Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Horns

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Alexandre Aja gilt ja eher als ein Mann fürs Grobe und sein harter und geradliniger „High Tension“ war ein Slasher-Paukenschlag, mit dem sich der Franzose wie auch mit seinem Remake von „The Hills have Eyes“ schlagartig dem Genre-Publikum als kompromissloser Filmemacher präsentierte, der sich wenig um Konventionen und Zensurrichtlinien scherte. Umso erstaunlicher ist nun aber sein Streifen „Horns“, der überraschend vielschichtig und originell daherkommt und tatsächlich schwer einem bestimmten Genre zuzuordnen ist. Die Geschichte über einen vermeintlichen Mörder, dem Hörner wachsen und die Menschen daraufhin ihre dunkelsten Gedanken anvertrauen und er diese Gabe nutzt um den Mord aufzuklären mag zwar den Gorehead nicht unbedingt ansprechen, aber der Rest darf sich auf einen interessanten Streifen freuen, der nicht nur optisch sehr schön daherkommt und einen tollen Soundtrack besitzt, sondern mit seiner Mischung aus Mystery, Fantasy, Thriller, Coming-of-Age-Drama und einer Prise Witz und Horror auch positiv aus der Masse aktueller Genrewerke heraussticht. Ich fühlte mich bei dem Streifen nicht nur wegen der Sache mit den Hörnern ständig auch etwas an Guillermo del Toros grandiosen „Pans Labyrinth“ erinnert und „Horns“ ist ein nicht minder interessant erzähltes und schön inszeniertes Horror-Märchen für Erwachsene über die Abgründe der Menschen und die Kraft der Liebe. Schöne Sache!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Underrated-Triple

Monster of Venice

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Weithin unterschätzte Mischung aus Gothic-Horror und Früh-Giallo über einen mysteriösen Killer, der im Taucherkostüm junge Mädchen entführt und deren Leichen für seine Sammlung an hübschen Frauen einbalsamiert und einem jungen Journalisten, der dieser Bestie über eine Reisegruppe junger Mädchen auf die Spur kommt. Dino Tavellas Streifen ist dabei meines Erachtens auch sehr gelungen, selbst wenn der Streifen für heutige Verhältnisse natürlich weder sonderlich spektakulär, noch besonders grafisch daherkommt. Wer aber italienische S/W-Horror mag, bekommt mit „Monster of Venice“ aber einen schönen Streifen mit viel venezianischem Flair präsentiert, der vor allem in seinem atmosphärischen und spannenden Finale in den Katakomben eines Klosters punkten kann und auch ansonsten recht schön und bisweilen auch überraschend kompromisslos gemacht ist. Die schlechten Stimmen im Netz dürften dabei wohl auch von miesen DVD-Umsetzungen stammen, wobei die von mir gesichtete Scheibe von Retromedia wesentlich besser ausgefallen sein soll, als der Rest der sich im Umlauf befindet. Als delirierender Italo-Filmfan habe ich an Dino Tavellas Streifen wenig zu bemängeln und auch Dick Maas könnte den Streifen vielleicht gesehen haben, da dieser mit „Verfluchtes Amsterdam“ ja quasi ein Remake von „Il mostro di Venezia“ gedreht hat.

Assassination in Rome

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Während eines Italien-Urlaubs verschwindet der Gatte der schwerreichen Amerikanerin Shelley spurlos auf den Straßen von Rom. Da die keine offizielle Vermisstenanzeige machen möchte, um einen Skandal zu vermeiden, hilft ihr Jugendfreund Dick bei der Suche nach ihren Mann, der als renommierter Journalist einer großen Zeitung auch die besten Kontakte zur römischen Polizei hat. Wenig später stellt sich heraus, dass der verschwundene Mann wohl auch mit dem Mord an einem Fotografen zu tun hat, der sich als Erpresser in Besitz einer wertvollen Information befand, die aber dummerweise unwissend von zwei Amateur-Dieben entwendet wurde. Als der Journalist seine Kontakte spielen lässt und weiter Nachforschungen betreibt, sticht er aber in ein Wespennest und wenig später sind er und Shelley bereits in größter Gefahr...

