Seite 135 von 461

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Do 6. Nov 2014, 20:18
von jogiwan
Natürlich blond

Bild

Blondes have more fun!

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Sa 8. Nov 2014, 18:15
von jogiwan
Audition

Bild

"Audition" ist ja schon ein sehr krasser Film, der einen Witwer mit den besten Absichten zeigt, der an die falsche Frau gerät, oder so ähnlich. Der Inhalt des delirierenden Streifens, der ruhig beginnt und infernalisch endet, lässt sich ja nicht wirklich festlegen und Miikes Streifen ist auch einer der Filme, der mich und mein Interesse für Filme seinerzeit nach dem Kinobesuch maßgeblich beeinflusst hat. „Audition“ knallt dem Zuschauer so ordentlich einen vor den Latz, das man hinterher wirklich nicht mehr weiß, wie einem geschehen ist und was als Film über die Liebe beginnt, lässt den Zuschauer direkt in die Abgründe der menschlichen Seele blicken und Regisseur Miike steht mit einem Grinsen hinter einem und verpasst uns genüsslich den letzten Stoß. Killekillekille!

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: So 9. Nov 2014, 18:51
von jogiwan
True Detective

Bild

Kaum eine Serie wird derzeit so hofiert und gehypt wie „True Detective“, eine von Nic Pizzolatto erdachte und von Cary Fukunanga inszenierte Krimi-Serie in acht Teilen, die auch dem Bezahlsender HBO Zuschauerrekorde bescherte. Die Serie mit Matthew McConaughey und Woody Harrelson macht eigentlich auch alles richtig und präsentiert auf mehreren Zeitebenen, Rückblenden und unterschiedlichen Eindrücken eine sehr düstere Geschichte, die mit dem komplexen Kosmos, der hier erschaffen wird, der Dialoglastig- und Kompromisslosigkeit und dem sehr hohen Budget, dass augenscheinlich zur Verfügung stand, auch gar nicht mehr an herkömmliche TV-Serien erinnert. Ausgehend von einem bizarren Mordfall werden hier 440 Minuten lang die Ermittlungsarbeit und privaten Hintergründe von zwei sehr unterschiedlichen Menschen gezeigt auf dem Weg zur finalen Auflösung und über 17 Jahren Handlungszeitraum auch Puzzle-artig alles mitgenommen, was das Thriller-, Drama- und Mystery-Genre so hergibt. Besser gehts nicht!

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Mo 10. Nov 2014, 18:14
von jogiwan
Prom Night

Bild

Gestern die neue US-Scheibe gesichtet, die auch wirklich ein wunderbares Bild und ein „Making-of“ zu bieten hat. Leider ist der Film ja trotz Disco und Dancefloor ein ziemlicher Schnarcher und braucht auch relativ lange, bis er überhaupt einmal in die Gänge kommt und auch das Finale kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass so etwas wie Spannung erst gar nicht aufkommt. Die Dialoge sind ja schon im englischen Original totale Grütze, da will man ja gar nicht wissen, was deutsche Synchronstudios daraus gebastelt haben. Abgesehen von den Darstellern, die für ihre Rollen auch allesamt zu alt erscheinen, kann sich der Zuschauer aber wenigstens an Jamie Lee Curtis und Leslie Nielson erfreuen, wobei letzterer ja nur am Rande in Erscheinung tritt. Das hier dann auch noch ziemlich viel von „Halloween“ abgekupfert wurde und der Streifen insgesamt wenig eigenständig, schludrig zusammengezimmert und die Figuren stets irgendwie unsympathisch wirken, macht die ganze Sache auch nicht viel besser. Als Slasher-Fan kommt man an dem Werk aber nicht vorbei, mehr als eine Sichtung alle paar Jahre ist aber nicht drin und „Prom Night“ wird auch beim wiederholten Schauen einfach nicht besser.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Do 13. Nov 2014, 17:12
von jogiwan
Die Tiefseetaucher

Bild

Herrlich abgefahren, wunderbar skurril und was - zugegeben - etwas seltsam beginnt, entpuppt sich als äußerst witzig und spannend zugleich. Sprich: alles was man sich in einem Wes Anderson-Film erwartet! :thup:

