fritzcarraldos 5-Punkte-Pressur-Film-Explosionstechnik

Euer Filmtagebuch, Kommentare zu Filmen, Reviews

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fritzcarraldo
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Re: fritzcarraldos 5-Punkte-Pressur-Film-Explosionstechnik

Beitrag von fritzcarraldo »

(247)

Über den Berg.
Auf dem Weg
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2917864.jpg (347.61 KiB) 182 mal betrachtet
Schauburg Bremen. Sneak Preview.
"Nach einer wilden Partynacht stürzt der Schriftsteller und Abenteurer Pierre (Jean Dujardin) betrunken von einem Balkon und verletzt sich dabei schwer. Kaum aus dem Koma erwacht, beschließt er, gegen den Rat seiner Ärzte und Familie, Frankreich zu Fuß zu durchqueren."
Quelle: https://www.x-verleih.de/filme/auf-dem-weg/
Dieser Film erfüllt genau alle Klischees, die ich mit dem Ich-geh-mal-los-Selbstfindungsgenre verbinde. Ein over the top lebender Alki-Mitfünfziger mit 25jähriger Freundin in der Midlife Crisis fällt besoffen vom Balkon und will sich beim durch die Natur latschen selbst wieder finden. Fehlte nur noch, dass er den Jakobsweg nimmt.
Wäre das noch nicht genug, ist er auch noch Reiseschriftsteller und man hört im voice over sein gesprochenes Geschreibsel, welches wohl sehr gehaltvoll sein soll, aber entweder keinen Sinn ergibt oder sogar bei einer Kalenderspruchagentur abgelehnt werden würde. Aber solche Filme kommen offensichtlich gut an. Bei der üblichen Sneakbewertung gab es viele Einser.
Ich zückte das allererste mal eine glatte sechs.
"Das Leben ist noch verrückter als Scheiße!" (Joe Minaldi -Burt Young- Es war einmal in Amerika)

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fritzcarraldo
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Re: fritzcarraldos 5-Punkte-Pressur-Film-Explosionstechnik

Beitrag von fritzcarraldo »

(248)

To die by your side
Is such a heavenly way to die

(The Smiths - There is a light that never goes out)
The Killer
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3320867 (1).png (1.18 MiB) 173 mal betrachtet
War für ca. 1 Woche in einigen Kinos zu sehen.
Jetzt auf Netflix.
"Wie ein deutscher Tourist gekleidet und mit einem Fischerhut auf dem Kopf ist ein namenloser Auftragsmörder nach Paris gereist, um einen Job zu erledigen. Er bezieht in einem leerstehenden WeWork-Büroraum im Obergeschoss eines Gebäudes Stellung und nimmt ein Fenster in dem gegenüberliegenden Hotel ins Visier. Dabei folgt er anscheinend einem präzisen Tagesablauf. In einem Voiceover erklärt er seine Emotionslosigkeit und die feste Absicht nicht aufzufallen. Er wartet darauf, dass der Mann, mit dessen Tötung er beauftragt wurde, in seiner Suite auftaucht, um ihn mit seinem Präzisionsgewehr zu erschießen. Als sein Ziel dann auftaucht, macht er einen Fehler... (....)"
Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Der_Killer

"Der Film ist eine Adaption der französischen Comicserie Le tueur des Texters Matz (Alexis Nolent) und des Zeichners Luc Jacamon, die zwischen 1998 und 2014 von Casterman veröffentlicht wurde...."
Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Der_Killer

