Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Puppetmaster II

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Fortsetzung der illustren Puppensause, die jedoch eher lose an den ersten Teil anknüpft und auch den liebenswerten Püppchen leider weniger Screentime einräumt. Die Geschichte ist ein Parapsychologie-Frankenstein-Nonsens der handelsüblichen Sorte und was der Geschichte an Substanz fehlt, wird mit sympathsichen Darstellern und ein paar Schmodderszenen wieder ausgeglichen. Alles nicht wirklich aufregend und doch irgendwie kurzweilig. Trotz aller offensichtlichen Mängel machen Filme aus der Charles Band/Full Moon-Schmiede aber einfach Spaß und daher ist es auch wenig verwunderlich, dass auch diese Reihe sich einer großen Fanbase erfreut und die "Puppet Master"-Reihe auch zu den langlebigsten Horrorserien der Filmgeschichte gehört. Ich mag die kleinen Kerle einfach!

Puppetmaster III

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Dritter Aufguß des Puppentheaters führt den Zuschauer zurück in das Jahr 1941, in dem in Nazihausen mit toten Soldaten experimentiert wird, während Toulon da schon eine Stufe weiter ist. Als Toulon gezwungen wird, sein Geheimnis zu verraten und seine Frau ermordet wird, holt er mit seinen Püppchen zum Gegenschlag aus. Teil 3 der beliebten Serie verzichtet zwar gänzlich auf die übliche Prise Sex und auch auf die liebevoll gestaltete Figur des Torch - ist dafür etwas mehr gory ausgefallen und bietet sogar so etwas wie richtige Kulissen. Zwar ist "Puppetmaster 3" noch immer noch kein Meisterwerk der Filmgeschichte, aber immerhin sympathische Horror-Konfektionsware aus dem Hause "Full Moon Production", die den Fan wie üblich nicht enttäuscht. Das gruseligste an dem Streifen ist dann aber Oberpsycho Richard Lynch, der mir jedes Mal den Schauer über den Rücken jagt und gegen den selbst Figuren wie Leech Woman und Sharpshooter verblassen.

Töte, Django!

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Prinzipiell gar nicht mal so schlecht leidet der Film doch etwas daran, dass er mit seiner Geschichte nach 20 Minuten leider durch ist und es danach eigentlich nur noch darum geht, dass alle das Gold haben wollen, dass sich irgendwo in der Stadt befindet. Dass fast alle Figuren ausnahmslos niederträchtig sind, fand ich jetzt irgendwie spannend und macht es dem Zuschauer auch recht einfach. Inhaltlich ist "Töte, Django" dann wohl eine Parabel über die Geschichte der Welt und bringt immer wieder nette Mätzchen wie die bereits beschriebenen Szenen mit den Kugeln aus Gold und dem Tierchen im Gefängnis. Als extravagant würde ich das straight erzählte Filmchen aber dennoch nicht bezeichnen und irgendwie hätte man die die ganze Habgier-Sause aber doch auch wesentlich spannender hätte erzählen können.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

The Day after Halloween (Snapshot)

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Eigentlich mehr Drama als Thriller leidet "The Day after Halloween" a.k.a "Snapshot" wohl etwas daran, dass der australische Streifen mit einem Slasher, geschweige denn mit Halloween ja so gar nichts am Hut hat. Viel mehr geht es um ein jungen Mädl aus konservativem Elterhaus mit einem möglichen Stalker, dass sich in die Unabhängigkeit kämpft. Dabei ist der Film mit der richtigen Erwartungshaltung gar nicht mal so schlecht und bietet auch zwei tolle Darstellerinnen und hübsche Bilder, Zeitkolorit und auch etwas Musik. Der durchschnittliche Horrorfan wird aufgrund mangelnder Spannung und fehlender Gewalt ja wohl nicht so richtig auf seine Kosten kommen, aber Freunde von ruhigen und dramatischen Werken können gerne ein Auge riskieren. Die Ami-DVD von Scorpion Releasing bringt Wincers Streifen ungekürzt und erstmalig auch im richtigen Formt und überzeugt durch sehr gute Qualität.

