Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Euer Filmtagebuch, Kommentare zu Filmen, Reviews

Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Die Geister, die ich rief...

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"Die Geister, die ich rief..." ist ja ein Streifen, den irgendwie jeder kennt und den man auch irgendwie witzig in Erinnerung hat. Leider ist das Teil aber irgendwie sehr schlecht gealtert und Bill Murray und sein einziger Charakter, den er zu Verkörpern vermag, bin ich für meinen Teil über die Jahre ja auch schon etwas leid geworden. Die Story über den abgeklärten Zyniker und misanthropischen Zyniker, der auf drastische Weise bekehrt wird, ist ja auch nicht gerade prickelnd und die lahme Mischung aus Medien-Satire, Slapstick, Special-Effektgewitter und menschlicher Botschaft will dann auch so gar nicht mehr zünden. Schnarch!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Fortsetzung der Supa-Dupa-Weihnachtssause:

Dead End

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Da hab ich wohl einen anderen Film gesehen. "Dead End" fand ich ja nicht sonderlich originell oder irgendwie spannend und die Auflösung ist ja wohl schon am Anfang klar bzw. ist so eindeutig, dass man wohl nur als absoluter Genre-Neuling überrascht werden wird. Außerdem krankt der Film ja daran, dass das Drehbuch seinen Figuren so derart dämliche Aktionen zumutet, dass man sich als Zuschauer fast schon beleidigt fühlen könnte. Frage: was macht man nach einen Beinahe-Unfall als Erstes? Antwort: man geht in den Wald wixen! Und das sich ringsherum die verstümmelten Leichen türmen - ach, ist doch egal, lasst uns lieber als dysfunktionale Familie outen und ein bissl unflätig in der Gegend herumkreischen... Und das Ganze dann auch noch elendig in die Länge gezehrt und lahm Szene gesetzt. Nö, danke!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Black Christmas (Jessy - Die Treppe in den Tod)

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Eigentlich erstklassiker Slasher, der aber 1974 für sein Genre etwas zu früh entstanden ist und daher gemeinhin auch eher als Horrorfilm geführt wird. Bob Clark macht aber in "Black Christmas" alles richtig und bringt eine Mischung aus krassen Kills, düsterem Bedrohungsszenario, schwarzen Humor und sympathischen Figuren auf die Leinwand, die trotzdem weit genug von zweifelhaften Moralvorstellungen positioniert sind. Die Idee, die Geschichte teils aus der Perspektive des Killers zu zeigen hat wohl auch John Carpenter gefallen und das Finale toppt dann nochmals alles. Ganz groß auch der Cast, der mit Olivia Hussey, Margot Kidder und John Saxon zu gefallen weiß und der sperrige Soundtrack unterstützt die ganze, gruselige Sause dann ebenfalls noch zusätzlich. Eigentlich der ideale Weihnachtsfilm und ein toller Streifen, der sicher noch öfters im Player landen wird.

One Hell of a Christmas

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Mein diesjähriger Weihnachtsfilm-Marathon entwickelt sich ja zunehmend desaströs und mit "One Hell of a Christmas" hab ich gestern dann wohl auch den absoluten Tiefpunkt erreicht. Was uns der dänische Regisseur Shaky Gonzalez mit seinem weihnachtlichen Streifen zumutet, spottet wirklich jeglicher Beschreibung und ist in allen Belangen so grottig, dass sich wohl nicht einmal Die-Hard-Trash-Fans mit Hang zum cineastischen Masochismus unterhalten fühlen werden. Die Geschichte über einen Kleinkriminellen, dem an Weihnachten zufällig eine verfluchte Teufelskralle mit magischen Fähigkeiten in die Hände fällt ist so derartig doof, unlogisch, unsympathisch und konstruiert, dass man sich wirklich fragen muss, warum hier nicht die Geschmackspolizei eingeschritten ist um das Werk gleich im Vorfeld zu verhindern. Die Mischung aus Möchtegern-Tarantino-Action, aufgesetzter Coolness, schwarzer Komödie, Evil-Dead-Horror und Weihnachten geht jedenfalls komplett in die Hose und ist zu Beginn auch noch verzweifelt auf Amerikanisch getrimmt, während am Ende samt meterologischen Wunderlichkeiten davon so überhaupt nichts mehr zu merken ist. Hier passt zwar nichts zusammen, aber dafür wird mehrmals recht offensichtlich die Red Edition von "Angel of the Night" in die Kamera gehalten und wenn am Ende dann auch noch das schlechteste aller schlechten Enden ausgepackt wird, ist wirklich schon Hopfen und Malz verloren.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Dream Demon

