Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Death Valley

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Leider arg traniger Slasher aus der Achtziger-Kiste, der zwar ständig versucht, Spannung aufzubauen die dann stets kurz darauf verpufft und auch kläglich daran scheitert, dass er dem Zuschauer abgesehen von ein paar (in der deutschen Fassung entfernten und) blutigen Kehlenschnitten auch ja nichts Kontroverses zumuten möchte. Die Idee, einen kleinen und von der Scheidung seiner Eltern mitgenommenen Klugscheißer als ungleichen Gegenpol zu einem psychopathischen Serienkiller zu positionieren ist zwar ziemlich doof aber schon irgendwie originell, würde sich der Streifen dann im Katz-und-Maus-artigen Verlauf nicht stets so vorhersehbar entwickeln, dass man als Zuschauer auch ja nicht in seinen moralischen Grundfesten erschüttert wird. Irgendwie wurde ich bei der Sichtung das Gefühl nicht los, dass hier einfach extrem viel Potential ungenutzt bleibt und statt einer fiesen Genre-Perle, die „Death Valley“ durchaus hätte werden können, ist ein zu braver Streifen in netter Kulisse und mit netten Darstellern herausgekommen, bei dem das amerikanische Familienbild stets gewahrt bleibt.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Der Fan

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demnächst mehr!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Barracuda - Vorsicht Nachbar!

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Mit seinem Film „Barracuda – Vorsicht Nachbar!“ aus dem Jahr 1997 hat Philippe Haïm wohl so etwas wie den düsteren Gegenentwurf zu dem Jahre später entstandenen „Die fabelhafte Welt der Amélie“ entworfen und statt den anonymen Nachbarn eines geräumigen Mietshauses etwas Gutes zu tun hat der nicht minder schrullig erscheinende Monsieur Clément mit seinem jungen Nachbarn Luc eher sehr fragwürdige Absichten. Dabei ist der unvorhersehbare Film gespickt mit vielen Ideen, netten Settings und einem tollen Darsteller-Duo und hat meinen Geschmack dennoch nicht getroffen. Irgendwie war mir das kammerspielartige Psychoduell der zwei Personen auf Dauer auch auf zu zwangsoriginell gestrickt und der Regisseur scheint auch immer stets darauf bedacht, jegliche Zuschauererwartung zu torpedieren und nach dem Prinzip der Steigerung auch immer noch etwas draufzusetzen. Das kann man lustig und spannend, aber auf Dauer auch etwas bemüht empfinden und bei mir war eher letzteres der Fall und die Motivation der Figuren bleibt ebenfalls irgendwann mal auf der Strecke. „Barracuda – Vorsicht Nachbar!“ ist schon irgendwie speziell und interessant, aber auch nicht wirklich gut oder schlecht, sondern letzten Endes irgendwo dazwischen…
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Supadupa Bruno Mattei NYE-Double Feature:

Roboman

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Wenn Bruno Mattei als Plagiator hinlangt, dann wie üblich ordentlich und „Roboman“ ist auch nichts anderes als eine sehr, sehr dreiste Kopie von „Predator“ mit dem Unterschied, dass es sich bei dem Verfolger nicht um ein außerirdisches Wesen handelt, sondern um einen nahezu unkaputtbaren Kampfroboter, der von zwielichtigen Wissenschaftlern aus nicht ganz ethischen Bauteilen zusammengebastelt wurde und außer Kontrolle geraten ist. Aber „Roboman“ präsentiert sich als höchst vergnügliche und augenzwinkernde Angelegenheit für humorvolle Menschen und statt irgendwelchen Leerlauf oder dramaturgischen Ballast präsentiert uns Herr Mattei Explosionen und Schießereien am laufenden Band, eine kurze Rückblende und eine nie um einen seltsamen Spruch verlegene Spezialeinheit, die sich für den futuristischen Roboman mit C-64er-Sichtweise auch als dankbare Opfer präsentieren. Ein Film aus den Untiefen der Achtziger, der jeden Action-Fan wohl mühelos aus den wohl falschesten Gründen in Erstaunen versetzt und nichts anderes hab ich von Bruno Mattei erwartet, der hier mit einem wunderbaren Cast aus amerikanischen und italienischen Genre-Veteranen und jeder Menge Kawumm auch wirklich einen haarsträubenden und zugleich schwer unterhaltsamen Kracher abgeliefert hat, der 80 Minute die nicht nur Hütte rockt, sondern diese auch noch mit Napalm abfackelt und den übrig gebliebenen Rest mit einem Bulldozer dem Erdboden gleich macht.

