Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Lucy

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Unpackbares, Action- und Tempo-reiches Knallbonbon der völlig abgedrehten Sorte und dem Prinzip der permanenten Steigerung für Menschen mit Humor, bei dem man lediglich einen Fehler nicht begehen sollte: die ganze Sause ernst zu nehmen. Luc Besson greift in seinem selbstreferenziellen und ironischen Werk nach einem eher düsteren Start nach den Sternen und lacht vermutlich in seinem Kämmerlein über all die Kommentare, die in dem unterhaltsamen und augenzwinkernden Spaß, der Geschichte und Besetzung irgendwelche tieferen Bedeutungen und Statements erkennen wollen. „Lucy“ ist jedenfalls ein schwer unterhaltsamer Filmchen, bei dem es am besten ist, wenn man im Vorfeld wenig über den Inhalt weiß und man sich einfach zurücklehnt und plätten lässt und bei dem lediglich die FSK-Freigabe für Stirnrunzeln sorgen sollte. Ein Blockbuster aus der Big-Budget-Trash-Ecke und der sympathischen Sorte, bei dem mich auch der übermäßige Einsatz von CGI gar nicht gestört hat. Ein Film, der mich so bestens unterhält darf auch alles.

Der Wachsblumenstrauß

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Und auch die nächste Agatha Christie-Verfilmung nach erfolgserprobten Schema ist natürlich eine kurzweilige Sache und auch „Der Wachsblumenstrauß“ ist selbst ohne Auftauchen des titelgebenden Dekor-Artikels eine runde Sache mit einer wunderbaren Margaret Rutherford in ihrer Paraderolle. Auch die Geschichte über einen mysteriösen Mord an einem reichen Gutsbesitzer und eine Handvoll Erben, die danach dezimiert werden ist recht spannend in Szene gesetzt und die zahlreichen Tatverdächtigen geben sich auch redlich Mühe, den Zuschauer bis zum packenden Finale hübsch auf die falsche Fährte zu locken. Ein Streifen, bei dem es dann auch nicht viel zu meckern gibt und der dem Zuschauer auch heutzutage viel Freude bereitet.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Vier Frauen und ein Mord

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„Vier Frauen und ein Mord“ als Abschluss der Miss-Marple-Box bringt die kauzige Ermittlerin auf die Theaterbühne, wo sie die Unschuld eines zu Unrecht in Mordverdacht geratenen Menschen beweisen muss. Der Fall bietet dabei jede Menge Verdächtige und bleibt bis zum Ende auch ziemlich unvorhersehbar. Der Streifen selbst ist wie üblich sehr routiniert und schnörkellos in Szene gesetzt und bietet eine gediegene Mischung aus Krimi und britischen Humor in der Margareth Rutherford abermals in ihrer Paraderolle brilliert. Diese Filme kann man einfach immer wieder gucken und die sehr günstige Box mit allen vier Filmen auch nur jedem Filmfan ans Herz legen.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Tödlicher Irrtum

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„Tödlicher Irrtum“ ist doch in mehrfacher Hinsicht ein etwas seltsamer Film, der auf den ersten Blick auch recht wenig mit den restlichen Agatha-Christie-Verfilmungen gemeinsam hat. Hier ermittelt auch nicht Miss Marple oder Hercule Poirot, sondern der Paläontologe Dr. Calgary, der nach einer längeren Expedition erfahren muss, dass ein junger Mann wegen Mordes gehängt wurde, dem er ein Alibi hätte geben können. Doch die Hinterbliebenen sind darüber nicht wirklich interessiert und als Dr. Calgary weiter forscht, gibt es auch bald weitere Morde. Leider ist die Figur des Dr. Calgary aber arg sperrig und von unsympathischer Natur mit furchtbarer Frisur und auch die restlichen Figuren und deren Motivationen bleiben etwas blass. So scheinen auch die Ermittlungen nicht aus Interesse an der Wahrheit, sondern eher aus dem angeknacksten Ego des Doktors heraus zu erfolgen, der sich auch stets sehr überheblich gegenüber den anderen Figuren präsentiert. Was aber irgendwie am meisten stört ist der Soundtrack von Dave Brubeck, der zwar sehr gut ist, aber überhaupt nicht zum Charakter des eher düsteren und dramatischen Streifens passt. Teils sind die jazzigen Klänge auch so aufdringlich und fast schon in eine Slapstick-artigen Manier platziert, dass eine etwaiger Anflug von Spannung sofort untergraben wird. Ansonsten ist „Tödlicher Irrtum“ sicherlich kein uninteressanter Streifen, aber spielt doch in einer anderen Liga als die Streifen, die ich zuletzt in meiner Agatha-Christie-Retrospektive gesehen habe.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Gib Gas, ich will Spaß!

