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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: So 20. Jul 2014, 18:56
von jogiwan
Runaway Nightmare

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Die beiden Landwirte Ralph und Jason beobachten eines Tage, wie zwei Männer im Death Valley etwas vergraben. Als sie zu der Stelle eilen entdecken sie eine wenige Zentimeter unter der Erde die lebendig verscharrte und ohnmächtige Fate, die sie zu sich nach Hause nehmen. Noch am selben Abend wird von einer Gang gewaltbereiter Frauen mit Waffengewalt die Herausgabe der Gefährtin gefordert und auch gleich die beiden Männer gekidnappt. Diese sind fortan als eine Art Sexsklaven den Launen der Frauen ausgeliefert und jede Flucht scheint unmöglich. Dennoch findet vor allem Jason Gefallen an dem Leben mit den Frauen und wenig später verbrüdern sich die Beiden mit der Gang und sind auch mit von der Partie, als die Anführerin Hesperia nicht nur die Rache an dem Mordversuch an Fate üben-, sondern der Mafia auch gleich einen Koffer mit hochexplosiven Inhalt abluchsen möchte…

Du meine Güte... was auch immer Mike Cartel mit seinem 1982 entstandenen Film drehen wollte - es ist wohl gründlich in die Hose gegangen. Obwohl die Vorzeichen für etwas ganz großes wohl gar nicht so schlecht gestanden wären, wird im Spannungsfeld von Actionfilm, schwarzer Komödie und Arthouse-Drama wird inhaltlich so ziemlich alles frontal an die Wand gefahren und als Zuschauer hat man auch nichts anderes zu tun, als sich geistig zu ergeben und in einer Mischung aus Fassungslosigkeit und Resignation den kruden Ereignissen am Bildschirm zu ergeben. Leider ist „Runaway Nightmare“ aber eine ziemlich maue Angelegenheit und obwohl es die Thematik durchaus befürworten würde, gibt es für den Zuschauer fast keine nennenswerte Schauwerte, sondern eine Vielzahl sonderbarer Momente, Dialoge und Bilder, die in diesem B-Movie aneinander gereiht wurden und keinen Sinn ergeben wollen. Sicherlich einer dieser ganz speziellen Filme für aufgeschlossene Menschen, in dem rücksichtslos mit bewährten Mitteln des Filmemachens gebrochen wird und dann auch nur den vollkommen Geschmacksbefreiten und Schmerzresistenten unter uns zu empfehlen ist. Ich ergebe mich!

Wrong Turn 4 - Bloody Beginnings

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„Wrong Turn“ in der vierten Auflage und in ungekürzter Fassung ist erwartungsgemäß eine harte und derbe Schlachtplatte ohne viel Tiefgang, der im Prolog eine Art Vorgeschichte erzählt und mit einem stillgelegten und eingeschneiten Sanatorium einen eigentlich durchaus brauchbaren Handlungsort vorzuweisen hat. Leider sieht dieses jedoch aus wie eine handlungsübliche US-Schule und auch die Handlung ist natürlich so vorhersehbar, dass man sich zurücklehnen und Wetten darauf abschließen kann, wenn es von den unsympathischen Charakteren vom Reißbrett schlechter Drehbuchautoren es als Ersten erwischt. Technisch gibt es hingegen nicht viel zu bemängeln und auch die Effekte sind sehr herb in Szene gesetzt und in Zukunft werde ich wohl nie wieder gänzlich unbefangen ein Fondue genießen können. Alles in allem natürlich kein Must-See und auch kein wirklich guter Film, aber schon auch ein Spaß in Richtung schwarzhumorigem Fun-Splatter für Abende, an denen es ohne Sinn und Verstand ein bisschen wilder zugehen darf.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Mo 21. Jul 2014, 16:35
von jogiwan
The Driver

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Wunderbares Action-Drama von Walter Hill über einen namenlosen Fluchtwagenfahrer und einem verbissenen Ermittler, der bei dem Versuch den wortkargen Fahrer zu erwischen auch immer wieder die Grenzen der Legalität überschreitet. Dazwischen viele coole Menschen, ein nächtliches Los Angeles und atemberaubende und waghalsig inszenierte Verfolgungsjagden, die sich mit eher unerwartet ruhigen Momenten abwechseln. Ich hoffe Herr Nicolas Winding Refn hat Herrn Hill ordentlich viel Kohle abgedrückt, da der offensichtlich ungleich bekanntere und abgefeierte „Drive“ ja im Grunde nur eine Neuinterpretation der Handlung des Filmes aus dem Jahre 1978 darstellt. „Driver“ ist aber ganz cooles Siebzigerjahre-Kino im Film Noir-Stil mit großartig und dennoch absolut verhalten spielenden Darstellern und einer Geschichte, die immer wieder überraschend eine Trumpfkarte aus dem Ärmel zieht um den Zuschauer entsprechend bei Laune zu halten. Toller Film mit einer ausgewogenen Mischung aus Tempo und angezogener Handbremse mit der Extraportion Coolness. Walter Hill ist halt doch ein Guter und "Bullit" muss ich mir jetzt wohl auch noch ansehen...

