Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Dead Set

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Gelungene, englische Mini-Serie mit rennenden Zombies, die interessanterweise offensichtlich vor „The Walking Dead“ entstanden ist. Die Idee, die ganze Sause im Umfeld des „Big Brother“-Containers zu inszenieren ist jedenfalls sehr originell und das umstrittene TV-Format entpuppt sich als letzte Zufluchtsstätte für eine Handvoll profilneurotischer Menschen im Medien-Umfeld, wobei der Ärger aufgrund der stetig steigenden Bedrohung natürlich nicht lange ausbleibt. Alles gut gespielt und recht knackig inszeniert mit Reminiszenzen an „Dawn of the Dead“, fand ich auch lustig, dass offensichtlich die Beteiligten des Original-BB-Formats sich nicht zu schade waren, hier auch mitzuwirken und ihre Selbstironie unter Beweis zu stellen. In Punkte Gore gibt’s auch genug Schauwerte und einzig und allein die permanente Wackelkamera-Optik fand ich störend, die zwar Tempo und Authentizität vermitteln möchte, in Wirklichkeit aber über das schmale Budget hinwegtäuschen möchte. Das ist etwas schade, da „Dead Set“ ansonsten wirklich sehr gelungen ist und der Zombie-Freund wird 140 Minuten bzw. 5 Folgen lang auch bestens unterhalten.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Women's Camp 119

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Die junge Medizinerin Maria kommt eines Tages mit einer Handvoll weiblicher Gefangener in das KZ in Rosenhausen, dass von dem Mediziner Dr. Wieker mit eiserner Hand geführt wird und in dem mit den Insassen schreckliche Menschenversuche stattfinden. Dort soll Maria als Assistentin von Dr. Meisel mitarbeiten, der ebenfalls von den Nazis zu schrecklichen Experimenten gezwungen wird, um eine makellose Herrenrasse heranzuzüchten, die allen anderen Rassen überlegen ist. Zwischen dem harten KZ-Alltag, der von Gewalt, Erniedrigung und sexuellen Übergriffen seitens der Nazis geprägt ist, entwickelt sich zwischen Maria und Dr. Meisel jedoch eine zarte Liebesaffäre und während das berüchtigte Camp auch zunehmend das Ziel von Alliierten-Angriffen wird, plant auch das Pärchen aus dem schrecklichen Ort in eine ungewissere Zukunft.

Mit N.ziploitation ist es ja immer so eine Sache und auch Bruno Mattei lässt in seinem 1977 entstandenen Streifen keine Möglichkeit aus, dem Zuschauer allerlei Abscheulichkeiten und Geschmacklosigkeiten in drastischen Bildern zu präsentieren. In dem episodenhaft angelegten Werk über ein KZ in Rosenhausen gibt es zahlreiche Menschenversuche, Exekutionen, von den Nazi-Schergen vorgetragenes und sehr fragwürdiges Gedankengut und sogar ein paar unfreiwillig-komische Momente, wenn Homosexualität auf sehr fragwürdige Weise geheilt werden soll. Ansonsten herrscht in dem Werk aber ein ernster und sehr menschenverachtender Grundton und mit der melancholischen Musik von Alessandro Alessandroni und etwas Archiv-Material ist „Women’s Camp 119“ auch gar nicht so trashig, wie es vielleicht der Name Bruno Mattei und sein sonstiges Output vermuten ließe. Das Ende ist ebenfalls sehr düster ausgefallen und der Streifen daher insgesamt auch sicher kein Kandidat für den Gute-Laune-Abend.

Eyes Without a Face

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Giovanna ist die Zeichnerin des Comics „Doctor Dark“, dass sich trotz drastischer Gewaltdarstellung seiner Figur an ein jugendliches Publikum richtet. Als ein mysteriöser Mörder beginnt, wie die Figur im Comic seinen Opfern die Augen zu rauben gerät die junge Frau in die Fronten zwischen aufgebrachter Presse und der Polizei und die Zeichnerin wird indirekt für die Taten verantwortlich gemacht. Als sich auch noch der Mörder telefonisch bei Giovanna meldet und diese in ihrer Wohnung bedroht, wird wenig später ein Journalist, der sich bereits bei einer Pressekonferenz sehr seltsam verhalten hat, als Täter entlarvt und hinter Gitter gebracht. Doch die seltsame Mordserie geht weiter und schon bald wird klar, dass es sich bei dem eigentlichen Mörder um jemanden aus dem direkten Umfeld der Zeichnerin handeln muss…