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Diese Reanimierung des Schlager-Lustspiels mit den Stars der Neuen Deutschen Welle ist nach herkömmlichen Gesichtspunkten wirklich kein sehr guter Film und neben viel Musik gibt es hier eine ziemlich einfache Geschichte über den jungen Robby, der sich in seine Mitschülerin Tina verguckt, die ihrerseits nur Augen für Tino hat, der beim Auto-Scooter am Rummel einen auf Macker macht. Alles natürlich komplett auf die beiden Hauptfiguren gestrickt und wie der Ugo schon richtig geschrieben hat, verfügt Nena auch über jede Menge Ausstrahlung und obwohl ihre Figur alles andere als sympathisch ist und XXL-Pullis trägt, hat man sie als Zuschauer sofort in sein Herz geschlossen. Bei Markus schaut die Sache da schon anders aus und auch bei manch skurriler Szene in der episodenhaften Handlung kann man neben Anflügen von Fremdscham auch nur den Kopf schütteln. Dennoch macht der trashige und oft improvisiert wirkende Streifen auch wieder Spaß und überrascht den Zuschauer mit allerlei lustigen Einfällen. Im Grunde ist „Gib Gas, ich will Spass“ dann aber eine einzige Anleitung zu kriminellen Taten, die mit den Hits von Nena, Markus und eine mir bislang unbekannte Truppe namens „Morgenrot“ schmissig unterlegt sind und bei der auch die Zigarettenmarke „Marlboro“ immer etwas zu auffällig in die Kamera gehalten wird. Alles in allem ein seltsames Zeitdokument, dass man heutzutage auch nie und nimmer so bringen könnte und dennoch Pflichtprogramm für alle Freunde des deutschen Kulturguts.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Bukarest Fleisch

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Andy Fetschers Streifen ist hier ja schon mehrfach positiv erwähnt worden, aber so richtig hat mich der Streifen leider nicht begeistert. Die Abschlussarbeit für die Filmakademie Baden-Württemberg ist ja ein Mischmasch aus unterschiedlichsten Einflüssen und neben TCM und J-Horror, Backwood-Slasher- und Found-Footage-Anleihen und ein bisschen Lars von Trier, Schlingensief und Gaspar Noé gibt es eine kunterbunte Mischung aus optischen Spielereien, die von einer haarsträubenden Geschichte über Gammelfleisch in Rumänien eher schlecht als Recht zusammengehalten werden. Optisch sieht das teilweise durchaus okay aus und auch die Darsteller wissen zu gefallen, aber die, Charakter-Zeichnung, die Dialoge und präsentierten Ereignisse sind teils totaler Quatsch. Obwohl „Bukarest Fleisch“ dabei durchaus seine Momente hat, wirkt das Gesamtergebnis doch etwas arg bemüht und wird mit seiner unausgegorenen Mischung weder den Horrorfan, noch die etwas anspruchsvollere Ecke begeistern. Auf einen guten Moment und Ansatz kommen mindestens zwei Schlechte und wenn sich am Ende dann auch noch die Mädels küssen müssen, ist es mit der Anbiederung ans männliche Genre-Publikum dann auch wirklich genug.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Ruins

