
Ein eigentlich hochgradig seltsamer und interessanter Sci-Fi-Streifen, der die gar nicht mal so abstrakte Geschichte eines Mannes erzählt, der sich nach dem Scheitern seiner Ehe in sein Betriebssystems verliebt. Das hört sich jetzt erst einmal sehr abstrus an, doch Spike Jones schafft es in seiner eigentlich sehr düsteren (?) und traurigen Zukunftsvision in den sommerlichsten Farben und schönsten Bildern einer namenlosen Metropole, dass der Zuschauer nachvollziehen kann, wie man als enttäuschter Mensch emotional auf eine künstliche Intelligenz und Stimme reagiert, die immer das richtige sagt und tut und auch als ständiger Begleiter in allen Lebenslagen präsent ist. Der hochsensible und von der Liebe enttäuschte Theodore lässt sich im Verlauf der zwei Stunden immer weiter auf eine Illusion dessen ein, was sich zwischen zwei Individuen abspielt und erliegt der Wunschvorstellung eines vermeintlich empathischen Partners, der auch aus Sehnsucht nach dem Gefühl der Geborgenheit nicht mehr als künstliche Intelligenz wahrgenommen wird. Ein Film der sich dem Thema Liebe und Beziehung auf die denkbar schrägste Weise nähert und dabei mit retrofuturistischer Bildgewalt die Abgründe unserer zunehmend technisierten Welt beleuchtet, in denen sich die Menschen trotz aller denkbaren Kommunikationsmöglichkeiten anscheinend noch nie einsamer gefühlt haben.