Alles schon mal da gewesen könnte man sagen. Und tatsächlich. Die typische Story des Auftragskillers, der eigentlich der Perfektion frönt und dann durch einen einzigen Fehler ins Chaos gestoßen wird, ist nun wahrlich nicht neu. Vorbilder und Variationen gibt es genug. Von DER EISKALTE ENGEL und John Woo's THE KILLER über LEON DER PROFI bis hin zur Comedy TV Serien Variante BARRY und natürlich noch vieles mehr. Nur dass sich hier eben David Fincher (FIGHT CLUB) des Themas annimmt und dazu noch eine wohl gefeierte Graphic Novel verfilmt hat. Wir schauen und hören vor allem dem namenlosen Killer zu, wenn er gleich zu Anfang seine Ansichten und Theorien zu seinem Job und seinem einsamen Leben preis gibt. Perfektion und Einsamkeit. Dies sind seine vorrangigen Themen. Aber dieser Erzähler ist ein Unzuverlässiger. Denn eigentlich sind viele Dinge doch anders als gedacht. Zwar oft nur ein wenig, aber eben anders. Die Weisheiten des Killers sind Standards, die er aber nicht immer einhält oder einhalten kann. Natürlich sehen wir ihn bei seinen Tätigkeiten und diese sind wohl durchdacht. Aber nachdem er nun auf die berühmte Abschussliste gerät, geht es eigentlich darum, dass er sich und sein Tun wieder in Bahnen lenken muss. Er redet nicht viel, aber eigentlich hinterfragt er sich ständig. Es geht um die Zwischentöne, denn die Story ist einfacher als sie scheint. Und Fincher wäre nicht Fincher, wenn er die einzelnen Kapitel, in die der Film aufgeteilt ist, nicht für seine berühmten und ausgeklügelten Setpieces nutzen würde. Es sieht alles so einfach aus, aber jedes Bild, jeder Frame ist wohl durchdacht. Und einige Ideen sind einfach brillant.
Fazit: Toller, ruhiger Film des Auftragskillergenres.
Musik: Trent Reznor und Atticus Ross. Und massig Smiths Songs.
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Re: fritzcarraldos 5-Punkte-Pressur-Film-Explosionstechnik

Beitrag von fritzcarraldo »

(249)

Reptile
2630178.jpg
2630178.jpg (315.13 KiB) 161 mal betrachtet
Netflix.
Krimi im True Detective Style. Düster und verschachtelt entwickelt sich das ganze zum heftigen Cop Thriller.
Auch toll besetzt.
Benicio del Toro, Eric Bogosian und ein Wiedersehen mit Alicia Silverstone.
Empfehlung.
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Re: fritzcarraldos 5-Punkte-Pressur-Film-Explosionstechnik

Beitrag von fritzcarraldo »

(250)

"And I need you now tonight
And I need you more than ever
And if you only hold me tight
We'll be holding on forever"

(Total Eclipse of the Heart - Bonnie Tyler)
Fingernails
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MV5BM2ZjZWUyMDUtNDNjMS00YzMzLWJiNjMtMDZhMzRiNmJjOTQ1XkEyXkFqcGdeQXVyMTAyMjQ3NzQ1._V1_FMjpg_UX1000_.jpg (348.95 KiB) 147 mal betrachtet
(Apple TV)
Irgendwo in einer anderen Realität. Alles sieht nach Retro-Futurismus aus. Die Menschen konnten keine Beziehungen mehr führen. Ein (teilweise umstrittenes) Liebesinstitut führt Tests durch, die anzeigen, ob Paare kompatibel sind. Dabei werden Fingernägel herausgerissen und in eine Art Mikrowelle gelegt. Dabei können nur drei verschiedene Ergebnisse herauskommen. Die 100%ige Übereinstimmung, 0% Übereinstimmung oder die 50%ige Übereinstimmung, die bedeutet, dass nur eine Person der Liebe verfallen ist, man weiß aber nicht wer. Letzteres ist schon sehr irritierend und macht auch eigentlich nicht wirklich Sinn.
Anna (Jesse Buckley "Men") und Ryan (Jeremy Allen White "The Bear") hatten sich schon vor längerer Zeit "testen" lassen und sind 100% kompatibel.
Anna nimmt einen Job im Liebesinstitut an. Hier wird sie Assistentin von Amir (Riz Ahmed "Rogue One"). Mittlerweile gibt es zusätzlich zu den Tests auch sogenannte "Übungen", um die Liebe zu vertiefen. Darunter fallen solche Sachen wie Tandem-Fallschirmsprünge, wobei das Tandem eben aus den Pärchen besteht, ganz ohne Fallschirmlehrer, 80er Jahre Songs auf französisch singen oder an einem Hugh Grant Filmmarathon teilnehmen, dem "Fachmann für Liebesdinge", wie er draußen vor dem Kino angekündigt wird.
Anna zweifelt nicht nur immer mehr an ihrer Beziehung, sondern fühlt sich auch sehr zu Amir hingezogen.
Dieser Film atmet schon etwas den Geist von "Eternal Sunshine of the Spotless Mind", wobei er nie dessen Tiefe erreicht. Denn eigentlich hat "Fingernails" eine sehr einfache Botschaft. Einfach auf die eigenen Gefühle vertrauen. Denn eigentlich suggeriert dieser eigenartige Test nur eine Sicherheit, die es im Prinzip nicht gibt. Dass dieser skurrile Film funktioniert liegt zum größten Teil an der tollen Besetzung. Zu nennen wäre da dann doch noch Luke Wilson als Chef des Instituts. Wie er ganz zu Anfang den neuen Mitarbeiter°innen mit playmobilähnlichen Figuren die Firmenphilosphie erklärt, ist schon wirklich sehr abgedreht.
"All I needed was the love you gave
All I needed for another day
And all I ever knew
Only you"

