Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Cabin of the Dead

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jogiwan hat geschrieben:Hätte ich vorher gewusst, dass Laguna und Wiklund auch für den sträflichst unterschätzten Trashslasher "Madness" verantwortlich sind, hätte ich mir "Cabin of the Dead" wohl schon früher geholt. Die Paralellen zu "Tanz der Teufel" sind zum Glück nicht ganz so offensichtlich und mich hat der Streifen auch eher an die beiden "Dämonen"-Teile aus dem Hause Bava-Jr. erinnert. Für eine Schlachtplatte im oberen Härtegrad ist "Cabin of the Dead" (Originaltitel "Wither") jedenfalls schon überraschend solide ausgefallen und wenn das mit dem Budget stimmt, kann man den beiden Herrschaften ebenfalls nur gratulieren. Was mir am meisten gefallen hat, ist die Tatache, das der Streifen nahezu ohne Jump-Scares auskommt und sich optisch auch etwas am Charme vergangene Werke orientiert, ohne dabei anbiedernd grindhousig zu sein. Insgesamt schon ein Film, den man als angehender Metzergeselle und Splatterfreund gut gucken kann, bei der die FSK-Freigabe aber doch etwas verwundert.
Gestern nochmal in einer kleinen Runde geguckt ist "Cabin of the Dead" auch da recht gut angekommen. Was die FSK an dem Tag der Prüfung geritten hat, möchte ich aber wirklich wissen, denn was vor einiger Zeit noch ein Beschlagnahme-Kandidat unter Garantie war, kommt hier auf einmal ungekürzt mit einer FSK18-Freigabe davon. Mir solls aber recht ein und das was ich oben geschrieben hab, hat sich auch bei der Zweitsichtung bestätigt. Netter "Evil Dead"-Klon mit hässlichem Cover und meines Erachtens mehr Charme als das Remake.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Serial Mom

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Hehe...immer noch böse! :D

eXistenZ

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Ach ich mag den sehr gerne, auch wenn ich normalerweise mit der Welt der (Computer-)Spiele nicht viel anfangen kann. Cronenberg präsentiert in seinen visionären Sci-Fi-Vision eine Art gefährlicher Realitätsflucht via Computergame, in dem schon bald weder der Spieler selbst noch Zuschauer zwischen Spiel und realem Leben unterscheiden kann. Die etwas komplizierte Story über die Gefahren von Technik, Vernetzung und der zweifelhaften Sucht nach spannenderen Scheinrealitäten ist hübsch vertrackt erzählt, auch wenn man bald einmal erahnen kann, wie der Hase wohl so laufen wird, gibts am Ende doch noch eine unerwart radikale Überraschung. Die Welt der Bioports, mutierten Amphibien und Industriespionage ist ebenfalls hübsch abgehoben und für eine 16er-Freigabe ist "eXistenZ" überraschend eklig und zeigefreudig. Alles in allem ein typischer Cronenberg nach meinem Geschmack und für mich auch sein letzter "abgehobener" Film, bevor er sich leider kommerziellen Themen zuwandte.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

I spit on your Grave 2

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Abseits der hanebüchenen und haarsträubenden Story, die auf etwaige Logik keine Rücksicht nimmt, ist auch der Nachfolger zum Remake für das Zielpublikum wieder eine recht kurzweilige Angelegenheit, die sich auch in Punkto schauspielerischer Leistung und Budget von gleichwertigen Produkten abhebt. Wie schon im Vorgänger legt der Streifen seinen Schwerpunkt auf den blutigen Rachefeldzug der werten Dame und erspart den Film-Konsumenten die zu breit ausgewalzte Vergewaltigungsszene von Meir Zarchis Original. Der Zuschauer bekommt neben diversen Ost-Klischees jedenfalls das präsentiert, was man in einem derartigen Streifen sehen möchte und in der letzten halben Stunde bekommen die Bösen auch tricktechnisch ordentlich einen vor den Latz geknallt. Die Bulgaren werden sich aber trotzdem freuen, dass sie hier als wenig hilfsbreites Volk, Sofia als Drecksloch und die Polizei als inkompetent präsentiert wird. Aber ansonsten ist "I spit on your Grave 2" solides Terrorkino im oberen Härtegrad, das zeigt, was man noch zeigen kann und anderes der Fantasie des Zuschauers überlässt und wer solche Streifen wie unser Horrortschi und ich mag, wird sicherlich bestens bedient.