Bruno Matteis gelungener Nachzügler zum Giallo-Genre lässt sich überraschend gut gucken und bietet eigentlich auch alles, was man sich von einem derartigen Streifen erwartet. Zwar orientiert sich die Geschichte etwas stark an einem ungleich bekannteren Werk von Dario Argento, aber abgesehen von der unterkühlten Neunziger-Optik gibt es in dem kurzweiligen Werk mit seinen Darstellern aus der zweiten Reihe nicht viel zu bemängeln. Die Geschichte ist durchwegs spannend, die Morde drastisch und über mangelnde Tatverdächtige kann man sich im Verlauf von „Eyes without a Face“ auch nicht beklagen. Wer die Chance hat, diesen eigentlich sträflich vernachlässigten Thriller zu gucken, sollte die Möglichkeit auch nutzen. Die Kiste der Spät-Giallos bietet jedenfalls weit schlechtere Beispiele als Matteis solider Streifen, der auch positiv aus dem ansonsten eher durchwachsenen Output des umtriebigen Regisseurs aus dieser Schaffensperiode heraussticht.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Ghoulies IV

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Lustiger Blödsinn und demnächst mehr!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Priscilla - Königin der Wüste

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Wunderbare Mischung aus Komödie, Drama, Musikfilm und Roadmovie, das zu einer Zeit entstanden ist, als sich das Mainstream-Kino zunehmend für Randgruppen und sonstige Außenseiter interessierte. Anders als das Schönwetter-Quasi-Remake „To Wong Foo“ ist „Priscilla – Königin der Wüste“ aber weitaus ernster inszeniert und statt einer reinen Kostümparade blickt der australische Streifen auch hinter die glitzernde Fassade seiner Protagonisten. Dabei verzichtet das episodenhafte Werk auch auf etwaige Regie-Kniffe und der „Culture Clash“ zwischen endloser Wüstenlandschaft, biederer Dorfbevölkerung und den grellen Drag-Queens und Transsexuellen bleibt auch stets nachvollziehbar und authentisch. Das Zusammenspiel der Darsteller ist ebenfalls grandios und dennoch stiehlt Terence Stamp als alternde Transsexuelle Bernadette allen die Show. Insgesamt betrachtet schon ein sehr guter und in der Community beliebter Streifen, der trotz seiner 20 Jahre kaum gealtert scheint und auch heutzutage noch sehr gut funktioniert.

Cabaret of Zombies

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„Cabaret of Zombies“ wird ja als Horror-Monster-Musical“ vermarktet und ist vor allem deswegen interessant, da es sich um einen Zombie-Streifen handelt, der noch in der Prä-Romero-Ära entstanden ist. Die Zombies sind aber in diesem Falle eher seelenlose Wesen in der Tradition haitianischer Voodoo-Magie und werden mittels Hypnose und Gift von der Wahrsagerin Estrella, ihrer Schwester Carmelita und einem buckligen Diener in willenlose Diener verwandelt. Auch der Punkt Musical trifft es nicht so ganz und viel mehr ist „Cabaret of Zombies“ eine Art Horror-Film mit musikalischen Revue-Einlagen im Geist der Fünfziger und früher Sechziger, was heißt, das in ein paar Nummern ein bisschen getanzt und gesungen wird, wobei dieses auch nur begrenzt mit der eigentlichen Handlung zu tun hat. Sonderlich viel Grusel, Zombies oder Musical-Einlagen sollte man sich nicht erwarten und der wahre Horror beginnt für den Zuschauer auch, wenn der Stand-Up-Comedian die Bühne erklimmt. Insgesamt gesehen ist der Low-Budget-Reißer auch eher lahm ausgefallen und kommt erst am Ende etwas in die Gänge, aber für sein Entstehungsjahr ist der obskure Genre-Mix „The Incredibly Strange Creatures Who Stopped Living and Became Mixed-Up Zombies“ schon okay und bietet neben züchtigen Tanz-Einlagen und schwülstigen Liebesliedern auch den ein oder anderen Schmodder- und netten Make-Up-Effekt.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Digital Man