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"Dream Demon" hab ich ja vor ewigen Zeiten als Jugendlicher mal aus der Videothek ausgeborgt und daher hab ich mich auf die neuerliche Sichtung auch schon sehr gefreut. Klar ist die Geschichte ganz klar von Wes Cravens "Nightmare" inspiriert und die Sache mit den ganzen Alptraumszenarien ist ja eigentlich mit dessen ganzen Nachfolgern schon mehr als durch, aber Cokeliss zaubert hier vor allem zu Beginn recht passable Bilder auf die Leinwand, die auch tricktechnisch durchaus sehr gelungen sind. Die Geschichte selbst ist aber nach starkem Beginn vor allem gegen Ende wirklich etwas zu konventionell gestrickt und leidet auch an der etwas lustlos ausgefallen deutschen Synchro, auch wenn ich die Story über verdrängte Ängste jetzt nicht unbedingt in den moralischen Hals bekommen würde. Alles in allem passabler, wenn auch nicht gänzlich geglückter Euro-Horror mit durchaus blutigen Momenten, der eine schöne Veröffentlichung auch durchaus verdient hätte.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

All Beauty must die

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Etwas vermurkster Ja-Nein-Thriller mit etwas unvorteilhafter Erzählweise, bei dem schöne Bilder und bekannte Gesichter nicht darüber hinwegtäuschen können, dass doch alles in dem Streifen ziemlich vage bleibt. Das größte Problem an Jareckis Film ist ja die Tatsache, dass der Streifen eine bruchstückhafte Geschichte über mehrere Jahrzehnte erzählt, aber wenig bis gar nichts von seinen Figuren preis gibt. Und so wartet man als Zuschauer bei der Geschichte, die auf wahren Begebenheiten basieren soll, auf irgendeine Überraschung oder Auflösung, die man letzten Ende nur bedingt geliefert bekommt. Ryan Gosling spielt seine "Drive"-Rolle nun wohl in der Endlos-Schleife in jedem Film, in dem er gecastet wird und auch die von mir sehr geschätzte Kirsten Dunst bleibt aufgrund des Drehbuchs ziemlich blass. "All Beauty must die" ist dann auch eher ein zwar schön fotografiertes Beziehungsdrama mit viel Zeitkolorit, dass als Thriller verkauft wird und suggestive Momentaufnahmen aus dem Leben eines Paares bietet, die letzten Endes aber für mich ein doch eher unbefriedigendes Gesamtbild ergeben.

Castle Freak

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Netter Horrorstreifen über ein Monster im Keller, der zwar nicht das Rad neu erfindet, aber irgendwie in allen Belangen sympathisch, atmosphärisch und effektiv ausgefallen ist. Charles Band-Produktionen kennt man generell als kostengünstig und zweckmäßig und auch der "Castle Freak" holt aus seiner Geschichte, die man auch in drei Sätzen nacherzählen könnte, das beste heraus. Eine sympathische aber dysfunktionale Familie, eine überraschende Erbschaft in einem fremden Land und ein übellauniges Monster im Keller - mehr braucht es gar nicht für 90 Minuten gepflegten Horror, in dem auch überraschend geschmoddert wird. Die Szene mit dem Daumen sorgt ja immer noch für entsetzte Blicke auch das Monster ist gut gestaltet, auch wenn man dieses - wie von Doc² bereits zurecht kritisiert - sicher nicht auf das Cover packen sollte um so den finalen Überraschungseffekt zu zerstören. Ich mag den aber trotzdem!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