KISS - Von Phantomen gejagt

Bild

Herrlich verschrobene Mischung aus Mystery, Klopper- und Musikfilm und einem durchgeknallten Konstrukteur eines Vergnügungspark, der Leutchen kidnappt um diese in seelenlose Roboter zu verwandeln und auch die Mitglieder der Gruppe KISS klont um an seinen ehemaligen Arbeitsgebern Rache zu üben. Klingt doof, ist es auch und als Anhänger der Truppe ist „Kiss – Von Phantomen gejagt“ wohl nicht die Art von Film, die man als Fan von der angehimmelten Rockband sehen möchte. Ganz ist mir das Konzept der Kostüm-Rock-Glam-Truppe ja nicht geläufig, aber offensichtlich war das Ende der Siebziger schon sehr Massen-kompatibel bzw. familientauglich und auch der Streifen, dessen Idee wohl in einem Anflug grober Selbstüberschätzung der Band oder dessen Managements entstanden ist, präsentiert die Truppe als mysteriöse, aber grundsympathische Musiker mit übersinnlichen Fähigkeiten, die neben Auftritten im Vergnügungspark einem Superschurken das Handwerk legen. Alles immer hübsch neben der Spur ist „KISS – Von Phantomen gejagt“ eine spaßige Mischung für Freunde abseitiger Filmkultur und dass sich angeblich auch Gene Simmons und Co mittlerweile von dem Werk distanzieren sollen, sagt über das wahlweise unterhaltsame und/oder ernüchternde Werk mit viel Musik schon alles aus. Sehr schräg und sicher einer der ungewöhnlichsten Musikfilme, die jemals der Licht der großen Leinwand erblicken durfte und dem Zuschauer mit WTF-Momenten am laufenden Band die Kinnlade nach unten klappen lässt.

Das schwarze Loch [Netflix]

Bild

„Das schwarze Loch“ war ja in sehr jungen Jahren dank ORF-Nachtprogramm einer meiner ersten Kontakte mit dem Sci-Fi-Genre und schon allein deswegen hat der Streifen einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Auch mit vielen Jahren Abstand funzt der Streifen noch überraschend gut und besticht neben einem tollen Cast und eher düsterer Geschichte vor allem durch sehr schöne Special-Effekte, die angesichts des Entstehungsjahres von 1979 auch sehr, sehr spektakulär ausgefallen sind. Andererseits ist es halt auch eine Disney-Produktion, die natürlich Gewinn-orientiert entstanden ist und so gibt es neben Zutaten aus bekannten Filmen aus dem Genre in dem unblutigen Treiben auch noch einen sympathischen Roboter, der ständig irgendwelche Weisheiten von sich geben darf und die ganze Szenerie auf familientaugliche Weise entschärft. Doch das hat mich seinerzeit nicht gestört und auch bei der gestrigen Sichtung fand ich „Vincent“ und seinen schrottigen Gefährten wie den Rest des ganzen Filmes sehr unterhaltsam. Die Mischung aus Anspruch und Sci-Fi-Trash wird hier ja auf sympathische und optisch spektakuläre Weise zusammengebracht und „Das schwarze Loch“ lässt sich dann mit und ohne Nostalgie-Bonus auch noch immer sehr gut gucken.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Sa 15. Nov 2014, 16:27
von jogiwan
Gattaca [Netflix]

Bild

„Gattaca“ ist ein schön ins Szene gesetzter Film über einen totalitären Überwachungsstaat in denen das genetische Potential der Menschen schon bei der Geburt ihre Zukunft und Möglichkeiten bestimmt und die Menschheit statt dem natürlichen Weg der Geburt ihre Kinder im Genlabor erstellen lassen, bei denen Faktoren wie erbliche Vorbelastung auch komplett ausgeräumt werden können. Die dadurch entstandene Zweiklassengesellschaft lässt natürlich geborenen Kindern nahezu keine Chance und ständige Kontrollen verhindern, das Leute nicht ihren ihnen vorbestimmten Platz einnehmen oder aufsteigen könnten. Doch Vincent ist nicht bereit ein Leben lang zu putzen und nimmt eines Tages die Identität eines anderen an und schafft es mit einem ausgeklügelten Plan tatsächlich bis ganz nach oben, als ein Mord sein Umfeld erschüttert und auch ihn in größte Gefahr begibt. „Gattaca“ ist dabei ein ruhiger Film mit retro-futuristischer Optik ohne Effekthascherei und bietet ein Zukunftsszenario, auf das sich die Menschheit mit Leistungsdruck und Streben nach Perfektion langsam hinarbeitet und auch knapp 17 Jahren nach Entstehung noch immer erschreckend plausibel klingt. Dabei spannt der gelungene und elegant-gelangweilt in Szene gesetzte Streifen den Bogen von Drama, über Thriller bis hin zu Sci-Fi und ist sicher einer der interessantesten Streifen aus den Neunzigern, der in der Tradtion sozialkritischer Sci-Fi-Werke aus den Siebzigern auch heutzutage noch den Zuschauer auf intelligente und hintergründige Weise erschaudern lässt.

