The Bay
Etwas durchwachsener Found-Footage-Parasiten-Horror mit Öko-Botschaft im Wiki-Leaks-Style bei dem eine Nachwuchs-Reporterin auch Jahre nach dem Ereignis noch immer vollkommen geschockt und fast schon apathisch in die Kamera spricht und mit Hilfe von Film-, Handykamera-, und Skype-Material die Geschichte eines malerischen Küstenortes erzählt, in dem sich ausgerechnet am Unabhängigkeitstag eine Katastrophe abgespielt hat. Alles recht solide und gruselig und ein paar gelungene Schock- und Ekelmomente inklusive körperliches Unbehagen beim Zuschauer bietet "The Bay" dann auch zweifelslos, allerdings fand in den verbissenen Ernst der hier bisweilen an den Tag gelegt wird, schon manchmal wieder unfreiwillig komisch. Außerdem gibts auch ein paar arg unlogische Momente, die den Sehgenuß ebenfalls etwas schmälern. Wer Filme aus der Found-Footage-Kiste mag, wird mit "The Bay zwar sicher gut bedient, aber mehr als leicht überdurchschnittliche Ware ist dabei jedoch nicht rausgekommen.
Cujo
ch muss an dieser Stelle anmerken, dass ich das Buch schon nicht so besonders fand und auch der Streifen hat mich gestern dann auch so überhaupt nicht überzeugt. Zwar ist das Bernhardiner-Hündchen wirklich hübsch auf Tollwut getrimmt, aber die Panik und die ausweglose Situation einer verzweifelten Mutter, die der Film vermitteln soll, hat sich so überhaupt nicht auf mich übertragen. Viel mehr gibt es in der verlängerten Fassung lahme Beziehungsprobleme und mehrere Handlungsstränge die erklären sollen, warum sich niemand auf die Suche nach der Mutter mit ihrem Kind macht, während das Killerdoggie erst in der zweiten Halbzeit so richtig aufdrehen darf. Trotz Dee Wallace, die ich ja immer gerne sehe, und der routiernierten Inszenierung ist der Streifen daber dennoch ziemlich mau und die Entwicklungen sind für mein Empfinden leider so gar nicht schlüssig - aber darüber kann man ja durchaus streiten.
Extremities
Solide gedrehtes und noch besser gespieltes Drama mit Farrah Fawcett, dass in der ersten Hälfte doch recht herb daherkommt und schon etwas arg in Richtung Exploitation tendiert, während die zweite Halbzweit dann eher in Richtung Psycho-Kammerspiel geht und davon lebt, dass man als Zuschauer nicht erahnen kann, wie weit das Opfer tatsächlich gehen wird, wenn im Garten bereits ein Grab ausgehoben wird. Neben der Selbstjustiz-Thematik wird aber auch die Hilflosigkeit von Vergewaltigungsopfern und die Machtlosigkeit der Justiz thematisiert und die Geschichte und die seinerzeitigen Diskussionen haben auch sicher zu einer Sensibilisierung der Bevölkerung beigeholfen. Insofern ein wichtiger Film mit einer eindeutigen Botschaft, dem man auch verzeiht, dass er etwas zu reißerisch daherkommt. Die Golden Globe-Nominierung für Fawcett im Jahre 1986 gab es aber vollkommen zu recht und vor mir aus hätte sie den auch bekommen dürfen.
Ein Sprung in der Schüssel
Ziemlich doofe, aber auch irgendwie unterhaltsame Untoten-Komödie, in der auch Streifen wie "Indiana Jones", "Taxi Driver" "Der Exorzist" oder "Poltergeist" aufs Korn genommen werden. Die episodenhafte, hysterische und nahezu blutarme Handlung dient auch eher dazu, einen Kalauer und harmlosen Gag nach dem anderen abzulassen, wobei nur ein Bruchtteil dessen auch tatsächlich zünden bzw. witzig sind. Andererseits bietet "Hysterical" neben sympathischen Darstellern und einem kurzweiligen Handlungsverlauf auch ein paar eindrucksvolle Momente wie z.B. das "Auftauchen" von Richard Kiel, die das Werk aus der Masse von Spoof-Movies auf positive Weise abheben. Der Streifen ist aber dann doch irgendwie lustig und hat auch viele sympathische Ideen, sodass man sich in Erwartung eines harmlosen Streifens auch durchaus unterhalten fühlen kann. "Ein Sprung in der Schüssel" ist aber eher was für den verregneten Sonntagnachmittag, als für die Wochenend-Primetime.