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Ich mag „Ruins“ einfach total gern: fängt so sommerlich harmlos an und nach dem obligatorischen Kennenlernen der Figuren, die eigentlich nur einen spannenden Urlaubsabschluss erleben wollen, kippt der Streifen von einer Sekunde auf die andere so derartig, dass man dem Rest des Films und den darauf folgenden und sehr blutigen Ereignissen eigentlich nur noch fassungslos beiwohnen kann. Sicherlich mag die Grundidee bei manchen Leuten für Kopfschütteln sorgen, aber was da in der Unrated-Fassung abgefackelt wird, lässt selbst abgebrühte Genre-Freude erschauern und ist auch sehr wirkungsvoll in Szene gesetzt. Vor allem, weil es sich nicht um irgendwelche Knallchargen, sondern um sehr sympathische Figuren handelt, die sich auf einer Maya-Pyramide auf einmal in einer ausweglosen Situation wiederfinden. Für mich in der verlängerten Fassung sicher einer der wirkungsvollsten und packendsten Horrorfilme der Nuller-Jahre, der sich dank seiner Darsteller auch immer wieder gut gucken lässt.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Venetian Caprice

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Die attraktive Musiklehrerin Roberta trifft eines Tages im sommerlichen Venedig auf den umtriebigen Künstler Lorenzo, der sofort Gefallen an der selbstbewussten Frau findet. Fortan umgarnt er die hübsche Frau, die sich auch wenig später auf eine prickelnde Affäre mit dem smarten Lebemann einlässt und gemeinsam mit ihm erotische Höhen erlebt. Doch während Roberta fortan ihre Tage so gestaltet, dass sie immer für Lorenzo da sein kann, bleibt dieser für die junge Frau nicht wirklich greifbar und obwohl er Roberta beteuert, wie sehr er in die hübsche Musiklehrerin verliebt ist, sprechen seine Taten eine andere Sprache und Roberta muss schon wenig später eine Entscheidung treffen…

Sehr simpel gehaltener Softsex-Streifen von Bruno Mattei in der Art erotischer Clips, mit denen man früher mal das Nachtprogramm privater TV-Sender bestritten hat. Zusammengehalten von einer minimalen Geschichte über Liebe, Sex und Eifersucht bietet die „venezianische Launenhaftigkeit“ auch viel nackte Weiblichkeit, züchtig gefilmte Kopulationen und jede Menge Venedig. Die Lagunenstadt als romantischer Handlungsort rückt allerdings mit fortschreitender Laufzeit eher in den Hintergrund und auch über so manch digitalen Effekt legt man wohl besser den Mantel des Schweigens. Während Emily Crawford als Roberto ja ihre Sache ja noch passabel absolviert, wirkt Gualberto Parmeggiani wie eine Mischung aus Gianni Dei und Dolph Lundgren und passt meines Erachtens auch so überhaupt nicht in seine Rolle des Künstlers. Dennoch ist „Venetian Caprice“ auf der anderen Seite auch irgendwie unterhaltsam, auf eine naive Art liebenswert und präsentiert eine andere Seite von Bruno Mattei, die mit Action von Gewalt nix am Hut hat. Dass der Streifen dennoch nahezu unbekannt zu sein scheint und nicht mal in der OFDB gelistet ist, liegt wohl daran, dass die Zeiten für derartige episodenhafte Erotik-Clip-Filme mit Video-Optik in Zeiten der Reizüberflutung im Internet auch schon wieder längst vorbei sind.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

I Killed my Mother

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Xavier Dolan ist mir ja von unserem Purgschi als der „kanadische Almodóvar“ empfohlen worden und tatsächlich hat das kanadische Regie-Wunderkind ein sehr beeindruckendes und vielfach ausgezeichnetes Debüt vorgelegt, dass nicht an den üblichen Fehlern krankt, den Nachwuchsregisseure bei ihren Erstlingen so gerne begehen. Klar ist „I killed my Mother“ immer noch vollgepackt mit hundert Ideen, Momentaufnahmen und episodenhaften Ereignissen aus dem Leben eines Teenagers und dennoch schafft es Dolan, der hier neben dem Drehbuch auch gleich die Hauptrolle übernommen hat in seinem knallbunten, kitschigen und tragikomischen Streifen eine klare Struktur und präsentiert auch seine autobiografisch gefärbte und ziemlich angeknackste Mutter-Sohn-Beziehung mit entsprechenden Ernst, ohne dabei auch eine jugendliche Leichtigkeit aus den Augen zu verlieren. Die Worte sind harsch, aber man ist sich nicht lange böse und so wie es nicht mit der alleinerziehenden und impulsiven Mutter geht, so weniger geht es auch ohne. Alles schön in Szene gesetzt und noch wunderbarer gespielt ist „I killed my Mother“ auch ein mehr als origineller Beitrag zur „Coming-of-Age“-Kiste und Hut ab so etwas mit nur 20 Jahren zu realisieren.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Herzensbrecher

