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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Do 23. Okt 2014, 17:41
von jogiwan
Lass ihn nicht rein! [Netflix: One-Star-Collection]

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Sehr, sehr mäßiger Backwood-Slasher aus englischer Produktion, in dem wieder einmal Zufälligkeiten (oder waren es Logiklöcher?) wieder einmal überstrapaziert werden und der trotz kurzer Laufzeit und ein paar herber Effekte eigentlich so gar nicht überzeugen kann. Die Geschichte über eine Handvoll Leutchen, die es in ihrem Urlaubsdomizil gleich mit mehreren Bedrohungen zu tun bekommen ist stets so derartig unglaubwürdig, hölzern, klischeehaft und doof ausgefallen, dass „Lass ihn nicht rein!“ maximal als unfreiwillig komisches Beispiel sehen kann, wie man es als hoffnungsfroher Regisseur oder –in eigentlich besser nicht machen sollte. Die Story ist ja kompletter Mist, die deutsche Synchro der Atmosphäre wenig zuträglich und irgendwie wünscht man den größtenteils sehr unsympathischen Protagonisten ja ohnehin das zeitnahe Ableben an den Hals, sodass man wenigstens in einem Punkt in dieser eher entbehrlichen Produktion auf seine Kosten kommt.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Fr 24. Okt 2014, 17:24
von jogiwan
Evidence [Netflix: One-Star-Collection]

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„Found-Footage“-Streifen aus kostengünstiger, handelsüblicher und amerikanischer Produktion über vier Freunde, die zum Campen fahren und sich auf einmal einer seltsamen Bedrohung ausgesetzt sehen. Was mit wackelnden Sträuchern und seltsamen Geräuschen beginnt, wandelt sich aber zunehmend zu einer recht überdrehten Vergnügen, bei dem sich der Zuschauer und auch die Protagnisten auf einmal gleich mehreren Bedrohungsszenarien konfrontiert sehen. Nach einem eher gemächlichen, aber durchaus passablen Start wird die ganze Sause ja so derart nach vorne getrieben, dass man aus dem Schmunzeln und Staunen auch nicht mehr rauskommt. Zu viel will man ja nicht verraten, aber ich fand es durchaus unterhaltsam, wie der Film nach ca. 2/3 auf einmal in komplett in andere Gefilde kippt und den Zuschauer mit auf eine sehr ähm... abenteuerliche Flucht nimmt. Dabei sollte man aber schone in Faible für derartigen WTF-Blödsinn mit trashiger Komponente mitbringen, da am Ende das Bild doch ziemlich arg verwackelt daher kommt und der Streifen mit all seinen grotesken Entwicklungen und nicht gänzlich ausformulierten Szenarien ja schon irgendwie sehr doof um die Ecke biegt. Doch dabei ist er eigentlich wunderbar effektiv und auch sehr kurzweilig, sodass man als Freund derartiger Werke durchaus einen Blick riskieren kann, falls einem „Evidence“ mal billig in die Hände fällt.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Sa 25. Okt 2014, 21:07
von jogiwan
Static - Bewegungslos [Netflix One-Star-Collection]

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Nicht uninteressante, aber auch nicht gänzlich gelungene Mischung aus Drama, Mystery und Home-Invasion, die leider etwas daran krankt, dass man als erfahrener Zuschauer leider zu schnell erahnen kann, wie der Hase laufen wird. Und das tut er dann auch in einem Streifen, der es in Hinblick auf seine finale Auflösung leider im Vorfeld etwas verabsäumt, ein richtiges Bedrohungsszenario zu entwickeln. Manche Momente erscheinen in der US-Produktion auch arg konstruiert und selbst wenn es am Ende alles einen Sinn ergibt, so hätte etwas mehr Tempo sicher nicht geschadet und „Static“ ist auch sicher kein Streifen für Leutchen, die sich mit Regelmäßigkeit über unlogisches Verhalten von Protagonisten in Genrestreifen aufregen. Trotzdem lässt sich der Streifen dank sympathischer Schauspieler, semi-spannender Geschichte und interessantem Look gut gucken und pendelt sich punktemäßig dann auch irgendwo im Durchschnitt ein.

Uninvited

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demnächst mehr!

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: So 26. Okt 2014, 12:00
von jogiwan
Kosmokiller

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demnächst mehr!

Dracula (DVD mit angeblich verkackten Schwarzwert) :roll:

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wird auch beim mehrmaligen Schauen nicht besser - demnächst mehr!

