Shocking Dark
Haarsträubendes Sci-Fi-Action-Filmchen von Bruno Mattei, das sich wie bereits beschrieben recht unverhohlen an „Aliens“, „Predator“ und „Terminator“ orientiert und dennoch recht unterhaltsam um die Ecke biegt. Die Geschichte über eine Forschungseinrichtung unterhalb von unbewohnbaren Venedig, in dem sich neben durchgeknallten Wissenschaftlern auch noch ein paar andere Wesen tummeln und einer Elite-Einheit die den Auftrag bekommt, nach Überlebenden Ausschau zu halten ist natürlich eher zu vernachlässigen und in „Shocking Dark“ wird auch nahezu während der ganzen Laufzeit auch nur durch irgendwelche Industriehallen gestampft. Diese sind mit roten und grünen Lampen und jeder Menge Trockeneis auch auf futuristisch-düster getrimmt und neben ein paar Alien-Angriffe wird vor allem sehr viel gekreischt um ja auch alle auf sich aufmerksam zu. Dabei wird nicht nur fleißig um Dezimierung gebettelt, sonder es gibt es auch ein paar lustige Einfälle und obwohl der Streifen nicht gerade mit Sympathieträgern glänzt, kommt „Shocking Dark“ am Ende doch hübsch in Fahrt gibt dem Zuschauer im spannenden Finale auch noch ein paar nachdenklich stimmende Worte mit auf den Weg.
Starry Eyes
Die junge Sarah arbeitet als Kellnerin in einem Fast-Food-Lokal in Los Angeles und träumt wie so viele Mädchen von der großen Karriere als Schauspielerin. Doch der Alltag sieht anders aus und zwischen Casting-Terminen, Absagen und dem ständigen Konkurrenzdruck durch ihre Freunde droht die sensible und hoch-motivierte Sarah langsam zu zerbrechen. Als sie eines Tages bei einem Vorsprechen für eine renommierte Film-Firma zu einem zweiten Casting eingeladen wird, wittert Sarah ihre große Chance und auch der alternde und charismatische Produzent scheint von dem unbändigen Willen der Schauspielerin Karriere machen beeindruckt und macht ihr ein lukratives wie zweifelhaftes Angebot, dass schon bald das Leben von Sarah und ihrem Umfeld grundlegend ändern wird…
Interessanter, abgründiger und verwirrender Horror-Streifen über eine junge Frau und ihrem großen Traum einer Schauspielkarriere, der sich eines Tages auch auf etwas ungeahnte Weise zu verwirklichen scheint. „Starry Eyes“ wird dabei die Geschmäcker sicher spalten und während die einen darin einen lahmen Horrorstreifen sehen werden, der erst am Ende auf die Kacke haut, ist der Streifen für die anderen wohl ein langsamer, vielschichtiger und intensiver Weg in den Abgrund, der sich bei Lynch und Cronenberg orientiert und seine Geschichte über Erfolgsstreben und Selbstaufgabe auf sehr originelle Weise erzählt. Wer sich voll und ganz auf die Figur einzulassen vermag bekommt ja auch wirklich einen beklemmende Höllenfahrt präsentiert, die auch eine intensive Wirkung erzielt und den Zuschauer in seiner logischen Konsequenz erschaudern lässt. Die ruhige Erzählweise lässt das Finale umso erschreckender wirken und die Schlussszene fand ich ebenfalls sehr gelungen. Ein mutiger Streifen, der eher wie ein psychologisches Drama im Gewande eines Horrorfilms daherkommt und gegen Zuschauererwartungen gebürstet dem gängigen Genre-Publikum wohl auch nur bedingt gefallen wird. Tipp!