Fi-Streifen, der die gar nicht mal so abstrakte Geschichte eines Mannes erzählt, der sich nach dem Scheitern seiner Ehe in sein Betriebssystems verliebt. Das hört sich jetzt erst einmal sehr abstrus an, doch Spike Jones schafft es in seiner eigentlich sehr düsteren (?) und traurigen Zukunftsvision in den sommerlichsten Farben und schönsten Bildern einer namenlosen Metropole, dass der Zuschauer nachvollziehen kann, wie man als enttäuschter Mensch emotional auf eine künstliche Intelligenz und Stimme reagiert, die immer das richtige sagt und tut und auch als ständiger Begleiter in allen Lebenslagen präsent ist. Der hochsensible und von der Liebe enttäuschte Theodore lässt sich im Verlauf der zwei Stunden immer weiter auf eine Illusion dessen ein, was sich zwischen zwei Individuen abspielt und erliegt der Wunschvorstellung eines vermeintlich empathischen Partners, der auch aus Sehnsucht nach dem Gefühl der Geborgenheit nicht mehr als künstliche Intelligenz wahrgenommen wird. Ein Film der sich dem Thema Liebe und Beziehung auf die denkbar schrägste Weise nähert und dabei mit retrofuturistischer Bildgewalt die Abgründe unserer zunehmend technisierten Welt beleuchtet, in denen sich die Menschen trotz aller denkbaren Kommunikationsmöglichkeiten anscheinend noch nie einsamer gefühlt haben.
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Di 10. Mär 2015, 10:57
von jogiwan
Orion 3000 - Raumfahrt des Grauens
Großartig und demnächst mehr!
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Do 12. Mär 2015, 16:51
von jogiwan
Ironfist
Immer auf die Zwölf und demnächst mehr!
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Sa 14. Mär 2015, 15:13
von jogiwan
Ich will dich, Giulia
Dröges und verklemmt wirkendes Erotik-Drama mit einer drallen und schlampinösen Serena Grandi als Giulia, die nix anbrennen lässt und einem introvertierten Schriftsteller, der sich in die Dame verliebt. Leider passen die Beiden charakterlich so überhaupt nicht zusammen und auch die Chemie zwischen Frau Grandi und dem furchtbar uncharismatischen Johan Leysen passt auch nicht wirklich. Regisseur Andrea Barzini hat auch ein untrügliches Gespür dafür, wie man erotische Szenen denkbar ungünstig und billig umsetzt und irgendwie wirkt das ganze Szenario inklusive dem Nebenhandlungsstrang mit der Schwester des Autors insgesamt ziemlich unglaubwürdig und aufgesetzt. Was sich in der Inhaltsangabe ja noch halbwegs interessant anhört, ist dann auch ohne nennenswerte Höhepunkte umgesetzt und während der Sichtung muss man sich zwangsläufig fragen, warum sich Emilio und Giulia und auch der Zuschauer sich die ganze Sache antun. Ein paar Titten und ein bisschen Pelz machen noch kein Erotikdrama und Regisseur Barzini möchte man ebenfalls noch einen Rat mit auf dem Weg geben, das nächste Mal richtige Männer und nicht solche Trantüten zu nehmen.
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Sa 14. Mär 2015, 19:16
von jogiwan
Dröges Nuller-Horror-Double-Fiettscha
Cry_Wolf
Teen-Slasher-2.0-Nachzügler aus dem Jahr 2005, der es mit einer fast schon beeindruckenden Leichtigkeit schafft, jegliches Potential zu verschenken und die Geduld des Zuschauers mit allerlei Ungereimtheiten und Niedrigst-Bodycount auf die Probe zu stellen. Die Geschichte über ein paar gelangweilte Schüler, die ein Gerücht über einen vermeintlichen Campus-Killer in die Welt setzen, dessen Idee sich später verselbstständigt wäre vielleicht gar nicht so schlecht, aber Regisseur Jeff Wadlow erzählt die ganze Story so verworren und spannungsfrei, dass selbst der obligatorische Plot-Twist am Ende nicht mehr viel retten kann. Dazwischen nerven dann auch noch optische Spielerein und Farb-Filter, die der lahmen Kiste noch etwas Dynamik verleihen sollen, aber auch das kann bei dem vermurksten Drehbuch nicht mehr viel retten. Normalerweise kann man bei Teenie-Horror ja nicht viel falsch machen, wenn man ein paar Grundregeln beachtet, aber offensichtlich geht es ja doch, wie „Cry_Wolf“ in 90 lahmen Minuten auch sehr gut unter Beweis stellt.