(Only You - Flying Pickets)
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Re: fritzcarraldos 5-Punkte-Pressur-Film-Explosionstechnik

Beitrag von fritzcarraldo »

(251)

Call me by your name
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MV5BNDk3NTEwNjc0MV5BMl5BanBnXkFtZTgwNzYxNTMwMzI@._V1_FMjpg_UX1000_.jpg (161.85 KiB) 130 mal betrachtet
Regie: Luca Guadagnino (Bones and All, Suspiria)
Am Ende des Films schneit es. Winter in Norditalien. Eine gewissen Melancholie legt sich über alles und der dritte Sufjan Stevens Song des Films ertönt auf der Tonspur. Irgendwie geht es um Trauer über die vergangene Beziehung, aber auch um Aufbruchstimmung des kommenden Erwachsenwerdens.
Davor ist alles wie eine schöne Sommerbrise inszeniert. CALL ME BY YOUR NAME wurde mir schon von vielen Seiten empfohlen. Also beschloss ich gestern, diese Filmwissenslücke zu schließen. Und es hat sich wirklich gelohnt. Ein Sommer irgendwo in Norditalien im Jahre 1983 auf einem wunderschönen Landsitz.
Elio (irgendwie schon auf dem Weg ins regnerische New York Woody Allens; Timothée Chalamet; Bones and All) ist der etwas altkluge 17jährige Sohn des Hauses, aber auch der Liebling aller. Dazu kommt dann Oliver (mir persönlich zunächst etwas unsympathisch; Armie Hammer; Codename U.N.C.L.E.); 24 Jahre alt und über den Sommer der Assistent des Professer-Vaters des Hauses, gespielt von Michael Stuhlbarg (A Serious Man), der irgendwie immer phantastisch ist. Was nun folgt ist eine Abfolge wunderschöner Momente toll fotografiert voller Liebe, Sex, Musik und Kultur. Es ist die Coming of Age Story Elios, der auf der Suche ist und Oliver findet. ich schwelge jetzt schon wieder in (Film-) Erinnerungen und ja, mir wurde nicht zuviel versprochen. Der Film ist toll.
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(252)

Ballerina
Ballerina_2023_aajuIkb.jpg
Ballerina_2023_aajuIkb.jpg (29.38 KiB) 116 mal betrachtet
Netflix. (2023)
Fiese, kleine Rachefantasie aus Korea.
Hat anscheinend aber nichts mit dem John Wick Spin-off (2024) gleichen Titels mit Ana de Armas zu tun.
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Beitrag von fritzcarraldo »

(253)

