Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Sa 13. Sep 2014, 19:52
Riot in a Women's Prison

Die junge Französin Martine aus gutem Hause trifft auf einer Italien-Reise auf eine Handvoll Hippies, die der Frau unverhohlen Drogen anbieten. Als sie daraufhin in eine Polizeiaktion gerät und ihr einer der Hippies Drogen in die Jackentasche steckt, landet Martine auf dem Polizeirevier und später in Untersuchungshaft, wo ihr ein zugewiesener Anwalt auch unverhohlen rät, das Delikt zuzugeben. Martine beharrt jedoch auf ihrer Unschuld und trifft in ihrer Zelle neben der resoluten Susan, der Träumerin Gianna und der politisch aktiven Grazia auch noch auf andere Frauen, die ohne gültigem Gerichtsurteil in dem dreckigen Gefängnis auf ihre Verhandlung warten. Obwohl der Alltag im Gefängnis von Gewalt und Anfeindungen geprägt ist und die Stimmung auch immer wieder zu kippen droht, versucht Martine die schwere Zeit mit ihren Leidensgenossinnen durchzustehen, ohne zu wissen, ob sie überhaupt jemals in die Freiheit entlassen wird.
Aufgrund des Entstehungsjahres noch eher zahmer WIP-Prisons aus italienischer Produktion, der zwar alles bietet, was man sich von einem derartigen Film erwartet, sich aber in Punkto Gewaltdarstellung eher zurückhält. Neben der Zurschaustellung von nackter Haut ging es Regisseur Brunello Rondi wohl auch etwas um Kritik an dem italienischen Strafvollzug und der Tatsache, wie schnell man unschuldig und ohne Verhandlung bzw. Aussicht auf eine Freilassung in einem heruntergekommenen Loch von Frauengefängnis landen kann. Dazu gibt es natürlich etwas Lesben-Sex, eine Revolte und andere episodenhafte Ereignisse aus dem Gefängnisalltag und einen wirklich guten Cast, bei dem neben der von mir sehr geschätzten Martine Brochard vor allem Marilú Tolo als temperamentvolle Susan hervorsticht, die hier auch ordentlich aufdreht. Erna Schurer als etwas verpeilte Sängerin, Katia Christine als politische Aktivistin und eine junge Christine Galbó als junge Nonne sind ebenfalls in dem eher durchschnittlichen aber dennoch gut zu guckenden Werk mit von der Partie. Von dem furchtbaren, deutschen Kinoplakat sollte man sich jedenfalls nicht abschrecken lassen.

Die junge Französin Martine aus gutem Hause trifft auf einer Italien-Reise auf eine Handvoll Hippies, die der Frau unverhohlen Drogen anbieten. Als sie daraufhin in eine Polizeiaktion gerät und ihr einer der Hippies Drogen in die Jackentasche steckt, landet Martine auf dem Polizeirevier und später in Untersuchungshaft, wo ihr ein zugewiesener Anwalt auch unverhohlen rät, das Delikt zuzugeben. Martine beharrt jedoch auf ihrer Unschuld und trifft in ihrer Zelle neben der resoluten Susan, der Träumerin Gianna und der politisch aktiven Grazia auch noch auf andere Frauen, die ohne gültigem Gerichtsurteil in dem dreckigen Gefängnis auf ihre Verhandlung warten. Obwohl der Alltag im Gefängnis von Gewalt und Anfeindungen geprägt ist und die Stimmung auch immer wieder zu kippen droht, versucht Martine die schwere Zeit mit ihren Leidensgenossinnen durchzustehen, ohne zu wissen, ob sie überhaupt jemals in die Freiheit entlassen wird.
Aufgrund des Entstehungsjahres noch eher zahmer WIP-Prisons aus italienischer Produktion, der zwar alles bietet, was man sich von einem derartigen Film erwartet, sich aber in Punkto Gewaltdarstellung eher zurückhält. Neben der Zurschaustellung von nackter Haut ging es Regisseur Brunello Rondi wohl auch etwas um Kritik an dem italienischen Strafvollzug und der Tatsache, wie schnell man unschuldig und ohne Verhandlung bzw. Aussicht auf eine Freilassung in einem heruntergekommenen Loch von Frauengefängnis landen kann. Dazu gibt es natürlich etwas Lesben-Sex, eine Revolte und andere episodenhafte Ereignisse aus dem Gefängnisalltag und einen wirklich guten Cast, bei dem neben der von mir sehr geschätzten Martine Brochard vor allem Marilú Tolo als temperamentvolle Susan hervorsticht, die hier auch ordentlich aufdreht. Erna Schurer als etwas verpeilte Sängerin, Katia Christine als politische Aktivistin und eine junge Christine Galbó als junge Nonne sind ebenfalls in dem eher durchschnittlichen aber dennoch gut zu guckenden Werk mit von der Partie. Von dem furchtbaren, deutschen Kinoplakat sollte man sich jedenfalls nicht abschrecken lassen.


