I spit on your Grave

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Herber Exploitation-Streifen mit der von mir sehr geschätzten Camille Keaton, die hier Unerträgliches über sich ergehen lassen muss. Über die Figurenzeichnung und Aussage könnte man natürlich tagelang diskutieren und dennoch muss man dem Zarchis Streifen neidlos zugestehen, dass er auch heutzutage noch genug schockt um seine Remake und unzähligen Nachahmer locker in die Tasche zu stecken.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

King of the Ants

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Hui... "King of the Ants" lässt sich mit den bisher gesichteten Werken von Stuart Gordon wohl kaum vergleichen und statt Monster und übernatürlichen Dingen hat der Regisseur hier einen sehr düsteren, unbequemen und auch sehr brutalen Rache-Thriller abgeliefert, der im Gegensatz zu ähnlichen Produktionen auch sehr realistisch rüberkommt. Statt bekannter Namen und Action gibt es in der ganz harmlos beginnenden Low-Budget-Produktion, die von "Asylum" (?) produziert wurde, eine Geschichte über einen irgendwie sympathischen-naiven Loser, der für einen korrupten Bauherrn einen Job erledigt, daraufhin in Teufels Küche kommt und einen Abstieg sondergleichen hinlegt. Obwohl in "King of the Ants" aber nicht direkt gesplattert wird, ist der 2003 entstandene Streifen ein richtiger Magenschwinger, der aufgrund seines drastischen Inhalts seine Wirkung auch nicht verfehlt und eine unerwartet intensive Filmerfahrung darstellt.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Re-Animator

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Stuart Gordons „Re-Animator“ ist und bleibt einer der ganz großen Kultfilmen aus dem Horror-Genre, der diesen Status nicht aus seiner mangelnden Verfügbarkeit, sondern vollkommen zurecht besitzt. Stuart Gordons Kino-Erstlingswerk eine kurzweilige Wundertüte aus schwarzhumorigen Einfällen, moderner Frankenstein-Adaption, blutigen Splatterorgien und einem sympathischen Cast. Selbst wenn der Überraschungseffekt der ersten Sichtung nicht mehr vorhanden ist, überzeugt "Re-Animator" mit ordentlich Tempo und wenn den Witz an der Sache sogar für die FSK erkennbar ist, dann hat der Regisseur wohl wirklich alles richtig gemacht. Stuart Gordon ist und bleibt halt ein Guter.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Basket Case

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" No, we're twins. Siamese twins"
"That's funny, you don't look... oriental!"


Keine Ahnung warum, aber "Basket Case" hat einfach einen Stein bei mir im Brett. Wohl auch deswegen, weil ich selbst einen bösen Zwilling habe und mir die Mischung aus Trash, Witz, Stop-Motion und Gore ja sowieso irgendwie liegt. Über den billig heruntergekurbelten und dennoch sympathischen Streifen hab ich ja auch schon mehrfach getippelt und dank der deutschen Blu-Ray demnächst schon wieder. Diese bringt den auf 16mm gedrehten Streifen in bestmöglicher Qualität, wobei Frank Henenlotter sich für das Originalformat samt Filmkorn entschieden hat, anstatt irgendwelche Experimente einzugehen. Außerdem hat die deutsche Blu neben jeder Menge anderer Sachen auch noch ein interessantes und knapp 80minütiges Featurette mit dem Titel "What's in the Basket" an Bord, in dem fast alle Beteiligten über die turbulenten Dreharbeiten berichten und auch näher auf die Effekte eingegangen wird. Alles sehr interessant und schwer unterhaltsam.

Bis die Gänsehaut erstarrt

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In einem geräumigen Hotel in Kalifornien verschwinden immer wieder blonde Damen spurlos und hinterlassen nicht nur leere Zimmer, sondern auch unbezahlten Rechnungen. Als der Hoteldedektiv Rick darauf angesetzt wird, glaubt dieser im Gegensatz zu den örtlichen Behörden nicht an Zufälle und beginnt mit seinen Nachforschungen. Und tatsächlich befindet sich im Hotel ein durchgeknallter Psychopath, der es auf Blondinen abgesehen hat und das Hotel und seine verwinkelten Gänge auch besser als jeder andere kennt. Als sich auch noch Ricks Ex-Frau Lisa im Hotel einfindet, die mit ihrer Band ein Gala-Konzert geben soll und sich im Kosmetikstudio für eine blonde Perücke entscheidet, spitzt sich die Lage dramatisch zu...