VHS - Eine mörderische Sammlung

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jogiwan hat geschrieben:Endlich wieder mal ein Episoden-Horrorfilm, der die Bude so richtig rockt. "V/H/S" hat mit seinem dreckigen und rohen Look genau meinen Geschmack getroffen und präsentiert neben einer etwas seichten Rahmenhandlung über Jackass-Kleinkriminelle auf der Suche nach einem VHS-Tape ein paar längere Kurzfilme im Spannungsfeld zwischen "Blair Witch", "Paranormal Activity" und "Cannibal Holocaust". Die Filme in VHS-Optik der verschiedenen Regisseure sind mindestens so originell wie drastisch und der ganze Streifen kommt auch überraschend unkommerziell daher. Dreckiger, düsterer und direkter Horror mit jeder Menge böser Ideen und zerfetzten Leibern, der auch sichtlich Spass hat, den Zuschauer eins vor den Latz zu knallen. Wer mit Handkamera-Wackeloptik nix anfangen kann, sollte sich das Teil definitiv schenken, alle anderen dringend zugreifen. Tipp!
Auch die Zweitsichtung als Vorbereitung für den zweiten Teil hat natürlich nicht enttäuscht. Auch ohne Überraschungseffekt funzt die Episodenfilmsammlung recht gut, auch wenn (wieder einmal) Ti Wests Folge mit Abstand die Lahmste von allen ist. Der Rest ist aber gut gemacht, kurz und knackig und überrascht durch blutige Momente und Freude am munteren Herumexperimentieren. Mag ich!

Die Brut

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Gestern auch endlich einmal in der Unrated-Fassung geguckt ist "Die Brut" ja sowieso einer meiner absoluten Lieblinge von David Cronenberg, der hier wieder eine gänzlich eigene Welt der sogenannten Psychoplasmose entwirft, in der unterbewusste Ängste ungewöhnliche Konsequenzen haben. Neben großartigen Schauspielern und seiner durchaus bizarren und Cronenberg-typischen Geschichte besticht der Streifen aber auch durch seine Settings, in denen bei einer ungewöhnlichen Farbgebung Braun und Orange dominiert. Ob man hingegen den Kinder-Darstellern das alles zumuten sollte, steht zwar auf einem anderen Blatt und bei den schockierten Kinderblicken beim Mord im Kindergarten können selbst beim geneigten Fan leichte Gewissensbisse aufkommen, welche aber nicht davon ablenken kann, dass "The Brood" sicher einer der ungewöhnlichsten und originellsten Filme des Genres sind, der mit einem Kracherfinale auch die Nackenhaare zu Berge stehen lässt.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Zweit- und Mehrfachsichtungen:

Black Christmas

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Cigarette Burns

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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

