
Regisseur Hamdias plant in Frankreich den ultimativen Film über kriegerische Folter zu drehen, setzt seine Hauptdarstellerin Gaila psychisch und physisch unter Druck und gerät so auch rasch ins Visier staatlicher Institutionen. Als der radikale Filmemacher mit terroristischem Hintergrund eines Tages spurlos verschwindet hinterlässt er der ebenfalls verfolgt fühlenden Gaila Kassetten mit Instruktionen und diese beginnt weiter für sein unkonventionelles Projekt zu kämpfen. Dieses stößt jedoch aufgrund seiner herben Thematik und politisch fragwürden Botschaft überall auf Ablehnung und auch Gaila entwickelt zunehmend eine höchst ungesunde Obsession für das Werk des Mannes und dessen Inhalt, dass sie schließlich zu einer Verzweiflungstat treibt...
Nach dem kolumbianischen "Bloody Flesh" von Carlos Mayolo ist "In Hell" a.k.a. "Gloria Mundi" der nächste unkonventionelle Streifen, der versucht die Gräuel seiner Zeit auf künstlerische Weise zu verarbeiten. Im Falle von Nikos Papatakis geht es um den Algerienkrieg bzw. Folter und die Rolle von französischen Militärgeheimdiensten, die hier auf sehr drastische Weise in einem sehr radikalen und wütenden Film präsentiert werden. Papatakis schont weder Darsteller noch Zuschauer und vor allem Olga Karalatos ("Woodoo") musste für ihre Rolle augenscheinlich so einiges über sich ergehen lassen, was man eigentlich nicht so bringen sollte. "Gloria Mundi" ist dann auch kein Genre-Wohlfühlfilm für Zwischendurch, sondern ein wütendes und bisweilen auch schwer erträgliches Stück Film mit zeitgeschichtlichen Hintergrund, dass auch noch recht anstrengend erzählt ist. Trotzdem aufgrund seiner verstörenden Form und sehr radikalen Ansatz nicht uninteressant, auch wenn man als Zuseher schon etwas aushalten sollte.











