
Ich fand den Anfang von "La Hora Fria" jetzt gar nicht mal so gelungen und anfänglich deutet ja alles etwas auf einen weiteren Found-Footage-Streifen bzw. "Rec"-Klon hin, der interessanterweise jedoch erst ein Jahr danach produziert wurde. Der Film lässt sich auch Zeit, präsentiert ausgiebig seine Charaktere und nur häppchenweise werden dem Zuschauer Handlungselemente zugeworfen, die die Geschichte immer wieder in eine neue Richtung lenken und die Spannung bis zum Finale extrem steigern. Das Ganze ist dann auch sehr fesselnd erzählt, gruselig, atmosphärisch dicht und das Ende lässt den Zuschauer schon etwas geplättet zurück. Verraten will man ja nix, aber ich bin mit meiner Ahnung jedenfalls komplett falsch gelegen. Die unberechenbare und gelungene, weil auch sehr europäische Mischung aus Klaustrophobie-Thriller, Sci-Fi-Horror und Mystery kann man dann auch nur empfehlen, selbst wenn Vieles letzten Endes dem Empfinden des Zuschauers überlassen bleibt. Großartiger, kleiner Streifen!