S-VHS

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Ich gehöre ja auch zu der Gruppe, die von "V/H/S" und dessen rohen, wilden, ungestümen und experimentiellen Atmosphäre viel abgewinnen konnte und daher war ich auch auf Teil 2 schon sehr gespannt. Augenscheinlich stand beim Nachfolger auch wesentlich mehr Budget zur Verfügung und zum Glück ist die Rahmenhandlung dieses Mal nicht so nervig wie im Vorgänger. Allerdings hat gerade das größere Budget zur Folge, dass die Episoden trotz erhöhtem Gore-Anteil etwas "glattgebügelter" und "professioneller" wirken, was sich in Kombination mit übertriebenen Geschichten manchmal zu Lasten einer vermeintlichen Authentizität auswirkt. Während der überwiegende Teil der Episoden ohne gröberen Durchhänger auch durchaus gelungen sind, haut die im Internet vielgelobte Episode aus Indonesien (die leier aber nicht wirklich zum Rest der Episoden passt) in bester Cat.III-Manier mit wilden Effekten so derart auf die Kacke, dass es schon vollkommen überzogen ist und klaut dann zu allem Überfluss in dem Sammelsurium unterschiedlichster Horrorelemente auch noch willkürlich den intensivsten Moment aus "Blair Witch Projekt". Wo man im Erstling aber teilweise noch versuchte, eine unbekannte Bedrohung zu kreieren - was auch durchaus passabel gelang - bekommt man hier einfach alles zu sehr auf dem Präsentierteller serviert und statt unheimlicher Momente verlässt sich "S-VHS" für mein Empfinden etwas zu viel auf seine gelungenen Effekte. Sehr blutiger und abermals unterhaltsamer Film, der insgesamt imho aber nicht besser als sein meines Erachtens etwas stimmigerer Vorgänger ist.

Crash

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O-Ton meiner schlechteren Hälfte: "Der schlechteste Film aller Zeiten" - ich mag den hingegen sehr! ;)
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Das große Stuart Gordon-Weihnachts-Triple:

From Beyond

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Schleimig-schrecklicher Horrorstreifen von Stuart Gordon, der hier nach dem Erfolg von "Re-Animator" wieder auf das Doppel Jeffrey Combs und Barbara Crampton setzt und eine Kurzgeschichte von H.P. Lovecraft dazu verwendet, ein hübsches Effekt-Feuerwerk auf den Zuschauer loszulassen, bei dem sich die Macher im Hintergrund auch so richtig austoben können. "From Beyond" ist dann zwar seinerzeit leider etwas gefloppt und im Bewusstsein der Horrorfraktion nicht so bekannt wie der Vorgänger, aber nicht minder gelungen und präsentiert eine sehr blutige Geschichte über seltsame Apparaturen, Wesen und Mutationen, die auch überraschend sexuell daherkommt. Der Streifen ist dabei nicht nur überraschend flott inszeniert, bietet bis zum Überdrüber-Finale auch keine Durchhänger und obwohl die Mutationen, schlatzigen Kreaturen und Effekte der Star der Show sind, hat Gordon auch auf das Drumherum nicht vergessen und liefert ein ungewöhnlich stimmiges und farbenfrohes Gesamtpaket, das sicher zum Besten gezählt werden kann, was die Achtziger-Splatterkiste hergibt.

Dolls

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Sympathischer Puppenhorror von Stuart Gordon aus der Produktionsschmiede von Charles Band, der wohl ganz klar Pate für die spätere "Puppet-Master"-Serie stand. "Dolls" ist auch sehr gelungen und auch wenn der Film das kleine Mädchen June und den naiven Ralph in den Vordergrund stellt, sollte man sich keinesfalls familientaugiche Unterhaltung erwarten. Die Püppchen drehen in den sehr gelungenen Stop-Motion-Szenen ja auch ordentlich auf und der rote Lebenssaft kommt in dem 1987 nach "From Beyond" entstandenen ebenfalls nicht zu kurz. Im Vergleich zu "Puppet Master" und dessen Nachfolger ist "Dolls" aber ganz klar der bessere Streifen, der neben tollen Darstellern und schöneren Settings auch jede Menge böser Momente bietet, sodass der knapp 80-minütige "Dolls" bis zum Ende recht kurzweilig ausgefallen ist. Die neue DVD aus dem Hause "Koch kaputt" ist ebenfalls sehr gelungen und bietet neben hübschen Bild auch noch zwei Audiokommentare mit Regisseur, Darsteller und Autor, sowie ein kleines Booklet. Eine sehr schöne Film-Entdeckung zum Ende des Jahres.