Whispers

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Etwas unentschlossene Verfilmung eines Bestsellers von Dean R. Koontz, der zwar durchaus seine Momente hat, aber vor allem gegen Ende dann irgendwie ziellos Richtung Abspann schippert. Anscheinend dürfte der amerikanisch-kanadischen Ko-Produktion ja das Geld ausgegangen sein und irgendwie ist es schade, dass man die zweifellos gelungene und wendungsreiche Geschichte letzten Endes nicht etwas mehr über TV-Niveau hieven konnte. Zwar ist "Whispers" auch durchaus blutig und bietet ein paar gelungene Schocks, aber auf der anderen Seite dann wieder so durchschnittlich und mit Durchhängern inszeniert, dass man geneigt ist, sich etwas zu langweilen. Irgendwie hat der Streifen dann aber da Herz am rechten Fleck und vor allem Victoria Tennant ("Solo für Zwei") agiert sehr sympathisch, sodass man sich dann dennoch gut unterhalten fühlt.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Nightmare

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Mit "Nightmare in a damaged Brain" hat Regisseur Romano Scavolini einen sehr seltsamen Streifen geschaffen, der mich nach meiner ersten Sichtung doch auch etwas ratlos zurücklässt. Der übliche Unterhaltungs-Slasher ist dabei ja nicht rausgekommen, sondern ein Film, der den Zuschauer einerseits einen schizophrenen Mörder begleitet und andererseits einen Familienverband zeigt, der an der überbordenden Fantasie eines Neunjährigen verzweifelt, der seine Umwelt terrorisiert. Dabei ist der eigentlich sehr düstere "Nightmare" überraschend explizit und zeigt neber eindringlicher Gewalt auch die schmierige Atmosphäre des New Yorker Rotlichtviertels, ohne jedoch in irgendeiner Weise diese Inhalte als unterhaltsam zu präsentieren. Irgendwie scheint Scavolini mit der nihilistischen Tendenz seines Filmes auch den Filmemachern seiner Zeit voraus und da er die Erwartungshaltung seines Publikums auch nicht erfüllt, sind die teils negativen Wertungen ebenfalls nicht verwunderlich.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Rejuvenator

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Systemerhaltender bis leicht überdurchschnittlicher Achtziger-Horror über die zweifelhaften Auswüchse des Jugendwahns in Kombination mit "Mad Scientist"-Thematik. Die Geschichte der alternden und launischen Filmdiva, die auf dem unerprobten Verjüngungs-Experiment besteht, dass natürlich aus dem Ruder läuft ist dabei recht gut ausgefallen und "Rejuvenator" überzeugt dann auch noch durch ein paar blutige, schleimige und handgemachte Effekte, die hier auch erstmalig ungekürzt zu bestaunen sind. Zwar hat der Streifen mit Beziehungsgeplänkel auch durchaus seine Durchhänger, aber das Finale ist dann wiederum recht gelungen, sodass man auch darüber hinweg sehen kann, dass die Qualität der Scheibe auch durchaus etwas besser hätte sein können. Ein paar Schmoddereien mehr hätte zwar auch nicht geschadet, aber auch so fand "Rejuvenator" für Zwischendurch recht unterhaltsam und auch gar nicht mal so trashig.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Satan's Slave

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Norman J. Warren zählt ja definitiv zu den Guten und sein "Satan's Slave" ist einfach ein wunderbares Beispiel, wie man aus ganz wenig Budget viel herausholen kann. Die okkulte Geschichte über Vorahnungen und Teufelskult ist zwar nicht sonderlich originell, aber stets hübsch und atmosphärisch in Szene gesetzt. Die Hauptdarstellerin Candance Glenndenning ist apart, Michael Gough finster und auf der Ami-DVD von Katharinas Nightmare Theatre findet sich dann auch noch erstmalig (!) weltweit die berüchtige Scheren-Szene, die bislang überall aus verständlichen Gründen der Zensur zum Opfer fiel und auch in der schönenen, englischen Box nicht enthalten ist. Die Quali ist super und zwei "Making-Ofs" und der Bonus-Kurzfilm "Fragments" hat es ebenfalls auf den Silberling geschafft. Für so eine Scheibe lass ich mich gerne opfern!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Terror

