
Nach ca. 10 Jahren mentaler Vorbereitungszeit fühlte ich mich gestern stark genug, um mich an „Die Pudelmützen Rambos“ heranzuwagen und wie erwartet ist Jochen Tauberts Streifen dann auch das vollkommen unerträgliche Werk aus der deutschen Amateur-Ecke, dass sich nicht einmal die Mühe macht, so etwas wie eine Geschichte zu erzählen und mit geballter Inkompetenz die Befindlichkeiten jedes mündigen Zuschauers beleidigt. Das bewusst auf Trash gebürstete Epos erzählt von den Erlebnissen eines jungen Mannes, der nicht nur unsterblich in Lara Croft verliebt ist, sondern auch mitansehen muss, wie ein Vampir junge Frauen aus seinem Umfeld entführt und schließlich von der Gang der Pudelmützen-Rambos zur Strecke gebracht wird. Mehr Inhalt braucht es auch gar nicht um auf 130 Minuten Laufzeit zu kommen, wenn man sich dabei kräftig an Archivmaterial und Musikvideos bedient. Die „Stars“ mit denen der Film beworben wird, sind teils nur in kurzen Momenten zu sehen und Ralf Möller wurde wohl bei der Premiere eines anderen Filmes abgefangen, während Frank Zanders „Auftritte“ als Vampir sich auf drei Musikvideos aus den Archiven beschränken und ansonsten in bester Ed Wood-Manier ein Bodydouble herhalten muss.
Wie der Rest überredet wurde, kann man nur erahnen, aber ein Auftritt in einem Jochen Taubert Film ist der Karriere wohl eher nicht sonderlich förderlich. Der langatmige Rest ist eine witz- und charmelose Aneinanderreihung von dümmlichen Dialogen, pubertären Fäkal-Humor aus der untersten Schublade und Diskont-Genre-Momenten wie etwas Splatter und Auto-Stunts, die ebenfalls scheinbar wahllos aneinandergereiht wurden, wobei wie bei dem Käsebrot-Moment auch mal die Reihenfolge vertauscht sein darf. Deutsche Amateur-Werke und ihre Macher haben ja ohnehin keinen guten Ruf und irgendwie will man nicht auch noch zusätzlich rumhacken, aber Tauberts Talent in Sachen Filmemachen beschränkt sich wohl auf die etwas zweifelhafte Gabe, jede Menge Leute für sein Projekt motivieren und gewinnen zu können. Dem Zuschauer hilft das aber letztendlich wenig und auch bei einer Erwartungshaltung die gegen Null tendiert ist „Pudelmützen Rambos“ ein witzloser Fall von beispielloser Ressourcen-Verschwendung, die in einem Aufwischen auch gleich sämtliche Vorurteile bezüglich deutscher Amateurfilme auf fast schon bedrückende Weise bestätigt.












