Titane - Julia Ducournau (2021)

Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Titane - Julia Ducournau (2021)

Beitrag von jogiwan »

Titane

01.png
01.png (169.34 KiB) 162 mal betrachtet
Originaltitel: Titane

Herstellungsland: Frankreich, Belgien / 2021

Regie: Julia Ducournau

Darsteller: Vincent Lindon, Agathe Rousselle, Garance Marillier, Laïs Salameh

Story:

(folgt)
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jogiwan
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Re: Titane - Julia Ducournau (2021)

Beitrag von jogiwan »

nach dem kontroversen "Raw" mit dem Nachfolgefilm gleich mal die Goldene Palme abgeräumt. Gratulation und ich bin schon sehr gespannt - Auf "Titane" freue ich mich sehr. :nick:
Goldene Palme an französischen Film „Titane“

Die Goldene Palme in Cannes geht in diesem Jahr an den französischen Film „Titane“. Die Jury kürte das Fantasy-Drama der Französin Julia Ducournau heute Abend zum besten Film des diesjährigen Wettbewerbs. Zum erst zweiten Mal in der Geschichte des Filmfestivals geht die Goldene Palme damit an eine Frau – 1993 hatte die Neuseeländerin Jane Campion für „Das Piano“ die Auszeichnung erhalten.
quelle: orf.at
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buxtebrawler
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Re: Titane - Julia Ducournau (2021)

Beitrag von buxtebrawler »

jogiwan hat geschrieben:
Sa 17. Jul 2021, 21:01
nach dem kontroversen "Raw" mit dem Nachfolgefilm gleich mal die Goldene Palme abgeräumt. Gratulation und ich bin schon sehr gespannt - Auf "Titane" freue ich mich sehr. :nick:
Ja, habe ich gestern auch mitbekommen. Bin gespannt.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
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Diese Filme sind züchisch krank!
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Adalmar
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Re: Titane - Julia Ducournau (2021)

Beitrag von Adalmar »

Klingt auf jeden Fall gut, ein bisschen nach Cronenbergs "Crash", was ich bislang so zufällig gelesen habe.
Bild

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fritzcarraldo
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Re: Titane - Julia Ducournau (2021)

Beitrag von fritzcarraldo »

Oldenburg Filmfestival. Casablanca Kino.
Titane
242260876_270113394964547_989796133468659669_n.jpg
242260876_270113394964547_989796133468659669_n.jpg (81.92 KiB) 18 mal betrachtet
(Frankreich 2021)
Regie: Julia Ducournau
Mit Agathe Rousselle, Vincent Lindon.
Man kann die Handlung von TITANE zwar sogar in zwei Sätzen zusammen fassen, aber was dann folgt, hat man in der Form wahrscheinlich so noch nie gesehen. Vergleiche zu Cronenberg, besonders zu CRASH, zu Tsukamotos TETSUO oder aber auch zu Gaspar Noé sind natürlich zwangsläufig und passen auch irgendwie, aber TITANE geht schon einen eigenen Weg.
Hier aber erstmal die besagten zwei Sätze:
"Eine erotische Tänzerin und Serienkillerin mit Titanplatte im Kopf hat Sex mit einem Auto und wird schwanger. Auf ihrer Flucht gibt sie sich als Sohn eines alternden Feuerwehrmannes aus."
Alexia (Agathe Rousselle) hatte als Kind einen Autounfall. Danach wurde ihr eine Titanplatte in den Kopf eingesetzt. Das Verhältnis zu ihrem Vater ist sehr unterkühlt. Die Mutter wird immer nur kurz gezeigt. Wir sehen Alexia beim Sex und beim Morden, wenn ihr dann doch jemand zu nah kommt. Allein die Mordszenen sind sehr explizit. Als sie Sex mit einem Auto hat, wird sie schwanger. Irgendwann ist sie auf der Flucht.
Dann ein Bruch in der Story. Man sieht zwar wie sich auf eine Metamorphose vorbereitet, um die Identität eines jahrelang vermissten Jungen anzunehmen, aber wie sie dann plötzlich beim Vater, dem besagten Feuerwehrmann, landet, ging mir dann fast zu schnell. Dies ist aber das berühmte Meckern auf hohem Niveau. Nach der ersten sehr temporeichen Hälfte, beruhigt sich der Film etwas. Was aber nicht heißen soll, dass die bis dahin gezeigte Wahnwitzigkeit verloren geht. Alexia muss ständig verschleiern, dass sie eine Frau und schwanger ist. Vincent (Vincent Lindon), der Feuerwehrmann, hadert mit sich und seinem Schicksal. Er hat seinen Sohn verloren und wir ahnen natürlich, dass er genau weiß, dass die plötzlich aufgetauchte Person eben nicht der langvermisste Sohn ist. Er fühlt sich alt und versucht darüberhinaus, mit zu vielen Steroiden seinen Körper zu stählen. Wir schauen dabei zu, wie sich Alexia und Vincent annähern und dann steht ja noch die Geburt des Kindes bevor.....
Ist es möglich, dass ein Film voller Gewalt, Splatter und Sex feinfühlig erzählen kann, wie Menschen sich annähern und ihrer (Geschlechts-) Identität suchen? Ja. Es ist möglich. TITANE ist der Beweis dafür.
"Das Leben ist noch verrückter als Scheiße!" (Es war einmal in Amerika)

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