Ghosthouse 3 - Haus der verlorenen Seelen
Eine Gruppe von jungen Archäologie-Studenten muss aufgrund starker Regenfälle und Erdrutschen die Heimreise unterbrechen und landet zufällig mitten in der Nacht in der Einöde in einem geschlossenen Hotel, wo den entkräfteten und übermüdeten Reisenden von einem mysteriösen Mann Einlass gewährt wird. Doch in dem heruntergekommenen Gebäude geht einiges nicht mit rechten Dingen zu und die sensible Carla und der kleine Gianluca sind die ersten, die von schrecklichen Visionen gequält werden. Als auch noch die junge Mary scheinbar von einem Toten in die Kühlkammer des Hauses getrieben wird und dort auf zwei Leichen stößt, die wenig später jedoch wieder verschwunden sind, glaubt der analytische Kevin dennoch an eine kollektive Halluzination und beschließt, dem Geheimnis des Hauses auf den Grund zu gehen…
Ziemlich lahmer TV-Horror von Umberto Lenzi, der nur hierzulande als Teil 3 einer ominösen „Ghosthouse“-Serie vermarktet wurde und dem Zuschauer ein ziemlich unglaubwürdiges Szenario bietet, in dem sich die unglaubwürdigen Protagonisten wieder einmal vollends daneben benehmen dürfen. Der Gott der Anschlussfehler wütet jedenfalls ganz ordentlich in dem Werk, dass auch auf Logik und Kinderdarsteller auch absolut keine Rücksicht nimmt. Abgesehen von ein paar Gewaltspitzen, die man in der Form wohl auch nicht in einer TV-Produktion erwarten würde, ist „La casa delle anime erranti“ aber eher ein Sammelsurium aus Genre-Versatzstücken, die eher schlecht als recht zu einem schludrigen Schnellschuss zusammengeschustert werden und größtenteils eher lieb- und Höhepunkts-los dahinplätschert. Ein bissl „Shining“, ein paar untote Seelen, die sich wie Zombies bewegen, viel explodierende Einrichtung und ein erwartungsgemäßes und natürlich vollkommen originelles Ende, dessen Idee wohl demnächst auch bereits sein hundertjähriges Jubiläum feiert. Alles in allem kein wirklich guter Film, sondern eher ein rasch und routiniert heruntergekurbeltes Zitate-Kino mit demselben Charme, Reiz und Relevanz der meisten italienischen Genre-Werke derselben Entstehungszeit.
Ghosthouse 4 - Das Haus der Hexen
Luke wird seit einem halben Jahr von einem schrecklichen und immer wiederkehrenden Alptraum gequält, in dem er in einem geräumigen Haus auf eine schreckliche Hexe trifft und die auch seine besorgte Psychologin vor Rätseln stellen. Da auch seine Ehe auf der Kippe steht, beschließt er dennoch erst einmal mit seiner Frau Martha in Urlaub zu fahren um nur wenig später entsetzt festzustellen, dass sich das von der Gattin von einem blinden Pianisten angemietete Haus als jenes aus seinem Traum entpuppt. Weitere und sehr seltsame Ereignisse lassen auch nicht lange auf sich warten und Luke wird in der Nacht eines schrecklichen Mords im Garten. Wenig später sind die Hinweise darauf aber auf mysteriöse Weise aber verschwunden, während Marthas blutverschmierten Hände jedoch eine andere Sprache sprechen und als weitere Dinge geschehen keimt in Luke der Verdacht, dass es sich bei seiner eigenen Frau um eine mächtige Hexe handeln könnte…
Teil 4 der „Ghosthouse“-Serie hebt das Niveau der Serie aus Horror-Beiträgen für das italienische TV wieder etwas und präsentiert sich dem Zuseher als gut-guckbarer Hexen-Horror nach eher klassischen Motiven, dass sich entgegen seinem lahmen Vorgänger neben einer Handvoll Gewaltspitzen auch wieder mehr auf eine gruselige Atmosphäre konzentriert. Im Haus der Hexen geschehen jedenfalls schon bald sehr sonderbare Dinge und obwohl man sich aus geeichter Zuschauer schon bald ausmalen kann, wie die ganze Sause ausgehen wird, macht die Geschichte zu „La casa del sortilegio“ jedoch durchaus Laune. Auch bei den Darstellern und den Locations hat man durchaus ein gutes Händchen bewiesen und statt Teenie-Terror gibt es in „Ghosthouse 4“ erwachsene Charaktere, die sich nicht nur ständig kreischend und vollkommen hilflos auf dem Opfer-Tablett präsentieren, sondern hilflos mit ansehen müssen, wie sich das Netz aus übernatürlichen Ereignissen immer enger über sie zusammenzieht. Nach Bavas überraschend gelungenem Beitrag als Nummer 2 der Serie, kann sich jedenfalls auch dieser Teil mit wenigen Einschränkungen durchaus sehen lassen.