Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Do 6. Feb 2014, 18:42
Babylon - Im Bett mit dem Teufel

Ralf Hüttners "Babylon" ist wohl ein eigentlich ziemlich gutes und zugleich auch trauriges Beispiel dafür, was in deutschen Landen möglich gewesen wäre, wenn man begabten Filmemachern bei der Realisierung von respektablen Genre-Werken nicht noch zusätzlich Steine in den Weg legen würde. Die gelungene Interpretation weiblicher Ängste in Form eines Horrorfilms ist ja sehr gelungen und bietet 85 Minuten abgründig-anspruchsvolle Unterhaltung, die nicht nur optisch italienische Filmemacher zitiert, sondern auch von den tollen Darstellern getragen wird. "Babylon" ist für einen Genre-Film dabei durchaus etwas sperrig und surreal ausgefallen und erinnert tatsächlich an David Cronenberg, auch wenn sich Hüttner bei den blutigen Effekten durchaus zurückhält. Dass es laut Interview mit dem Regisseur gerade an Veronica Ferres und ihrer Beziehung zu Regie-Kollegen Helmut Dietl lag, dass der Film in allen Belangen torpediert wurde, ist dann auch nur irgendwie bezeichnend für die deutsche Filmlandschaft, in der außer leichte Komödien auch nichts gefragt zu sein scheint!

Ralf Hüttners "Babylon" ist wohl ein eigentlich ziemlich gutes und zugleich auch trauriges Beispiel dafür, was in deutschen Landen möglich gewesen wäre, wenn man begabten Filmemachern bei der Realisierung von respektablen Genre-Werken nicht noch zusätzlich Steine in den Weg legen würde. Die gelungene Interpretation weiblicher Ängste in Form eines Horrorfilms ist ja sehr gelungen und bietet 85 Minuten abgründig-anspruchsvolle Unterhaltung, die nicht nur optisch italienische Filmemacher zitiert, sondern auch von den tollen Darstellern getragen wird. "Babylon" ist für einen Genre-Film dabei durchaus etwas sperrig und surreal ausgefallen und erinnert tatsächlich an David Cronenberg, auch wenn sich Hüttner bei den blutigen Effekten durchaus zurückhält. Dass es laut Interview mit dem Regisseur gerade an Veronica Ferres und ihrer Beziehung zu Regie-Kollegen Helmut Dietl lag, dass der Film in allen Belangen torpediert wurde, ist dann auch nur irgendwie bezeichnend für die deutsche Filmlandschaft, in der außer leichte Komödien auch nichts gefragt zu sein scheint!














