Silent Night, Bloody Night
Vor vielen Jahren kam der Eigentümer des sogenannten "Butler-Haus" auf mysteriöse Weise am Weihnachtsabend ums Leben und vermachte das Haus seinem Enkel mit der Bedingung, dieses nicht zu verändern. Knapp zwanzig Jahre später beschließt dieser jedoch das leerstehende Anwesen zu verkaufen und schickt dazu an Weihnachten einen Anwalt in die kleine Stadt, der den Verkauf regeln soll. Als dieser samt Freundin auf grauenvolle Weise ermordet wird, ist das jedoch erst der Auftakt einer Reihe von weiteren Morden und als die Tochter des Bürgermeisters Nachforschungen anstellt, kommt diese einem düsteren Geheimnis auf die Spur, das wie ein dunkler Schatten über dem verfluchten Gebäude liegt...
70er-US-Horror und Prä-Slasher über eine düstere Geschichte, die sich an Weihnachten in einem geräumigen Haus zugetragen hat und zwanzig Jahre später wieder zu Tage tritt. Die Story wäre dabei auch gar nicht so schlecht, wäre der Film nicht so haarsträubend falsch herum und sprunghaft erzählt, sodass erst gar keine Spannung aufkommen kann. Die Perspektive der Geschichte wechselt ständig von einer Person zu anderen und im Finale gibt es ein haarsträubendes - aber zweifelsfrei gelungenes - Kracher-Ende, das ebenfalls kurzerhand ebenfalls aus dem Ärmel geschüttelt wird und "Silent Night, Bloody Night" dann doch noch aus der Masse vergleichbarer Streifen herausragen lässt. Ansonsten überzeugt der Streifen aber durch seine düstere Grundstimmung, blutige Momente und das bereits erwähnte Finale, dass man sich so sicher nicht unbedingt erwarten würde, auch wenn die Weihnachts-Thematik insgesamt hier nur am Rande in Erscheinung tritt.
Silent Night, Deadly Night Part 2
"Silent Night, Deadly Night Part 2" ist im Grunde ein einziger Witz und besteht im Grunde aus 50 % Material des Vorgängers in der entschärften R-Rated-Fassung, die hier in Form von Rückblenden nochmals erzählt werden. Die ersten 40 Minuten sind daher nichts anders als ein Zusammenschnitt des Erstlings mit einer losen Rahmenhandlung, in dem Ricky, der jüngere Bruder des psychopathischen Santas aus dem ersten Teil, dessen blutige Taten vor einem Psychologen nochmals Revue passieren lässt. Erst danach geht es mit der eigentlichen Handlung los und die ist größtenteils ebenfalls ziemlich lächerlich sind, sodass es wenig verwundert dass die sogenannte "Garbage Day"-Szene immer wieder in Youtube-Zusammenstellungen der lächerlichsten Horrorfilmszenen aller Zeiten auftaucht. Die ist auch ein großer Lacher, aber im Grunde dann auch das einzige Highlight in einem billig zusammengeschusterten und unfreiwillig-komischen Streifen, der wohl nur entstanden ist um noch ein paar zusätzliche Dollar aus den Taschen der Slasher-Fans zu ziehen.