Killer Party

Bild
jogiwan hat geschrieben:Etwas seltsame und trashige, aber nicht unoriginelle Mischung aus Slasher und Horrorfilmparodie, in dem kurzerhand alles vermengt wurde, was das Genre irgendwie so hergibt. Schon der etwas düstere Anfang entpuppt sich als nicht ganz ernstgemeint und ist so auch der ideale Auftakt für eine turbulente Achterbahnfahrt, in der der Zuschauer immer wieder hübsch an der Nase herumgeführt wird. Das episodenhafte Drehbuch bietet zwar ein paar gröbere Logiklöcher, die aber sogleich mit Tempo und lustigen Einfällen wieder gestopft werden. Genre-Puristen werden angesichts der haarsträubenden Entwicklungen sicherlich nur noch den Kopf schütteln, aber die sympathische "Killer Party" rockt irgendwie dann doch ganz schön und ist dabei auch noch herrlich unterhaltsam und kurzweilig. Definitiv ein Film für humorvolle Menschen, der auf Übertreibung und überspitzte Momente setzt und irgendwie dennoch meinen Geschmack getroffen hat.
So kanns gehen... gestern bei der Zweitsichtung fand ich den irgendwie gar nicht mehr so unterhaltsam, sondern eher doof und was "Killer Party" auch immer werden wollte - es ging wohl in die Hose. Zwar ist Fruets Streifen noch immer Genre-sprengender Blödsinn, aber irgendwie doch nicht so lustig. Naja, vielleicht bringt eine dritte Sichtung irgendwann genaueren Aufschluss... ;)

The Boogens

Bild

Gut guckbarer Horror-Streifen aus dem Jahr 1981 über ein seltsames Wesen in einer Mine, der etwas an eine TV-Produktion erinnert und auch erst gegen Ende aufdreht. Genre- und Entstehungszeit-typisch sieht man das Monster ja erst zum Schluss und der Zuschauer muss über weite Strecke lediglich mit dem Monsterblickwinkel aus der POV-Perspektive vorlieb nehmen. Dafür ist der Cast wirklich sehr stimmig und ich kenne wohl keinen weiteren Film, in dem ein kleines Hündchen in einem Horrorfilm so derart viel Screentime bekommt. Der Rest ist ebenfalls sehr solide, liebevoll und stimmig in Szene gesetzt und stets so sympathisch, sodass man "The Boogens" gerne verzeiht, dass er mit Ausnahme von ein paar Momenten insgesamt eher wenig spektakulär ausgefallen ist. Wer die Art von Film mag, kommt mit James L. Conways Streifen aber sicher auf seine Kosten. Durchschnittlicher Film, bei dem die sympathischen Darsteller aber viel rausreißen.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: So 16. Nov 2014, 16:08
von jogiwan
Themenabend: Filme mit Hubschraubern

