Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Mo 1. Sep 2014, 16:33
Bad Lieutenant (Abel Ferrara # 8)

Irgendwie verwundert es mich jetzt doch, dass ausgerechnet „Bad Lieutenant“ Abel Ferraras scheinbar bekanntester „Kult“-Streifen ist und wie einige andere hier, konnte ich mit dem Film nicht wirklich etwas anfangen bzw. ließ mich der Streifen eher kalt und unberührt. Ich weiß ja nicht, wie glaubwürdig ich einen koksenden, Crack-rauchenden, Heroin-spritzenden, Sport-wettenden, Schnaps-saufenden und auch ansonsten in so ziemlich allen Belangen korrupten Polizisten finden soll, der nichts auslässt um sich selbst zu zerstören und für den Zuschauer unsympathisch zu wirken, ohne dass auch nur irgendjemand auf die Idee kommt, diesen Mann vor sich selbst zu retten. Für meinen Geschmack wird der Selbstzerstörungstrip des namenlosen Bullen aber zu episoden- und skizzenhaft präsentiert und auch scheinbar beiläufige Sache mit der Vergewaltigung der Nonne und den Auftritt von Jesus himself persönlich mit seiner gar so aufgesetzten Symbolik fand ich eher befremdlich, als in irgendeiner Weise nachvollziehbar. Das Ende war dann ja auch noch zu 100 % so wie man es sich bei Ferrara erwarten darf und auch wenn Harvey Keitel in der Rolle des „Bad Lieutenant“ vollends aufgeht und sich wacker durch das dreckige Straßen, Nachtclubs und den Niederungen der Millionenmetropole schlägt und sogar auf Autotüren onaniert lässt mich das alles ziemlich ratlos zurück.
S.R.I. und die Unheimlichen Fälle

Ep. 1: „Ich will Kyoto kaufen“
Das spurlose Verschwinden von Buddha-Statuen aus den Tempeln von Kyoto ruft die Spezialeinheit „S.R.I.“ auf den Plan, die der Polizei bei Kriminalfällen mit übernatürlicher Komponente mit Rat und Tat zur Seite steht. Zur gleichen Zeit ist auch die hübsche und auch etwas schräge Assistentin eines Professors in Kyoto unterwegs um den junge Einwohnern „ihren Anteil der Stadt“ abzukaufen und als sich ein Mitglied der „S.R.I.“ in die schüchterne Frau verliebt, ahnt dieser bereits, dass zwischen der jungen Frau und den mysteriösen Diebstählen ein Zusammenhang bestehen könnte…
Wunderbarer und gleich nochmals geguckter Auftakt dieser interessanten Serie aus Japan mit einer nachdenklich stimmenden Folge über Traditionsverlust in Zeiten der zunehmenden Urbanisierung in der die übernatürliche Komponente eher nur beiläufig eine Rolle spielt und - wie der Sprecher des deutschen Intros auch zweimal erwähnt – natürlich auch gänzlich der Fantasie der Drehbuchautoren entsprungen ist. Neben den verschwundenen Buddha-Figuren in der wunderbar in Szene gesetzten Tempelstadt geht es aber auch um eine aufkeimende Liebesgeschichte, für die kein Happy-End vorbestimmt ist und in einem dramatischen Ende gipfelt, dass man sich nicht besser ausdenken könnte.
Ep. 3: „Die Frau im Schnee“
Die Freundin einer „S.R.I“-Mitarbeiterin wird eines Tages von einem mysteriösen Mann kontaktiert und für eine Woche in ein Sporthotel eingeladen. Da die Vermutung im Raum liegt, dass dieses etwas mit dem ominösen Verschwinden ihres Vaters vor über einem Jahrzehnt zu tun haben könnten, nistet sich in der besagte Woche auch das gesamte Team im Hotel ein. Als die junge Frau in ihrem Zimmer ein Bild findet, das eine geheime Botschaft ihres Vaters enthält und die Frau von unbekannten Männern bedroht wird, erhält sie jedoch überraschend Hilfe von gänzlich unerwarteter Seite, für die selbst die abgebrühten und erfahrenen Experten des „S.R.I.“ keine Erklärung haben.
Auch Folge 3 überzeugt natürlich mit seiner Mischung aus naivem Charme und übernatürlichen Phänomenen, die auch mit einer gänzlich unbeschwerten Selbstverständlichkeit präsentiert werden. Außerdem wurde die Folge auch noch in einem modernen Sporthotel inszeniert, in der auch eine mechanische Jodelkombo (!) und eine Tanz-Performance in einem stylischen Nachtclub präsentiert werden. Zwar wird es bei der etwas undurchsichtigen Kriminalgeschichte erst am Ende übersinnlich, aber auch dann wird wieder bildgewaltig und überzeugend getrickst und für knapp 22 Minuten Laufzeit kann sich auch der Bodycount durchaus sehen lassen.