Fear Dot Com
Auf den Spuren von „The Ring“ präsentiert uns Regisseur William Malone mit „Fear Dot Com“ einen lahmen Cyber-Horror-Krimi im düsteren Film-Noir-Look und einem rachsüchtigen Geist, der sich über eine Website den Weg zu seinen Opfern bahnt und binnen 48 Stunden tötet. Dazwischen gibt es einen psychopathischen Serien-Killer, eine wie immer sympathische Natascha McElhone auf verlorenen Posten, Auftritte von Genre-Veteranen wie Udo Kier und Jeffrey Combs und Kindergeist-Erscheinungen a la Mario Bava. Zu jeder einzelnen Idee gibt es ein filmisches Vorbild, dass in allen Belangen besser ausgefallen ist und „Fear Dot Com“ wirkt dann auch wie ein einziger, uninspirierter Genre-Cocktail von der Reste-Rampe schlechter Drehbuch-Ideen, der den Zuschauer auch noch dämliche Dialoge zumutet und in keiner Sekunde auch nur annähernd spannend ausgefallen ist. Fear dot com my ass!
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: So 15. Mär 2015, 17:48
von jogiwan
Ghost Killer
demnächst mehr!
Delitto Passionale
Die berühmte Schriftstellerin Sonia wird nach einem Schäferstündchen mit ihrem Geliebten in einem Hotel in Sofia kaltblütig erschossen und der Verdacht fällt zuallererst auf ihren Gatten Peter, der selbst zur eher umtriebigen Sorte gehört und gleich mit mehreren Frauen aus seinem Umfeld als Theaterregisseur so seine Affären hat. Die Ermittlungen von Inspektor Ivan und seinem Mentor Costa kommen aber nicht so richtig vom Fleck und weder die Tochter im Rollstuhl, noch die dralle Schwester der Toten oder sonst jemand scheint ein Motiv zu haben. Als ein Drogensüchtiger kurze Zeit später den Mord gesteht, bleiben Inspektor Ivan und sein Mentor Costa daher skeptisch und tatsächlich wird wenig später die junge Schauspielerin und Peters Geliebte Milena auf die gleiche Weise und mit der gleichen Tatwaffe ermordet, sodass die Ermittlungen wieder von vorne beginnen.
„Delitto Passionale“ aus dem Jahr 1994 hat ja einen Cast, der dem italienischem Genre-Fan im Vorfeld das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt und dennoch ist Regisseur Flavio Mogherini trotz Stars wie Fabio Testi, Serena Grandi und Florinda Bolkan nur ein lahmes Erotik-Drama mit Giallo-Einschlag gelungen, bei dem sich wirklich niemand und auch wirklich niemand mit Ruhm bekleckert hat. Das ganze Treiben, dass in der bulgarischen Hauptstadt Sofia inszeniert wurde wirkt eher lustlos und uninspiriert und „das Verbrechen aus Leidenschaft“ ist weder leidenschaftlich noch sonderlich spannend ausgefallen. Der unorthodoxe Ermittler Costa sorgt für humoristische Momente, was ebenfalls deplatziert wirkt und Mogherini verzettelt sich auch mehrmals ganz ordentlich bei seinen zu zahlreichen Figuren und zaubert am Ende auch noch eine eher unwahrscheinliche Täter-Variante aus dem Hut, die ebenfalls nicht befriedigend wirkt. Insgesamt ein Film, den man sich aufgrund des Casts ansehen kann, aber ansonsten ist der Streifen doch eher ein kleiner Stern am Italo-Filmhimmel.
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Mo 16. Mär 2015, 17:40
von jogiwan
Dämonen aus dem All
hairy, scary und demnächst mehr!
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Di 17. Mär 2015, 16:53
von jogiwan
Erste Versuchungen
Comig-of-Age-Drama aus dem Jahr 1977 - demnächst vielleicht mehr!
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Mi 18. Mär 2015, 18:26
von jogiwan
DNA - Experiment des Wahnsinns
„DNA – Experiment des Wahnsinns“ ist ja schon irgendwie eine lustige Sache. Seinerzeit herb gefloppt und mit „Goldenen Himbeeren“-Nominierungen überschüttet ist auch hinlänglich bekannt, dass bei der Produktion so einiges daneben ging und Richard „Dust Devil“ Stanley von John Frankenheimer ersetzt wurde und Val Kilmer am Set die Diva raushängen ließ. Dennoch ist der Streifen aber auch eine unterhaltsame Angelegenheit und wohl das, was man unter „Big Budget Trash“ versteht. Mit bemühter Ernsthaftigkeit agieren die Darsteller durch eine haarsträubende Geschichte, die zwar eigentlich sehr gut aussieht und mit gelungenen Creature-Make-Up aufwarten kann, aber bei der auch stets nur zwei von drei Szenen gelungen sind. Es scheint wohl jeder der Darsteller eine andere Vorstellung des Filmes gehabt zu haben und Marlon Brando fällt als „päpstlicher“ Dr. Moreau gleich vollkommen aus dem Ruder. Entgegen all den bösen Stimmen im Netz ist „DNA – Experiment des Grauens“ aber eine unterhaltsame Sache und rückblickend sicher einer der besseren Horrorstreifen aus der Neunziger-Kiste, der mit der entsprechenden Erwartungshaltung auch wirklich großen Spaß macht.
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Fr 20. Mär 2015, 07:27
von jogiwan
Prototype
lahm - lähmer - Prototype! Demnächst leider mehr!