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kelsch bumm schepper - demnächst mehr!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Link der Butler

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„Link der Butler“ war ja einer meiner Lieblingsfilme in jungen Jahren und ich hatte den auch sehr spannend in Erinnerung. Die Grundstimmung des Streifens und die Konfrontation zwischen Mensch und Affe in dem abgelegenen Haus an der Küste ist auch sehr gelungen. Allerdings wirkt der Streifen bei heutiger Betrachtung nicht mehr ganz so rund und wie der Bux auch in seinem obigen Text schreibt, krankt die Geschichte doch an ein paar Ungereimtheiten. Kann man darüber hinwegsehen gibt es einen funktionalen Tierhorror-Streifen, der sich bis zum Finale zwar etwas Zeit lässt, dann aber durchaus zu begeistern weiß. Die grundsympathische Elisabeth Shue begeisterte ja zuvor schon als süße Maus in „Karate Kid“ und Terence Stamp als Forscher mit undurchsichtigen Motiven ist der passende Gegenpol, zu dem Mädel, während die eigentlichen Stars ja auch die Affen sind. Alles sehr solide und gut gemacht, gibt’s abgesehen von kleineren Schlaglöchern der Story und der völlig unpassenden, karnevalesken Musik von Jerry Goldsmith auch keine weiteren Kritikpunkte. Ich mag den immer noch!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Blair Witch 2

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Der Erfolg des Found-Footage-Horrors „The Blair Witch“ und die dadurch bedingte Aufmerksamkeit bringt in der Stadt Burkittsville, in der die Legende der Blair-Hexe begründet sein soll , auch eine Handvoll Einwohner auf neue Geschäftsideen. Der aus der Psychiatrie entlassene Jeff organisiert über das Internet eine Reise für Freaks zu den Originalschauplätzen des Streifens und bietet den Teilnehmern auch die Möglichkeit in den Ruinen des Hauses zu übernachten, in dem das Finale gedreht wurde. Als die hoffnungsfrohe Truppe, bestehend aus dem Pärchen Stephen und Tristine, der selbsternannten Hexe Erica und dem Gothic-Girl Kim am nächsten Tag erwacht, fehlt jedoch die Erinnerung an die vergangenen Stunden und die über gefundene Videobänder rekonstruierte Nacht bringt so manch unschöne Überraschung…

Der Nachfolger des Millionensellers bricht zwar nicht gänzlich mit dem Found-Footage-Konzept des Vorgängers ist aber mehr konventioneller Horrorstreifen, in dem der Hexen-Mythos zwar eine Rolle spielt, aber die Sause mehr in Richtung kollektive Wahnvorstellung geht. Der rasch heruntergekurbelte Streifen ist auch weder ein richtiges Sequel und als eigenständiger Horrorstreifen orientiert er sich auch zu stark am Vorgänger. „Blair Witch 2“ entlarvt auch auf ironische Weise unreflektiertes Filmfan-Verhalten und präsentiert Figuren, die sich mit aller Verbissenheit an einen fiktiven Mythos klammern und dadurch im Verlauf einer schicksalhaften Nacht zerrieben werden. „BW2“ erfreut den Zuseher jedoch mit seiner Ernsthaftigkeit, klischeehaften Figuren und blutigen Schauwerten, sodass der Streifen mit seiner umständlich erzählten Geschichte und seinem Diskont-Look auch eher auf der Trash-Skala punkten kann. In Erwartung eines Streifens, der sicherlich niemals zu den Klassikern des Genres zählen wird, ist Joe Berlingers Streifen aber auch eine unterhaltsame und auf den Horrorfan zugeschnittene Sache.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Das Schloss des Grauens