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Auch in seinem zweiten Film beweist der kanadische Nachwuchs-Regisseur Xavier Dolan ein großes Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen und präsentiert in „Herzensbrecher“ mit der selbstbewussten Marie und den sensiblen Nicolas, die sich eines Tages in denselben Mann verlieben. Dieser genießt auch die Aufmerksamkeit der Beiden und den dadurch entstehenden Konkurrenzkampf, der zuerst subtil beginnt und später immer augenscheinlicher die Freundschaft der Beiden auf die Probe stellt. Dabei ist die eher zurückhaltend und mit schönen Bildern erzählte Geschichte auch immer wieder von Interviews mit anderen Personen unterbrochen, die ihrerseits von unerwiderten Gefühlen erzählen und dem ganzen einen Doku-ähnlichen Charakter verleihen und insgesamt auch sehr an europäisches Autorenkino erinnert. „Herzensbrecher“ ist dann auch lustig und traurig, melancholisch und erheiternd, oberflächlich und tiefgründig, „queer“ und „straight“ zugleich und mit seiner sehr jugendlichen Sicht auf so etwas Kompliziertes und wenig rationales wie Liebe auch ein interessantes Werk, mit dem man sich trotz fortgeschrittener Erfahrungswerte in derselben Thematik gerne identifizieren mag.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Cruel Tango

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Francesco Cutili ist ein Sensations-Journalist und Blogger, der eines Tages ein Video zugespielt bekommt, in dem ein maskierter Killer zu Tango-Klängen eine Frau zu Tode quält. Anstatt gleich zur Polizei zu gehen, sieht Cutili die Chance gekommen, seinen Blog „youcrime“ groß rauszubringen, veröffentlicht den Clip online und beginnt zum Missfallen seiner Freundin auch auf eigene Faust in dem kleinen, sizilianischen Ort Luciana zu ermitteln, aus dem das ermordete Opfer stammt. Das bringt den ambitionierten Journalisten mit etwas fragwürdiger Berufsethik aber auch geradewegs ins Fadenkreuz der Ermittlungen der Polizei und wenig später geschieht auch ein weiterer Mord, bei dem Cutini als Tatverdächtiger nicht auszuschließen ist. Als auch Cutinis Freundin immer mehr an der Unschuld von Cutini zweifelt und ebenfalls nach Luciana reist, spitzt sich die Lage weiter zu und der streitbare Journalist bekommt alle Hände voll zu tun um seine Unschuld zu beweisen.

Italienischer Thriller aus dem Jahr 2012, der von dem US-Label als Neo-Gialli unter die Leute gebracht wird und der zwar nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut ist. Die teils etwas krude Story über einen investigativen Journalisten mit zweifelhaften Berufsethos, der ein Snuff-Video zugespielt bekommt, ist ja nicht wirklich spannend und auch in Punkto Härte sollte man sich trotz kurzer Schmodder-Momente nicht zu viel erwarten. Richtig verdächtig macht sich ja keiner und manche Szenen, wie z.B. eine ziemlich lahme Verfolgungsjagd sind einfach nicht gelungen. Am meisten gestört hat mich aber der ganze optische Firlefanz wie farblich verfremdete Aufnahmen und stakkato-artigen Schnitte, die dem ganzen wohl eine zusätzliche Dynamik verleihen sollen, aber auf Dauer eher nervig ausgefallen sind. Richtig verdächtig macht sich ja auch keiner, die zahlreichen Nebenhandlungsstränge sind zu vernachlässigen und Spannung will auch im Finale nicht so richtig aufkommen. Positiv in der kleinen Produktion sind neben Lokalkolorit aber auch Hauptdarsteller Francesco Castiglione, der ja auch hübsch anzusehen ist und irgendwie hat man aus der Kiste der Neo-Gialli auch schon weit schlechtere Filme gesehen.
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