Re: The VVitch - Robert Eggers (2015)
Verfasst: Do 9. Jun 2022, 13:54
1630, eine Siedler-Familie im Neuen England wird von ihrer Dorfgemeinschaft ausgeschlossen und versucht, sich allein durchzuschlagen. Mit eher wenig Erfolg, die Ernte fault, die Jagd gelingt nicht, im Wald wachsen keine Äpfel, die Ziegen wollen auch nicht so recht. Als dann noch der kleinste von fünf Kindern verschwindet, acht sich Verzweiflng breit
Hui, ein kreuzunheimlicher Film. Hier stimmt sehr viel: Es wird langsam, aber effektiv erzählt: So allzuviel passiert nicht, aber wie sich die Famiie nach und nach selbst zerstört, ist brillant dargestellt, erzählt und gefilmt. Klar, Amerika im 17. Jhd wie wir uns das vorstellen: Nur Grautöne und Sepiafarben, alles sehr dunkel. Dazu kommt halt auch echter Horror: Meines Erachtens ist das Übernatürliche nicht von der Hand zu weisen. Aber eben auch Familienpsychogramm, aber eher nicht Freud: Hier tötet nicht der Sohn den Vater usw. Eher Jung: Das geteilte Trauma, das gemeinsame Unbewußte wird hier nach Außen projeziert, wo es dann auch tatsächlich reale Gestalt annimmt (ist das überhaupt Jung? Meine Psychologiestudien sind ein wenig sehr lang her...) Und dann eben kein Spielberg: In der Not findet die Familie in ihrer Heterpnormativität zusammen: Nein, sie tribt auseinander, schon vorhandene Risse werden zu tiefen Gräben, die nr in Gewaltausbrüchen überwunden werden können, die Religion, gerade auch ohne Gnaden einer größeren Gemeinschaft, ist nur oberflächlicher Kitt, der kaum etwas zusammenhält.
Wie das zum Teil in nur kleinen Blicken und Bewegungen erzählt wird, ist brillant. Dazu ein nervenzerfetzender Score, grrr. Und ein Wald, der eben das andere ist, und das auch zeigt.
Insgesamt nicht ganz so intensiv wie der Leuchtturm, aber intelligent und wirkungsvoll.
Ich vermute, das ich den Northman nicht mehr im Kino schaffen werde, aber auch hier merkt man, das Eggers für das Kino dreht.
Hui, ein kreuzunheimlicher Film. Hier stimmt sehr viel: Es wird langsam, aber effektiv erzählt: So allzuviel passiert nicht, aber wie sich die Famiie nach und nach selbst zerstört, ist brillant dargestellt, erzählt und gefilmt. Klar, Amerika im 17. Jhd wie wir uns das vorstellen: Nur Grautöne und Sepiafarben, alles sehr dunkel. Dazu kommt halt auch echter Horror: Meines Erachtens ist das Übernatürliche nicht von der Hand zu weisen. Aber eben auch Familienpsychogramm, aber eher nicht Freud: Hier tötet nicht der Sohn den Vater usw. Eher Jung: Das geteilte Trauma, das gemeinsame Unbewußte wird hier nach Außen projeziert, wo es dann auch tatsächlich reale Gestalt annimmt (ist das überhaupt Jung? Meine Psychologiestudien sind ein wenig sehr lang her...) Und dann eben kein Spielberg: In der Not findet die Familie in ihrer Heterpnormativität zusammen: Nein, sie tribt auseinander, schon vorhandene Risse werden zu tiefen Gräben, die nr in Gewaltausbrüchen überwunden werden können, die Religion, gerade auch ohne Gnaden einer größeren Gemeinschaft, ist nur oberflächlicher Kitt, der kaum etwas zusammenhält.
Wie das zum Teil in nur kleinen Blicken und Bewegungen erzählt wird, ist brillant. Dazu ein nervenzerfetzender Score, grrr. Und ein Wald, der eben das andere ist, und das auch zeigt.
Insgesamt nicht ganz so intensiv wie der Leuchtturm, aber intelligent und wirkungsvoll.
Ich vermute, das ich den Northman nicht mehr im Kino schaffen werde, aber auch hier merkt man, das Eggers für das Kino dreht.