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Unterhaltsamer Neo-Gothic-Grusler von Antonio Margheriti, der hier eine junge Ehefrau in einem alten Schloss mit einem selbsternannten Richter konfrontiert, der am liebsten junge Frauen mit mittelalterlichen Folterinstrumenten in die Mangel nimmt. Dabei ist Margheriti nicht zimperlich und präsentiert zwei, angesichts des Entstehungsjahres, doch recht herbe Gewalteinlagen, die auch heutzutage ihre Wirkung nicht verfehlen. Der kurzweilige Streifen hält sich nicht mit Nebensächlichkeiten auf und startet von Beginn an durch, die Verdächtigen geben sich die Klinke in die Hand und auch wenn die (in früheren Auflagen verstümmelte) Auflösung etwas krude um die Ecke biegt, so lässt sie die ganze Geschichte doch in einem anderen Licht erscheinen. „Das Schloss des Grauens“ ist meines Erachtens jedenfalls recht schön und stimmig gemacht, bietet hübsche Locations, lustige Miniaturen inkl. Stunt-Puppe und Christopher Lee in einer wie üblich etwas zwielichtigen Rolle. Wer diese Art von Streifen mag, wird hier auf der ganzen Linie bestens bedient und auch wenn ab und an mal etwas zu viel durch Gänge gestöckelt wird, so ist der Grusler doch sehr gelungen.

Blutige Seide

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Mario Bava und seine Blaupause des Giallo präsentiert sich auch bei der x-ten Sichtung immer noch als ganz großartiges Werk, das den Zuschauer mit satten Farben, hübschen Frauen und heiklen Themen konfrontiert. Schon der Auftakt, in denen die Darsteller wie Puppen in einer Modestrecke drapiert werden ist absolut wunderbar und das Ambiente des Haute Couture-Salons mit seinen Mannequins passt hervorragend zur entlarvenden Geschichte über die Abgründe der feinen Gesellschaft. Jede Sequenz ein Kunstwerk, jeder Mord ein Schocker und irgendwie kann man sich an alledem gar nicht sattsehen. Da ein Tütchen Kokain, da ein Tagebuch, ein geplatzter Wechsel und ein Lieblingsfilm für immer!

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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Ein Käfig voller Narren

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Über „Ein Käfig voller Narren“ muss man ja nicht mehr viele Worte verlieren und der 1978 gedrehte und Oscar-nominierte Film ist ja nicht nur eine lustige Culture-Clash-Komödie voller Situationskomik, sondern hat auch seit seinem Entstehungsjahr viel für die homosexuelle Community getan. Nur auf den ersten Blick sind die meisten Gags auf Kosten der tuntigen Nachtclub-Besitzer, die hier auf sehr überzeichnete Weise dargestellt werden und mit ihren exaltierten und schwuchteligen Art so auch beim Publikum Vorurteile bestätigte um diese dann anschließend im Verlauf des Films zu widerlegen. Humor ist immer noch die beste Waffe gegen Vorurteile und so ist es wenig verwunderlich dass der Streifen durchaus ernste Themen im glitzernden Gewand einer frivolen Komödie voller schräger Vögel verpackt. Auch wenn „Ein Käfig voller Narren“ heutzutage wohl nur noch auf der Komödien-Schiene wahrgenommen wird, sollte man in Zeiten, in denen in den vereinigten Staaten wieder Gesetze beschlossen werden, das auf der Grundlage religiöser Empfindungen die Diskriminierung homosexueller Menschen erlaubt, niemals darauf vergessen, dass Diskriminierung jeglicher Form niemals egal sein darf.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Noch ein Käfig voller Narren

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Nach dem großen Erfolg von „Ein Käfig voller Narren“ war ein Nachfolger ja nur eine Frage der Zeit und 1980 wurde auch mit der gleichen Besetzung und Regisseur die Neuauflage der schrägen Vögel realisiert. Statt spießbürgerlichen Moralvorstellungen und unterschiedliche Welten, die aufeinanderprallen, geht es in Teil 2 aber um Agenten und Verschwörungen und einem Paar, das in schlimmen Zeiten zueinanderhält. Wie schon im Vorgänger werden Vorurteile aufgezeigt und auf charmante Weise widerlegt und mit hohem Tempo stolzieren und stöckeln Nachtclub-Besitzer Renato und Revue-Star Zaza Napoli durch eine aberwitzige Geschichte, die davon lebt, dass Zaza wahlweise in unterschiedlichste Männer- oder Frauenrollen schlüpfen muss. Alles gewohnt temporeich und spaßig inszeniert, gibt es auch ein Wiedersehen mit italienischen Genre-Veteranen wie Nello Pazzafini, Roberto („Torso“) Bisaco, Glauco Onorato, Stelio Candelli und einen jungen Mark („Alien – Die Saat des Grauens“) Bodin in seiner wohl ungewöhnlichsten Rolle.
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