Eleganter Krimi aus italienisch-spanisch-französischer Co-Produktion von Regisseur Silvio Amadio, der für seinen interessanten Früh-Giallo aus dem Jahr 1965 über die Abgründe der römischen High-Society und amerikanische Urlauber nur die schönsten Kulissen der Stadt ausgewählt hat. Die erste Leiche wird natürlich am Trevi-Brunnen gefunden, auch ansonsten wird inklusive Cinecittá kaum ein touristischer Hotspot ausgelassen und selbst ein Ausflug nach Venedig wird genutzt um in der Lagunenstadt noch ein paar schöne Locations einzufangen. Auch die Geschichte über das ominöse Verschwinden eines amerikanischen Geschäftsmannes weiß zu gefallen und das Ende erinnert dann stark an Hitchcock. Alles in allem ein sehr schöner Streifen, der seine Darsteller und Drehorte auch immer in das beste Licht rückt und auch ansonsten alles richtig macht, auch wenn die Krimi-Geschichte mit touristischem Mehrwert durchaus etwas konstruiert daherkommt. Darüber sieht man angesichts der hübschen Bilder aber gern hinweg und „Il segreto del vestito rosso“ hat mit einem ermittelnden Journalisten, hübschen Frauen, maskierten Killer und die Abgründe von Reich & Schön auch schon fast alle Zutaten jener Filme, die ein paar Jahre später unter dem Begriff „Giallo“ den Fan begeistern sollten. Irgendwie ist es dann auch verwunderlich, dass der schöne Streifen hierzulande anscheinend keinen höheren Bekanntheitsgrad hat – verdient hätte er es allemal!

7 Murder for Scotland Yard

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Spanischer Giallo mit Paul Naschy als Ex-Trapezkünstler und Saufbold Bruno, der nach dem Mord seiner Gattin in Verdacht gerät, unter dem Decknamen „Jack the Ripper“ gleich für eine ganze Mordserie an Prostituierten im Rotlichtbezirk Soho in den Siebzigern verantwortlich zu sein. Als Zuschauer ist man dabei ebenfalls nicht ganz sicher, ob Bruno jetzt dem Mörder seiner Gattin auf der Spur ist, oder selbst dafür verantwortlich ist und während ihm der hochgewachsene Renzo Marignano als Ermittler von Scotland Yard auf den Fersen ist und sich auch andere Persoen verdächtig verhalten, steigt die Anzahl der Morde immer munter weiter. „7 Murders for Scotland Yard“ ist dabei sicher kein allzu großes Genre-Highlight, aber ein sehr solider Giallo-Schmuddelfilm aus spanischer Produktion, der auch weitaus besser als sein Ruf daherkommt und alles bietet, was man sich als Fan eines derartigen Werkes erwartet. Regisseur José Luis Madrid macht seine Sache jedenfalls ganz passabel und setzt seine Geschichte mit Paul Naschy, hübschen Frauen und viel Zeit- und Lokalkolorit in Szene und reiht Mordszene an Mordszene, ehe am Ende der Killer enttarnt wird. Als großer Naschy-Fan und Giallo-Fan ist der erwartungsgemäß leicht trashige „Jack el destripador de Londres“ natürlich unverzichtbar, aber auch der Rest kommt mit entsprechender Aufgeschlossenheit sicher ebenfalls auf seine Kosten.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Spiel mir das Lied vom Tod