Herrlich! Ich stehe ja sowieso total auf Split-Screen-Technik, welches hier als anamorphe Duo-Vision verkauft wird und sich dahingehend äußert, dass schätzomativ 90 % der Streifens immer aus zwei sich ergänzenden Perspektiven gezeigt wird. Die schwarzhumorige und kurzweilige Geschichte über einem Psycho im Hotel und dessen Gängen erinnert nicht nur inhaltlich etwas ans "Phantom der Oper" - auch die Orgelmusik des Stummfilms wird hier noch eimal verwendet. Technisch ist der ungewöhnlich gemachte und effektive Streifen von Richard L. Bare ja sowieso etwas ganz, ganz besonderes und auch ansonsten ist "Bis die Gänsehaut erstarrt" ein recht spannend und unterhaltsam ausgefallener 70er-Jahre-Thriller mit überraschenden Wendungen, ein paar bösen Momenten und der sympathischen Tiffany Bolling ("Mörderspinnen" & "Töchter des Bösen") in der Hauptrolle, die auch noch zwei Gesangsnummern zum Besten gibt. Eigentlich ganz großartig und diesen Streifen muss man dann auch einfach gesehen haben um es zu glauben, wie toll dieses Duo-Vision" funktioniert! Ich bin begeistert!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Lifeforce

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jogiwan hat geschrieben:In einer guten Welt wäre "Lifeforce" natürlich nie gefloppt und der unterhaltsame Streifen von Tobe Hooper aus der Cannon-Schmiede bietet ja wirklich alles, was man sich von einem Sci-Fi-, Vampir-, Zombie-, Katastrophen- und Horrorfilm mit Besessenheitskomponente erwartet - und zwar alles auf einmal! Ich weiß ja nicht wie die Kinofassung ausgefallen ist, aber im DC läuft das alles so zunehmend aus dem Ruder, dass man dem Treiben mit fortgeschrittener Laufzeit eigentlich nur noch fassungslos folgen kann. Was in den unendlichen Weiten des Weltalls beginnt, wandelt sich zu einem dehydrierenden Psychohorror-Streifen und endet mit nichts weniger als der Zerstörung Londons - was will man mehr. Steve Railsback ist ja sowieso ein Guter und auch der Rest des Casts kann sich insbesonderer der lieben Frau May durchaus sehen lassen. Alles in allem ein flockig-unterhaltsames, weithin unterschätzter Streifen und cineastisches "Pop-Rocks", genau nach meinem Geschmack.
Gestern endlich die englische Blu-Ray gesichtet, die wirklich im Vergleich zur der englischen DVD ein supertolles Bild bietet. Vor allem die Eröffnungssequenz im Weltraum kommt hier so richtig zu Geltung und lässt "Lifeforce" nun in bestmöglicher Qulität erstrahlen. Der turbulente Film selber ist auch noch immer genau nach meinem Geschmack. Super!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

No one lives

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Sehr blutiger Slasher, dessen Vorteil/Nachteil - je nachdem, wie man es sehen möchte - darin besteht, dass er keinerlei Sympathieträger bietet, sondern Psycho gegen Gangster antreten lässt und dabei auch keine Gefangenen macht. Der Zuschauer kommt bei der temporeichen Geschichte kaum zum Durchatmen und dennoch bietet diese bei näherer Betrachtung auch etwas mehr Tiefe als der übliche Genre-Durchschnitt. Statt der künstlichen und durchgestylten CGI-Bilder des Vorgängers "Midnight Meat Train" stehen in Kitamuras neuesten und abermals sehr kompromisslosen Werk auch mehr handgemachte Effekte und düstere Atmosphäre im Vordergrund, was dem Film imho sehr zu Gute kommt. Alles in allem in der ungekürzten Variante ein sehr harter und straighter Brocken mit viel Häcksel und Geschnetzel für Slasher- und Gore-Fans, der mit seiner ungewöhnlichen und auch etwas fiesen Story recht kurzweilig aber ohne große Überraschungen ausgefallen ist und auch auf der technischen Ebene überzeugt.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Carpenter Dabbl-Fietscha mit einmal Wau und einmal Mau:

Die Mächte des Wahnsinns

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Ich mag ja "Die Mächte des Wahnsinns" ganz gerne und kann mir nicht erklären, warum der seinerzeit auf wenig Gegenliebe stieß. Imho macht John Carpenter alles richtig und nimmt den Hype um einen erfolgreichen Horror-Autor dazu um einen kleinen Seitenhieb auf manipulative Medien, Marketingmethoden und fehlgeleiteten Starkult auszuteilen. Der Streifen mit Sam Neill in der Hauptrolle vermischt Realität mit Fiktion und bietet hübsch-alptraumhafte Bilder und bietet ein paar gelungene Schockmomente, die ihrer Wirkung dann auch nicht verfehlen. Außerdem ist "The Mouth of Madness" dabei auch noch hübsch atmosphärisch ausgefallen, spannend erzählt und die Geschichte bleibt bis zum bitteren Ende unvorhersehbar. Zwar hätte man sich zum Ende irgendwie noch einen Knaller erwartet, aber auch so zählt Carpenters Streifen für mich zu den besten Genre-Werken der Neunziger-Jahre.