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Mo 27. Okt 2014, 16:41
von jogiwan
Exorzist 2 - Der Ketzer

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Gestern die Gunst der Stunde und die durch diesen Fred erzeugte Neugier genutzt und nach jahrzehntelangem Aufschieben mehr als positiv überrascht worden: Boormans Nachfolger schließt zwar inhaltlich an Friedkins Klassiker an, geht aber inhaltlich vollkommen andere Wege und präsentiert sich trotz religiöser Thematik wesentlich weltoffener als der kammerspielartige Geisterbahn-Terror des Vorgängers. Neben dem (warum auch immer?) Todschweigen der Rolle von Jason Miller aus dem Vorgänger konzentriert sich „Exorzist II – Der Ketzer“ auch mehr auf den universellen Kampf von Gut gegen Böse und wirkt mit seiner Geschichte, seinen Figuren und über den Globus verstreuten Settings fast traumartig und auch weniger greifbar und es wird zum Glauben an die katholische Kirche ein wissenschaftliches Gegengewicht gesucht. Das Horror-Genre streift Boorman ja erst im turbulenten Finale seines mit wunderbaren Bildern und Darstellern ausgestatteten Streifens, während die Geschehnisse davor eher dramatisch und mysteriös bleiben und wohl auch hübsch gegen die damalige Erwartungshaltung des Publikums und Kirchenoberhäupter gestrickt wurden. Ich bin begeistert!

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Di 28. Okt 2014, 18:15
von jogiwan
Der letzte Angestellte [Netflix]

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Deutsche Genrefilme kann man ja eigentlich nicht genug huldigen und auch „Der letzte Angestellte“ ist wieder einmal die Ausnahme von der Ausnahme, die man eigentlich gut finden möchte. Leider ist der Streifen aber etwas arg unentschlossen und beim Ping-Pong zwischen Büro-Alltag, Geistererscheinungen, Schwiegermuttermonster, J-Horror-Anleihen und Burn-Out-Paranoia blieb auch irgendwann mein Interesse an Schicksal der Figur etwas auf der Strecke und das ganze Szenario wirkt bei aller Liebe doch arg konstruiert. Wo gibt’s denn sowas, dass bei
► Text zeigen
Technisch gibt es hingegen nicht viel zu meckern und der Streifen sieht gut aus und auch die Darsteller haben mir gut gefallen. Ob man aber die Splatter-Einlagen in einem ansonsten eher subtil ausgefallenen Werke wirklich benötigt hätte, steht aber auf einem anderen Blatt. Mittelprächtig.


Der Tatortreiniger - Staffel 1 [Netflix]

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Gestern die erste Staffel abgeschlossen - gibt ja leider auch nur vier Folgen, aber die sind wirklich großartig! Jetzt freue ich mich schon auf Staffel Nummer 2! Schotti rockt! :D

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Mi 29. Okt 2014, 19:01
von jogiwan
Dracula

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schon wieder die DVD mit dem verkackten Schwarzwert ;)

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Sa 1. Nov 2014, 18:58
von jogiwan
Gestapo's Last Orgy

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Als die junge Jüdin Lisa in ein Konzentrationscamp geschafft wird, wartet auf die junge Frau gleich mehrfach die Hölle. Nicht nur, dass sie und ihre Mitgefangenen den Nazis als Lustobjekte zur Verfügung stehen müssen, auch der Kommandant Conrad hat es auf die hübsche und stolze Frau abgesehen und beschließt ihren Willen zu brechen. Mit Folterungen und Machtspielen quält der Sadist die hübsche Frau, die ohnehin von starken Schuldgefühlen geplagt ist bis an die Grenzen des erträglichen. Jahres später treffen die Beiden am Schauplatz der abscheulichen Verbrechen wieder aufeinander und während Conrad von den deutschen Gerichten verurteilt wurde und seine Strafe abgesessen hat, verfolgt Lisa noch immer den Plan, sich an ihrem ehemaligen Peiniger zu rächen.

Mit N-Ploitation ist es ja immer so eine Sache und auch „Gestapo’s Last Orgy“ schrammt erwartungsgemäß gleich mehrfach über die Grenzen des guten Geschmacks hinaus. Canevaris Mischung aus Liliana Cavanis „Der Nachtportier“, Pasolinis „120 Tage von Sodom“ und den typischen, wenn auch wenigen Nazi-Lagerfilmen aus italienischer Produktion präsentiert sich aber neben ein paar sehr kruden Sequenzen als eher dramatisch und versucht auch auf eher kostengünstige, aber durchaus effektive Weise die Gräuel in Konzentrationslager nachzuzeichnen. Natürlich gibt es dabei auch viel nackte Haut zu sehen und auch Folter-Fans kommen ausgiebig auf ihre Kosten, aber auf breit ausgewalzte Gore-Momente und Verharmlosung wird weitgehend verzichtet und für ein abgeschmacktes „Unterhaltungswerk“ aus dem Giftschrank ist „L‘Ultima orgia del III Reich“ auch in seiner Thematik auch viel zu unbequem ausgefallen.