Daughter of the Jungle

Bild

Augenzwinkernd gemeintes Dschungelabenteuer von Umberto Lenzi nach einem Drehbuch von Giovanni Lombardo Radice und zwei eher unsympathischen Reportern, die sich von einer Reisegruppe absetzen und in einem Eingeborenendorf in die Hände von dusseligen Verbrechern geraten, von denen sie zuvor geflohen sind. Und dann gibt es noch eine Sabrina Siani als Art weiblicher Tarzan, die ständig blank zieht, Urlaute von sich gibt und die wilde Schönheit mimt, die dankbar in die Welt der Liebe eingeführt wird. Eigentlich der Traum eines jeden männlichen Zuschauers wird die Siani in dem bunt zusammengewürfelten Mix aus Abenteuer, Komödie, Action und viel Natur aber nur als Nebenattraktion verbraten und der Rest des eher harmlosen Werks kann ja dann nicht so wirklich überzeugen und wirkt auf Dauer arg bemüht. Wer auf Kloppereien a la Hill/Spencer, Urwald-Abenteuer und auf sinnfreie Einfälle steht kann ja gerne ein Auge riskieren, aber ansonsten wirkt das Werk im Vergleich zu Lenzis sonstigem Output routinemäßig und Höhepunkts-los heruntergekurbelt und ohne Sabrina Siani und Sal Borgese wäre das Werk wohl bereits gänzlich in Vergessenheit geraten.

Torino centrale del vizio aka Lust

Bild

Helen, die Ehefrau des Schriftstellers Mirko verschwindet eines Tages spurlos aus dem Leben ihres Gatten und obwohl dieser von ihrer lasterhaften Vorgeschichte als Prostituierte und Handlangerin eines Verbrechersyndikats Bescheid weiß, glaubt er trotzdem nicht daran, dass Helen aus freien Stücken verschwunden ist. Als Mirko seine Helen eines Tages im Wagen eines anderen zu erblicken glaubt und sich diese nach einer wilden Verfolgungsjagd telefonisch bei ihm meldet, macht er sich auf die Suche nach seiner Gattin und begibt sich selbst und seine Frau in größte Gefahr.

Wenn Renato „Delirium“ Polselli seine Finger im Spiel hat, kann ja nur etwas hochgradig Seltsames dabei rauskommen und Bruno Vanis „Lust“ präsentiert die Stadt Turin als verruchtes Zentrum des Lasters und eine wie immer wunderbare Rita Calderoni als hübsche Frau mit den falschen Freunden. Der Streifen ist dabei nicht nur sehr seltsam erzählt - auch die Dialoge kann man auf der Ami-DVD zwar in englischer Sprache lesen, aber nicht zwangsläufig verstehen. Der ganze Streifen pendelt irgendwo zwischen entrücktem Beziehungsdrama, Gangster-Action und etwas Sleaze, wobei die Erotik für meinen Geschmack doch etwas zu kurz gekommen ist. Der Start ist vielversprechend, der Rest eigentlich totaler Nonsens und insgesamt wohl nur für sehr aufgeschlossene Italo-Filmfans interessant, wobei ich schon auch das Gefühl hatte, dass in der fragwürdigen Ami-Fassung von Mya ganze Szenen fehlten, was auch die eher kurze Laufzeit und die zu kurz gekommene Erotik erklären würde. Lustig auch der Soundtrack von Stelvio Cipriani, der mich immer etwas zu sehr an „Mission Impossible“ erinnerte, die unmotivierten Handlungen der Protagonisten und die Duell-Szene mit der Mistgabel – so etwas gibt es halt nur im italienischen Genre-Kino.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Di 18. Nov 2014, 17:28
von jogiwan
Passengers [Netflix]

Bild

Mystery-Drama aus dem Jahr 2008, dass man zwar gut gucken kann, dem allerdings auch die Höhepunkte fehlen und wäre nicht der außerordentlich gute Cast, würde wohl kein Mensch über diese vorhersehbare Mischung sprechen. Wie der Hase im ruhig erzählten Film läuft, ist ja relativ rasch zu erahnen und das bis zum Schluss bewusst falsche Fährten am laufenden Band serviert werden, macht die Sache irgendwie trotzdem nicht besser. Dennoch ist „Passengers“ schön fotografiert und Patrick Wilson und David Morse sieht man ja immer gerne und selbst Anne Hathaway macht ihre Sache ganz gut, auch wenn sie für eine Therapeutin viel zu hübsch und auch viel zu überzogen neurotisch wirkt. Insgesamt ein etwas zu rührseliger Streifen mit verkitschtem Ende für verregnete Nachmittage und Neulinge im Genre, oder alte Hasen, die sich – so wie ich - an einem spärlich bekleideten Patrick Wilson erfreuen können.