Sie leben!

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Auf "Sie leben!" hab ich mich zwar sehr gefreut, aber der Streifen über außerirdische Invasoren, die die Erde unterjochen, in dem sie manipulative Signale aussendet hat mir dann so gar nicht gemundet. Die Geschichte aus der Sichtweise der Verlierer des amerikanischen Traums zu erzählen und auch die Art und Weise, wie die ganze Sause aufgedeckt wird ist zwar von der Idee und Potential her sehr gut, aber von der Umsetzung her eher ziemlich mau ausgefallen. So kommt "Sie leben!" mit seiner etwas aufgesetzten Botschaft irgendwie nie so richtig in die Puschen und als Herzstück des Films eine minutenlange Prügelei der zwei Hauptdarsteller zu bieten, die an Lächerlichkeit und Nervigkeit nicht zu überbieten ist, macht natürlich jeglichen ernsten Ansatz zunichte und gegen Ende verkommt der Streifen dann auch noch zu einer herrkömmlichen Action-Parade mit viel Geballer. Roddy Piper ist auch nicht gerade das, was ich jetzt einen charismatischen Darsteller nennen würde und von Meg Foster hätte ich hingegen gerne viel mehr gesehen. Ein Satz mit X - das war wohl nix!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

The House of the Devil

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Für mich ist "The House of the Devil" nach dem desaströsen "The Roost", dem etwas lahmen "The Innkeepers" und dem unoriginellen Beitrag zu "V/H/S" die erste, halbwegs positive Begegnung mit Herrn West, was wohl daran liegt, dass hier auf hübsche Weise amerikanische 70er- und 80er-Horrorkost kopiert wird, die bei mir sowieso ein Stein im Brett hat. Der schicke Retro-Look ist wirklich sehr gelungen und auch die Story geht durchaus in Ordnung, auch wenn das Filmchen doch etwas lange braucht, bis es einmal in Fahrt kommt. Langweilig empfand ich den nicht, aber groß nachdenken sollte man über die ganze Story wohl eher nicht und auch die eigentlich furchtbare deutsche Synchro lässt den Streifen billiger erscheinen, als er eigentlich ist. Das Finale und "die eine Szene" hat es durchaus in sich und auch wenn der Schluss für den geeichten Horror-Fan keine große Überraschung darstellt, so ist "The House of the Devil" im Großen und Ganzen und meines Erachtens durchaus gelungen.

Dark City

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Die Worte von der Erstsichtung haben auch hier noch Gültigkeit:
jogiwan hat geschrieben:Es gibt sie ja immer noch, die großen Überraschungen: von "Dark City" hört man ja gemeinhin eher wenig - zumindest hab ich das bislang immer so empfunden und auch die lediglich zwei Bewertungen über mit sprechen ja auch eine eindeutige Sprache. Alex "The Crow" Proyas Streifen taucht aber auch in einer bestimmten Regelmäßigkeit in Listen auf, bei denen es um unterbewertete Streifen geht und im Falle von "Dark City" ist das aber auch ausnahmsweise total berechtigt und der Streifen begeistert auch auf der vollen Linie, auch wenn man sich ständig an "Matrix" erinnert fühlt, der jedoch erst später entstanden ist. "Dark City" verbindet eine Schreckensvision einer fremdbestimmten Zukunft und erzählt diese im "Film Noir"-Thriller-Stil, während der Zuschauer mit bruchstückhaften und anfänglich ziemlich wirren Handlungsfetzen förmlich erschlagen wird, die erst später einen Sinn ergeben. Eingepackt ist das Ganze dann auch noch mit tollen Darstellern und in spannenden Bildern, die "Dark City" mit einer Mischung auch 50er-Jahre, "Steam-Punk" und deutschen Expressionismus auch optisch zu einem Genuß machen. Wer den Streifen noch nicht kennt, sollte sich das Teil unbedingt beschaffen.
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