Sharknado [Netflix One Star Collection]

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Filme wie „Sharknado“ sind wohl ein popkulturelles Kurzzeit-Phänomen und die Idee mit den Haien im Wirbelsturm ein netter Witz, der leider nicht einmal 80 Minuten funktioniert. Klar kann man sich an dem episodenhaften Treiben, an all den Filmfehlern, Nonsens-Momenten und denkbar schlecht umgesetzten Bedrohungsszenarien erfreuen und in der richtigen Runde im Kino mutiert der Streifen sicherlich zum kollektiv abgefeierten Spaß-Ereignis, während die ganze Hai-Sause im heimischen Kämmerlein und auf kleinerer Leinwand wohl nur noch begrenzt funktioniert. Objektiv betrachtet ist die Story Mist, die Umsetzung grausam und auch der sehr einfach gestrickte Survival-Horror ist zu jeder Sekunde so komplett schmerzfrei auf Trash getrimmt, dass der Schuss genauso gut nach hinten hätte losgehen können. Hat er aber offensichtlich nicht und jetzt haben wir halt den Haifischflossensalat… trotzdem danke und in Hinkunft dann doch lieber ohne mich!

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: So 2. Nov 2014, 15:36
von jogiwan
Slasher-Special

Night School a.k.a. Terror Eyes - Der Frauenköpfer

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Kurzweiliger Slasher mit Hang zu etwas inhaltlicher Übertreibung und einem Frauenmörder, der im Umfeld einer Abendschule Frauen auf grausame Weise ermordet. Der ermittelnde Beamte Austin ahnt auf Grund der Ritual-ähnlichen Morde, dass mehr hinter der ganzen Sache steckt und findet im umtriebigen Anthropologie-Professor Millet auch rasch einen Tatverdächtigen. "Night School" ist jedenfalls sehr knackig und temporeich inszeniert und bietet neben ein paar abgeklärten Beamten auch recht ausgedehnte Stalking-Sequenzen und ein paar herbe Momente, wobei der Streifen fast schon etwas überzeichnet daherkommt und daher statt düster eher sehr unterhaltsam ausgefallen ist. Vieles in dem unberechenbaren Streifen ist typisch für diese Art von Film – anderes wieder eher untypisch, und dass der Killer dabei an italienische Vorbilder erinnert kommt dem Streifen ebenfalls zugute. Wer so wie ich Slasher und Gialli sehr mag, wird in "Night School" jedenfalls dank guter Darsteller und solider Inszenierung sicher auch auf seine Kosten kommen und die Ami-DVD-R aus den Staaten ist im Gegensatz zum deutschen Tape ungekürzt und hat neben dem richtigen Bildformat auch eine sehr gute Qualität.

New Year's Evil a.k.a. Rocknacht des Grauens

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Die erfolgreiche Moderatorin Diane moderiert am Silvesterabend eine mehrstündige Live-Show in der die besten Rock- und New-Wave-Scheiben des Jahres gekürt werden sollen. Zwischen die ausgelassene Stimmung, Live-Musik und zahlreiche Voting-Anrufer schmuggelt sich jedoch auch ein Psychopath, der telefonisch und mit verstellter Stimme droht, zu jeder vollen Stunde eine Person zu ermorden und sich anschließend auch um Diane zu kümmern. Als tatsächlich brutale Morde geschehen und der Anrufer diese mit Tondokumenten untermauert, wird Diane unter Personenschutz gestellt und dennoch schafft es der mysteriöse Anrufer schon wenig später im Trubel der Neujahrsfeierlichkeiten ganz in die Nähe der Moderatorin zu kommen...

Der einzige Beitrag der legendären Cannon-Produktionsschmiede zum Slasher Genre hat neben einem hübschen, deutschen Titeln und einem für Musikfilmfreunde gelungenen Auftakt aber leider nur Genre-typische Entwicklungen parat und ist trotz einer hübschen Überraschung im letzten Drittel maximal durchschnittlich ausgefallen. Die ganze Sache mit der punkigen Live-Show und der aufgebrezelten Moderatorin, die ins Visier eines Psychopathen gerät ist zwar ganz lustig ausgedacht und bietet dem Zuschauer auch ein paar nette Momente, aber insgesamt wackelt die psychologisch zusammengezimmerte Konstruktion des Drehbuchs und Motivation des Täters ganz gehörig und etwas mehr Musik hätte „Rocknacht des Grauens“ wohl auch nicht geschadet. Insgesamt betrachtet ist „New Year’s Evil“ nicht wirklich herausragend, aber unterhaltsam und Slasher-Freunde kommen an dem trashigen Kuriosum mit viel New Wave sowieso nicht vorbei. Mehr wäre aber auf jeden Fall möglich gewesen. Nettes Detail am Rande: in einem Drive-In-Kino werden doch tatsächlich kurze Ausschnitte vom Trailer zu Emilio Miraglis „The Red Queen kills sevens Times“ a.k.a. „Blood Feast“ gezeigt, was mein Herz ja dann noch zusätzlich höher schlagen ließ.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Di 4. Nov 2014, 18:19
von jogiwan
Solarfighters

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demnächst mehr!

Invasion vom Mars

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demnächst mehr!