The Sadist with the Red Teeth
Nach einem schweren Autounfall ist der Werbefachmann Daniel trotz psychiatrischer Behandlung überzeugt, zu einem Vampir mutiert zu sein. Trotzdem wird er Monate danach als geheilt entlassen und sorgt danach mit seinem seltsamen Verhalten in seinem Umfeld für einige Aufregung. Während er wildfremde Menschen anfällt und immer wieder seltsame Visionen hat, beginnt er sich zum Mißfallen seiner hübschen Freundin Jane auch zunehmend wie ein Vampir zu verhalten. Daniel steht aber weiter unter ständiger Beobachtung der Ärzte und als es die erste Leiche gibt, wird auch die Polizei auf den seltsamen Mann aufmerksam...
Sehr seltsamer Film des belgischen Filmemachers Jean-Louis van Belle, der in den 60/70ern wohl eine Handvoll seltsamer Filme gedreht hat, die bisher von der breiten Masse ignoriert wurden. "The Sadist with the Red Teeth" ist aber trotz kostengünstiger Machart sehr interessant ausgefallen und bietet eine seltsame Geschichte, die in teils sehr strangen Bildern eingefallen ist. Auch die Erzählweise ist mitunter ungewöhnlich und bietet farbverfremdete und rückwärts laufende Bilder, sowie S/W-Inserts, die das Seelenleben des Protagonisten beschreiben. Erinnert etwas an Jean Rollin mit weniger Nudity, ist aber ansonsten weniger zurückhaltend und aufgeschlossenen Zuschauern hiermit auch empfohlen: 7/10
Forbidden Paris
Mondo-Shockumentary über die wilden Zustände in Paris, die mal doof, mal lustig und dann wieder grausig daherkommen und wohl auch größtenteils inszeniert sein dürften. Bei seiner Aufführung auch geradewegs wieder verboten und nicht mal in der OFDB eingetragen, zeichnet Jean-Louis van Belle auch ein sehr seltsames Bild der französischen Landsleute (nicht, dass uns das überraschen würde...). So gibt es Menschen, die mit der Explosion der Atombombe rechnen, eine Fakir-Schule für Frauen, Striptease-Unterricht für Frauen, Nazi-Kult im Undergrund, einen echten Vampir (diese Szenen wurden dann auch für "The Sadist with the Red Teeth" verwendet), sowie eine grausige Szene, in der ein totes Hündchen ausgestopft wird. Ich bin ja sowieso nicht so der Freund von Mondo-Filmen und "Forbidden Paris" macht auch nicht wirklich Spaß. Freunde von obskuren Streifen kommen zwar voll auf ihre Kosten, aber mich konnten die seltsamen Kulte und Riten in der französischen Millionenmetropole nicht wirklich begeistern. 4/10