Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Mi 14. Mai 2014, 19:32
Vile

"Pain" ist ein Filmchen, dass eindeutig im Fahrwasser von "Saw" und "Hostel" entstanden ist und bringt dem Zuschauer eine relativ dünne Story über gekidnappte Leutchen, die sich in einem beengten Raum gegenseitig quälen müssen um einen Botenstoff zu aktivieren, der über eine angebrachte Apparatur binnen einer bestimmten Zeit gewonnen werden soll. Klingt doof und ist es natürlich auch und statt sich lang mit Nebensächlichkeiten aufzuhalten, wird auch gleich munter drauf losgequält. Der Streifen ist dabei manchmal explizit und manchmal reicht es auch, das Geschehen anzudeuten um schon eine heftige Reaktion beim Zuschauer zu erreichen. Die deutsche Fassung ist natürlich nur noch ein Flickwerk und sollte vermieden werden, während internationale Fassungen schon wesentlich mehr Schauwerte bieten können, auch wenn der Streifen keine reine Schlachtplatte ist. Leider gehen Sheridan am Ende etwas die Ideen aus und statt grandiosem Höhepunkt lahmt "Vile" am Ende etwas an einem uninspirierten Finale, dass unsere kleine Filmrunde nicht so wirklich überzeugen konnte. Für Gorehounde und Horrorfans, die einiges aushalten ist "Vile" als einer der Höhepunkte der Torture-P-Welle sicherlich geeignet, alle anderen werden sich von diesem doch auch etwas herben Werk wohl eher weniger unterhalten fühlen.
The Clinic

Abgesehen von dem schönen Look des 1979 angesiedelten Aussie-Streifens und der eigentlich spannenden Auflösung hat James Rabbits lahmer Streifen ja nicht so wirklich viel zu bieten und die ganze Sache wirkt arg unlogisch, selbst wenn er auf wahren Begebenheiten beruhen soll. Die Survival-Mystery-Geschichte mit den entführten Schwangeren, die mit einer Zahl versehen werden und das eigene Kind aus unbekannten Gründen mittels Kaiserschnitt aus dem Leib geschnippelt wird, kommt ja nie so richtig in die Gänge und auch der Nebenhandlungsstrang ist irgendwann unvermittelt zu Ende, sodass selbst das Gänsehaut-Finale nicht mehr viel retten kann. Rückblickend wirkt die ganze Sause aber gleich noch eine Spur konstruierter, sodass ich die zahlreichen positiven Stimmen im Netz nicht so ganz nachvollziehen kann. Irgendwie fühlte ich mich auch etwas an den Streifen eines französischen Regisseurs erinnert, der mir aber ungleich besser gefallen hat. Mittlerweile wird Rabbitts Streifen ja auch als "Saw Killing" vermarktet, der mit dem Inhalt ja gleich gar nichts mehr zu tun hat. Naja...

"Pain" ist ein Filmchen, dass eindeutig im Fahrwasser von "Saw" und "Hostel" entstanden ist und bringt dem Zuschauer eine relativ dünne Story über gekidnappte Leutchen, die sich in einem beengten Raum gegenseitig quälen müssen um einen Botenstoff zu aktivieren, der über eine angebrachte Apparatur binnen einer bestimmten Zeit gewonnen werden soll. Klingt doof und ist es natürlich auch und statt sich lang mit Nebensächlichkeiten aufzuhalten, wird auch gleich munter drauf losgequält. Der Streifen ist dabei manchmal explizit und manchmal reicht es auch, das Geschehen anzudeuten um schon eine heftige Reaktion beim Zuschauer zu erreichen. Die deutsche Fassung ist natürlich nur noch ein Flickwerk und sollte vermieden werden, während internationale Fassungen schon wesentlich mehr Schauwerte bieten können, auch wenn der Streifen keine reine Schlachtplatte ist. Leider gehen Sheridan am Ende etwas die Ideen aus und statt grandiosem Höhepunkt lahmt "Vile" am Ende etwas an einem uninspirierten Finale, dass unsere kleine Filmrunde nicht so wirklich überzeugen konnte. Für Gorehounde und Horrorfans, die einiges aushalten ist "Vile" als einer der Höhepunkte der Torture-P-Welle sicherlich geeignet, alle anderen werden sich von diesem doch auch etwas herben Werk wohl eher weniger unterhalten fühlen.
The Clinic

Abgesehen von dem schönen Look des 1979 angesiedelten Aussie-Streifens und der eigentlich spannenden Auflösung hat James Rabbits lahmer Streifen ja nicht so wirklich viel zu bieten und die ganze Sache wirkt arg unlogisch, selbst wenn er auf wahren Begebenheiten beruhen soll. Die Survival-Mystery-Geschichte mit den entführten Schwangeren, die mit einer Zahl versehen werden und das eigene Kind aus unbekannten Gründen mittels Kaiserschnitt aus dem Leib geschnippelt wird, kommt ja nie so richtig in die Gänge und auch der Nebenhandlungsstrang ist irgendwann unvermittelt zu Ende, sodass selbst das Gänsehaut-Finale nicht mehr viel retten kann. Rückblickend wirkt die ganze Sause aber gleich noch eine Spur konstruierter, sodass ich die zahlreichen positiven Stimmen im Netz nicht so ganz nachvollziehen kann. Irgendwie fühlte ich mich auch etwas an den Streifen eines französischen Regisseurs erinnert, der mir aber ungleich besser gefallen hat. Mittlerweile wird Rabbitts Streifen ja auch als "Saw Killing" vermarktet, der mit dem Inhalt ja gleich gar nichts mehr zu tun hat. Naja...











