Alone - Du kannst nicht entkommen - John Hyams (2020)
Moderator: jogiwan
Alone - Du kannst nicht entkommen - John Hyams (2020)
Alone - Du kannst nicht entkommen
Originaltitel: Alone
Herstellungsland: USA / 2020
Regie: John Hyams
DarstellerInnen: Jules Willcox, Marc Menchaca, Anthony Heald, Jonathan Rosenthal
Story:
Nach einem Schicksalsschlag beschließt Jessica ihre Zelte in der Stadt abzubrechen um irgendwo am Lande ein neues Leben zu beginnen. In ihrem alten Volvo mit Anhänger, in dem sie ihr Hab und Gut verwahrt hat, beginnt sie mit einer Reise durch die Staaten und gerät nach einem waghalsigen Überholmanöver ins Visier eines Mannes. Der ist zuerst noch bemüht und freundlich, aber gleichzeitig auch etwas gruselig und taucht wenig später gleich mehrmals auf ihrer Reise auf. Nach einem weiteren Aufeinandertreffen hat Jessica eine Reifenpanne und der unbekannte Mann entführt die Frau um ein teuflisches Spiel mit ihr zu treiben…
Originaltitel: Alone
Herstellungsland: USA / 2020
Regie: John Hyams
DarstellerInnen: Jules Willcox, Marc Menchaca, Anthony Heald, Jonathan Rosenthal
Story:
Nach einem Schicksalsschlag beschließt Jessica ihre Zelte in der Stadt abzubrechen um irgendwo am Lande ein neues Leben zu beginnen. In ihrem alten Volvo mit Anhänger, in dem sie ihr Hab und Gut verwahrt hat, beginnt sie mit einer Reise durch die Staaten und gerät nach einem waghalsigen Überholmanöver ins Visier eines Mannes. Der ist zuerst noch bemüht und freundlich, aber gleichzeitig auch etwas gruselig und taucht wenig später gleich mehrmals auf ihrer Reise auf. Nach einem weiteren Aufeinandertreffen hat Jessica eine Reifenpanne und der unbekannte Mann entführt die Frau um ein teuflisches Spiel mit ihr zu treiben…
it´s fun to stay at the YMCA!!!
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Re: Alone - Du kannst nicht entkommen - John Hyams (2020)
Funktionaler, aber auch nicht sonderlich origineller Survival-Horror über eine Frau, die nach einem Schicksalsschlag ins Visier eines Mannes gerät, der nichts Gutes im Schilde führt. Dabei ist „Alone“ über weite Strecke eher ruhig erzählt und erzeugt eine unheimliche Stimmung, wenn man irgendwo in der Einöde auf einmal immer wieder auf denselben Kerl trifft, der zwar freundlich tut, aber doch auch ziemlich creepy erscheint. Nach der Entführung der Frau flacht der Streifen aber etwas ab und es kommt auch noch die wilde Natur ins Spiel, womit sich Jessica auf einmal mit zwei Gegnern abfinden muss. Der weitere Verlauf ist dann üblicher Machart inklusive grausiger Verletzung, vermeintlicher Rettung und finaler Konfrontation, sodass man sich auf keine Überraschung einstellen muss. Der Film will zwar mit seiner Figurenzeichnung punkten, aber bleibt dafür lange Zeit zu vage für meinen Geschmack, sodass er am Ende auch nur bedingt funktioniert. Technisch und darstellerisch ist das alles gut gemacht und auch die Naturaufnahmen sind toll, aber das Remake des schwedischen Films „Night Hunter – Die Zeit des Jägers“ ist dennoch nur durchschnittlich und zeigt nichts, was man nicht anderswo auch schon mal gesehen hätte.
it´s fun to stay at the YMCA!!!
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Re: Alone - Du kannst nicht entkommen - John Hyams (2020)
Letztes Jahr auf dem Internationalen Filmfest Oldenburg gesehen und folgendes niedergeschrieben:
Auf diesen Film war ich besonders gespannt, da ich über Regisseur John Hyams zwar schon sehr viel lobende Worte hörte, aber es bisher tatsächlich nicht geschafft hatte, eines seiner Werke zu sehen. Dabei war er auch schon mal mit dem für ihn eher untypischen Little-League-Baseball-Film „All Square“ in Oldenburg zu Gast. Die Projektion war leider suboptimal und verhinderte zunächst, dass ich in den Film reinkam. Alle 30 Sekunden hatte man nämlich das Gefühl, es würden Frames fehlen und gleichzeitig der Film etwas verlangsamen, was einen seltsamen „Stotter-Effekt“ verursachte, von dem ich erst dachte, er sei gewollt. Da er jedoch regelmäßig wiederkehrte und das in Szenen, die dafür nun wirklich nicht passend war, merkte ich bald, dass hier wohl ein Kompressionsfehler bei der Vorlage vorlag, was mich dann zunehmend nervte. Aber auf der positiven Seite, der Film war dann doch so spannend, dass ich mit zunehmender Laufzeit drüber hinwegsehen konnte.