Ich weiß was du letzten Sommer getan hast

Bild

Das Schöne an diesen ganzen Teenie-Slashern aus den Neunziger ist imho ja die Tatsache, dass die sich mit einigen Jahre Abstand irgendwie noch viel besser gucken lassen als zur Zeit der Entstehung. Hat man erst einmal im cineastischen Bewusstsein die Tatsache hinter sich gelassen, dass es sich bei der Besetzung meist um Soap-Sternchen handelt, die irgendwie als ernsthafte Schauspieler auf der großen Leinwand durchstarten wollten (und das Unterfangen nur in den seltensten Fällen gelang) merkt man auch gleich, dass diese Filme trotz jugendlichen Musikfernsehen-Zielpublikum überraschend gut funktionieren und egal ob „Scream“, „Düstere Legenden“ oder auch „Ich weiß was du letzten Sommer getan hast“ – sie alle sind höchst funktionale und unterhaltsame Genre-Werke mit netten Twists, die gar nicht mal so harmlos daherkommen. „IWWDLSGH“ ist jedenfalls ein toller Slasher über zerplatzte Teenie-Träumer und einem Killer mit Öljacke und Fischerhaken, der sich brav durch einen Küstenort mordet und auch wenn manche Szenen nicht ganz so glaubwürdig wirken, macht der überraschend ernsthafte Streifen doch gute Laune. Jetzt bin ich jedenfalls schon auf die beiden Fortsetzungen gespannt, die hoffentlich das Niveau annähernd halten.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Mi 19. Nov 2014, 17:12
von jogiwan
Ich weiss noch immer was du letzten Sommer getan hast

Bild

Mäßig gelungene Fortsetzung des Fischerhaken-Überraschungserfolgs, der nach einem etwas lahmen Geographie-Gag zum Auftakt den Handlungsort seiner Geschichte kurzerhand auf eine vom Sturmtief bedrohte Insel in den Bahamas verlegt. Die Geschichte schließt dabei an den ersten Teil an und bietet routiniertes Slasher-Gedöns ohne großartige Überraschungen und den Regeln von Fortsetzungen folgend, gibt es neben einen höheren Bodycount, mehr Blut, ein Cameo von Jeffrey Combs auch den üblichen Twist inklusive Cliffhanger am Ende. Irgendwie hat mit „IWNIWDLSGH“ aber nicht so wirklich überzeugt und die unlogisch-konstruierte Geschichte und die Handlungen der Protagonisten ist wie üblich wieder einmal ziemlich fragwürdig und verliert auch im Vergleich zum überraschend gelungenen Vorgänger. Der Rest ist routinierter und temporeicher Teenie-Slasher-Kram in exotischer Kulisse mit viel Regen, passablen Soundtrack und einem Jack Black in einer ziemlich dämlichen Rolle, der dann auch gar nicht mehr im Abspann erwähnt wird.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Do 20. Nov 2014, 17:01
von jogiwan
Ich werde immer wissen, was Du letzten Sommer getan hast

Bild

Unrühmliches Ende der Trilogie in dem der mordende Fischer bereits zur „Urban Legend“ verkommen ist, die man sogar in den hintersten Bergregionen von Colorado kennt. Ein missglückter Scherz mit Todesfolge lässt ein Jahr darauf die restlichen Beteiligten erschaudern – und den Zuschauer gleich mit, wenn auf sehr plumpe Weise bei dem entbehrlichen Nachzügler versucht wird, Bezug zu den ersten beiden Teilen herzustellen und man neben absoluten Knallchargen auch noch eine Hirnrunzler-Auflösung geboten bekommt, über die man echt nur noch den Kopf schütteln kann. Auch die Musikvideo-Optik mit allerlei Verfremdungen, Sepia-Einschlag, Überblendungen und sonstigen Spielereien wirkt eher bemüht und auch der kleine Crossover-Music-Act im letzten Drittel kann auch nichts mehr reißen. Das Gore-Barometer bleibt ebenfalls im Mittelfeld und am schlimmsten sind aber sicher die unsympathischen Darsteller, denen man das wünscht, was sie auch größtenteils bekommen. Zwar noch nicht gänzlich unschaubar und manchmal schon wieder unfreiwillig komisch, aber insgesamt ist dieser Nachzügler doch ziemliche Grütze!