Basket Case
" No, we're twins. Siamese twins"
"That's funny, you don't look... oriental!"
Keine Ahnung warum, aber "Basket Case" hat einfach einen Stein bei mir im Brett. Wohl auch deswegen, weil ich selbst einen bösen Zwilling habe und mir die Mischung aus Trash, Witz, Stop-Motion und Gore ja sowieso irgendwie liegt. Über den billig heruntergekurbelten und dennoch sympathischen Streifen hab ich ja auch schon mehrfach getippelt und dank der deutschen Blu-Ray demnächst schon wieder. Diese bringt den auf 16mm gedrehten Streifen in bestmöglicher Qualität, wobei Frank Henenlotter sich für das Originalformat samt Filmkorn entschieden hat, anstatt irgendwelche Experimente einzugehen. Außerdem hat die deutsche Blu neben jeder Menge anderer Sachen auch noch ein interessantes und knapp 80minütiges Featurette mit dem Titel "What's in the Basket" an Bord, in dem fast alle Beteiligten über die turbulenten Dreharbeiten berichten und auch näher auf die Effekte eingegangen wird. Alles sehr interessant und schwer unterhaltsam.
Bis die Gänsehaut erstarrt
In einem geräumigen Hotel in Kalifornien verschwinden immer wieder blonde Damen spurlos und hinterlassen nicht nur leere Zimmer, sondern auch unbezahlten Rechnungen. Als der Hoteldedektiv Rick darauf angesetzt wird, glaubt dieser im Gegensatz zu den örtlichen Behörden nicht an Zufälle und beginnt mit seinen Nachforschungen. Und tatsächlich befindet sich im Hotel ein durchgeknallter Psychopath, der es auf Blondinen abgesehen hat und das Hotel und seine verwinkelten Gänge auch besser als jeder andere kennt. Als sich auch noch Ricks Ex-Frau Lisa im Hotel einfindet, die mit ihrer Band ein Gala-Konzert geben soll und sich im Kosmetikstudio für eine blonde Perücke entscheidet, spitzt sich die Lage dramatisch zu...
Herrlich! Ich stehe ja sowieso total auf Split-Screen-Technik, welches hier als anamorphe Duo-Vision verkauft wird und sich dahingehend äußert, dass schätzomativ 90 % der Streifens immer aus zwei sich ergänzenden Perspektiven gezeigt wird. Die schwarzhumorige und kurzweilige Geschichte über einem Psycho im Hotel und dessen Gängen erinnert nicht nur inhaltlich etwas ans "Phantom der Oper" - auch die Orgelmusik des Stummfilms wird hier noch eimal verwendet. Technisch ist der ungewöhnlich gemachte und effektive Streifen von Richard L. Bare ja sowieso etwas ganz, ganz besonderes und auch ansonsten ist "Bis die Gänsehaut erstarrt" ein recht spannend und unterhaltsam ausgefallener 70er-Jahre-Thriller mit überraschenden Wendungen, ein paar bösen Momenten und der sympathischen Tiffany Bolling ("Mörderspinnen" & "Töchter des Bösen") in der Hauptrolle, die auch noch zwei Gesangsnummern zum Besten gibt. Eigentlich ganz großartig und diesen Streifen muss man dann auch einfach gesehen haben um es zu glauben, wie toll dieses Duo-Vision" funktioniert! Ich bin begeistert!