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Der Jogi hat wieder einmal einen Western gesehen und die Begeisterung hält sich neuerlich in Grenzen. Die schmalbrüstige Story wird in „Spiel mir das Lied von Tod“ ja auf größtmögliche Weise ausgedehnt und zeigt wie wenig Inhalt und Charakterisierung man eigentlich in einen Film packen muss, wenn man stattdessen schweigsame Gesellen, zerfurchte Männergesichter und jede Menge Pathos präsentieren kann. Geredet wird nicht viel, passieren tut noch weniger und am Ende gibt es in dem Streifen über Habgier und die Abgründe des Fortschritt in 160 Minuten wieder einmal nichts anderes als die übliche durch einen mysteriösen Fremden initiierte Rachegeschichte und den obligatorischen Kampf Gut gegen Böse mit endlos ausgewalzten Spannungsmomenten, die allesamt mit der Pistolenkugel aufgelöst werden. Warum mit mehr zufriedenstellen, wenn man auch weniger haben kann und so verzichtet Sergio Leone in seinem Streifen auch auf alles, was in dem verfilmten Stammtisch-Märchen mit verklärter Sicht auf die damalige Zeit vom Zielpublikum als störend aufgefasst werden könnte: die schweigsamen Männer bleiben größtenteils unter sich, die einzige Frau als optischer Aufputz ist eine kaffeekochende Hure mit Vater-Komplex und am Ende sind fast alle Tod und der Gerechtigkeit Genüge getan. „Spiel mir das Lied vom Tod“ kann man mit seinen schönen Landschaftsaufnahmen und Morricone-Soundtrack sicher einmal im Leben gesehen haben und ich bereue die Sichtung keinesfalls*, aber so richtig überzeugen konnte mich die etwas langatmig inszenierte und wenig nachhaltige Angelegenheit dennoch nicht so wirklich und es müssen wohl wieder ein paar Monate verstreichen, ehe ich mich hoffungsfroh wieder an das Genre wage. ;)
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

*Wichtelfilmabend* Four Rooms

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Episoden-Film über einen Hotel-Pagen, der in einem etwas heruntergekommenen Nobelhotel in Los Angeles in der Silvester-Nacht seine Stelle antritt und daraufhin in vier seltsame Geschichten verwickelt wird. Jeder der vier Regisseure und –innen inszenierte eine Episode von sexy, lustig bis makaber und brutal und mindestens zwei der Geschichten kann man gleich einmal getrost wegen Belanglosigkeit knicken. „Die fehlende Zutat“ über einen Hexenzirkel soll wohl lustig gemeint sein, ist es aber nicht und fällt auch mit seinem Mystery-Touch trotz bemühtem Erotikfaktors ohnehin aus dem Rahmen und zeigt lediglich, dass man – je berühmter man ist – je weniger Haut man zeigen muss. „Der falsche Mann“ ist mit seiner bemühten Coolness und Psychospielchen ebenfalls nicht sonderlich aufregend, während Die Folge „"The Misbehavers" von Roberto Rogdriguez als Höhepunkt des Streifens über zwei abenteuerlustige Gören wenigstens großen Spaß macht, ehe Quentin Tarantino mit „The Man from Hollywood“ sein übliches und bewährtes Konzept mit viel Gelaber und einer makaberen Pointe abliefert, die den Zuschauer am Ende aber noch halbwegs versöhnlich stimmen. Insgesamt betrachtet ist „Four Rooms“ aber kein Glanzstück des Episodenfilms und auch die überdrehte Darstellung von Tim Roth als Page fand ich im Gegensatz zum zahlreich konsumierten Champagner weniger prickelnd.

Madhouse - Der Wahnsinn beginnt

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Durchschnittlicher Klappsen-Horror mit einer großen Prise Mystery und Horror über einen jungen und ambitionierten Praktikanten mit unmöglicher Frisur, der in einer etwas sonderbar geführten Nervenheilanstalt auf nicht minder seltsame Phänomene trifft. Neben den üblichen Irren findet sich im Keller des Hauses ja auch noch eine Abteilung mit den Spezialfällen, die man sich wohl bei Jonathan Demmes „Schweigen der Lämmer“ ausgeborgt hat und als der erste Mord geschieht wird klar, dass auch diese Anstalt neben gewaltbereiten Psychopathen wohl noch ein dunkles Geheimnis verbirgt. Dabei ist der Streifen aber doch etwas lahm inszeniert und Regisseur William Butler gelingt es mit seiner wirren Geschichte, schnellen Schnitten und dem von "The Devil`s Backbone" inspirierten Geisterjungen nicht so richtig Spannung oder eine gruselige Atmosphäre zu schaffen, sodass man relativ entspannt Richtung finaler Auflösung triftet, die zwar sehr konstruiert, aber auch ganz passabel ausgefallen ist. Wie Bux schon weiter oben schreibt, kann man sich „Madhouse – Der Wahnsinn beginnt“ in Erwartung eines durchschnittlichen Gruselstreifens durchaus geben, allzu viel sollte man sich dabei aber nicht erwarten.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Magic Mike