Der Kampfgigant

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Vorzeige-Charakterdarsteller Miles O’Keeffe in einem Streifen von Bruno Mattei, der hier in fernen Vietnam zwischen die Fronten von amerikanischen, russischen und vietnamesischen Interessen gerät und auch noch das Vertrauen und Ansehen seines leiblichen Sohnes erlangen musst. Dabei rummst und scheppert es nicht nur an allen Ecken und Enden, sondern es gibt auch noch spannende Verfolgungsjagden mit Helikoptern und den dreistesten Überrumpelungsversuch feindlicher Heerscharen, der jemals auf Zelluloid gebannt wurde. Leider verzettelt sich „Der Kampfgigant“ etwas in seiner episodenhaften Handlung (die seltsame Haifisch-Szene wurde übrigens in "Shark Terror - Die Bestie aus der Tiefe" gleich nochmals in voller Länge verwendet) und die verbalen Dispute zwischen dem „Schreibtischtäter“ Donald Pleasence, Major Mike Monty und Front-Rampensau O’Keefe nehmen dem Film ebenfalls unnötig Fahrt. Der Rest ist Action-Gülle der Güteklasse B bis C mit unüberschaubarem Bodycount auf allen Seiten und jeder Menge Explosionen, die den Fan derartiger Werke auch auf System-erhaltende Weise zufriedenstellen sollte. Etwas weniger Pathos, Ernsthaftigkeit und Gequatsche, sowie ein Hauptdarsteller mit mehr als nur einem durchtrainierten Körper und einer Gefühlsregung zur Verfügung hätten in dem dennoch durchaus guckbaren Streifen mit einem Tick zu langer Laufzeit aber trotzdem nicht geschadet.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Angiralus

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Low-Budget-Tierhorror nach handelsüblichem Muster über einen mutierten Killer-Aal, der sich im Wasser und zu Lande bewegen kann und Jagd auf unbedarfte Rednecks macht. Dabei ist „Angiralus“ natürlich bewusst trashig gehalten und bietet neben den üblichen Sympathieträgern sehr viel „White Trash“, der auch massenhaft dem hungrigen Aal geopfert werden. Dabei hat der Streifen durchaus seine Momente, kränkelt aber auch etwas daran, dass die größtenteils sehr unsympathisch gehaltenen Charaktere etwas zu viel Blödsinn von sich geben und der Killer-Aal als Bedrohung auch nicht wirklich etwas taugt und die besten Momente auch noch von „Der Blob“ geklaut wurden, wo diese Szenen aber auch weit mehr Sinn ergeben. Auf jeden guten Moment kommen in „Angiralus“ mindestens zwei, drei dämliche und im Entstehungsjahr mag man das auch durchaus lustig gefunden haben, mit ein paar Jahren Abstand und nach den ganzen Asylum-Dingens ist dass dann irgendwie nicht mehr so prickelnd, aber immerhin weiß man bei solchen Filmen mittlerweile ja schon vorher, was einen erwartet.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Dead Snow

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Im Jahr 2009 war ich von "Dead Snow" durchaus angetan und Tommy Wirkola hat seine Zombie-Vorgänger auch gut studiert und mixt daraus dennoch einen eigenständigen Cocktail, der nach dem Einführen der Charaktere auch recht nach Vorne geht. Humor und Splatter halten sich in der zweiten Halbzeit hübsch die Waage und den Zuschauer erwartet auch ein hübsches Schlachtspektakelt, das auch nicht davor zurückschreckt, Sympathieträger zu opfern. Die hübschen Naturaufnahmen und der norwegische Soundtrack lassen „Dead Snow“ ebenfalls aus der Masse vergleichbarer Werke herausstechen und wer die Art von Film mag, bekommt auch sicher einen der besseren Zombie-Komödien mit viel Insider-Gags für Filmfreunde serviert. Mit ein paar Jahren Abstand mag „Dead Snow“ vielleicht nicht mehr ganz so frisch und fröhlich wirken, aber Spaß macht er immer noch und ist auch die ideale Vorbereitung für Teil 2, der im Jahr 2014 die ganze Sache dann in absurd-hysterische Bahnen lenkt, bei dem es dann auch wirklich keine Humor-Grenzen mehr gibt.

