An American Hippie in Israel
Der amerikanische Hippie Mike landet nach einer längerer Europareise in Israel, wo der Mann seinem Vietnam-Trauma entfliehen- und seinem Traum von einer friedlichen Gesellschaft verwirklichen möchte. Gemeinsam mit seiner neuen Freundin, einer aufgeschlossenen Schauspielerin von der er vom Flughafen in die Stadt mitgenommen wird, findet er weitere Hippies in Tel Aviv, die sich ihm anschließen, jedoch wenig später einem Attentat zum Opfer fallen. Mike und seine Freundin machen sich jedoch weiter auf den Weg und landen mit einem weiteren Pärchen auf einer verlassenen Insel, wo Mike jedoch bitter erkennen muss, dass sich sein Plan einer pazifistischen Gesellschaft nicht so einfach umsetzen lässt...
Psychedelisch angehauchtes Hippie-Drama aus Israel (!) das gerade von dem Label Grindhouse-Releasing mit einer Luxus-VÖ gewürdigt wurde. "An American Hippie in Israel" ist dann wohl auch nicht gerade der Streifen, den man sich aus dieser Ecke der Welt erwarten würde und bietet neben viel Musik auch ein paar surrealistische Momente, ehe der Streifen in der zweiten Halbzeit viel an Fahrt verliert und ein erwartungsgemäß dramatisches Ende bietet, bei dem auch etwas der moralische Zeigefinger ausgepackt wird. Die erste Halbzeit ist aber durchwegs unterhaltsam und in seinem Entstehungsland wird Sefers Streifen dann auch kultisch veehrt. Die Ami-VÖ ist nicht nur codefee, sondern auch wirklich sehr schön ausgefallen und bietet neben dem "Theatrical-Cut" auch noch eine längere Fassung, die mit längerer Vietnam-Thematik noch ein bisschen unangenehmer daherkommt und ein haarsträubendes Ende bietet, dass dann wieder für offene Münder und Gelächter sorgt. Das von mir erwartete Highlight ist es aber gestern nicht geworden und als Partyfilm taugt der Streifen mit seiner Vietnam-Thematik wohl auch nur bedingt.
Sloppy the Psychotic
Sloppy lebt noch zuhause bei seinen nervigen Eltern, wird von seinem Umfeld nur verarscht und liebt seinen Job als Party-Clown für Kindergeburtstage. Dort vollführt er kleine Tricks, reißt Witze und genießt die Aufmerksamkeit seines Publikums, die ihm ansonsten verwehrt bleibt. Als er eines Tages aufgrund widriger Umstände seinen Job verliert, verfällt er dem Alkohol und fasst anschließend den Plan, sich an allen zu rächen, denen er seine beschissene Situation zu verdanken hat. Aus dem freundlichen Clown ist ein mordender Psychopath geworden, vor dem niemand sicher scheint und als auch noch ein weiterer Kindergeburtstag ansteht, plant Sloppy seinen bislang größten Auftritt, den mit Sicherheit auch niemand so schnell vergessen wird...
Leidlich gelungener und troma-esker Low-Budget-Splatter-Streifen, der in der Tradition aktueller Amateur-Produktionen steht, in denen zwecks Aufmerksamkeit in der Gorehound-Gemeinde auf Geschmacksgrenzen auch keinerlei Rücksicht genommen wird. Nach einem eher drögen Start, gehts dann in der zweiten Halbzeit auch ordenlich zur Sache und eine Abartigkeit reiht sich an die nächste. Da werden Mordopfer zu Burger verarbeitet, Geschlechtsteile abgeschnitten und im "Grande Finale" wird ein Kindergeburtstag dementsprechend aufgemischt. Alles auf eher niedrigen Niveau und mit fragwürdigen Humor und in den Weiten des "Neulands" und bei der angepeilten Zielgruppe auch entsprechend abgefeiert. Ich bin für so einen Scheiß aber eindeutig und zum Glück schon zu alt und so ist "Sloppy" dann auch eher ein Fall für die cineastische Sondermültonne. Deckel drauf und Tschüss!