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Es gibt Filme, die lassen einen in ihrer Aussage und auch in Punkto angepeiltes Zielpublikum bisweilen ratlos zurück. Steven Soderberghs „Magic Mike“ ist so ein Streifen, der in sommerlichen Bildern mit Werbefilm-Optik eine Geschichte über ein paar Stripper präsentiert, die ihr Leben in vollen Zügen genießen und dem Zuschauer auf hauchzart dramatische Weise wohl zeigen soll, dass auch ein angehimmelter Chippendales nebenher ein normales Leben inklusive Träume und Ziele hat. Die Story über den unsympathischen Loser und Gelegenheitsarbeiter der durch Zufall und seinem Mentor „Magic Mike“ zum gefeierten Stripper wird, ist aber ziemlicher Käse und ein Großteil wird wohl ohnehin nur wegen der Tanz- und Stripszenen in die Kinos gegangen sein, die aber insgesamt eher eine untergeordnete Rolle spielen. Der Einblick in das Leben eines Strippers inklusive Sex, Drugs & UtzUtz bleibt ja auch dank FSK12-Freigabe an stets der Oberfläche verhaftet und ist gleichzeitig so bieder und brav, dass man sich wirklich fragen muss, wer Soderbergh diesen auf harmlose Komödie getrimmten Mist abkaufen soll und der Streifen zu seinen insgesamt sehr wohlwollend ausgefallenen Kritiken kommt. Ich wundere mich ja nur, wie man Darsteller für diese Luftnummer finden kann, die sich darin brav zum Affen machen, während die Frauen johlen, als wären da die geilsten Männer der Welt auf der Bühne. Wenn dann wenigstens noch was fürs Auge dabei wäre, aber auch da gibt es außer Channing „Geschmacksache“ Tatum nicht viel zu entdecken und vor allem Matthew McConaughey als alternder und schmieriger Stripper ist ja der Abtörner schlechthin. Nach fast zwei Stunden Gestrippe, Gequatsche, Gejohle und Gekreische und der furchtbar banalen Liebesgeschichte, in der hässliche Menschen keinen Platz finden, ist dann auch endlich Schluss und zurück bleibt nur die Sache mit der Penispumpe und das putzige kleine Schweinchen… und nein, da ist keiner der Darsteller gemeint! ;)
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Love-Hotel in Tirol / Das Liebeshotel in Tirol

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Peter und Paul Berger sind zwei höchst unterschiedliche Zwillingsbrüder, die sich jedoch bis aufs Haar gleichen und während der eine als charmanter Playboy die Welt bereist, lebt der andere als biederer Oberbuchhalter in München. Als Beide eines Tages überraschend von einem verstorbenen Onkel in Kenntnis gesetzt werden, weiß keiner der Beiden etwas mit dem geerbten und heruntergekommenen Hotel in Tirol anzufangen und die Erbschaft wird vorerst ausgeschlagen. Wenig später kommt Peter die Idee, das Hotel in ein orientalisch angehauchtes Etablissement inklusive erotischer Dienste zu verwandeln, während Paul daraus ein christliches Haus der Begegnung für junge Klosterschülerinnen eröffnen möchte. Da jedoch dummerweise keiner vom Vorhaben des andere weiß, kommt es schon wenig später auch zu diversen Verwicklungen und die fulminante Eröffnung wird zu einem Ereignis, dass der kleine Ort Hinterbrunn wohl ebenfalls nicht so schnell vergessen wird…