Dead Snow: Red vs. Dead

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Obwohl zwischen Teil 1 und 2 knapp fünf Jahre Produktionszeit vergangen sind, schließt „Dead Snow: Red vs. Dead“ nahtlos an die Ereignisse des Erstlings und verlegt seine Handlung in die schneefreie und bevölkerungsreichere Tallagen an, wo der verletzte Martin zuallererst aus einem dummen Zufall die Hand von Zombie-Oberst Herzog angenäht bekommt. Und diese haarsträubende Idee gibt dann auch die Richtung vor, in der dieser hysterisch-alberne und teils schon sehr abgeschmackte Streifen gehen wird. In „Dead Snow 2“ wird ja schon ein sehr wildes Zombie-Feuerwerk ohne Rücksicht auf Verluste abgefackelt und neben zahlreichen Gags aus den unteren Schubladen des Brachial-Humor-Universums, gibt es jede Menge absurde Situationskomik und eine Einfamilienhaus-Siedlung wird kurzerhand in ein Schlachtfeld verwandelt. Alles sehr blutig und lustig zugleich und Tommi Wirkola präsentiert den zweiten Teil als absolut überdrehte Party-Splatter-Granate, die dem Zuschauer auch wenig Zeit zum Durchatmen lässt. Mir persönlich war es dann teilweise schon etwas zu viel des Guten und den bewussten Hang zur absoluten Übertreibung muss man schon mögen, aber dann ist „Dead Snow: Red vs. Dead“ auch sicher der richtige Film für Leutchen, die es Humor-technisch und in Punkto Blut gerne etwas ruppiger mögen.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Daniel Greene Double-Feature:

The Uppercut Man

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Abgesehen davon, dass mich „Uppercut Man“ wieder daran erinnert hat, dass ich Sportfilme – insbesondere mit Boxern – ja so gar nicht mag, ist Sergio Martinos Streifen aus dem Jahr 1987 eine kurzweilige Mischung aus Drama, Sportfilm und Action, in dem sich ein herzensguter Boxer bei seinem zwielichtigen Manager auch gleich mit den falschen Leutchen anlegt und nebenher noch den Respekt des Vaters seiner Freundin erlangen muss, der von diesem Sport ebenfalls keine gute Meinung hat. Dabei geht der Streifen anfänglich in Richtung „Rocky“, ehe das Ganze am Ende mit Entführung, Mord und Totschlag mehr in Exploitation-Gefilde kippt und auch ein paar herbere Szenen zu bieten hat. Daniel Greene macht seine Sache als Boxer jedenfalls sehr gut und scheint eine Ahnung von der Materie zu haben, während Giuliano Gemma als Oberfiesling mal in einer eher untypischen Rolle zu sehen ist und auch der Rest des Casts kann ebenfalls begeistern. Die Ami-DVD von Mya ist ebenfalls überraschend gut ausgefallen und bietet das sportliche Treiben auch in sehr guter Qualität.

Running Hero a.k.a. Soldier of Fortune

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Herrlich haarsträubende Mischung aus ernstem Kriegsfilm, humorvolles Buddy-Movie, Idiana Jones und MacGuyver, in dem ein Ex-Soldat und ein Wissenschaftler auf der Suche nach den Trümmern eines feindlichen Flugzeugs in einem abgelegenen Gebirgstal eine gar sonderbare Entdeckung machen. Was wie ein herkömmlicher Billig-Kriegsfilm der Güteklasse C beginnt und seine Darsteller durch karge Berglandschaften mit etwas „Kawumm“ spazieren lässt, kippt ja gegen Ende kurzerhand in vollkommen abstruse Mystery-Gefilde (?) und dabei aber immer etwas zu sehr auf TV-Niveau, sodass man sich fragen muss, wer bzw. welche Zielgruppe Herrn Ciriaci seinen Streifen überhaupt abkaufen soll. Daniel Greene als schweigsamer Ex-Soldat macht seine Sache aber wie üblich gut und auch Bo Svenson ist in einer kleine Rolle als amerikanischer Befehlshaber zu sehen. „Soldier of Fortune“ ist wohl ein etwas seltsamer Nachzügler zu italienischen Söldnerfilmen, den wohl auch niemand so richtig braucht und bei dem sich auch niemand mit Ruhm bekleckert, aber es wäre gelogen wenn ich behaupten würde, dass er mich mit seiner Unvorhersehbarkeit nicht unterhalten hätte.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Blood Runs Cold

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Zwischen dem Trash-Klopper „Madness“ und dem inoffiziellen „Evil Dead“-Remake „Cabin of the Dead“, die ich beide aus unterschiedlichen Gründen gar nicht mal so schlecht fand, drehte der schwedische Regisseur Sonny Laguna noch rasch einen Billig-Slasher mit dem Titel „Blood Runs Cold“, in dem er aber alles falsch macht, was man in einem derartigen Film falsch machen kann. Von der nichtvorhandenen Story und den eher unsympathisch gehaltenen Figuren, die sich immer falsch verhalten könnte man aufgrund des verschneiten Ambientes ja noch hinwegsehen, aber das es dann unbedingt noch ein übernatürlicher Killer sein muss, dem jegliches Motiv zu fehlen scheint, ist mindestens so doof, wie das vollkommen abrupte Ende und die Tatsache, dass man es mit Tag/Nacht-Anschlüssen nicht so genau nimmt und die ganze Sause auf amerikanisch getrimmt hat, was schon bei „Madness“ eher für unfreiwillig komische Momente gesorgt hat. Der ganze improvisiert wirkende Streifen ist trotz kurzer Laufzeit lahm und weitgehend spannungsfrei inszeniert und reiht eine unlogische Szene an die andere, ohne dabei irgendwie originell oder unterhaltsam zu sein.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