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Herrlich! Irgendwie hat man bei "Terror" das Gefühl, dass der englische Regisseur Norman J. Warren eine Parodie auf "Suspiria" gedreht hat und dabei auch die Morde aus Argentos Streifen auf augenzwinkernde Weise neu interpretiert. Zwar gibt die Geschichte über Hexen-Flüche noch immer nicht viel her, aber der Streifen macht auch trotz seiner augenscheinlichen Mängel doch großen Spass und Warren hat ebenfalls sichtlich Freude den Zuschauer bei der Nase herumzuführen. Es regnet, rummscht und bröckelt an allen Ecken und das Finale ist dann fast ein kleines Inferno mit einer wunderbaren Ausleuchtung. Außerdem ist "Terror" auch noch hübsch blutig und etwas sleazy ausgefallen, was den aufgeschlossenen Fan von derartigen Werken ebenfalls erfreuen wird.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Prey

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Bei der ersten Sichtung von "Prey" war ich dann doch etwas enttäuscht und einen Horror- oder Sci-Fi-Film sollte man sich trotz des Regisseurs und der Klassifizierung als dieses nicht erwarten. Viel mehr ist der Streifen ein kammerspielartiges und nicht uninteressantes Low-Budget-Drama mit drei Menschen geworden, bei dem auch nie ganz klar ist, wer denn jetzt eigtentlich genau die titelgebende Beute ist. Die offensichtlich lebensfrohe Jessica sitzt ja irgendwie doppelt in der Falle und versucht sich mit einem offensichtlich etwas seltsamen Menschen von ihrer lesbischen und besitzergreifenden Freundin Jo zu befreien, die an ihrer Liebe jedoch mit aller Konsequenz festhalten möchte und dabei in ihrem Männerhass auch weit über das Ziel hinaus schießt. Der Film ist dabei einerseits progressiv und andererseits auch wieder sehr subtil und die finale Botschaft ist dann eigentlich auch ganz schön böse. Dass man "Prey" aber in der vorliegenden Form aber genausogut als langweilig empfinden kann, ist durchaus verständlich.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Inseminoid

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"Inseminoid" ist wohl das sympathischste "Alien"-Rip-Off, das je gedreht worden ist, auch wenn die Geschichte in etwas anderen Bahnen verläuft. Warren schafft es jedenfalls mit recht simplen Mitteln und engen Raum mit seinen Darstellern eine halbwegs spannende Story zu erzählen, die auch vor blutigen Momenten nicht zurückschreckt und neben einer surrealen Schwangerschaftsszene, viel Gekreische, Knoblauchzehen-Monster und ein nettes Finale bietet. Auch die Darsteller machen eine gute Figur und mit Stephanie Beacham und Victoria Tennant hat man auch zwei Mädels engagiert, die später noch einen höheren Bekanntheitsgrad erlangen sollten und Judy Geeson hat ja erst neulich in "Lords of Salem" ihr großes Talent neuerlich unter Beweis gestellt. Alles in allem unterhaltsame Sci-Fi-Horrorware der besseren Sorte und auch ein würdiger Abschluss meiner kleinen, privaten Norman J. Warren Retrospektive!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Geständnisse

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selten trafen elegische und poetische Bilder auf eine derart krasse Thematik und eskalieren dann so derart... Hammer!

The Warriors

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den muss jeder Besuch über sich ergehen lassen - jedoch immer mit gleichen Ergebnis: Begeisterung!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Frankenweenie

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auch im zweiten Durchlauf herrlich morbide Unterhaltung mit dem Herz am rechten Fleck!

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

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kurzweilig, temporeich, witzig, nerdig und vor allem verdammt unterhaltsam

Final Destination 5

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Comic-Horror zum Runterkommen - irgendwie doof, aber auch unterhaltsam
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