Spaßige und turbulente Erotik-Verwechslungskomödie über zwei Zwillingsbrüder, die in Tirol ein heruntergekommenen Hotel erben und damit jeweils ganz unterschiedliche Dinge vorhaben. Während der eine ein Puff nach fernöstlicher Machart eröffnen möchte um Ehemännern die weite Reise nach Thailand zu ersparen, möchte sein ungleicher Zwillingsbruder daraus ein „Haus der Begegnung“ für Klosterschülerinnen gestalten. Franz Antels „Love-Hotel in Tirol“ lebt dabei von den typischen Zwillings-Verwicklungen und der Tatsache, dass die Protagonisten zwar miteinander reden, aber stets zwei unterschiedliche Dinge meinen und so ist der örtliche Pfarrer zur Verwunderung von Peter von der Idee des Hotels begeistert, während Paul mit der Verwirklichung seines Plan zur Eröffnung eines christlichen Ferienhaus auf lauter Hindernisse stößt. Abgerundet wird das humorvolle Ausgangsidee dann noch von eifersüchtigen oder vernachlässigten Ehefrauen, eine Horde Klosterschülerinnen, einem tuntigen Elektriker, knatterwillige Dorfjugend und jede Menge sonstiger Gestalten, die sich mit allerlei Hintergedanken zur Eröffnung in dem Hotel einfinden. Franz Antel ist dabei sicher kein Klassiker der deutschen Filmgeschichte gelungen, aber ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich bei dem Streifen herrlich amüsiert habe und auch wenn dem anfänglich sehr temporeichen Streifen gegen Ende etwas die Luft ausgeht, so ist er doch sehr witzig ausgefallen und für eine 16er-Freigabe auch sehr überraschend freizügig inszeniert. „Das Liebeshotel in Tirol“ zählt mit seinem schmissigen Soundtrack sicher zu den spaßigeren Erotikkomödien aus dem Hause „Lisa-Film“ und wer derartigen Filmen nicht gänzlich abgeneigt ist, bekommt hier neben bekannten Gesichtern und viel nackter Haut auch die volle Breitseite inklusive Gags im Minutentakt serviert.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Megaforce

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Was kommt wohl dabei raus, wenn man das knallbunte Trash-Klassiker „Roboter der Sterne“ mit Stallones „The Expendables“ kreuzt und dabei alles in die Luft jagt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist? Genau…wohl so etwas wie Hal Needlemans „Megaforce“, der mit seiner Extraportion naiver Achtziger-Action und jeder Menge „Kawumm“ auch mühelos das Herz eines jeden Hobby-Pyromanen höher schlagen lassen sollte. Die Geschichte über eine streng geheime Elite-Söldnertruppe die mit allerlei High-Tech-Kram gegen böse Terroristen kämpft, ist in dem comichaften Spektakel ja ohnehin Nebensache und auch die Figuren sind bisweilen etwas arg überzeichnet, aber der Rest des Streifens rockt mühelos die Hütte, bis die Schwarte kracht und alles in die Luft gejagt wurde, was an verfügbaren Material zur Verfügung stand. Mit seinen lustigen Einfällen, gewöhnungsbedürftigen Klamotten, sinnentleerten Sprüchen und harmloser Action ist der liebenswerte Blödsinn „Megaforce“ zwar immer mit mehr als nur einem Fuß in der Parodie, aber macht dabei dank seiner gut-gelaunten Darsteller so großen Spaß, dass wohl nur miesepetrige Genre-Puristen an einem derartig überdrehten und gut gelaunten Spektakel keine Freude finden dürften.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Die Zärtlichkeit der Wölfe

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demnächst mehr!
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purgatorio
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von purgatorio »

jogiwan hat geschrieben:Die Zärtlichkeit der Wölfe

demnächst mehr!
klingt wie eine Drohung :kicher:
Im Prinzip funktioniere ich wie ein Gremlin:
- nicht nach Mitternacht füttern
- kein Wasser
- kein Sonnenlicht
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

komm nur, ich mach dir den Haarmann! :kicher:
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