High Performance

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Die ungleichen Brüder Daniel und Rudi stammen aus einer Geschäftsfamilie, doch während Rudi bereits ein erfolgreiches IT-Unternehmen führt, interessiert sich der Schauspieler Paul nicht für materielle Dinge und lebt sein eher unstetes Leben zwischen Hilfsarbeiter und Off-Theaterproduktionen unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Als Daniel eines Tages von Rudi das Angebot bekommt, mit Nora eine Mitarbeiterin seines Unternehmens in Präsentationstechniken zu schulen, ist dieser zuerst skeptisch und willigt erst ein, als ihm sein Bruder dafür in Aussicht stellt, eine Produktion seiner Theatergruppe zu sponsern. Mit Nora versteht sich der Schauspieler jedoch auf Anhieb so gut, dass die Beiden auch wenig später im Bett landen und eine Affäre beginnen. Doch auch Rudi hat aus ganz anderen Gründen ebenfalls ein großes Interesse an Nora und bringt durch geschickte Manipulation seinen Bruder dazu, seine eigentlichen Prinzipien über Bord zu werfen…

Österreichischer Film über einen an sich sympathischen Schauspieler und seinem manipulativen Bruder, der die Unvoreingenommenheit seines Bruders benutzt um die Karriereleiter höher hinaufzuklettern und dabei sprichwörtlich über Leichen geht. Der Streifen ist aber kein trockener Wirtschaftsthriller, sondern konzentriert sich auf die turbulente Welt des Schauspielers und seinem Umfeld und ist irgendwo zwischen Drama und Slacker-Komödie angesiedelt. Statt lauter Töne oder Gags dominiert eher leise Situationskomik und Daniel manövriert sich durch Rudi immer weiter ins Schlamassel ehe er erkennen muss, dass er vom eigenen Bruder nur benutzt worden ist und die Welt der IT-Wirtschaft ohnehin ein Haifischbecken unterschiedlichster Interessen ist, die dem impulsiven Schauspieler fremder nicht sein könnten. „High Performance“ ist dabei das durchaus interessante Langfilm-Debüt der Grazer Regisseurin Johanna Moder, bei dem es technisch auch nicht viel zu meckern gibt und „High Performance“ reiht sich in die Reihe kleiner, aber feiner Produktionen bereits namhafter Regisseure ein, die bewusst etwas unaufgeregt interessante Geschichten mit schrullligen und doch lebensnahen Charakteren erzählen und zusätzlich noch mit österreichischen Charme und Humor punkten kann.


Alles über meine Mutter

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Gestern wieder geguckt ist "Alles über meine Mutter" einfach ein wunderbarer, bunter, vielschichtiger, trauriger, lustiger, melancholischer, berührender, spannender und tragischer Film mit kantigen Frauenfiguren über Solidarität und Loyalität in Krisensituationen und Schicksalschlägen aller Art mit der nötigen Prise Optimismus und nicht umsonst seit knapp 15 Jahren mein absoluter Lieblingsfilm.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Muppets: Der Zauberer von Oz

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Die Muppets und „Der Zauberer von Oz“ ist ja so etwas wie ein Kulturerbe, dass jeder seit Kindheit kennt und was würde sich daher mehr anbieten, als Beides zu kombinieren. Herausgekommen ist ein netter Streifen für die ganze Familie, der jedoch als TV-Produktion kleinere Brötchen backen muss und in dem für mich überraschenderweise recht wenig gesungen wird. Auf Ashantis Interpretation von „Somewhere over the Rainbow“ hab ich jedenfalls vergeblich gewartet, dafür gibt es etwas kostengünstiges CGI, dass gegen die Puppen natürlich gröber abstinkt. Die sind auch wieder die Stars der Show, die einen vollkommen peinlichen Quentin Tarantino auch zum Laiendarsteller deklassieren und Fozzy als Löwe, Miss Piggy als Lederhexe und die Motorradgang der etwas anderen Art sind sowieso der Schrei. Der Rest ist eine nette, wie harmlose Neuinterpretation der Geschichte auf das Pop-Business umgelegt mit Gags für große und kleine Kinder, die auch knapp 10 Jahre nach Erscheinen noch Spaß macht.
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