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Di 22. Jul 2014, 07:40
von jogiwan
The Loreley's Grasp

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natürlich super und demnächst mehr!

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Mi 23. Jul 2014, 07:44
von jogiwan
Tom Savini Horror Effects und "The Ripper", der auch bei der erneuten Sichtung nicht besser wird...

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demnächst mehr

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Do 24. Jul 2014, 08:07
von jogiwan
Malizia

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demnächst mehr!

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Fr 25. Jul 2014, 07:26
von jogiwan
Gorgo

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Kawumm, Krawall, Kleschbumm und demnächst mehr!

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Sa 26. Jul 2014, 10:35
von jogiwan
Das Grauen kommt um 10

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demnächst mehr!

The Incident

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"The Incident" ist einer jener raren Filme, die trotz aktuellen Produktionsdatums eine Atmosphäre kreieren, wie man sie sonst nur aus dreckigen, kleinen und rücksichtslosen Genre-Produktionen aus den Achtzigern kennt. Das Regie-Debüt des französischen Musikvideo-Regisseurs Alexandre Courtes (u.a. "Cassius "1999") macht auch ganz vieles richtig und stellt sich dann leider im letzten Moment noch ein Bein, in dem es von allen denkbaren Enden das imho Unwürdigste aussucht und den Zuschauer nach 90 ziemlich wirkungsvollen, wenn auch nicht sonderlich logischen Terrorminuten auf einmal komplett in eine Richtung wegkippt, mit der wohl niemand so recht zufrieden sein kann. Bis dahin ist "The Incident" aber hübsch-abgefucktes Klaustrophobie-Terrorkino im oberen Härtegrad und Hochsicherheitstrakt mit sympathischen Musiker-Figuren in einer absoluten Ausnahmesituation, der uns inhaltlich und visuell auch sehr gut gefallen hat.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: So 27. Jul 2014, 10:06
von jogiwan
Maniac Cop

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Sympathischer B-Action-Horrorfilm über einen fiesen Cop, der unter der New Yorker Zivilbevölkerung und seinen Kollegen aufräumt und für ordentlich Bodycount sorgt. Zwar ist die Geschichte nicht sonderlich logisch und auch nicht übermäßig brutal, aber immer recht unterhaltsam auf eine etwas doof-lustige Weise und es ist auch ständig etwas los, sodass man als Zuschauer auch gerne darüber hinwegsehen mag, dass "Maniac Cop" eigentlich jegliche Innovation vermissen lässt. Aus der Grundidee hätte man auch sicher mehr machen können und der Star des Films ist ja nicht der solide agierende Herr Atkins oder Herr Campbell, der ständig am falschen Ort ist, sondern die unheimliche und titelgebende Figur des Matt Cordell und die Stadt New York, die hier wieder einmal von ihrer eher etwas heruntergekommenen Seite gezeigt wird. Alles in allem ein kurzweiliger Unterhaltungsfilm mit Horror, Action und ein paar Slasher-Anleihen ohne viel Tiefgang, der an den richtigen Tagen auch großen Spaß macht.

Maniac Cop 2

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Zwei Jahre nach „Maniac Cop“ wurde von Bill Lustig auch der Nachfolger inszeniert, der sich inhaltlich und vom Aufbau nicht sonderlich von seinem Vorgänger unterscheidet und auch kurze Cameos des sympathischen Pärchens aus dem ersten Teil liefert. Der übermächtige Matt Cordell ist nun endgültig zum Zombie mutiert und bekommt bei seiner Mission sich an seinen Ex-Kollegen zu rächen nun Schützenhilfe von einem psychopathischen Triebtäter, der ebenfalls nicht lange fackelt. Auf der anderen Seite stehen eine toughe Polizeipsychologin und ein etwas klischeehafter „Bad Cop“, sowie jede Menge Action, in die wohl augenscheinlich auch der Großteil des größeren Budgets gesteckt wurde. Es rummst, scheppert und kracht an allen Ecken und bisweilen sind in dem 1990 gedrehten Werk fast schon so etwas wie ironische und surreale Momente zu entdecken. Den Regeln von Fortsetzungen entsprechend wird hier auch ein bisschen mehr aufs Gas gedrückt um den Zuschauer bei Laune zu halten und auch wenn „Maniac Cop 2“ neuerlich keinen Tiefgang bietet ist er als Action-Horror-Streifen mit viel New Yorker-Lokalkolorit abermals schwer unterhaltsam.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Mo 28. Jul 2014, 07:17
von jogiwan
Slither

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Lustig, blutig, spaßig und demnächst mehr!

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Di 29. Jul 2014, 07:19
von jogiwan
Tore tanzt!

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:o :o :o und demnächst mehr!