Dabei erzählt „Alone“ nun wirklich keine neue Geschichte. Ganz im Gegenteil. Umso überraschter war ich, dass es sich auch noch um ein Remake handelte. Also die Neuverfilmung eines Stoffes, den man so schon unzählige Mal gesehen hat. Tut das Not? Sicher nicht, aber John Hyams ist ein sehr versierter und talentierter Regisseur, der aus der ausgequetschten Zitrone noch eine leckere Limo zaubern kann. Worum geht es? Eine Frau wird auf ihrer Autoreise durch die USA von einem geheimnisvollen und unheimlichen Mann verfolgt, der sie erst in Todesgefahr bringt und dann immer wieder an unerwarteten Stellen auftaucht. Bevor man „Duell“ oder „Joyride“ (von dem ich gerade sehe es tatsächlich schon drei Teile gibt) sagen kann, hat er sie entführt und in seinem Keller eingesperrt. Von dort kann sie entkommen und es entwickelt sich ein mörderischer Zweikampf zwischen Jäger und Gejagter.
Kommt das einem alles reichlich bekannt vor? Ja. Aber Hyams macht das Beste draus, hat mit Jules Willcox und Marc Menchaca zwei glaubwürdige Darsteller an Bord, die so sympathisch (Willcox) bzw. widerlich (Menchaca) sind, dass es Freude macht, das fiese Duell zu verfolgen. Und Hyams versteht sich auf Action. Und vor allem weiß er auch die äußerst beeindruckende Landschaft von Oregon perfekt in seinen Film einzubinden. So verzeiht man die Vorhersehbarkeit, erfreut sich an der konzentrierten und temporeichen Inszenierung, die hier und da für wirklich unangenehme Momente und erhöhten Adrenalinspiegel sorgt. Und am Ende wird man dann mit einem befriedigenden Finale belohnt, welches zeigt, dass man von Hyams, der einst als Hoffnung des modernen Actionfilms galt, sein Pulver noch nicht verschossen hat. 98 Minuten, die wie im Flug vergehen und ein schöner Abschluss des diesjährigen Festivals.
Auf diesen Film war ich besonders gespannt, da ich über Regisseur John Hyams zwar schon sehr viel lobende Worte hörte, aber es bisher tatsächlich nicht geschafft hatte, eines seiner Werke zu sehen. Dabei war er auch schon mal mit dem für ihn eher untypischen Little-League-Baseball-Film „All Square“ in Oldenburg zu Gast. Die Projektion war leider suboptimal und verhinderte zunächst, dass ich in den Film reinkam. Alle 30 Sekunden hatte man nämlich das Gefühl, es würden Frames fehlen und gleichzeitig der Film etwas verlangsamen, was einen seltsamen „Stotter-Effekt“ verursachte, von dem ich erst dachte, er sei gewollt. Da er jedoch regelmäßig wiederkehrte und das in Szenen, die dafür nun wirklich nicht passend war, merkte ich bald, dass hier wohl ein Kompressionsfehler bei der Vorlage vorlag, was mich dann zunehmend nervte. Aber auf der positiven Seite, der Film war dann doch so spannend, dass ich mit zunehmender Laufzeit drüber hinwegsehen konnte.
Dabei erzählt „Alone“ nun wirklich keine neue Geschichte. Ganz im Gegenteil. Umso überraschter war ich, dass es sich auch noch um ein Remake handelte. Also die Neuverfilmung eines Stoffes, den man so schon unzählige Mal gesehen hat. Tut das Not? Sicher nicht, aber John Hyams ist ein sehr versierter und talentierter Regisseur, der aus der ausgequetschten Zitrone noch eine leckere Limo zaubern kann. Worum geht es? Eine Frau wird auf ihrer Autoreise durch die USA von einem geheimnisvollen und unheimlichen Mann verfolgt, der sie erst in Todesgefahr bringt und dann immer wieder an unerwarteten Stellen auftaucht. Bevor man „Duell“ oder „Joyride“ (von dem ich gerade sehe es tatsächlich schon drei Teile gibt) sagen kann, hat er sie entführt und in seinem Keller eingesperrt. Von dort kann sie entkommen und es entwickelt sich ein mörderischer Zweikampf zwischen Jäger und Gejagter.
Kommt das einem alles reichlich bekannt vor? Ja. Aber Hyams macht das Beste draus, hat mit Jules Willcox und Marc Menchaca zwei glaubwürdige Darsteller an Bord, die so sympathisch (Willcox) bzw. widerlich (Menchaca) sind, dass es Freude macht, das fiese Duell zu verfolgen. Und Hyams versteht sich auf Action. Und vor allem weiß er auch die äußerst beeindruckende Landschaft von Oregon perfekt in seinen Film einzubinden. So verzeiht man die Vorhersehbarkeit, erfreut sich an der konzentrierten und temporeichen Inszenierung, die hier und da für wirklich unangenehme Momente und erhöhten Adrenalinspiegel sorgt. Und am Ende wird man dann mit einem befriedigenden Finale belohnt, welches zeigt, dass man von Hyams, der einst als Hoffnung des modernen Actionfilms galt, sein Pulver noch nicht verschossen hat. 98 Minuten, die wie im Flug vergehen und ein schöner Abschluss des diesjährigen Festivals.
Früher war mehr Lametta
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