Doom Asylum
Im glücklichsten Moment ihres Lebens verunglückt Judy samt Lover und stirbt in den Trümmern des Unfallwagens. Ihr Lover wird irrtümlich für Tod erklärt, verliert daraufhin den Verstand und ermordet Ärzte und Pfleger eines Krankenhauses, dass daraufhin geschlossen wird. Zehn Jahre später macht sich Judys Tochter Kiki auf, um sich im stillgegelegten und verlassenen Krankenhaus um das sich seitdem schreckliche Mythen ranken den Geistern der Vergangenheit zu stellen. Doch so verlassen ist der Ort gar nicht und neben einer Mädchen-Punkband hat auch der Verrückte überlebt und macht mit Autopsie-Werkzeugen grausame Jagd auf die unbedarften Jugendlichen...
Du meine Güte! Haarsträubende und Zehennägelaufrollende Mischung aus Slasher und Parodie, der für den Zuschauer sehr blutige Effekte und hoffnungslos überzeichnete Figuren parat hat. "Doom Asylum" schafft auf dem Trash-Barometer wohl mühelos die Zehn-Punkte-Marke und bietet teils auch recht drastische Morde im Minutentakt, sodass im Verlauf des recht kurzen Streifens kaum Langeweile aufkommt. Die Mädchen-Punkband und ihre experimentielle Musikdarbietung ist ja, ähm... sagen wir sehr speziell und auch die restlichen Dialoge sind wohl im Zufallsprinzip entstanden. Overacting steht am Programm und einizges bekanntes Gesicht ist ja Kirstin Davis, in einer unspießigen Rolle, die ja später als konservative Charlotte in "Sex and the City" Karriere gemacht hat. Die handgemachten Effekte sind dafür recht ordentlich ausgefallen und irgendwie macht die Gurke dann ja auch großen Spass. Für Leutchen, mit Sinn für Humor und die von schlechten Filmen nicht genug bekommen können, ist "Doom Asylum" dann sicher eine hervorragende Wahl - alle anderen sollten wohl eher Abstand halten.
Splatter Disco
Der junge und sympathische Kent ist Besitzer eines gut besuchten Fetisch-Clubs, der vor allem der konservativen Mutter des örtlichen Bürgermeisters ein Dorn im Auge ist. Diese befiehlt ihrem Sohn um die Weihnachtszeit den Club notfalls auch mit unlauten Mitteln zu schließen und verlässt sich dabei auch auf ihren jugendlichen Lover. Für Kent sind die Zeiten aber ohnehin hart, da er nicht nur geschäftlich am Ende steht, sondern sich auch noch um seinen todkranen Vater und eine umtriebige Ehefrau kümmern muss. Als sich auch noch ein Serienkiller ins Geschehen mischt, der wahllos Leute aus dem Umfeld des Clubs ermordet und die große Neujahresfeier ansteht, steuert alles einem dramatischen Höhepunkt entgegen.
Auf sowas muss man auch erst einmal kommen: eine Slasher-Musical-Komödie im Fetisch-Umfeld! Alles natürlich ein Fun-Projekt aus dem Amateur-Sektor, aber auch so spassig, dass man sich schon gut unterhalten fühlt. Die Geschichte ist ja halbwegs okay und auch die Umsetzung für die Art de Produktion durchaus okay. Die Songs sind halt eher billig ausgefallen und haben auch recht wenig Bezug zur eigentlichen Handlung, aber ansonsten lässt sich "Splatter Disco" schon gut gucken. Mit Ken Foree und Lynn Lowry hat man ja auch noch zwei Genre-Veteranen an Bord, die hier auch sichtilch Spass haben, mit Fans ein gemeinsames und augenzwinkerndes Projekt zu verwirklichen. Der Streifen von Richard Griffin ("Disco Exorcist") ist jedenfalls unterhaltsam und hat das Herz am rechten Fleck.