Castle Freak

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Zum Abschluss noch den Castle-Freak hinterher: netter Horrorstreifen über ein Monster im Keller, der zwar nicht das Rad neu erfindet, aber irgendwie in allen Belangen sympathisch, atmosphärisch und effektiv ausgefallen ist. Charles Band-Produktionen kennt man generell als kostengünstig und zweckmäßig und auch der "Castle Freak" holt aus seiner Geschichte, die man auch in drei Sätzen nacherzählen könnte, das beste heraus. Eine sympathische aber dysfunktionale Familie, eine überraschende Erbschaft in einem fremden Land und ein übellauniges Monster im Keller - mehr braucht es gar nicht für 90 Minuten gepflegten Horror, in dem auch überraschend geschmoddert wird. Die Szene mit dem Daumen sorgt ja immer noch für entsetzte Blicke auch das Monster ist gut gestaltet, auch wenn man dieses - wie von Doc² bereits zurecht kritisiert - sicher nicht auf das Cover packen sollte um so den finalen Überraschungseffekt zu zerstören. Ich mag den aber trotzdem!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Das Geheimnis der blutigen Lilie

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Vielleicht habe ich einfach schon zu viele Giallos und Carnimeos Streifen auch schon zu oft gesehen, aber so richtig hat die gestrige Erneut-Sichtung nicht gezündet. Irgendwie ist es auch schwer, ein Film mit dieser Handlung und dem Titel-Gespann nicht mit ungleich besseren Genre-Glanzleistungen a la Sergio Martino zu vergleichen und dagegen stinkt der Streifen ja auch schon etwas ab. Auch die deutsche Neu-Synchro kann mich so gar nicht begeistern und im Grunde bietet "Das Geheimnis der blutigen Lilie" abseits der komödiantischen Momente mit dem Polizisten, die mir ebenfalls nicht sonderlich gefallen, irgendwie nichts, was man in anderen Filmen nicht schon besser gesehen hätte. Schon gut, aber irgendwie nicht gut genug, aber mag sein, dass der Streifen gestern einfach nicht gepasst hat und/oder ich bei Giallos über die Jahre einfach viel kritischer geworden bin.

The Gay Deceivers

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Der angehende Anwalt Danny und sein etwas naiver Freund, der Rettungsschwimmer Elliot beschließen sich bei der Stellungskommssion als homosexuelles Paar auszugeben um so der Einrückung in den Vietnam-Krieg zu entgehen. Doch der Beamte ist skeptisch und glaubt die Geschichte nicht, obwohl sich der verlobte Danny und Frauenheld Elliot alle Mühe geben, möglichst tuntig zu wirken. Als die Beide auch noch die plüschige Wohnung eines homosexuellen Vermieters beziehen, dass nur über ein Schlafzimmer verfügt um ihren vermeintlichen Lebensstil zu untermauern, wird jedoch auch das Umfeld skeptisch, welches nicht in den Plan eingeweiht wurde und schon bald hat der vorgetäuschte Lebensstil für beide Männer ungeahnte Konsequenzen...

Unterhaltsame, aber natürlich ganz brave Komödie über zwei Heteros, die vorgeben homosexuell zu sein und so in allerhand kuriose Situationen und Teufels Küche kommen. Die Story ist ja eigentlich ganz witzig und statt billiger Gags aneinanderzureihen versucht der Film auch durchaus, seine Figuren ernstzunehmen. Allerdings jagt natürlich ein Klischee das andere und zwischendurch wird geschwuchtelt was das Zeug hält, doch das kann man angesichts des Entstehungsjahres gerne augenzwinkernd übersehen. Als Zeitdokument ist "The Gay Deceivers" ja ebenfalls sehr interessant und zeigt einen spaßigen Einblick in damalige Befindlichkeiten der Heterobevölkerung. Der deutsche Verleih-Titel ist ebenfalls ganz großes Kino und zeugt von wenig Feingefühl. Zum Glück gibts ja ohnehin nur die US-DVD von "Dark Sky Films", die auch noch ein Interview mit Bruce Kessler an Bord hat. Spassig! *kreisch* ;)
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