Meg 2
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218356.jpg (99.93 KiB) 106 mal betrachtet
Was für ein Kappes.
Macht aber insgesamt Spaß.
Hirn aus, Wasserspiele an.
Fast alles was man zu sehen bekommt, macht irgendwie gar keinen Sinn.
Was z.B. die genutzte Technologie angeht, befinden wir uns entweder in einem Sci-Fi Streifen oder in einem Paralleluniversum. Da latschen anfangs alle bei höchstem Druck in tiefster Tiefe alle über den Meeresboden, natürlich mit so extra Taucheranzügen. Oder es gibt diese Mini-U-Boote, die extra pfeilschnell fast wie Raumschiffe gesteuert werden und sich Verfolgungsjagden liefern. Da wartet man gerade zu auf den Riesenhai und seine Kumpels. Bei all der genutzten Technologie verwundert es dann doch, dass der gute Jason Statham zwischendurch und sowieso mit einer Harpune gegen den Hai antritt. Die Nebenstory mit den Bösewichten, die unerkannt eine Tiefseestation zum illegalen Abbau von irgendwas bauen konnten, ist nicht nur hanebüchen, sondern auch fast unerheblich. Regie führte unerwarteterweise Ben Wheatley (Kill List), den man eigentlich bei sowas nicht vermutet hätte. Von seinen Filmen mag ich eigentlich nur HIGH RISE, ich war dann aber doch etwas verwundert.
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Beitrag von fritzcarraldo »

(254)

Bad Hair Movie
Blackberry
Download (5).jpeg
Download (5).jpeg (7.57 KiB) 95 mal betrachtet
Sneak Preview. Schauburg Bremen.
Die Story des ersten Smartphones.
Die Macher, die Hintergründe, der Höhenflug und der Absturz hier als mittlelustige Komödie serviert. Dabei war mir z B. nicht klar, ob die schlechten Perücken und Frisuren einfach eben nur schlecht waren oder sogar Konzept.
Auf jeden Fall dachte ich, ich wäre eher in den 80een als in den 90ern gelandet. Ansonsten gibt es auf der Habenseite nur noch den ganzen Nerdkram, der zuhauf überall rumsteht, denn der 90er Techniker an sich ist ja auch immer Comic Con Fan, und Michael Ironside (Starship Troopers) spielt mit. Der Rest hat mich nicht abgeholt.
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Beitrag von fritzcarraldo »

(255)

Gesprengte Ketten
1361.jpg
1361.jpg (42.41 KiB) 88 mal betrachtet
Zeit für einen Klassiker.
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Re: fritzcarraldos 5-Punkte-Pressur-Film-Explosionstechnik

Beitrag von fritzcarraldo »

(256)

"Die bleiben da hängen bis sie verfaulen. Bei uns herrscht Ordnung!"
Töte, Django
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21011053_20130607150117809.jpg (449.39 KiB) 71 mal betrachtet
Gold, Verrat, Rache. Soweit so gut. Italo-Western-Standards.
Aber was dann kommt ist schon der pure Wahnsinn. Ein Höllenritt.
In den Vorhof der Hölle. Dieser Vorhof ist die kleine Stadt, in der die Bande mit dem Gold und ihr Verfolger Tomas Milian landen.
Scheinbar brave Bürger, die aber vollkommen neben der Spur agieren. Durchgeknallt und sadistisch. Und alles wird so präsentiert, als ob man sich vielleicht in einem Albtraum von Milian befinden könnte, denn alles ist oft von fast surrealen Momenten durchzogen. Die Rache spielt dann auch mit der Zeit überhaupt keine Rolle mehr. Milian will nur noch lebend aus diesem Inferno entkommen. Höhepunkt des surrealen Horrorsettings ist dann auch die eigenartigste Folterszene, die ich jemals sah. Milian in Kreuzigungspose wird mit einer Fledermaus und einer Eidechse traktiert. Er schreit und windet sich eben wie in einem schlechten Traum. Die Vergleiche zu SATAN DER RACHE, KEOMA aber auch EL TOPO sind sicherlich nicht verkehrt, denn wenn man sowas wie TÖTE, DJANGO sieht, den man sicherlich irgendwie als Horror-Western bezeichnen kann, dann ringt man nach Vergleichen. Aber irgendwie ist hier doch einiges anders und eigenständiger als man denkt.
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