Irgendwie verwundert es mich jetzt doch, dass ausgerechnet „Bad Lieutenant“ Abel Ferraras scheinbar bekanntester „Kult“-Streifen ist und wie einige andere hier, konnte ich mit dem Film nicht wirklich etwas anfangen bzw. ließ mich der Streifen eher kalt und unberührt. Ich weiß ja nicht, wie glaubwürdig ich einen koksenden, Crack-rauchenden, Heroin-spritzenden, Sport-wettenden, Schnaps-saufenden und auch ansonsten in so ziemlich allen Belangen korrupten Polizisten finden soll, der nichts auslässt um sich selbst zu zerstören und für den Zuschauer unsympathisch zu wirken, ohne dass auch nur irgendjemand auf die Idee kommt, diesen Mann vor sich selbst zu retten. Für meinen Geschmack wird der Selbstzerstörungstrip des namenlosen Bullen aber zu episoden- und skizzenhaft präsentiert und auch scheinbar beiläufige Sache mit der Vergewaltigung der Nonne und den Auftritt von Jesus himself persönlich mit seiner gar so aufgesetzten Symbolik fand ich eher befremdlich, als in irgendeiner Weise nachvollziehbar. Das Ende war dann ja auch noch zu 100 % so wie man es sich bei Ferrara erwarten darf und auch wenn Harvey Keitel in der Rolle des „Bad Lieutenant“ vollends aufgeht und sich wacker durch das dreckige Straßen, Nachtclubs und den Niederungen der Millionenmetropole schlägt und sogar auf Autotüren onaniert lässt mich das alles ziemlich ratlos zurück.
S.R.I. und die Unheimlichen Fälle

Ep. 1: „Ich will Kyoto kaufen“
Das spurlose Verschwinden von Buddha-Statuen aus den Tempeln von Kyoto ruft die Spezialeinheit „S.R.I.“ auf den Plan, die der Polizei bei Kriminalfällen mit übernatürlicher Komponente mit Rat und Tat zur Seite steht. Zur gleichen Zeit ist auch die hübsche und auch etwas schräge Assistentin eines Professors in Kyoto unterwegs um den junge Einwohnern „ihren Anteil der Stadt“ abzukaufen und als sich ein Mitglied der „S.R.I.“ in die schüchterne Frau verliebt, ahnt dieser bereits, dass zwischen der jungen Frau und den mysteriösen Diebstählen ein Zusammenhang bestehen könnte…
Wunderbarer und gleich nochmals geguckter Auftakt dieser interessanten Serie aus Japan mit einer nachdenklich stimmenden Folge über Traditionsverlust in Zeiten der zunehmenden Urbanisierung in der die übernatürliche Komponente eher nur beiläufig eine Rolle spielt und - wie der Sprecher des deutschen Intros auch zweimal erwähnt – natürlich auch gänzlich der Fantasie der Drehbuchautoren entsprungen ist. Neben den verschwundenen Buddha-Figuren in der wunderbar in Szene gesetzten Tempelstadt geht es aber auch um eine aufkeimende Liebesgeschichte, für die kein Happy-End vorbestimmt ist und in einem dramatischen Ende gipfelt, dass man sich nicht besser ausdenken könnte.
Ep. 3: „Die Frau im Schnee“
Die Freundin einer „S.R.I“-Mitarbeiterin wird eines Tages von einem mysteriösen Mann kontaktiert und für eine Woche in ein Sporthotel eingeladen. Da die Vermutung im Raum liegt, dass dieses etwas mit dem ominösen Verschwinden ihres Vaters vor über einem Jahrzehnt zu tun haben könnten, nistet sich in der besagte Woche auch das gesamte Team im Hotel ein. Als die junge Frau in ihrem Zimmer ein Bild findet, das eine geheime Botschaft ihres Vaters enthält und die Frau von unbekannten Männern bedroht wird, erhält sie jedoch überraschend Hilfe von gänzlich unerwarteter Seite, für die selbst die abgebrühten und erfahrenen Experten des „S.R.I.“ keine Erklärung haben.
Auch Folge 3 überzeugt natürlich mit seiner Mischung aus naivem Charme und übernatürlichen Phänomenen, die auch mit einer gänzlich unbeschwerten Selbstverständlichkeit präsentiert werden. Außerdem wurde die Folge auch noch in einem modernen Sporthotel inszeniert, in der auch eine mechanische Jodelkombo (!) und eine Tanz-Performance in einem stylischen Nachtclub präsentiert werden. Zwar wird es bei der etwas undurchsichtigen Kriminalgeschichte erst am Ende übersinnlich, aber auch dann wird wieder bildgewaltig und überzeugend getrickst und für knapp 22 Minuten Laufzeit kann sich auch der Bodycount durchaus sehen lassen.










