Re: Die gemütliche DELIRIA-LITERATUR-LOUNGE
Verfasst: Di 9. Dez 2025, 14:34
Han Kang: Unmöglicher Abschied
In Korea wird eine Frau von ihrer Freundin gebeten, sich um ihren Vogel zu kümmern. Sie ist im Krankenhaus, der Vogel alleine in einer Hütte auf einer Insel im Winteranfang. Die Reise und der Aufenthalt wird zu einer Erfahrung ihrer selbst.
Roman der vorletzten Literaturnobelpreisträgerin han Kang. Und hier ist viel drin: Die Hauptperson hat eine recht schwere Depression, begleitend mit einer Kreativblockade, die Freundin allerhand eigene Dämonen in der Familienvergangenheit, nicht nur was die letzten Demenzjahre ihrer Mutter mit der aufreibenden Pflege ihrerseits zu tun hat, sondern auch tief in der Geschichte Koreas, und insbesondere der Gemeinschaft auf der Insel zu tun hat.
Soabld Gyeongha sich zu der Hütte der Freundin aufmacht, hat alles, was passiert, oder auch nur das Wetter, mit ihrem Innenleben zu tun. UNd vieles ist auch unsicher, mnches kann eigentlich nur Traum, oder Geistererscheinung oder auch Nahtoderfahrung sein, wenn die Freundin auf einmal auch in der Hütte ist, der Vogel mal tod mal lebendig ist.
Das ist alles ganz wunderbar miteinander verwoben und wirklich intensiv geschrieben. Was bei den Themen (Krieg, Freundschaft, Massaker, Depression, Psychische Probleme bei der Pflege naher demenzkranker Angehörige) dann auch zu einer härteren Erfahrung macht.
Bei den ganzen Geschitsthemen musste ich nachrecherchieren, da war ja einiges im argen in der koreanischen Geschichte, und hier meine ich nicht den nordkoreanischen Teil. Die Geschichte eben der Massaker an vermeintlichen Kommunisten, die Installierung Rhee Syng-mans mit Unterstützung der USA (der später mit Hilfe des CIAs nach Hawaii floh).
Das war für mich neben der wirklich eindringlichen Leseerfahrung dann auch noch Lehrreich.
Roman der vorletzten Literaturnobelpreisträgerin han Kang. Und hier ist viel drin: Die Hauptperson hat eine recht schwere Depression, begleitend mit einer Kreativblockade, die Freundin allerhand eigene Dämonen in der Familienvergangenheit, nicht nur was die letzten Demenzjahre ihrer Mutter mit der aufreibenden Pflege ihrerseits zu tun hat, sondern auch tief in der Geschichte Koreas, und insbesondere der Gemeinschaft auf der Insel zu tun hat.
Soabld Gyeongha sich zu der Hütte der Freundin aufmacht, hat alles, was passiert, oder auch nur das Wetter, mit ihrem Innenleben zu tun. UNd vieles ist auch unsicher, mnches kann eigentlich nur Traum, oder Geistererscheinung oder auch Nahtoderfahrung sein, wenn die Freundin auf einmal auch in der Hütte ist, der Vogel mal tod mal lebendig ist.
Das ist alles ganz wunderbar miteinander verwoben und wirklich intensiv geschrieben. Was bei den Themen (Krieg, Freundschaft, Massaker, Depression, Psychische Probleme bei der Pflege naher demenzkranker Angehörige) dann auch zu einer härteren Erfahrung macht.
Bei den ganzen Geschitsthemen musste ich nachrecherchieren, da war ja einiges im argen in der koreanischen Geschichte, und hier meine ich nicht den nordkoreanischen Teil. Die Geschichte eben der Massaker an vermeintlichen Kommunisten, die Installierung Rhee Syng-mans mit Unterstützung der USA (der später mit Hilfe des CIAs nach Hawaii floh).
Das war für mich neben der wirklich eindringlichen Leseerfahrung dann auch noch Lehrreich.





